DE2835014C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ablenkvorrichtung für einen
frei austretenden Fluidstrom,
der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art.
Aus der GB-PS 13 99 104 ist bereits eine Ablenkvorrichtung
mit den im Gattungsteil des Anspruches 1
genannten Merkmalen bekannt.
Bei dieser sind im Fluid-Durchlaß zwei schwenkbare
Platten vorgesehen, die jeweils außerhalb der Auslaßöffnung
auswärts abgewinkelte Stege aufweisen.
Dadurch wird der Fluidstrom in drei verschiedene
Teilströme zerlegt, von denen zwei an den (zueinander
symmetrischen) Wandbereichen der Ablenkvorrichtung
entlangstreichen, während ein dritter in der
Mitte zwischen den Platten hindurchtritt. Diese Anordnung
soll hauptsächlich dazu dienen, die Teilströme
selektiv vollständig absperren zu können.
Hingegen ist die Ablenkung eines Teilstromes durch
Kontrolle eines anderen Teilstromes, um damit den
durch die Ablenkvorrichtung insgesamt fließenden
Fluidstrom in seiner Richtung beeinflussen zu können,
weder angesprochen, noch überhaupt möglich.
Statt dessen wird der Gesamtstrom nur unterschiedlich
auf die verschiedenen Teilströme aufgeteilt,
die aber in Strömungsrichtung hinter den Platten
nicht wieder zusammenkommen.
Die US-PS 35 86 055 offenbart eine Spezialvorrichtung
für die Gewinnung von Metalloxiden durch Dampfphasenoxidation
der entsprechenden Halogenide mit
einer im Gasstrom angeordneten, gewinkelten Ablenkplatte.
Die DE-AS 11 88 563 betrifft eine Vorrichtung zum
Umlenken eines staubhaltigen Rohgasstromes für elektrostatische
Staubabscheider; diese Druckschrift
offenbart in einem Gasstrom angeordnete Plattenelemente,
die aber in ihrer Stellung nicht regelbar
sind und nur eine bessere Homogenisierung des Gasstromes
durch vermehrte Verwirbelung erzielen sollen
und können.
Letztlich beschreibt die US-PS 34 20 443 eine Aufteilvorrichtung
für Flüssigkeitsströme, bei der einzelne
Plattenelemente unter einem Winkel zur Strömungsrichtung
angeordnet sind; diese Plattenelemente
sind zwar schwenkbar, jedoch sind sie in einem
offenen Trog angeordnet und es ergeben sich keinerlei
Wechselwirkungen zwischen der Stellung der Plattenelemente
und der Strömungsrichtung der Flüssigkeit
entlang der Trogwände.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Ablenkvorrichtung
für einen frei austretenden Fluidstrom
der eingangs genannten Art zu schaffen, die
eine kontinuierliche Änderung der Ablenkrichtung
über einen breiten Winkelbereich zuläßt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale
des Anspruches 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
definiert.
Die Erfindung stellt eine
Ablenkvorrichtung zur Verfügung, mit der ein
Fluid-, insbesondere ein Luftstrom über einen relativ weiten
Winkelbereich kontinuierlich abgelenkt werden kann, ohne daß ihm
ein wesentlicher Strömungswiderstand
durch die Vorrichtung
entgegengesetzt wird. Ferner weist die erfindungsgemäße
Ablenkvorrichtung eine geringe Größe,
insbesondere geringe Tiefe auf.
Vorteilhaft kann ein gesonderter Kanal
vorgesehen werden, durch den
ein Fluid-, insbesondere Luftstrom in die Vorrichtung
hineingelenkt werden kann, um die Abwärtsablenkung des
aus der Vorrichtung ausströmenden
Fluidstromes zu verbessern.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die
Ablenkvorrichtung an der Abstromseite eine
Ablöseeinrichtung aufweist.
Die aus der Vorrichtung ausströmende
Luft enthält dann, wenn sie in horizontaler Richtung strömen
soll, keinen Anteil, der an einer Auslaß-Führungswand anhängt.
Ferner gehört es zu den vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Ablenkvorrichtung, die Einlaß-Führungswand so
zu formen, daß der Strömungskanal sich in Strömungsrichtung
graduell im Querschnitt verengt und der Widerstand
für die Luftströmung gering bleibt. Dabei
kann die Weite des Strömungskanals so verändert werden,
daß der Fluidstrom, der an
der Ablenklamelle entlangstreicht, leicht an der Auslaßführungswand
anliegt.
Ferner kann die Ablenklamelle so positioniert
sein, daß die gegenüberliegenden Seitenkanten der Ablenklamelle
auf der Aufstromseite und der Abstromseite des
engsten Bereichs des Strömungskanals bezüglich der Strömungsrichtung
des Fluidstroms liegen, wodurch die Wirksamkeit
der Winkelablenkung verbessert wird. Die Ablenklamelle
hat vorzugsweise einen stromlinienförmigen Querschnitt, so daß
sich ein die Ablenkung unterstützender Strömungskanal ergibt
und ein relativ großer Ablenkwinkel erhalten werden
kann.
Die Ablenklamelle kann
mit einer Erhöhung versehen sein, so daß der
Fluidstrom in einen Fluidstrahl umgeformt wird und die dadurch
bewirkte Saugkraft die Ablenkung
des Fluidstromes unterstützt.
Schließlich läßt sich vorsehen,
daß ein Luftstrom
in die Vorrichtung eingeleitet werden kann, und zwar
an der Abstromseite der Auslaß-Führungswand, wodurch die
Abwärtsablenkung des Fluidstromes wesentlich unterstützt
werden kann.
Die im Vorstehenden skizzierte Erfindung geht aus der
nachfolgenden Beschreibung der in den beigefügten Zeichnungen
dargestellten Ausführungsformen der Erfindung noch deutlicher
hervor. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine schematische stirnseitige Ansicht der
Ausführungsform aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht längs der Linie VI-VI
aus der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung;
Fig. 4 und 5 der Fig. 3 ähnliche Darstellungen mit
verschiedenen Einstellungen der Ablenklamelle;
Fig. 6 eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 7 eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung einer
weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ablenkvorrichtung;
Fig. 8 eine perspektivische schematische Darstellung
der Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 7;
Fig. 9 eine schematische Schnittdarstellung einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 10 eine vergrößerte Schnittdarstellung einer
Leitplatte aus der Vorrichtung gemäß Fig. 9;
Fig. 11 eine der Fig. 9 ähnliche Darstellung einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 12 eine vergrößerte Schnittdarstellung eines
Teils der Leitplatten aus Fig. 11;
Fig. 13 eine schematische perspektivische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 14 und 15 Seitenansichten von Querschnitten der
Vorrichtung aus Fig. 13, wobei die Ablenklamelle
in verschiedenen Stellungen steht;
Fig. 16 eine den Fig. 14 oder 15 ähnliche Darstellung
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 17 und 18 schematische Querschnittsdarstellungen
einer Vorrichtung zum Temperieren von Luft,
die mit den Ausführungsformen gemäß Fig. 13 bis 15
der Erfindung ausgerüstet ist und
die besondere Anwendungsform der Erfindung
erläutert.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile durchgehend mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte,
die Erfindung verkörpernde Ablenkvorrichtung weist
eine im ganzen mit 10 bezeichnete Düsenstruktur auf, welche
durch in an sich bekannter Weise verbundene rechtwinklige
Deckplatte 12 a und Bodenplatte 12 b sowie zwei gegenüberliegende
Seitenplatten 12 c und 12 d gebildet wird.
Diese Platten bilden zusammen einen Fluid-Durchlaß 14 von im
wesentlichen rechtwinkligem Querschnitt. Der
Fluid-Durchlaß 14 erstreckt sich rechtwinklig zur Längsrichtung
der Deckplatte 12 a bzw. der Bodenplatte 12 b und
parallel zu den Seitenplatten 12 c und 12 d und weist
eine Einlaßöffnung 14 a und eine Auslaßöffnung 14 b auf,
wobei die Einlaßöffnung 14 a mit einer Fluidabgabequelle,
beispielsweise einem Luftgebläse, verbunden sein kann.
Die im folgenden verwendeten Begriffe "Aufstrom" und "Abstrom"
beziehen sich auf die Strömungsrichtung des unter Druck stehenden
strömungsfähigen Fluids, von der Einlaßöffnung
14 a zur Auslaßöffnung 14 b durch den Durchlaß 14.
Die Ablenkvorrichtung weist ferner eine Führungsplattenstruktur
auf, die fest mit der Bodenplatte 12 b verbunden
ist und sich in dem Durchlaß 14 zwischen den
Seitenplatten 12 c und 12 d erstreckt. Diese Führungsplattenstruktur
wird gebildet von einer Einlaß-Führungsplatte
16 und einer Auslaß-Führungsplatte 18, die in
Richtung der Breite des Durchlasses in noch zu beschreibender
Weise gebogen sind. Die Einlaß-Führungsplatte
16 ist mit einer Seitenkante 16 a
im wesentlichen über die Breite
der Bodenplatte 12 b an dieser befestigt, während die Auslaß-Führungsplatte
18 mit einer Seitenkante 18 a an einer Seitenkante
der Bodenplatte 12 b befestigt ist, die in der Ebene der
Auslaßöffnung 14 b liegt. Die anderen Seitenkanten
16 b der Einlaß-Führungsplatte 16 und
18 b der Auslaß-Führungsplatte 18
sind miteinander in der Weise verbunden, daß sie übereinanderliegend
eine Stufe bilden, wobei die Seitenkante 16 b
über der Seitenkante 18 b liegt, so daß sich eine Ablöseeinrichtung
20 relativ kleiner Höhe Se ergibt. Die auf diese
Weise eingebaute Einlaß-Führungsplatte 16 ist in Richtung
der Breite des Durchlasses so gebogen, daß sie eine
von der Deckplatte 12 a in Aufstromrichtung wegdivergierende
Form hat und sich von der Einlaßöffnung 14 a zur Auslaßöffnung
14 b erstreckt, während die Auslaß-Führungsplatte 18 in
Breitenrichtung des Durchlasses so gebogen ist, daß ihre
Form sich von der Deckplatte 12 a in Abstromrichtung
weg divergierend von der Einlaßöffnung 14 a zur Auslaßöffnung
14 b erstreckt.
Die so gebildete und in den Fluid-Durchlaß 14 eingebaute
Führungsplattenstruktur ergibt im wesentlichen eine
eingeschränkte Durchtrittsfläche im Durchlaß 14
oberhalb der Ablöseeinrichtung 20.
Die Düsenstruktur 10 weist ferner eine Ablenk-
Einrichtung auf, die einen Teil des durch den
Durchlaß 14 strömenden Fluidstroms einwärts in den Durchlaß
14 richtet, insbesondere in einer Richtung zur
Auslaß-Führungsplatte 18.
Die Ablenk-Einrichtung wird durch
einen Winkelträger 22 gebildet, der mit einem Wandabschnitt
22 a mit der in der Ebene der Auslaßöffnung 14 b
liegenden Kante der Deckplatte 12 a verbunden ist, und
der einen Wandabschnitt 22 b aufweist, der sich vom Wandabschnitt
22 a in das Innere des Fluid-Durchlasses 14
parallel zur Deckplatte 12 a erstreckt. Der
Winkelträger 22 kann auch als eine integrale Verlängerung der
Deckplatte 12 a ausgebildet sein.
Eine Ablenklamelle 24 erstreckt sich zwischen den Seitenplatten
12 c und 12 d quer durch den Fluid-Durchlaß 14.
Diese Ablenklamelle 24 wird von einer Stange 26 getragen,
deren gegenüberliegenden Enden in die Seitenplatten 12 c
und 12 d eingesetzt sind, und die unmittelbar überhalb
der Ablöseeinrichtung 20 im wesentlichen in der Mitte zwischen
der Deckplatte 12 a und der Ablöseeinrichtung 20 angeordnet ist.
Obgleich dies nicht dargestellt ist, erstreckt sich
ein Ende der Stange 26 nach außen durch die
Seitenplatte 12 d und ist dort mit einer geeigneten Übertragungseinrichtung
an einen Antriebsmechanismus angeschlossen,
der z. B. aus einem Handschalter
und einem Elektromotor bestehen kann. So kann die Ablenklamelle
24 um die Stange 26 verschwenkt und
zwar entweder schrittweise oder kontinuierlich, je nach
Art des Antriebsmechanismus, zwischen einer angehobenen
Stellung, in der ein Fluid-, beispielsweise ein Luftstrom,
aus der Auslaßöffnung 14 b im wesentlichen parallel zur
Fluid-Strömung in die Einlaßöffnung 14 a strömt, und einer
abgesenkten Stellung, in der der Fluidstrom aus der
Auslaßöffnung 14 b in einer gegenüber der Einlaßströmungsrichtung
nach außen abweichenden Richtung längs der gebogenen
Auslaß-Führungsplatte 18 a strömt.
Die so gelagerte Ablenklamelle 24 wird
in solcher Weise in ihrer Stellung gehalten,
daß die gegenüberliegenden Seitenkanten der Ablenklamelle
24, die nachfolgend als Aufstromkante und Abstromkante
bezeichnet werden, auf den jeweiligen so
bezeichneten Seiten und oberhalb der Ablöseeinrichtung 20
in der Nähe der Einlaßöffnung 14 a bzw. der Auslaßöffnung
14 b angeordnet sind, wobei die Abstromkante
der Ablenklamelle 24 aufstromseitig von einer Ebene
liegt, die sich parallel zur Ebene der Auslaßöffnung
14 b durch die freie, vom Wandabschnitt
22 a wegweisende Seitenkante des Wandabschnittes 22 b des Winkelträgers 22
erstreckt.
Die Führungsplattenstruktur,
die als aus den Einzelelementen 16 und 18
bestehend beschrieben wurde, kann natürlich auch ein einteiliges
Bauteil sein. In ähnlicher Weise kann die Ablenk-
Einrichtung (Winkelträger 22) wie bereits erwähnt,
eine einteilige Verlängerung der Deckplatte 12 a
sein.
Es wird jetzt anhand der Fig. 3 bis 5 die Arbeitsweise
der erfindungsgemäßen Ablenkvorrichtung bei Drucklufteinleitung beschrieben. Fig. 3
zeigt die Ablenklamelle 24 in abwärts geneigter Stellung,
bei der die Abstromkante der Ablenklamelle 24 ihre kleinstmögliche
Entfernung zur Auslaß-Führungsplatte 18 hat.
In diesem Betriebszustand wird die durch die Einlaßöffnung
14 a im wesentlichen senkrecht zu deren Ebene
einströmende Druckluft durch
die Ablenklamelle 24 in zwei Teilströme unterteilt. Einer
Dieser Teilströme, der zwischen der Ablenklamelle 24 und
der Einlaß-Führungsplatte 16 strömt, strömt nach Ablenkung
durch die Ablenklamelle 24 abwärts, wie Fig. 3
zeigt, und streicht
unter der Wirkung des bekannten Koanda-Effektes an der Führungsplatte 18 entlang.
Während dieses berührenden Entlangstreichens
wird der längs der Auslaß-Führungsplatte 18 strömende Luftstrom
positiv nach unten gegen die Führungsplatte 18 gezogen
und strömt
in der durch Pfeil G angedeuteten
Richtung nach Ablösung von der Führungsplatte 18 an der
mit X bezeichneten Stelle aus.
Der andere Teilstrom, der durch den oberen Zwischenraum
zwischen der Ablenklamelle 24 und der Deckplatte 12 a
strömt, wird unter der Wirkung des von dem Winkelträger
22 erzeugten Gegendruckes nach außen von der Ebene der
Deckplatte 12 a in einer durch Pfeil H angedeuteten Richtung
abwärts gerichtet. Wenn der in Richtung H strömende Luftstrom
sich mit dem in Richtung G strömenden Luftstrom vereinigt hat,
bleiben die beiden Teilströme zusammen und der sich ergebende
Luftstrom strömt als Ganzes in Richtung G, d. h. nach abwärts
in einer nach außen von der Ebene der Bodenplatte 12 b
divergierenden Richtung.
Wenn gewünscht wird, daß der aus der Auslaßöffnung 14 b
des Durchlasses 14 heraustretende
Strom im wesentlichen diagonal abwärts
gerichtet ist, dann wird die Ablenklamelle 24 so wie in
Fig. 4 gezeigt, eingestellt. Die Ablenklamelle 24 ist
bei der in Fig. 4 dargestellten Betriebsweise so eingestellt,
daß die Abstromkante der Ablenklamelle 24 gegenüber der
in Fig. 3 dargestellten Betriebsstellung nach oben angehoben
ist. In dieser Betriebsstellung hängt der zwischen
dem unteren Zwischenraum zwischen der Ablenklamelle 24
und der Einlaß-Führungsplatte 16 zuströmende Teilstrom
an der Auslaß-Führungsplatte 18 in im wesentlichen ähnlicher
Weise an, wie bei dem in Fig. 3 dargestellten Betriebszustand;
der Abreißpunkt, bei dem der an der Führungsplatte
18 anhängende Luftstrom sich von dieser löst, wird um eine
gewisse Strecke in Aufstromrichtung gegenüber dem Abreißpunkt
X aus Fig. 3 verschoben. Dies deshalb, weil die Ablenklamelle
24 so eingestellt ist, daß der durch den unteren
Zwischenraum strömende Luftstrom mit einem Ablenkwinkel
relativ zur Ebene der Auslaßöffnung 14 b abgelenkt wird,
der größer ist als im Fall der Fig. 3. Daher strömt der
Luftstrom durch den unteren Zwischenraum in einer durch
Pfeil Ga angezeigten Richtung.
Der durch den oberen Zwischenraum zwischen der Deckplatte 12 a
und der Ablenklamelle 24 strömende Teilstrom wird nun
zwangsweise so gerichtet, daß er unter dem Einfluß des
von dem Winkelträger 22 in ähnlicher Weise wie im Zusammenhang
mit Fig. 3 beschrieben erzeugten Gegendruckes nach
abwärts strömt und danach von dem durch den unteren Zwischenraum
strömenden Luftstrom eingefangen wird, woraufhin er
in die mit Ha bezeichnete Richtung strömt, und zwar im
wesentlichen parallel zur Richtung Ga des unteren
Luftstromes. Demzufolge strömt der
Luftstrom aus der Auslaßöffnung 14 b als Ganzes im wesentlichen
diagonal abwärts, unter einem kleineren Ablenkwinkel
als im Fall der Fig. 3.
Wenn der aus der Auslaßöffnung 14 b austretende Luftstrom
in eine im wesentlichen horizontale Richtung und damit im wesentlichen
senkrecht zur Ebene der Auslaßöffnung 14 b gerichtet werden
soll, wird die Ablenklamelle 24 in die in Fig. 5 dargestellte
angehobene Stellung verstellt. In dieser angehobenen Stellung
ist die abstromseitige Kante der Ablenklamelle 24 auf ihren
größtmöglichen Abstand von der Auslaß-Führungsplatte 18
gebracht. In dieser Betriebsstellung neigt der durch den
oberen Zwischenraum zwischen der Deckplatte 12 a und der
Ablenklamelle 24 strömende Teilstrom dazu, unter der
Wirkung des vom Winkelträger 22 erzeugten Gegendruckes
nach abwärts zu strömen. Da jedoch der untere Bereich
des Teilstromes durch den oberen Zwischenraum in
Kontakt mit der Ablenklamelle 24 bleibt und über sie
hinströmt, und durch die Ablenklamelle 24 nach oben angehoben
wird, strömt der durch den oberen Zwischenraum
strömende Teilluftstrom als Ganzes in einer im wesentlichen
horizontalen Richtung, wie der Pfeil Hb anzeigt.
Der durch den unteren Zwischenraum zwischen der Ablenklamelle
24 und der Einlaß-Führungsplatte 16 zuströmende
Teilstrom strömt in einer im wesentlichen horizontalen
Richtung, wie der Pfeil Gb andeutet, da die Strömungsrichtung
dieses Teilstromes durch die Seitenkante 16 b
der Einlaß-Führungsplatte 16 bestimmt ist. Die durch den
unteren und den oberen Zwischenraum strömenden Teilströme
werden beim Austritt aus der Auslaßöffnung miteinander
vereinigt, so daß sich der resultierende Gesamtstrom dann
in einer im wesentlichen horizontalen Richtung fortbewegt.
Der durch den unteren Zwischenraum strömende
Teilstrom hängt nicht an der Auslaß-Führungsplatte 18
an, da er von der Einlaß-Führungsplatte 16 an der Ablöseeinrichtung
20 abreißt, wie Fig. 5 deutlich zeigt.
Aus der vorstehenden Beschreibung sieht man, daß
die Ablenkung des aus der Auslaßöffnung 14 b austretenden
Luftstromes hauptsächlich durch den durch den unteren
Zwischenraum zwischen Ablenklamelle 24 und Einlaß-Führungsplatte
16 strömenden Teilstrom gesteuert wird. Aufgrund
der kontinuierlichen Verschiebung des Abreißpunktes
mit der Lamellenschwenkung kann der Luftstrom
in beliebige Richtung abgelenkt werden. Da die einzige
Ablenklamelle 24 bewirkt, daß mit der
Ablenkvorrichtung insgesamt ein relativ großer Ablenkwinkel
für den Luftstrom erreicht werden kann, trifft der Luftstrom
auf keinen wesentlichen Widerstand.
Anhand einer Reihe von Versuchen wurde gefunden, daß
die in Fig. 1 bis 5 dargestellte Ablenkvorrichtung,
bei der die Tiefe des Fluid-Durchlasses 14 gemessen zwischen
den jeweiligen Ebenen der Einlaßöffnung 14 a und Auslaßöffnung
14 b nicht größer ist als das Doppelte der Breite Ws des
Fluid-Durchlasses, gemessen zwischen der Seitenkante 16 b der Einlaßführungsplatte
16 und der Ebene, in der der Wandabschnitt 22 b
des Trägers 22 liegt (Fig. 3), ausreicht, einen Ablenkwinkel
von 60° zu erreichen. Man bemerke, daß die in den Fig. 1 bis
5 wie auch in den Fig. 6 bis 16 dargestellten Ausführungsformen
der Ablenkvorrichtung eine Breite Wt haben,
die in der Darstellung größer ist als die Breite des Durchlasses,
so daß die Ablenkvorrichtung vorteilhaft
als ein Auslaßgrill eines Klimagerätes verwendet werden
kann.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform der
Ablenkvorrichtung ist gegenüber der in den Fig. 1 bis 5
dargestellten Ausführungsform ein Teiler 28 vorgesehen,
der über der Ablenklamelle 24 und unter der Deckplatte 12 a
an den Seitenplatten 12 c und 12 d befestigt ist und
sich zwischen diesen erstreckt. Dieser Teiler 28 ist so
geformt, daß die gegenüberliegenden Seitenkantenabschnitte
in Breitenrichtung des Teilers auf die Auslaßöffnung
14 b zuweisend gebogen sind.
Während die Ablenkvorrichtung mit Teiler 28 in einer
im wesentlichen ähnlichen Weise wie die Medium-Ablenkvorrichtung
gemäß Fig. 1 bis 5 betrieben werden kann, wenn
die Ablenklamelle 24 gemäß Fig. 4 und 5
gestellt ist, d. h. im wesentlichen zwischen der angehobenen
und der abgesenkten Stellung, arbeitet die jetzt erläuterte
Vorrichtung bei Stellung der Ablenklamelle
24 in der abwärts gerichteten Stellung gemäß Fig. 6
auf folgende Weise:
Der Teilstrom, der durch den unteren Zwischenraum
zwischen Einlaß-Führungsplatte 16 und Ablenklamelle 24 zuströmt,
strömt im wesentlichen in ähnlicher Weise wie
in Fig. 3 dargestellt, in einer durch Pfeil M angedeuteten
Richtung. Der durch den oberen Zwischenraum zwischen Ablenklamelle
24 und Deckplatte 12 a strömende Teilstrom
wird von dem Teiler 28 in zwei weitere Teilströme I und J
unterteilt, einen Teilstrom I, der durch den Spalt zwischen dem
Teiler 28 und der Deckplatte 12 a strömt, und einen Teilstrom
J, der zwischen Teiler 28 und Ablenklamelle 24 strömt.
Der obere Teilstrom I wird nach Durchströmen durch den
Zwischenraum zwischen Deckplatte 12 a und Teiler 28 unter
der Wirkung des vom Winkelträger 22 erzeugten Gegendruckes
abwärts gezwungen, während der Teilstrom J nach Durchströmen
durch den Zwischenraum zwischen Ablenklamelle 24
und Teiler 28 vom Teilstrom I ebenfalls in eine abwärts
gerichtete Richtung gezwungen wird. Wenn die Teilströmung
J und K sich miteinander verbinden, fangen sie sich auch
gegenseitig ein, so daß der Teilstrom J jetzt in einer
Richtung N strömt, die im wesentlichen parallel zur Richtung
M des durch den unteren Zwischenraum geströmten Teilstromes
verläuft. Gleichzeitig strömt der obere Teilstrom I in eine
Richtung O im wesentlichen parallel zur Richtung N. Daher
strömt der aus der Auslaßöffnung 14 a hervortretende Luftstrom
als Ganzes in Abwärtsrichtung.
Auch bei der Ablenkvorrichtung gemäß Fig. 6
hat sich eine Tiefe des Fluid-Durchlasses 14 von nicht mehr
als dem Doppelten der Durchlaßbreite Ws, gemessen zwischen
der Seitenkante 16 b der Einlaß-Führungsplatte 16 und der
unteren, von der Deckplatte 12 a wegweisenden Seitenkante
des Teilers 28, als ausreichend erwiesen, einen Ablenkwinkel
des aus der Auslaßöffnung 14 hervortretenden Luftstromes
von etwa 60° zu erreichen.
Bei den vorstehend im Zusammenhang mit
Fig. 1 bis 5 und Fig. 6 beschriebenen Ausführungsformen
brauchen die Einlaß- und Auslaß-Führungsplatten 16 und 18 nicht
stets wie dargestellt, gebogen zu sein, sondern können
auch geradlinig bleiben, solange die Ablenkung
des Luftstromes über den nötigen
Winkelbereich relativ zur Richtung senkrecht zur Schwenkachse
der Ablenklamelle 24 erreicht werden kann. Beispielsweise
kann eine oder können beide Führungsplatten 16 und 18
ebene Platten sein und können so angeordnet sein, daß die
Verbindung der jeweiligen Seitenkanten 16 b und 18 b dieser
Platten 16 und 18 in einem geeigneten Abstand über der Bodenplatte 12 b
liegt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8 ist die Einlaß-
Führungsplatte 16 eben und erstreckt sich zwischen den
Seitenplatten 12 c und 12 d parallel zur Deckplatte 12 a.
Da die Einlaß-Führungsplatte 16 sich
zwischen der Seitenkante 18 b und der
Ebene der Einlaßöffnung 14 a erstreckt, bilden die Führungsplatten
16 und 18 zusammen einen Teil der die Düse definierenden
Struktur 10, so daß die Bodenplatte 12 b aus Fig. 1-6
hier entfallen kann. Wie das bei den vorstehend erläuterten
Ausführungsformen der Fall war, liegt die Seitenkante
16 b der Einlaß-Führungsplatte 16 über der benachbarten
Seitenkante 18 b der Auslaß-Führungsplatte 18
und bildet auf diese Weise eine
Ablöseeinrichtung 20.
Die Ablenkvorrichtung gemäß Fig. 7 und 8
arbeitet in ähnlicher Weise wie
die Ablenkvorrichtung gemäß Fig. 1 bis 5 mit
dem Unterschied, daß ein unterer Bereich des durch
den unteren Zwischenraum zwischen Ablenklamelle 24
und Einlaß-Führungsplatte 16 zuströmenden Teilstromes
in gerader Richtung parallel zur Ebene der Führungsplatte
16 strömt.
Bei den vorstehend im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 5
einerseits, Fig. 6 bis 8 andererseits beschriebenen
Ausführungsformen der Erfindung war stets
von einer Ablöseeinrichtung 20 die Rede.
Diese Ablöseeinrichtung 20 ist nicht stets notwendig, so
daß die Seitenkanten 16 b und 18 b der
Führungsplatten 16 und 18 stumpf gegeneinander anliegen
können, oder wenn die Führungsplattenstruktur einteilig
ausgeführt ist, die Führungsplatte 16 eine zusammenhängende
Verlängerung der Führungsplatte 18 sein kann, ohne daß eine
Stufe oder ein Absatz zwischen beiden ausgebildet ist.
Erforderlich ist jedoch, daß, wenn der aus der Auslaßöffnung 14 b
austretende Luftstrom in horizontaler Richtung
strömen
soll, d. h. wenn die Ablenklamelle 24 in der angehobenen
Stellung eingestellt ist, der durch den unteren Zwischenraum
strömende Teilstrom nicht an der Auslaß-Führungsplatte
18 anhängt und nicht von dem durch den oberen
Zwischenraum strömenden Teilstrom divergiert.
Eine Ausführungsform der Ablenkvorrichtung ohne
Ablöseeinrichtung 20
ist
in den Fig. 9 bis 16 dargestellt.
Der Unterschied zwischen der in den Fig. 9 und 10 dargestellten
Ausführungsform der Erfindung gegenüber der in
den Fig. 1 bis 5 dargestellten
besteht im
wesentlichen in der Form der Führungsplattenstruktur.
Wie man am besten in Fig. 10 erkennt, sind die Einlaß-
Führungsplatte 16 und die Auslaß-Führungsplatte 18 stumpf
ohne Stufe gegeneinander gesetzt, wobei auch kein Absatz
an der Verbindungsstelle dieser Platten gelassen ist.
Wie man außerdem, am besten in Fig. 9, sieht, besitzt
die der Einlaßöffnung 14 a benachbarte Seitenkante der Einlaß-
Führungsplatte 16 Abstand von der Bodenplatte 12 b und
weist auf sie zu. Mit anderen Worten, die Führungsplattenstruktur
als Ganzes erstreckt sich bei der in Fig. 9 und
10 dargestellten Ausführungsform von einem Abschnitt der
Bodenplatte 12 b neben der Auslaßöffnung 14 b im wesentlichen
nach oben auf die Ablenklamelle 24 zu; durch Abbiegen
an einer Stelle unterhalb der Ablenklamelle 24 nimmt sie
die Form eines im wesentlichen umgekehrten U an und endet
an einer Stelle, die oberhalb eines im wesentlichen mittleren
Abschnitts der Bodenplatte 12 b liegt. Die Krümmung
der Einlaß-Führungsplatte 16 ist relativ klein, so daß der
unter der Ablenklamelle 24 durchfließende Luftstrom komprimiert
wird,
wenn die Ablenklamelle 24 in der wie dargestellt angehobenen
Stellung steht. Die Krümmung der Auslaß-Führungsplatte
18 ist relativ groß.
Bei der in den Fig. 9 und 10 dargestellten Ausführungsform
findet die Wandberührung,
die zur Erzielung einer Abwärtsrichtung des aus der Auslaßöffnung
14 b austretenden Luftstromes erforderlich ist,
statt, wenn die Ablenklamelle 24 nach unten gerichtet ist.
Wenn jedoch die Ablenklamelle 24 in die angehobene Stellung
gebracht ist, so daß der Luftstrom aus der Auslaßöffnung 24
im wesentlichen in horizontaler Richtung
strömt, strömt der
durch den unteren Zwischenraum unter der Ablenklamelle 24
strömende Teilstrom wegen der erwähnten sehr kleinen Krümmung
der Einlaßführungsplatte 16 unter Kompression
und es bildet sich zwischen diesem
Luftstrom und der Auslaß-Führungsplatte 18 ein Sack aus.
Wegen der Ausbildung dieses Sackes
hängt der Luftstrom durch den unteren Zwischenraum
nicht an der Auslaß-Führungsplatte 18 fest. Andererseits
wird der durch den oberen Zwischenraum über die Ablenklamelle
24 strömende Luftstrom teilweise zur Abwärtsströmung gezwungen,
wie durch den Pfeil U angedeutet, und zwar unter Einfluß des
durch den Winkelträger 22 erzeugten Gegendruckes; da jedoch
der nach abwärts gerichtete Teil des durch den oberen Zwischenraum
strömenden Luftstromes danach sich mit dem Hauptteil
des selben Luftstromes vereinigt, der durch die
in der angehobenen Stellung stehende Ablenklamelle 24 angehoben
wird, wird der durch den oberen Zwischenraum als
Ganzes strömende Luftstrom horizontal
gerichtet. Nachdem die Teilströme durch den
unteren und den oberen Zwischenraum sich wieder miteinander
vereinigt haben, strömt der sich ergebende Luftstrom dann
insgesamt in horizontaler Richtung.
Wenn eine Ablöseeinrichtung in der Ablenkvorrichtung gemäß
Fig. 9 und 10 erforderlich ist,
kann dies leicht
dadurch erreicht werden, daß die Einlaß-Führungsplatte 16
und die Auslaß-Führungsplatte 18 in solcher Weise verbunden
werden (Fig. 11 und 12), daß die in Berührung mit der
Seitenkante 16 b der Einlaß-Führungsplatte 16 verlaufende
Tangentiallinie sich unter einem spitzen Winkel R relativ
zur Tangentiallinie in Berührung mit der Seitenkante 18 b
der Auslaß-Führungsplatte 18 erstreckt.
Somit ist bei der in den Fig. 11 und 12 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung die Ablöseeinrichtung in Form einer
Rippe 20 a ausgebildet, die durch den oben erwähnten spitzen
Winkel R gebildet wird und sich zwischen den Seitenplatten
12 c und 12 d parallel zur Schwenkachse der Ablenklamelle
24 erstreckt.
Abgesehen von diesen die Ablösung verbessernden Maßnahmen
arbeitet diese Ausführungsform im wesentlichen in gleicher Weise
wie die Ablenkvorrichtung gemäß Fig. 9 und 10.
Das in Fig. 9 und 11 eingetragene Bezugszeichen
29 bezeichnet eine Ablenk-Jalousie, die
aus mehreren parallelen Lamellen zur seitlichen Ablenkung des Luftstromes
besteht,
beispielsweise nach links bzw. nach rechts.
Die Ablenkvorrichtung der
Ausführungsformen nach Fig. 9 und 10 oder nach Fig. 11 und
12 sind speziell zur Anwendung als Auslaß-
Grillstruktur in einem Klimagerät geeignet.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 13 und 14 ist anstelle
des Winkelträgers 22
der Seitenkantenabschnitt der Deckplatte
12 a nach abwärts gebogen, wie bei 12 e gezeigt, und zwar in
einer Richtung im wesentlichen auf die Bodenplatte 12 b zu.
Außerdem umfaßt die
Führungsplattenstruktur
einen im wesentlichen langgestreckten Wandblock
30, der einen stromlinienförmigen
Querschnitt hat. Dieser Wandblock 30 besitzt eine ebene
Bodenfläche, die auf der Bodenplatte 12 b befestigt oder
mit ihr einstückig ist, und eine konkave
Einlaßwandfläche 30 a sowie eine konvexe Auslaßwandfläche 30 b
gegenüber der Bodenplatte.
Dieser Wandblock 30 sitzt auf der Bodenplatte 12 b so, daß
die Wandflächen 30 a bzw. 30 b jeweils der Einlaßöffnung 14 a
bzw. der Auslaßöffnung 14 b benachbart sind. Den Übergang
zwischen den Wandflächen 30 a und 30 b bildet eine Einsenkung 30 c.
Diese Einsenkung 30 c erstreckt sich in Weitenrichtung
des Durchlasses 14, d. h. zwischen den Seitenplatten
12 c und 12 d parallel zur Stange 26.
Die in den Fig. 13 bis 15 gezeigte Ausführungsform hat
eine Ablenklamelle 24 mit einem Querschnitt, der ähnlich
einem Flugzeugflügel stromlinienförmig
gestaltet ist, wobei die aufstromseitige Kante der
Lamelle 24 so geformt ist, daß sie in die Einsenkung 30 c
(Fig. 15) eingreift, wenn die Ablenklamelle 24
in der angehobenen Stellung gehalten ist, so daß ein
Strömungskanal 32 zwischen dem Wandblock 30 und der
Ablenklamelle 24 aus noch
zu erläuterndem Grund im wesentlichen geschlossen werden kann. Durch den
Strömungskanal 32 zwischen Wandblock 30 und Ablenklamelle
24
strömt in noch zu beschreibender Weise ein für die Ablenkung
des Luftstromes aus der Auslaßöffnung 14 b benötigter
Luftstrom. Die Strömungsgeschwindigkeit
des durch den
Kanal 32 strömenden Luftstrom nimmt mit zunehmendem
Winkel der Ablenklamelle 24 zwischen der angehobenen
und der abgesenkten Position gemäß Fig. 15 und 16
zu.
Fig. 14 zeigt die Ablenklamelle 24 in
abwärts geneigter Position. In dieser Betriebsstellung
wird die von der Druckluftquelle in den Durchlaß
eintretende Luft zunächst in zwei Teilströme unterteilt.
Ein Teilstrom strömt über die Lamelle 24,
der andere Teilstrom unter der Lamelle 24 durch
den Kanal 32. Der durch den Kanal 32
fließende Teilstrom
strömt in der durch den Pfeil
F₂ angegebenen Richtung und haftet an der Auslaßwandfläche 30 b
aufgrund des Koanda-Effekts.
Der über die Ablenklamelle 24 strömende Teilstrom wird auf
die im wesentlichen konvexe Fläche der Ablenklamelle 24
ebenfalls unter Wirkung des Koanda-Effekts herabgezogen
und hängt dadurch dieser an.
Gleichzeitig wird der über die Ablenklamelle
24 strömende Teilstrom durch den gebogenen Seitenkantenabschnitt
12 e der Deckplatte 12 a abwärts gelenkt und im Ergebnis
in eine durch Pfeil F₃ angezeigte Richtung gedrängt.
Wenn die über und unter der Ablenklamelle 24 strömenden
Teilströme die Auslaßöffnung 14 b verlassen, vereinigen
sie sich miteinander und der sich ergebende Gesamtluftstrom
strömt in der mit Pfeil F₄ angegebenen Richtung nach abwärts.
Wenn jedoch die Ablenklamelle 24 wie in Fig. 15 dargestellt
in die angehobene Stellung verschwenkt wird,
wird der die Ablenkung unterstützende Kanal 32 durch
die Ablenklamelle 24 unter Eingriff ihrer aufstromseitigen
Kante in die Einsenkung 30 c verschlossen. Daher kann im
wesentlichen die gesamte, dem Durchlaß 14 zugeführte
Luftmenge durch den vom oberen Zwischenraum zwischen Ablenklamelle
24 und Deckplatte 12 a definierten Kanal hindurch
in der durch Pfeil F₁ gezeigten
horizontalen Richtung strömen.
Wie Fig. 16 zeigt, kann die Ablenklamelle 24
eine Rippe 34 haben,
die sich in Längsrichtung der Ablenklamelle 24 erstreckt
und auf den Führungswandblock 30 zuweist. Diese Rippe
34 dient zur Verengung des Strömungskanals
32, wenn die Ablenklamelle 24 um die Stange 26 verschwenkt
wird, so daß je nach Stellung der Ablenklamelle
24 der durch den Kanal 32 strömende
Luftstrom zu einem Luftstrahl werden kann, um die Luftablenkung
zu fördern.
Fig. 17 und 18 zeigen eine spezielle Anwendung der
Ablenkvorrichtung gemäß Fig. 13 bis 15. In diesen Figuren
ist die Ablenkvorrichtung an einem Klimagerät mit
nicht dargestellter Außeneinheit, Kompressor und Innenraumeinheit
40 befestigt, welche an einem in der Nähe
der Decke befindlichen Teil der Hauswand befestigt werden
kann. Die auf diese Weise an der Klimaanlage befestigte
Ablenkvorrichtung dient als Auslaßgrill des
Klimagerätes,
um heiße oder gekühlte Luft in einen zu konditionierenden
Innenraum zu leiten.
Die Innenraum-Einheit des Klimagerätes
weist ein Gehäuse 42 mit einer langgestreckten zylindrischen
Gebläseanordnung 44 auf, die die Quelle der
der Einlaßöffnung 14 a der Ablenkvorrichtung zuzuführenden
Luft darstellt. Die Luft aus dem Gebläse 44
strömt durch einen Wärmetauscher 46
auf der Aufstromseite der Einlaßöffnung 14 a der
Ablenkvorrichtung.
Wenn die Ablenklamelle 24 gemäß
Fig. 17 angehoben ist,
strömt die Klimaluft in horizontaler Richtung im wesentlichen parallel zur Decke
des zu konditionierenden Innenraums ein. Wenn im Gegensatz
dazu die Ablenklamelle 24 gemäß Fig. 18 in die
abgesenkte Stellung verstellt wird, kann der aus der Auslaßöffnung
14 b austretende Luftstrom in eine Richtung abwärts
im wesentlichen senkrecht zur Decke des Raumes strömen.
Die Erfindung ist nicht auf die
Verwendung von Luft als strömendes Fluid beschränkt.
Vielmehr kommen als Fluide durchaus
auch andere Gase oder Flüssigkeiten in Frage.
Claims (10)
1. Ablenkvorrichtung für einen frei austretenden
Fluidstrom, mit einem zwischen einer Fluid-Einlaßöffnung
und einer Fluid-Auslaßöffnung angeordneten
Fluid-Durchlaß, der vom Fluid in Richtung von
der Einlaßöffnung zur Auslaßöffnung durchströmt
wird, einer in der Nähe der Auslaßöffnung vorgesehenen
Ablenk-Einrichtung zur Ablenkung eines Teils
des Fluidstroms in das Innere des Fluid-Durchlasses,
und einer im Fluid-Durchlaß in der Nähe der
Auslaßöffnung angeordneten Führungsplattenstruktur,
die einen in Abstromrichtung auswärts divergierenden
Wandflächenbereich bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine den Fluidstrom ablenkende
Ablenklamelle (24) im Fluid-Durchlaß (14)
verschwenkbar gelagert ist, die den Fluidstrom in
zwei Teilströme aufteilt und das Anhaften eines der
Teilströme an dem auswärts divergierenden Wandflächenbereich
(18) steuert, an welchem dieser Teilstrom
entlangströmt, und der andere Teilstrom durch
die einwärts in den Fluid-Durchlaß (14) vorstehende
Ablenk-Einrichtung (22; 12 e) zur Ablenklamelle (24)
hin umgelenkt wird, wodurch die Strömrichtung des
die Auslaßöffnung (14 b) insgesamt verlassenden
Fluidstroms steuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenklamelle (24)
die Form einer Platte mit im wesentlichen stromlinienförmigen
Querschnitt hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ablenklamelle (24)
eine Rippe (34) zur Verengung des Fluidkanals ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenk-Einrichtung
(22) stromab von der abstromseitigen Kante der Ablenklamelle
(24) an der Auslaßöffnung (14 b) angeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplattenstruktur
(16, 18) eine Ablöseeinrichtung (20) für
den Fluidstrom bildet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsplattenstruktur
eine Einlaß-Führungsplatte (16; 30 a) besitzt,
die nahe der Einlaßöffnung (14 a) gegenüber
einer, den auswärts divergierenden Wandflächenbereich
bildenden, Auslaß-Führungsplatte (18; 30 b) angeordnet
ist, und daß die Ablöseeinrichtung (20) an
der Verbindungsstelle zwischen Einlaß-Führungsplatte
(16; 30 a) und Auslaß-Führungsplatte (18; 30 b)
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ablöseeinrichtung (20)
durch eine Einsenkung (30 c) gebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ablöseeinrichtung
(20) die Form einer Rippe (20 a) hat.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die aufstromseitige Kante
und die abstromseitige Kante der über der Ablöseeinrichtung
(20) angeordneten Ablenklamelle (24)
auf je einer Seite der Ablöseeinrichtung (20) im
Fluid-Durchlaß (14) liegen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe des Fluid-
Durchlasses (14), gemessen zwischen der Einlaßöffnung
(14 a) und der Auslaßöffnung (14 b), nicht
größer als das Doppelte der Breite des Fluid-Durchlasses
(14), gemessen zwischen einer Deckplatte
(12 a) der Vorrichtung und der Ablöseeinrichtung
(20), ist.
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