DE283095C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67C—CLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
- B67C3/00—Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
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- B67C3/065—Filling siphons, e.g. carbonating beverages during filling
Landscapes
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 283095 KLASSE 85 a. GRUPPE
JOSEF WOLF in TEMESVAR, Ung.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zur Herstellung von mit Kohlensäure
gesättigten Getränken, sowie zum Auffrischen abgestandenen Bieres und zum Abfüllen dieser
Getränke in beliebige Flaschen, wobei nötigenfalls auch das unmittelbare Verkorken der Flaschen
im Apparate selbst vorgenommen werden kann. Das Wesen der Erfindung besteht in der äußerst zweckmäßigen Kombination des
ίο mit neuartiger Mischeinrichtung und einem
ebenfalls neuen, mit Abblasventil kombinierten Abfüllventile versehenen Apparates zur Sättigung
von Getränken mit Kohlensäure mit den gesonderten, neuartigen Einrichtungen zum Füllen von Flaschen mit Syphonverschluß, mit
Kugelverschluß oder von gewöhnlichen Flaschen, wobei letztere Einrichtung auch zum
direkten Abfüllen der Flaschen vom Fasse oder von im Apparate aufgefrischtem Biere und zum
Verkorken der Flaschen mittels einer zu dem Zwecke vorgesehenen, bekannten Vorrichtung
erfolgen kann.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Apparates gegenüber den bisher bekannten und dem gleichen
Zwecke dienenden Einrichtungen liegt in der vorliegenden, einfachen, praktischen Bauart,
durch welche dieser bedeutend billiger als die bisher bekannten Apparate wird und auch
von jedem Laien leicht gehandhabt werden kann, wodurch sich dessen Verwendung in jeder
Beziehung äußerst wirtschaftlich erweist.
DerErfindungsgegenstand ist auf beiliegenden
Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι eine Vorderansicht des zur Herstellung
von Sodawasser und zum Abfüllen desselben in S3'phonflachen dienenden Apparates,
Fig. 2 eine rechtsseitige Ansicht der Fig. i mit teilweise geschnittenem Mischkessel,
Fig. 3 eine Draufsicht des Apparates,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch den Oberteil des Mischkessels in größerem Maßstabe,
Fig. 5 und 6 Grundriß und Seitenansicht des kombinierten Abfüllventiles in größerem Maßstabe,
Fig. 7 einen Schnitt nach VII-VII, und Fig. 8 einen Schnitt nach VIII-VIII in Fig. 5.
Fig. 7a zeigt einen an den Füllstutzen des Abfüllventiles beim Füllen von Sodawasserflaschen
anzuschraubenden Füllkopf im Schnitte.
Fig. 9 zeigt eine Vorrichtung zum Abfüllen von mit diesem Apparate erzeugten Getränken
in Kugel Verschlußflaschen.
Fig. 10 ist ein Grundriß dieser Vorrichtung in Horizontalstellung,
Fig. 11 ein Schnitt nach XI-XI in Fig. io,
und
Fig. 12 eine Ansicht des in Fig. 11 in Stirnansicht
ersichtlichen Füllkopfes.
Fig. 13 ist ein Schnitt nach XIII-XIII in Fig. 10 und stellt den Flaschenteller in Stirnansieht
dar.
Fig. 14 ist ein Schnitt nach XIV-XIV in Fig. 13, und
Fig. 15 zeigt den in Fig. 12 in Ansicht dargestellten
Flaschen füllkopf in größerem Maßstäbe im Längenschnitte.
Fig. i6 zeigt die Anordnung dieser Vorrichtung zum Füllen von Kugelverschlußflaschen
am Apparate selbst.
Fig. 17 zeigt eine Seitenansicht des mit Bieraufirischungs-
und Verkorkungseinrichtung versehenen Apparates.
Fig. 18 zeigt in einer teilweisen Vorderansicht die Einrichtung zum Anheben der Bierfk'sche
behufs Füllens und Verkorkens.
Wie aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich, besteht der Apparat aus einem gemeinsamen Gestell 1, in
welches ein mit Wasserfilter 2 versehener Wasserbehälter 3, eine mit Saug- und Druckleitung 4,5
versehene Wasserpumpe 6, ein Mischkessel 7 mit zur Kohlensäureflasche 8 führender Anschlußleitung
9 und die nötigen Füll-, Misch- und Betätigungsvorrichtungen samt zugehörigen
Ventilen eingebaut sind.
Auf dem unten aus dem Mischkessel 7 hervorragenden, nach Art der Drillbohrer mit
Schraubengängen versehenen Ende der Mischspindel 10 sitzt eine mit der geradegeführten
Kolbenstange der Pumpe 6 starr verbundene Mutter 13, welche durch den Pumpenhebel 12
gleichzeitig mit der Kolbenstange auf und ab bewegt wird und dadurch die Mischspindel 10
in Drehung versetzt.
Die Mischspindel 10 ist im Kessel 7 selbst mit wechselständigen, durchbrochenen Mischflügeln
14 versehen, welche in bekannter Weise mit an der inneren Mantelfläche des Mischbehälters
schraubenförmig angeordneten Rippen 15 zusammenwirken, die gemäß der Erfindung
rinnenartig ausgebildet sind, um eine intensive Mischung der Flüssigkeit mit der
durch die Röhre 9 einströmenden Kohlensäure zu bewirken. Diese Mischung wird noch dadurch
vervollkommnet, daß in kekannter Weise die Kohlensäure am Boden und die Flüssigkeit
im obersten Teile des Kessels in der Weise eingeführt wird, daß letztere zunächst auf eine
Schale 16 gelangt und aus dieser durch nach oben gestanzte und dadurch mit die Flüssigkeit
etwas zurückhaltenden Rändern versehene Löcher 17 in gleichmäßig fein verteiltem Zustande
niederrieselt. Zufolge dieser Gegenströmung und Verteilung im Verein mit der Wirkung der Mischflügel wird die Flüssigkeit
in vollkommenster Weise mit Kohlensäure gesättigt und gelangt so durch das Rohr 18 zu
der mit Füll- und Abblasventil und Füllstutzen 19 versehenen Füllvorrichtung, deren Konstruktion
in den Fig. 5 bis 8 der Zeichnung ersichtlich gemacht ist. Diese Füllvorrichtung
besteht zunächst aus dem aus zwei sich kreuzenden, horizontalen Zylindern 20, 21 gebildeten
Ventilkörper, von welchem senkrecht nach unten der Füllstutzen 19 abzweigt. In dem obenliegenden,
an die Kesselleitung 18 (Fig. 1 und 5) anschließenden Zylinder 20 ist das Füllventil 23
(Fig. 7) mittels seiner Spindel 22 und eines am Ende letzterer ausgebildeten Kolbens 26 geführt,
welches durch den in der Leitung 18 herrschenden Kesseldruck fest auf seinen Sitz 24
gedrückt, also geschlossen wird. Der Raum zwischen dem Kolben 26 und der engeren, die
Spindel führenden Bohrung 30 ist durch eine elastische Gummihülse 25 ausgefüllt. In dem
unteren horizontalen, senkrecht zum Zylinder 20 stehenden Zylinder 21 des Ventilkörpers ist in
gleicher Weise wie das Füllventil 23 oben das Abblasventil 32 mittels seiner Spindel und eines
am Ende dieser ausgebildeten Kolbens 33 geführt gelagert und wird durch eine auf der
Spindel angeordnete, sich gegen den Kolben 33 einerseits und die Gummipackung 34 andererseits
stützende Feder 35 geschlossen gehalten.
Nun kommuniziert die vom Füllventil 23
gegen die Leitung 18 hin gesperrte Bohrung 30 des Zylinders 20 durch die Bohrung 31 über
die Kammer des Abblasventiles 32 hinweg mit dem Füllstutzen 19 und die durch das Abblasventil
32 gegen den Füllstutzen und das Füllventil 23 hin abgeschlossene Bohrung 38 des
Zylinders 21 durch eine Bohrung 37 mit der Außenluft. Durch die Bohrung 37 kann durch
Öffnung des Ventiles 32 die in der unter Füllung stehenden Flasche sich bildende Druckluft
abgeblasen werden.
Zur Betätigung dieser beiden Ventile 23 und 32 dient, wie Fig. 5 und 6 zeigen, ein gemeinsamer,
an den Zylinder 21 mittels eines Bolzens 27 in horizontaler Richtung drehbar angelenkter,
zweiarmiger Hebel 28, der sich in der Ruhelage mit dem einen Arme lose gegen den
Kolben 33 des Abblasventiles 32 Und mit dem anderen Arme lose gegen den Kolben 26 des
Füllventiles 23 derart anlegt, daß durch Drehung des Hebels 28 in der Pfeilrichtung χ
(Fig. 5) das Abblasventil 32 und in der Pfeilrichtung y das Füllventil 23 geöffnet wird.
Dreht man also den Hebel 28 in der Pfeilrichtung x, so wird das -Ventil 23 entgegen dem
Kohlensäuredrucke von' seinem Sitze 24 abgehoben, und die mit Kohlensäure gesättigte
Flüssigkeit strömt durch, die mit der verengten Bohrung 30 in Verbindung stehende Bohrung 31
des Füllstutzens 19 so lange in die an den später beschriebenen Füllkopf fest angesetzte Flasche,
bis diese nahezu gefüllt ist und der in der no Flasche entstandene Luftdruck ein weiteres
Zuströmen verhindert.
Soll nun die Flasche aber weiter, d. h. vollständig gefüllt werden, so wird jetzt derselbe
Hebel 28 in der Pfeilrichtung y gedreht, wodurch er den Kolben 33 in den Zylinder 21
drückt, bzw. das Ventil 32 öffnet und die Luft aus der Flasche durch die Bohrung 37 entweichen
läßt, worauf man die Flasche weiterfüllen kann. Die beschriebene Ventilkonstruktion
bietet gegenüber den bekannten Einrichtungen dieser Art den Vorteil größter Einfach-
" heit und daher Billigkeit, sowie der äußerst einfachen und sicheren Handhabung mittels
eines einzigen Hebels 28, welcher, wie dies die Fig· 3, 5 un(i 6 zeigen, an einem Zahnsegment
39 geführt und in jeder Stellung an letzterem mittels einer Klinke 40 festlegbar ist.
Zum Füllen von Sodawassernaschen dient nun die in Fig. 1 und 2 dargestellte Einrichtung.
Diese besteht aus dem die Flasche b lagernden, in Führungen 41 des Gestelles 1 vertikal heb-
und senkbaren Schlitten 42, der mit einer den Syphonkopf stützenden Büchse 43 und mit
einem die Flasche b selbst lagernden, schrägen Bügel 44 versehen ist und rückwärts eine öse
45 trägt, an welcher die Kurbel 46 einer im Gestell gelagerten Kurbelwelle 48 angreift.
Durch Drehung letzterer mittels eines Handhebels 47 kann der Schlitten 42 samt Flasche b
beliebig gehoben oder gesenkt werden.
Eine zweite zur Welle 48 parallel gelagerte und mittels Handhebels 49 drehbare Kurbelwelle
50 umgreift mit ihrer Kurbel 51 die Büchse 43 des Schlittens 42 und dient zur Betätigung
des Syphonhebels c der Flasche b bzw.' zum Öffnen des Syphonventiles nach erfolgtem
Anheben der zu füllenden Flasche gegen den Füllkopf des Füllstutzens 19. Wird nämlich
der Hebel 49 (Fig. 1) nach abwärts gedreht, so dreht sich die Kurbel 51 der Welle 50 nach
oben und drückt auch den Syphonhebel c nach oben gegen die Flasche b, wodurch das Syphönventil
geöffnet wird. Die Handhebel 47, 49 sind in einem und demselben Zahnbogen 52 hintereinander geführt und in diesem mittels
Klinken in bekannter Weise in jeder Stellung feststellbar, wodurch die Bedienung des Apparates
von einer einzigen Person ermöglicht ■. wird. . . ■
Zum Füllen von Sodawasserflaschen (Syphons) muß der Füllstutzen 19 mit einem
den dichten Anschluß des Syphonauslaufrohres α (Fig. 1) an ihn vermittelnden Füllkopfe
(Fig. 7a) versehen werden. Dieser besteht aus einer auf das Ende des Füllstutzens 19 aufschraubbaren,
sich nach unten konisch verjüngenden Hülse 191, in welche ein achsial
durchbohrter Gummipfropfen 192 eingesetzt ist. Dieser Gummipfropfen 192 liegt mit seiner oberen
Fläche bei auf den Füllstutzen 19 aufgeschraubter Hülse 191 dicht am unteren Ende
des Füllstutzens an und seine Bohrung 311
kommuniziert mit der Bohrung 31 des letzteren, während seine untere Fläche in der unteren
engen Mündung der Hülse 191 freiliegt.
Beim Anheben der Flasche b mittels des Hebels 47 preßt sich nun das Syphonrohr α fest
gegen die freie Unterseite des Gummipfropfens 192 des Füllkopfes 191, so daß nun durch öffnung
des Füllventiles 23 in oben beschriebener Weise mittels des Hebels 28 die Flüssigkeit aus
dem Behälter 7 direkt in die Flasche b strömen kann, wenn vorher auch der Syphonhebel c im
Wege des Hebels 49, der Welle 50 und der Kurbel 51 geöffnet wurde. Ist die Flasche b
gefüllt, so wird zunächst durch Zurückdrehung des Hebels 49 der Syphonhebel c, dann durch
Zurückdrehung des Hebels 28 das Füllventil 23 geschlossen, und nun kann die gefüllte Flasche
nach Senkung des Schlittens 42 mittels des Hebels 47 abgehoben werden.
Zum Füllen von Flaschen mit Kugelverschluß dient eine besondere, in an der Vorderseite des
Gestelles 1 angebrachten Ösen 83, 84 einsetzbare Fülleinrichtung, welche aus einer am Gestellle
abnehmbar befestigten Konsole und einer an dieser um einen horizontalen Zapfen kippbar
gelagerten, mit Füllkopf versehenen Flaschen- · einspannvorrichtung besteht, deren Füllkopf
durch einen Schlauch 78 mit dem Füllstutzen 19 des Apparates verbunden wird und mittels weleher
die eingespannte Flasche, wenn sie gefüllt ist, gekippt werden kann, um den Kugelverschluß
derselben schließen zu können. Diese in den Fig. 9 bis 16 dargestellte Fülleinrichtung
besteht zunächst aus dem mittels wagerechter Zapfen 811 In die an der Vorderseite des Gestelles
ι vorgesehenen Ösen 83 und 84 (Fig. 16)
einst eckbaren Konsolträger 81 aus Flacheisen, der einen seitlich vorstehenden, horizontalen
Drehzapfen 80 trägt. Auf diesem Drehzapfen 80 ist die Flascheneinspannvorrichtung (Fig. 9 und
10). mittels eines U-förmigen Bügels 79 drehbar gelagert, dessen Schenkel zu dem Zwecke auf
den Zapfen 80 aufgesteckt sind. Die nach oben ragenden freien Enden der Schenkel dieses Bügels
79 tragen zwei zueinander parallele, in zum Drehzapfen 80 senkrechten Ebenen liegende
Führungsstangen 55, welche auch noch durch zwei zu dem Bügel 79 entgegengesetzt angeordnete
Bügel 53 und 531 starr miteinander verbunden sind. Auf den einen Enden der Stangen
55 ist der Füllkopf 56, auf den anderen Enden derselben ein zur Aufnahme der zu füllenden Flasche dienender, mit Bord 67 versehener
Teller 57 schlittenartig verschiebbar geführt. An seitlichen Zapfen 58 des Bügels 79
ist ein bügeiförmiger Hebel 59 mittels Handhabe 60 drehbar angelenkt, welcher sich gegen die
Richtung ζ ■ hin (Fig. 9) mittels einer aushebbaren
Sperrklinke 61 an einem an den beiden Bügeln 53, 531 befestigten Zahnbogen 54 selbsttätig
sperrt. Der Füllkopf 56 ist nun mit seitlichen Zapfen 65 und der Teller 57 mit seitlichen
Zapfen 66 versehen. Die Zapfen 65 sind durch Schubstangen 63 und die Zapfen 66 durch
gleiche Schubstangen 64 mit dem Hebel 59 bei 62 in gleichen Abständen von dessen Drehzapfen
58 gelenkig gekuppelt, derart, daß durch Drehung des Hebels 59 in der Pfeilrichtung ζ
(Fig. 9) der Füllkopf 56 und der Teller 57 auf den Stangen 55 gegeneinander bewegt werden
und dadurch die auf den Teller 57 aufgesetzte
Flasche zwischen sich fest einspannen, wobei die Sperrklinke 61 sich in diesem Falle in dem
Zahnbogen 54 festklinkt und ein selbsttätiges Zurückdrehen des Hebels 59 bzw. Losspannen
der Flasche verhindert. Die eingespannte Flasche kann somit erst nach Lösung der
Klinke 61 wieder freigelegt werden, indem der Hebel 59 dann erst zurückgedreht werden kann,
um den Füllkopf 56 und den Teller 57 wieder voneinander zu entfernen. Der Bord 67 des
Tellers 57 ist mit einem zungenartigen Fortsatze 68 versehen, welcher die in zum Füllen
nötiger Schräglage auf den Teller 57 aufgesetzte Flasche auch an ihrer Seitenwand unterstützt
und gleichzeitig auch der ganzen Flascheneinspannvorrichtung als Anschlag dient, um diese
in einer gewissen, zum Füllen erforderlichen Schrägstellung (etwa 300) zu erhalten, wie dies
aus Fig. 9 ersichtlich ist. Zu dem Zwecke ist die Konsole 81 mit einem über den Drehzapfen
80 hinausragenden Fortsatze 812 versehen,
dessen Ende parallel zum Drehzapfen 80 bis unter den Zungenfortsatz 68 des Tellers 57
ragend abgebogen ist. Auf diesen Fortsatz 812 legt sich der Zungenfortsatz 68 des Tellers 57
auf, da die ganze Einrichtung so bemessen ist, daß das den Teller 57 derselben tragende Ende
stets das Bestreben hat, sich nach abwärts zu drehen. Der Füllkopf 56, der mit dem Füllstutzen
19 des Apparates durch einen biegsamen Schlauch 78 verbunden ist, ist auch mit einem
Ventile versehen, welches stets geschlossen ist und sich erst dann öffnet, wenn die zu füllende
Flasche bereits zwischen diesem und dem Teller 57 fest eingespannt ist. Dadurch wird erreicht,
daß das Abfüllventil 23 des Apparates stets offengehalten werden kann, wenn Kugelverschlußflaschen
mit der eben beschriebenen Fülleinrichtung gefüllt werden.
Die Einrichtung dieses Ventiles im Füllkopf 56 ist in Fig. 15 dargestellt. In dem der Zuleitung
78 zugewendeten Teile des Füllkopfes 56 ist ein mit achsial durchbohrter Spindel 76 versehenes
Ventil 69 angeordnet, dessen Spindel 76 in die erweiterte Mündung 74 des Füllkopfes 56
ragt und in letzterer mit einer Scheibe 71 versehen ist, welche zwei in dieser . Mündung 74
des Füllkopfes liegende und auf der Ventilspindel 76 sitzende Gummischeiben 70 und 73
voneinander trennt. Die Scheibe 73 dient der Mündung der zu füllenden Flasche als dichtende
Anlage, während die Scheibe 70 im Verein mit dem in der Zuleitung 78 herrschenden Drucke
das Ventil 69 stets auf seinen Sitz angedrückt hält. Die Scheibe 71 dient auch gleichzeitig
zur Führung des Ventiles in der Mündung 74 des Füllkopfes. Die Ventilspindel 76 ist knapp
unter dem Ventile 69 mit in die achsiale Bohrung der Ventilspindel einmündenden, radialen
Bohrungen 75 verseher. Wird also die Flaschenmündung gegen die Scheibe. 73 gepreßt (beim
Einspannen der Flasche in beschriebener Weise), so wird das Ventil 69 unter Zusammenpressung
der Gunimischeibe 70 von seinem Sitze abgehoben, und die Flüssigkeit kann nunmehr durch
die radialen Bohrungen 75 und die achsiale Bohrung der Ventilspindel 76 unbehindert in die
Flasche einströmen, wobei die Entlüftung der Flasche in der früher beschriebenen Weise mittels
des Ventiles 32, wie bei den Syphonflaschen, erfolgt. Der Vorgang des Füllens der Kugelverschlußflaschen
ist aus all dem leicht erklärlich. Die Flasche wird einfach bei offenem Ventile 23 der Füllvorrichtung des Hauptapparates
in der in Fig. 9 ersichtlichen Weise auf den Teller 57 der Einspannvorrichtung aufgesetzt
und mittels des Hebels 59 zwischen letzterem und dem Füllkopfe 56 eingespannt.
Die Flaschenmündung preßt sich dadurch gegen die Scheibe 73 und leitet so die Einströmung
der Flüssigkeit ein. Ist die Flasche gefüllt, so muß diese nun von Hand aus ihrer während
des Füllens nötigen schrägen Aufrechtlage (Fig. 9) in eine mit der Mündung nach abwärts
gerichtete, in Fig. 9 mit A-B bezeichnete Lage gedreht werden, damit die Kugel auf ihren
Sitz im Flaschenhals zurückfallen kann, um beim Ausspannen der Flasche diese durch den
inneren Flaschendruck sofort zu schließen.
In den Fig. 17 und 18 ist schließlich eine mit
vorliegendem Apparate verbundene Einrichtung dargestellt, welche ebenso zum Auffrischen
von abgestandenem Bier, wie zum Füllen dieses oder anderer mit dem Apparate erzeugter Getränke
in gewöhnliche Flaschen und zum Verkorken letzterer dient. Diese Einrichtung ist
seitlich des für Sodawasserflaschen bestimmten Schlittens 42 abnehmbar am Gestell 1 montiert
und behindert somit die Sodawasserflaschen- · fülleinrichtung in keiner Weise. Sie besteht dem
Wesen nach ebenfalls wieder aus einem heb- und senkbaren Flaschenträger ιοί, 102 (Fig. 17)
und aus einem oben mit einer trichterförmigen Verlängerung 861 versehenen Füllkopf 85, welcher
den dichten Anschluß der Mündung der zu füllenden Flasche an den Füllkopf vermittelt
und knapp über seiner unteren Mündung mit einem zum Anschlüsse des Zuleitungsschlauches
78 dienenden seitlichen Stutzen 89 versehen ist. Dieser Füllkopf ist mittels Füße 91 am Gestell 1
des Apparates angebracht.
In den Fortsatz 861 ragt ein zum1 Verkorken
der gefüllten Flasche dienender, mittels eines pumpenartigen Hebels 95, 96 auf und ab bewegbarer
Stempel 93, mittels dessen der in den Fortsatz 861 eingebrachte Kork in bekannter
Weise in die Flaschenmündung eingestoßen werden kann.
Zum Anheben der zu füllenden Flasche 100 (Fig. 18) gegen den Füllkopf 85 dient eine am
Gestell 1 in Führungen 104 auf und ab beweglich geführte Schiene 102, welche einen zur
Aufnahme der zu füllenden Flasche ioo die- |
nenden, zylindrischen Becher ιοί trägt, dessen \
Achse die Fortsetzung der Achse des Füllkopfes bildet. Der Becher ιοί dient gleichzeitig bei
Flaschenbruch zum Schütze gegen abspringende Scherben und zum Auffangen der Flüssigkeit,
wodurch jeder Schaden verhütet wird. Das Heben und Senken der Schiene 102 erfolgt in
der gleichen Weise wie bei dem eingangs beschriebenen Schlitten 42 des Sodawasserflaschenträgers
mittels des Hebels 47, indem die Kurbel 46 der Welle 48 auch an einer Öse 103 der
Schiene 102 in gleicher Weise wie an der Schiene 42 angreift (Fig. 18).
Soll also eine Flasche 100 gefüllt werden, so wird diese in den Becher 101 der Schiene 102
eingesetzt und mittels des Hebels 47 in eingangs beschriebener Weise so weit angehoben, bis sich
deren Mündung fest gegen den Füllkopf 85 preßt. Hierauf wird ein Kork in 'den Fortsatz
861 des letzteren eingebracht und mittels des Hebels 95 in den Fortsatz 861 bis nahe über
die Mündung des Zulauf Stutzens 89 eingestoßen. Nun kann das Ventil 23 des Apparates geöffnet
und die Flasche gefüllt werden.
Ist die Flasche gefüllt, so wird in üblicher Weise durch weiteres Niederdrücken des Stempels
93 der Kork nunmehr in die Flaschenmündung eingestoßen und so die gefüllte Flasche
verkorkt. Der Stempel 93 wird nun hochgehoben und ein neuer Kork in den Fortsatz 86'
bis in die zum Verkorken bereite Lage hineingedrückt, worauf der gleiche Vorgang wiederholt
werden kann.
Zum Auffrischen von Bier mittels vorliegenden Apparates wird in folgender Weise verfahren
:
Das abgestandene Bier wird in den Mischkessel 7 eingepumpt und Kohlensäure zugeleitet.
Letztere mengt sich innig mit dem Bier, so daß wieder ein erfrischendes, kräftiges Bier
erhalten wird, welches eine erprobt ermaß en längere Haltbarkeit besitzt als die auf die bisher
bekannte und allgemein übliche Weise in Flaschen abgezogenen Biere. Dieses so aufgefrischte
Bier wird nun in oben beschriebener Weise in Flaschen gefüllt und verkorkt.
Ein weiterer Vorteil der letztbeschriebenen Einrichtung besteht aber auch darin, daß man
auch ohne Anwendung der eben beschriebenen Auffrischungseinrichtung des Apparates, bedeutend
besser als bisher, frisches Bier unmittelbar vom Fasse in Flaschen abfüllen und verkorken
kann.
In diesem Falle kommt der Verbindungsschlauch 78 (Fig. 17) in Wegfall und der Stutzen
89 des Füllkopfes 85 wird mittels eines Schlauches 106 unmittelbar an den mit Manometer,
Rückschlagventil und Sicherheitsventil versehenen Stechhahn 107 des Bierfasses angeschlossen
und die Kohlensäure aus der Flasche 8 mittels der Leitung 9 direkt in das Faß eingeführt,
so daß nach Öffnung des Stechhahnes das Bier zufolge des Kohlensäuredruckes, ohne mit der Außenluft in Berührung zu gelangen,
direkt in die Flasche gefüllt und letztere in der früheren Weise verkorkt werden
kann, welcher Umstand natürlich für die Beschaffenheit und Haltbarkeit des Bieres von
größter Bedeutung und sehr vorteilhaft ist.
Alles in allem bietet also der Apparat die schon eingangs erwähnten und aμch praktisch
erwiesenen, sehr gewichtigen Vorteile und bedeutet daher einen erheblichen Fortschritt auf
diesem Gebiete.
Claims (9)
1. Apparat zur Herstellung von mit Kohlensäure gesättigten Getränken, sowie
zum Auffrischen abgestandenen Bieres, zum Abfüllen der Getränke in Flaschen beliebiger
Art und, wenn erforderlich, zum Verkorken der Flaschen, gekennzeichnet durch einen mit kombiniertem Abfüll- und Flaschenentlüftungsventil
in Verbindung stehenden Mischkessel, welcher zusammen mit einem mit Filter versehenen Wasserbehälter,
mit einer Saug- und Druckpumpe, deren Kolbenstange mit einer auf der Mischspindel
angeordneten und diese betätigenden Schraubenmutter starr verbunden ist, ferner mit gesonderten Einspann- und Füllvorrichtungen
für Flaschen mit Syphonverschluß, Kugelverschluß oder Korkstopfenverschluß und der hierzu gehörigen gemeinsamen Betätigungseinrichtung,
sowie schließlich mit einer bekannten Verkorkungseinrichtung in einem gemeinschaftlichen Gestell eingebaut
ist, an dem Führungen angebracht sind, in welche die Flascheneinspann- und Füllvorrichtungen
abnehmbar eingesetzt sind und mit deren im Gestell angeordneten gemeinsamen Betätigungsvorrichtung in Verbindung
stehen.
2. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die in bekannter Weise mit den wechselständigen, durchbrochenen, radialen Flügeln
der Mischspindel (10) zusammenwirkenden, an der Innenfläche des Kesselmantels schraubenförmig
verlaufend angeordneten Rippen (15) rinnenförmig ausgebildet sind.
3. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischspindel (10) durch den Kesselboden hindurch nach unten verlängert und
diese Verlängerung mit Schraubengängen versehen ist, auf welchen eine mit der Kolbenstange der Pumpe starr verbundene
Schraubenmutter (13) sitzt, welche bei Betätigung des Pumpenkolbens die Mischspindel
(10) in schnelle Drehung versetzt.
4- Ausführungsform des Apparates nach Anspruch ι mit Einrichtung zum Abfüllen
von im Mischkessel erzeugtem Sodawasser in Flaschen mit Syphonverschluß, gekennzeichnet
durch einen im Apparatgestell vertikal geführten, abnehmbaren Schlitten (42), welcher mit einer den Syphonkopf stützenden
Büchse (43) und mit einem die zu füllende Flasche lagernden, schräg ausladenden Bügel (44) versehen ist und mit der
Kurbel (46) einer im Gestell mittels eines in jeder Stellung feststellbaren Hebels (47)
drehbar gelagerten Welle (48) derart gelenkig gekuppelt ist, daß dieser Schlitten (42) bzw.
die zu füllende Flasche (b) durch Drehung des Hebels (47) gegen den Füllstutzen (19)
des Apparates angehoben und dadurch deren Syphonrohr (a) mit dem Füllkopfe (191) des
Füllstutzens (19) in die zum Füllen nötige Verbindung gebracht werden kann.
5. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine
an einer im Gestell (1) mittels eines in jeder Stellung feststellbaren Handhebels (49) drehbar
gelagerten Welle (50) ausgebildete, bügeiförmige Kurbel (51), welche, die den Syphonkopf
stützende Büchse (43) umgreifend, unter den Ventilhebel (c) des Syphonkopf es ragt
und diesen bei entsprechender Drehung des Handhebels (49) andrückt und dadurch das
Syphonventil öffnet.
6. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die in einem gemeinschaftlichen kreuzförmigen Ventilkörper angeordneten Füll- und
Abblasventile (23, 24) mittels eines einzigen gemeinschaftlichen, zweiarmigen, in jeder
Stellung feststellbaren Handhebels (28) abwechselnd betätigt werden können, um während des Füllens der Flasche die in ihr
befindliche Luft von Zeit zu Zeit abblasen zu können.
7. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 1 mit Einrichtung zum Abfüllen
von im Mischkessel mit Kohlensäure gesättigten Getränken in Flaschen mit Kugelverschluß,
gekennzeichnet durch eine um eine wagerechte Achse kippbare Einspannvorrichtung für die zu füllende Flasche, bei
welcher die Flasche zwischen einem als Füllkopf ausgebildeten Kopfstück (56) und
einem Teller (57) eingespannt wird, welche beide auf gemeinschaftlichen, parallelen Führungen
mittels einer in jeder Stellung feststellbaren Hebeleinrichtung (59, 60, 61, 63,
64) schlittenartig gegen- oder auseinanderbewegt werden können, um den Einspannungshub
zu verringern, wobei das Kopfstück (56) durch einen Schlauch (78) mit dem Füllstzuten (19) des Apparates verbunden
und mit einem gegen den Apparat hin schließenden Ventile (69) versehen ist, das sich nur durch den Druck der Flaschenmündung
der eingespannten Flasche gegen das Kopfstück (56) öffnet, so daß die Flasche sich mit dem Füllstutzen (19) durch ihre
Einspannung selbsttätig leitend verbindet, ohne bei jeder Füllung auch das Abfüllventil
(23) öffnen und schließen zu müssen.
8. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kopfstück (56) und der Teller (57) durch an seitlichen Zapfen (65 und 66) derselben
angelenkte Schubstangen (63, 64) mit den beiden Armen eines an den Führungsschienen
(55) von Kopfstück (56) und Teller (57) angelenkten, bügeiförmigen, an einem Zahnbogen
(54) in jeder Stellung feststellbaren zweiarmigen Betätigungshebels (59) lenkerartig
gekuppelt sind, um durch Drehung des letzteren das Kopfstück (56) und den Teller
(57) möglichst schnell gegen- oder auseinanderbewegen zu können.
9. Ausführungsform der Einrichtung na.ch Anspruch 7 und 8, gekennzeichnet durch ein
mittels einer auf seiner mit achsialer Bohrung versehenen Spindel (76) ausgebildeten
Scheibe (71) in einer zylindrischen Erweiterung (74) der Mündung des Füllkopfes (56)
geführtes, auf der Anschlußseite des letzteren an den Füllstutzen angeordnetes und
durch eine zwischen der Scheibe (71) und dem Boden der- diese führenden Erweiterung
angeordnete Gummipackung (70) auf seinen Sitz niedergehaltenes Ventil (69), dessen
Spindel (76) knapp unter dem Ventile mit radialen Bohrungen (75) versehen ist, welche
die abzufüllende Flüssigkeit durch die achsiale Spindelbohrung in die zu füllende
Flasche leiten, wenn die Mündung der letzteren durch den Einspannungsdruck die Scheibe (71) unter Zusammenpressung der
Gummipackung (70) in der Erweiterung (74) des Füllkopfes (56) verschiebt und dadurch
das Ventil (69) von seinem Sitze abhebt und somit öffnet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE283095C true DE283095C (de) |
Family
ID=538692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT283095D Active DE283095C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE283095C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5915679A (en) * | 1996-05-05 | 1999-06-29 | Kohlert; Rudolf | Support element for securing a work piece on a supporting surface |
-
0
- DE DENDAT283095D patent/DE283095C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5915679A (en) * | 1996-05-05 | 1999-06-29 | Kohlert; Rudolf | Support element for securing a work piece on a supporting surface |
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