DE28201C - Doppelsteppstich-Nähmaschine ohne Schiffchenspule - Google Patents

Doppelsteppstich-Nähmaschine ohne Schiffchenspule

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DE28201C
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Germany
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bobbin
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sewing machine
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DENDAT28201D
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F. SCHMIDT und A. STEPHAN in Berlin, Ersterer Skalitzerstr. 29
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/22Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines with spool-size bobbin for lower thread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März 1883 ab.
Die Erfindung besteht darin, Doppelsteppstichnähte ohne Spulen oder ähnliche Vorrichtungen zu erzielen, und die Erfinder führten dies in der Weise aus, dafs sie den unteren Faden nicht in einem Schiffchen oder einer Spule, welche durch die Oberfadenschleife zu führen ist, unterbringen, sondern denselben von der Garnrolle, welche an dem Schlitten der Zugstange aufgesteckt ist (und infolge dessen mit hin- und herläuft), in einen Nähbolzen führen, welcher den Faden durch die Schleife führt, ganz ähnlich wie eine Nähnadel thun würde, mittelst welcher man den Unterfaden durch die Schleife zöge.
Die neuen und wichtigsten Theile dieser Construction sind die folgenden:
1. die Garnrolle α mit dem Kniestück b, welches letztere direct an der Zugstange c des Schlittens d befestigt ist und zur Aufnahme der Garnrolle dient, Fig. 1;
2. die an dem Kniestück b befestigte Spannscheibe e mit der Spannfeder / zur Fadenleitung, Fig. 2 und 3;
3. der Nähbolzen g zur Verschlingung des Fadens, Fig. 5, 5a und 5b;
4. das Spannöhr n, an der Maschinenplatte befestigt, durch welches der Faden von der Garnrolle aus zum Nähbolzen geleitet wird.
Der Nähbolzen besteht aus einem nach der Längsseite schräg durchbohrten, vorn spitz zulaufenden, halbrunden Stahlstück, durch dessen Bohrung (Oese) der Faden geführt wird.
Die Einfachheit des Nähbolzens gestattet, die Länge desselben um mehr als die Hälfte der bisher verwendeten Schiffchen zu verringern, wodurch man sehr schnell nähen kann, da der Nähbolzen blos die Hälfte des Weges zurückzulegen braucht, um durch die Schleife des Oberfadens zu gleiten1. Das Einfädeln des Schiffchens, das bei jedem Einsetzen eines, frischen Spulchens oder dem öfters vorkommenden Reifsen des Unterfadens geschehen mufs, kommt bei diesem Nähbolzen ganz in Wegfall, denn bei demselben wird der Faden nicht durch sechs bis sieben Löcher geführt, um eine Spannung zu erzielen, sondern letztere wird einfach durch die Spannscheibe e bewirkt.
Bei schweren Stoffen, wie Leder etc., wo die Spannscheibe e allein nicht ausreichen möchte, um dem Faden gehörige Spannung zu geben, kann statt des vollen Nähbolzens, Fig. 5, 5 a und 5b, ein hohler Nähbolzen, Fig. 7, 7a, 7b und 7 c, in Anwendung gebracht werden, der im Innern eine nach der Längsachse des Nähbolzens g befestigte kleine Spindel besitzt. An dieser letzteren befindet sich einerseits eine feste Scheibe i, die mit einer zum Durchlassen des Fadens bestimmten kleinen Oeffnung versehen ist und andererseits ein drehbares, gezahntes Sperrrad k, in welches wieder die Sperrfeder / eingreift, und das dazu dient, dem Faden mehr oder weniger Spannung zu geben.
Die Bewegung der auf dem Kniestück b angebrachten Garnrolle α wird durch die mit Schlitten d verbundene Zugstange c bewirkt, welche letztere in bekannter Weise durch die Excenterscheibe in in Bewegung gesetzt wird; die Fadenführung ist bei dieser Einrichtung folgende: Von der Garnrolle wird der Faden einmal über die Spannscheibe gewickelt, sodann durch das Spannöhr η der Platte und durch die Oese des Nähbolzens g geführt. Bei
festen Stoffen, wie Leder etc., wird der Faden auch noch durch die Oeffnung der kleinen festen Scheibe i und durch die Oese des Sperrrades k gezogen und dadurch in erforderlicher Weise gespannt.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. t den Längenschnitt,
Fig. 2 den Grundrifs,
Fig. 3 den Querschnitt der Maschine,
Fig. 4 die Fadenführung durch den Nähbolzen g.
Fig. 5, 5a und 5b sind Ansichten des Nähbolzens g.
Fig. 6, 6a, 6b, 6c und 6d zeigen die Fadenverschlingung und Excenterstellung in ihren verschiedenen Positionen, und zwar befindet sich in Fig. 6 der Nähbolzen g dicht vor der Nadel und das Excenter m in seiner äufsersten Stellung; in Fig. 6a geht der Nähbolzen durch die Schleife des Oberfadens und hat in dieser Stellung das Excenter m die Hälfte seines Weges zurückgelegt. Fig. 6b zeigt den Nähbolzen g in der äufsersten Stellung, in welcher derselbe die Schleife des Oberfadens durchpassirt ist und der Unterfaden von der Nadel angezogen wird. Die Fig. 6c und 6d zeigen die Fadenverschlingung in der Vorderansicht. Fig. 7, 7 a, 7 b und 7 c zeigen Ansicht und Schnitt eines hohlen Nähbolzens, der bei festen Stoffen, wie Leder etc., eventuell zur Anwendung kommen würde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der mit der Unterfadenspule α hin- und hergehende Nähkloben g, dessen Durchbohrung zur Durchführung des von der Spule kommenden, über Spannscheiben e und durch Oehr η geleiteten Unterfadens dient, behufs Herstellung eines Doppelsteppstiches ohne Schiffchenspule.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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