DE2822158C2 - Vorrichtung zur Herstellung von photopolymeren Platten - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von photopolymeren Platten

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DE2822158C2
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Description

Die ErfindL ig betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von photopolymeren Pisten, mit einer ebenen Unterlage, über der ein Schlitten auf Schienen verfahrbar ist, bei welcher aer Schlitten hintereinander eine Auftragsvorrichtung für ein deschichtungsmaterial. eine Rakel und eine drehbar gelagerte Laminierwalze mit einer Einrichtung zum Zuführen einer Schutzfolie aufweist
Es ist bekannt, Druckplatten für die Druckindustrie aus photopolymerisierbaren Massen herzustellen. Um auf diesen Druckplatten ein Reliefbild zu erzeugen, werden selektive Bereiche der photopolymerisierbp'en Schicht polymerisiert und gehärtet, indem das Material durch ein bildtragendes Transparent mit aktinischer Strahlung belichtet wird. Durch die Strahlungsbelichtung werden die von der Strahlung betroffenen Bereiche unlöslich gemacht, während die nicht von der Strahlung getroffenen ungehärteten Bereiche bei der anschließenden Behandlung mit einem Lösungsmittel herausgewaschen werden.
Geräte zur Herstellung photopolymerisierbarer Druckplatten sind bekannt (US-PS 38 48 998). Bei den bekannten Geräten wird die photopolymerisierbare Masse, nachdem sie auf eine ebene Unterlage aufgetragen worden ist, mit einer Rakel glattgestrichen und anschließend durch eine Laminierwalze auf die richtige Stärke gebracht. Ein besonderes Problem besteht jedoch darin, daß es mit einer einzigen Vorrichtung möglich sein muß. Druckplatten mit unterschiedlichen Stärken herzustellen, weil verschiedene Druckpressen unterschiedlich starke Druckplatten erfordern. Bei der Herstellung der Druckplatten sind der Laminierwalzenspalt und der Rakelspalt außerordentlich kritisch. Diese beiden Spalte müssen in Abhängigkeit von der Stärke der herzustellenden Druckplatte jeweils sorgfältig neu einjustiert werden. Dabei kommt es insbesondere auf die Einhaltung des richtigen Größenverhältnisses der beiden Spalte zueinander an.
Im Stand der Technik erfolgt die Umrüstung der Vorrichtung auf eine andere Plattenstärke dadurch, daß
auf die Unterlage Schienen als Abstandhalter aufgelegt werden. Danach werden der Laminierwalzenspalt und der Rakelspalt durch Justierungen an dem Schlitten eingestellt Bei Veränderung der Plattenstärke genügt es nicht, lediglich die Abstandhalter auszuwechseln,
Ό sondern die beiden genannten Spalte müssen von neuem separat aufeinander abgestimmt werden. Diese Justierarbeiten sind außerordentlich zeitaufwendig. Es bereitet bereits Schwierigkeiten, Abstandshalter zu erhalten, die für die Erzeugung relativ dicker Druckplat-
'5 ten (ζ. B. größer als 2 mm) geeignet sind, und die hinsichtlich ihrer Stärke genau genug und nicht gekrümmt sind. Derartige Abstandhalter müssen für jede herzustellende Plattenstärke verfügbar ein. Auch das Auswechseln der schienenförmigen Abitandhalter ist wegen der erforderlichen Genauigkeit sehr schwierig. Die Rakel muß mit einer Präzision in der Größenordnung von '/,comm eingestellt werden. Hierzu werden normalerweise Spaltlehren benutzt Für die richtige Einstellung des Rakelspaltes sind wiederholte und schwierige Messungen und Justierungen erforderlich. Diese Einstellung erfordert Erfahrung.
Ferner lassen sich mit den bekann'en Vorrichtungen keine reproduzier baren Fertigungsergebnisse erzielen. Dies bedeutet, daß es nicht möglich ist die Einstellwerte aufzuzeichnen und bei einem späteren Herstellungsvorgang wieder einzustellen, um Druckplatten der gleichen Stärke und Qualität zu erhalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß eine schnelle und einfache Verstellung der Stärke der herzustellenden Druckplatten ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Schlitten einen um eine quer zu den Schienen verlaufende Achse ki^haren Rahmen aufweist dessen Schrägstellung in bezug auf die Unterlage in Laufrichtung derart verstellbar ist daß die Spalte zwischen der Rakel und der Unterlage einerseits und zwischen der Laminierwalze und der Unterlage andererseits um unterschiedliche Beträge gleichzeitig veränderbar sind.
Wenn der Rahmen des Schlittens um die Achse herum gekippt wird, werden der Druckwalzenspalt und der Rakelspalt gleichzeitig und mit konstantem Verhältnis geändert. Es findet also keine Parallelverschiebung des Rahmens oder Schlittens statt wie bei den bekannten Vorrichtungen, sondern der Schlitten bleibt auf den Schienen und der Rahmen wird lediglich an seinem einen Ende angehoben, so daß seine Schrägstellung verändert wird. Damit ist es möglich, die Vorrichtung in außerordentlich kurzer Zeit von einer Plattenstärke auf eine andere Plattenstärke umzustellen. Mit einem einzigen Verstellvorgang werden gleichzeitig der Rakelspalt und der Laminierwalzenspalt verändert. Die Produktionsleistung der Maschine kann hierdurch erheblich gesteigert werden, insbesondere wenn häufige Veränderungen der Plattenstärke erfolgen.
Von besonderer Bedeutung ist auch die Reproduzierbarkeit der Einstellung, da lediglich die Schrägstellung des Rahmens justiert werden muß. Es hat sich gezeigt, daß bei exakter Einstellung auf die gleichen Werte, die gleiche Plattenqualität erreicht werden kann, selbst wenn die Platten an unterschiedlichen Tagen hergestellt
werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen auf den Schienen laufende Radsätze aufweist und daß an dem der Auftragsvorrichtung benachbarten Radsatz eine den Rahmen in bezug auf die Achse dieses Radsatzes in der Höhe verstellende und um die Achse des anderen Radsatzes schwenkende Stellvorrichtung abgestützt ist Eine derartige Vorrichtung hat den Vorteil eines einfachen Aufbaus und einer sehr präzisen Justierung, wobei die Breiten Jes Rakelspaltes und des Laminierwalztncn-ä'tes über die gesamte Spaltlänge auf einfache Weise Konstant gehalten werden. Dadurch, daß der Rahmen um die Achse des einen Radsatzes verschwenkt wird, wird das Laufwerk des Schlittens in besonders günstiger und konstruktiv einfacher Weise mit der Vorrichtung zur Schrägstellung des Rahmens kombiniert
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert Es zeigen
F i g. 1 schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung zur Herstellung von photopolymeren Druckformen mit Reliefbildern, F i g. 2 schematisch eine Draufsicht der Vorrichtung, F i g. 3 schematisch eine Seitenansicht des Schlittens, F i g. 4 eine Draufsicht des Schlittens, F i g. 5 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Schlittens und
F i g. 6 eine Seitenansicht von F i g. 5. In Fig. 1 und Fig.2 sind mit Bezugsziffer ! ein Hauptkörper des Geräts, mit Bezugsziffer 2 der Schlitten mit einer Vorrichtung zur Zuführung der photopolymerisierbaren Masse und mit Bezugsziffer 3 eine gleichzeitig als Belichtungsstation dienende Station zur Bildung einer Schicht aus der photopolymerisierbaren Masse (nachstehend einfach »Station« genannt) bezeichnet. In der Station 3 sind ein oberer Lichtkasten 4. ein unterer Lichtkasten 5, eine obere Glasplatte 6 und eine aus Glas bestehende Unterlage 7 vorhanden. Die obere Glasplatte 6 ist starr an der Unterseite des oberen Lichtkastens 4 gefestigt und bildet mit diesem eine bauliche Einheit, die schwenkbar an dem im oberen Teil von F i g. 2 angeordneten Teil der Apparatur befestigt ist und von einem den oberen Lichtkasten bewegenden Schwenkmechanismus, der die Form eines elektrisch betätigten (nicht dargestellten) Zylinders hat, verschwenkt wird Die Bezugsziffer 8 bezeichnet eine Laminierwalze, die Bezugsziffer 9 einen Schacht zur Einführung eines Trägermaterials, die Bezugsziffer 10 eine Auftragsvorrichtung, die Bezugsziffer 1 die Rakel und die Bezugsziffer 12 eine ikala zur Einstellung der Plattendicke. In einem Schrank 13 sind Regelvorrichtungen für die Lichtquellen und verschiedene Mechanismen und die Netzanschlüsse untergebracht. Auf der Oberseite des Schrankes 13 sind Schalter, Anzeigelampen usw. angeordnet.
Das in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildete Gerät arbeitet wie folgt: Zunächst wird der obere Lichtkasten 4 in seine offene Stellung geschwenkt, und ein bildtragendes Transparent, beispielsweise ein Negativfilm, wird auf die Unterlage 7 gelegt Die Transparentvorlage wird mit einer Schutzfolie bedeckt, um zu verhindern, daß photcpolymerisierbare Masse daran haften bleibt. Dann wird der Schlitten 2 aus seiner in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung zur Station 3 geführt. Er wird dann in seine in Fig. 1 dargestellte Ausgangsstellung zurückgeführt, während die Auftrags
vorrichtung 10 gekippt wird, um photopolymerisierbare Masse auf die Schutzfolie in Station 3 zu geben. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Trägermaterial durch den Schacht 9 zugeführt und mit der Laminierwalze 8 auf die ütif die Schutzfolie gegebene photopolymerisierbare Schicht laminiert Die Laminierwalze 8 hat die Aufgabe, du5 mehrschichtige Material aus photopolymerisic-barer Schicht und Trägermaterial auf eine vorbestimmte Dicke einzustellen. Da die Rakel 11, in BewegungSi ich tung des Beschickungsmechanismus 2 gesehen, vor der Laminierwalze 8 liegt bildet die Rakel 11 zunächst eine Schicht der photopolymerisierbaren Masse bevor die Einstellung der Dicke des mehrschichtigen Materials aus der photopolymerisierbaren Schicht und dem Trägermaterial durch die Laminierwalze 8 erfolgt Der Abstand zwischen der Unterkante der Rakel 11 und der Oberseite der Station 3 ist größer als der Abstand zwischen dem untersten Teil des Umfangs der Laminierwalze 8 und der Oberseite der Station 3.
Nach Beendigung der vorstehend beschriebenen Vorgänge in der Station 3 wird der obere Lichtkasten 4 in seine Schließstellung zurückgeschwe -t Dann wird die phoiopolymerisierbare Schicht durch Jas Trägermaterial mit aktinischer Strahlung aus der oberen Lichtquelle belichtet so daß die photopolymerisierbare Schicht von oben durch das Trägermaterial hindurch vorbelichte, wird. Anschließend wird die photopolymerisierbare Schicht mit aktinischer Strahlung aus der unteren Lichtquelle durch die Transparentvorlage hindurch belichtet. Die Belichtung muß nicht notwendigerweise von unten durch das Trägermaterial hindurch erfolgen. Es ist auch möglich, die Belichtung der photopolymerisierbaren Schicht mit aktinischer Strahlung zur Bildung der Reliefbildbereiche auf der Schicht von oben vorzunehmen.
Wenn die Belichtungen durchgeführt worden sind, wird der obere Lichtkasten 4 wieder in seine offene Stellung geschwenkt und die photopolymerisierbare Schicht zusammen mit dem Trägermaterial und der Schutzfolie aus der Belichtungsstation 3 entfernt. Die Schutzfolie wird dann abgestreift und das zweischichtige Material aus photopolymerisierbarer Schicht und Träger !aterial der nächsten Entwicklungsstation zügeführ., wo unbelichtete. ungehärtete Bereiche der Schicht herausgewaschen und die Schicht dann getrocknet wird, wobei eine fertige photopolymere Druckform mit Reliefbildbereichen erhalten wird.
In F i g. 3 und F i g. 4 ist der Schlitten 2 im einzelnen dargestellt. An einem Rahmen 20 sind eine Achse Sa der Laminierwalze 8, die Rakel 11. der Schacht 9 für die Zuführung des Trägermaterials, eine Hilfslaminierwalze 8b, die mit der Laminierwalze 8 zusammenwirkt und das Trägermaterial zwischen den Walzen hält, eine daran angeformte Platte 22 mit einer Gewindebohrung zum Einschrauben des mit Außengewinde versehenen Teils eines Stabes 21, der als Antrieb für die Verbindungsstükke 23 dient, eine Achse ti, die die Verbindungss.üike 23 drehbar miteinander verbindet und Lager 27 befestigt, in denen eine Achse 26 für zwei Räder 25, die einen ersten Radsatz bilder, gelagert ist. Auf Schienen 28, die sich bis zu dem vom Sc.ilitten 2 am weitesten entfernten Ende der unterjn Unterlage 7 erstrecken, laufen die Räder 25 des ersten Radsatzes, die Räder 29 eines zweiten Radsatzes und die Räder 30 für die Auftragsvorrichtung 10. Der Schlitten 2 wird insgesamt durch einen nicht dargestellten Antriebsmechanismus auf den Schienen 28 bewegt. Die Laminierwalze 8 wirci synchron mit der Bewegung des Schlittens 2 mit Hilfe
von Riemen 33 gedreht, die über Scheiben 31 auf der Achse 26 des ersten Radsatzes und Scheiben 32 auf der Achse Ba der Laminierwalze 8 laufen. Vorzugsweise werden die Abmessungen der Scheiben 31 und 32 bzw. der Räder 25 so gewählt, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Laminierwalze 8 der Laufgeschwindigkeit des Schlittens 2 gleich ist.
Jedes Verbindungsstück 23 ist an einem Ende schwenkbar an der Achse 24 und am anderen Ende starr mit einer Achse 34 der Räder 29 des zweiten Radsatzes verbunden. Ein (nicht dargestelltes) Lager ist zwischen der Achse 34 und jedem Rad 29 so angeordnet, daß nur die Räder 29 sich drehen, wenn der Schlitten 2 in Bewegung ist. Die Achse 34 kann aber auch starr mit den Rädern 29 verbunden sein und sich mit ihnen drehen. Wenn dies der Fall ist, ist das andere Ende jedes Verbindungsstückes 23 drehfest mit der Achse 34 verbunden.
Auf der Oberseite des Stabes 21 ist starr eine Skala 35 befestigt, die mit Teilstrichen oder einem Zeiger versehen ist, die so ausgebildet sind, daß sit im Zusammenwirken mit einem Zeiger oder einer Strichteilung auf dem Rahmen 20 die Dicke der zu bildenden photopolymerisierbaren Schicht anzeigen. Das untere Ende des Stabes 21 stößt gegen die Oberseite eines der Verbindungsstücke 23 und ist senkrecht auf die Achse 34 ausgerichtet.
Die Auftragsvorrichtung 10 ist an ihrem Boden schwenkbar an einer Achse 37 befestigt, die an ihren gegenüberliegenden Enden in zwei Seitenplatte·! 38 gelagert ist, die durch einen Stab 37a, auf dem der Boden der Auftragsvorrichtung 10 aufliegt, miteinander verbunden sind. Die Seitenplatten 38 sind an der Achse 34 der Räder 29 und auch an den Achsen 36 der Räder 30 befestigt, so daß die Seitenplatten 38 in einer im wesentlichen feststehenden Winkelstellung relativ zu den Schienen 28 gehalten werden. Die Auftragsvorrichtung 10 kann dann um die Achse 37 gekippt oder geschwenkt werden. Die Auftragsvorrichtung kann alternativ auch unabhängig und getrennt von der Achse 34 von vier Rädern, die auf den Schienen 28 laufen, getragen werden. Wichtig ist nur, daß die untere Gießkante 10a der Auftragsvorrichtung 10, wenn die muldenförmige Auftragsvorrichtung in ihre Gießstellung gekippt wird, zur Oberseite der Station 3 einen vorbestimmten Abstand während ihrer Bewegung längs der Schienen 28 unabhängig von einer etwaigen Winkelstellung hat, in die der Rahmen 20 geschwenkt wird. Ferner ist wichtig, daß die Auftragsvorrichtung relativ zu den Achsen 36 beweglich ist, z. B. durch ein Kupplungsmechanismus od. dgl. Die Auftragsvorrichtung kann entweder so ausgebildet sein, daß sie in beiden Richtungen drehbar oder schwenkbar ist, oder sie kann mit einem Boden versehen sein, der zur Freigabe der photopolymerisierbaren Masse in der Station 3 geöffnet werden kann.
Der in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildete ßeschickungsmechanismus für die photopolymerisierbare Masse arbeitet wie folgt, wenn die Dicke der herzustellenden photopolymeren Druckform geändert werden muß: Die auf dem Stab 21 befestigte Skala 35 wird so gedreht, daß die Dicke der photopolymeren Druckplatte auf das gewünschte Maß vergrößert wird. Der Stab 21 bewegt sich relativ zum Rahmen 20 nach unten, weil der Stab 21 durch die am Rahmen 20 ß befestigte Platte 22 hindurchgeschraubt ist. Da jedoch das untere Ende des Stabes 21 gegen eines der ar. der Achse 34 des Radsatzes 29 befestigten Verbindungsstücke 23 stößt, ist der Stab 21 nicht in der Lage, den Teil des Verbindungsstückes 23, gegen den er stößt, nach unten zu bewegen, so daß die Platte 22 sich nach oben bewegt. Auf diese Weise wird der Rahmen 20 ■> zusammen mit der Platte 22 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt (Fig. 3). Zu diesem Zeitpunkt kippt der Stab 21 natürlich leicht im Gegenuhrzeigersinn. Das Ausmaß dieser Kippbewegung ist jedoch vernachlässigbar gering. Während der Rahmen 20 entgegen dem in Uhrzeigersinn in Fig. 3 geschwenkt wird, bewegt sich ein Ende jedes Verbindungsstückes 23 nach oben, während die Achse 24 sich relativ dazu dreht, und das andere Ende jedes Verbindungsstückes 23 vollführt eine Winkelbewegung mit den Rädern 29 um die Achse 34. ; ii Der Rahmen 20 ist an einem Ende mit der Achse 26 des ersten Radsatzes 25 so verbunden, daß er eine Schwenkbewegung relativ dazu vollführen kann, so daß die Schwenkbewegung des Rahmens 20 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse 26 des ersten Radsatzes 25 >n stattfinden kann. Die Schwenkbewegung des Rahmens 20 entgegen dem Uhrzeigersinn ucwirki, daß die ~ Laminierwalze 8 und die Rakel 11 sich relativ zu den Schienen 28 nach oben bewegen, obwohl die Räder 25 und 29 und die Räder 30 für die Auftragsvorrichtung 10 2") mit den Schienen 28 in Berührung bleiben. Durch diese Anordnung ist es möglich, die Dicke der herzustellenden photopolymeren Druckplatte zu vergrößern. Wenn die Druckplatte dünner werden soll, kann dies erreicht werden, indem man die Stellvorrichtung umgekehrt zu der vorstehend beschriebenen Weise betätigt.
Die Auftragsvorrichtung 10 wird aus den nachstehend genannten Gründen vorteilhaft unabhängig von dem | Vorgang der Dickeneinstellung gehalten. Wenn die Auftragsvorrichtung 10 gekippt wird, um die photopolymerisierbare Masse in der Station 3 zuzuführen, hat die untere Gießkante 10a der Auftragsvorrichtung zur Oberseite der Station 3 einen erheblich größeren Abstand als die Dicke der herzustellenden Druckplatte, so daß die Einstellung des Abstandes nach der Dicke der Druckplatte keinen Sinn hat. Es ist wichtiger, daß Führungen in üblicher Weise an beiden Seiten der Auftragsvorrichtung 10 angeordnet sind, um Überlaufen oder Ausbreiten der photopolymerisierbaren Masse in einer Richtung rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Schlittens 2 oder in Bereich außerhalb der Oberfläche der Station 3 zu verhindern, wenn die Auftragsvorrichtung 10 gekippt wird, um die photopolymerisierbare Masse in der Station zu entleeren. Die Führungen und die Oberseite der Station 3 haben einen dichten Abstand zueinander, so daß es notwendig ist, Neueinstellung der Führungen getrennt von der Auftragsvorrichtung vorzunehmen, wenn diese selbst zur Veränderung der Dicke der herzustellenden Druckplatte neu eingestellt wird. Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungs- >5 form wird die Auftragsvorrichtung 10 jedoch durch die Achse 34 des zweiten Radsatzes 29 getragen, die an der &, Schwenkbewegung des Rahmens 20 nicht teilnimmt ί Dadurch wird das vorstehend genannte Problem der ί Führung der Auftragsvorrichtung ausgeschaltet
■o Wie Fig.3 zeigt sind die Räder 25 des ersten Radsatzes, die Laminierwalze 8, die Rakel 11 und die Auftragsvorrichtung 10 des Schlittens 2 für die " photopolymerisierbare Masse in der genannten Reihen- "_ folge vom hinteren Ende zum vorderen Ende des ' Schlittens 2 auf seinem Weg zur Bildung der ^ photopolymerisierbaren Schicht auf der auf die ■ Oberfläche der Station 3 gelegten Schutzfolie angeord- J net Wenn daher der Rahmen 20 zur Einstellung der -
Dicke der herzustellenden Schicht geschwenkt wird, bewirkt die Schwenkbewegung des Rahmens 20 iederzeit eine kleinere Änderung des Abstandes zwischen dem untersten Teil des Umiangs der Laminierwalze 1 und der Oberseite der Station 3 als des Abstandes zwischen dem untersten Teil der Rakel 11 und der Oberseite der Station 3. Mit anderen Worten, eine Änderung des Abstandes zwischen Laminierwalze 8 wi Station 3 ist stets kleiner als eine Änderung, die des Auslandes zwischen Rakel 11 und Station 3. Dies ist vorteilhaft gegenüber dem Fall, in dem diese beiden Abstände die gleiche Veränderung erfahren. Vorzugsweise hat die von der Rakel 11 vorläufig gebildete Schicht aus photopolymerisierbarer Masse etwa die 1,2-bis 3fache Dicke der Schicht, die endgültig von der Laminierwalze 8 eingestellt wird. Als optimaler Bereich gilt ungefähr die 1,3- bis l,6fache Dicke. Dieser Bereich wird unter Berücksichtigung des Eindringens der Laminierwalze 8 in die photopolymerisierbare Schicht und des Reduktionsverhältnisses der Schicht der photopolymerisierbaren Masse bestimmt. Wenn daher einmal die Beziehung zwischen der Dicke einer vorläufig von der Rakel gebildeten Schicht und der Dicke einer durch die Laminierwalze endgültig eingestellten Schicht für eine gegebene Dicke der photopolymeren Druckform festliegt, ist es zweckmäßig, keine große Änderung in der Beziehung vorzunehmen, auch wenn die Dicke der herzustellenden Druckplatte geändert wird.
Wenn die Einstellung der Dicke der herzustellenden Druckplatten in der vorstehend beschriebenen Weise durrh Schwenken des Rahmens 20 um die Achse des ersten Radsatzes 25 vorgenommen wird, bleibt die richtige Beziehung zwischen den durch die Rakel und die Laminierwalze 8 eingestellten Schichtdicken erhalten. Es ist vorteilhaft, das Verhältnis des Abstandes ί zwischen der Achse des ersten Radsatzes 25 und der Rakel Jl zum Abstand zwischen der Achse des ersten Radsatzes 25 und der Laminierwalze 8 auf etwa 1.2 : I bis 3 : I einzustellen. Dieser Bereich des Abstandsverhältnisses entspricht im wesentlichen dem Verhältnis
ίο der Abstände zwischen der Rakel 11 und der Oberfläche der Station 3 und zwischen der Laminierwalze 8 und der Oberfläche der Station 3.
Eine zweite Ausführungsform der Stellvorrichtung zur Einstellung der Abstände der Rakel 11 und der j Laminierwalze 8 zur Oberfläche der Station 3 ist in den Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt. Sie besteht aus zwei seitlich ausgerichteten Gleitstücken 39, die an den Enden der Achse 34 relativ drehbar angebracht und längs der im wesentlichen senkrecht verlaufenden Nuten 39a. die in den äußeren Seitenflächen eines Rahmens 20 gebildet sind, verschiebbar sind. Exzenterscheiben 40 sind an den Enden einer Stange 41 befestigt, die sich drehbar durch gegenüberliegende Seitenteile des Rahmens 20 erstreckt. Die Exzenterscheiben 40 liegen auf den Oberseiten der Gleitstücke 39 am. Eine Exzenterscheibe ist mit einer Skala versehen und an ihr ist ein Hebel 42 so befestigt, daß die Exzenterscheibe mit Hilfe des Hebels 42 um die Achse der Stange 41 in beiden Richtungen drehbar sind, um den Rahmen 20 zu
so kippen und hierdurch die Dicke der herzustellenden photopolymeren Druckplatte einzustellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von phoiopolymeren Platten, mit einer ebenen Unterlage, über der ein Schlitten auf Schienen verfahrbar ist, bei welcher der Schlitten hintereinander eine Auftragsvorrichtung für ein Beschichtungsmaterial, eine Rakel und eine drehbar gelagerte Laminierwalze mit einer Einrichtung zum Zuführen einer Schutzfolie aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (2) einen um eine quer zu den Schienen verlaufende Achse kippbaren Rahmen (20) aufweist, dessen Schrägstellung in bezug auf die Unterlage (7) in Laufrichtung derart verstellbar ist, daß die Spalte zwischen der Rakel (11) und der Unterlage (7) einerseits und zwischen der Laminierwalze (8) und der Unterlage (7) andererseits um unterschiedliche Beträge gleichzeitig veränderbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (20) auf den Schienen (28) laufende rtadsätze (25,29) aufweist und daß an dem der Auftragsvorrichtung (10) benachbarten Radsatz (29) eine den Rahmen (20) in bezug auf die Achse (34) dieses Radsatzes (29) in der Höhe verstellende und um die Achse (26) des anderen Radsatzes (25) schwenkende Stellvorrichtung (21 bis 24; 39 bis 42) abgestützt ist
DE2822158A 1977-05-24 1978-05-20 Vorrichtung zur Herstellung von photopolymeren Platten Expired DE2822158C2 (de)

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