DE280676C - - Google Patents

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DE280676C
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valve
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/36Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves actuated in consequence of extraneous circumstances, e.g. shock, change of position
    • F16K17/38Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves actuated in consequence of extraneous circumstances, e.g. shock, change of position of excessive temperature
    • F16K17/383Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves actuated in consequence of extraneous circumstances, e.g. shock, change of position of excessive temperature the valve comprising fusible, softening or meltable elements, e.g. used as link, blocking element, seal, closure plug

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen bei niedriger Temperatur schmelzenden Sicherheitsverschluß für Behälter mit feuergefährlichem Inhalt, insbesondere Benzin.
Die Erfindung besteht darin, daß . der schmelzbare Sicherheitsverschluß als Sitz für einen Ventilkörper dient, der in an sich bekannter Weise bei Druckzunahme im Behälter entgegen der Wirkung einer Feder von seinem
ίο Sitz abgehoben wird. Wenn in der Nähe des Behälters Feuer ausbricht, öffnet sich infolge des durch die Erwärmung des Behälterinhaltes entstehenden. Überdrucks das Ventil und die alsdann am Ventilsitz ausströmenden Gase können sich entzünden. Dadurch wird der Pfropfen, in welchem der Sitz für das Ventil eingelassen ist, am raschesten zum Schmelzen gebracht. Unter dem Druck der Gase wird der schmelzende Pfropfen ausgestoßen; dann ist die Austrittsöffnung so groß, daß die Gase rasch entweichen können und gefährliche Spannungen im Behälterinnern vermieden werden.
Die den Ventilkörper gegen den Ventilsitz drückende Feder ist einerseits an dem schmelzbaren Pfropfen, andererseits an einer mit Gewinde auf der Spindel des Ventilkörpers sitzenden Mutter befestigt, so daß durch Drehen des Ventils die Spannung der Feder von außen geregelt werden kann.
Der Ventilkörper läßt innerhalb einer den Ventilsitz bildenden Bohrung einen ringförmigen Spalt frei, so daß die bei Zunahme des Behälterinnendrucks durch den Spalt entweichenden Gase ein hörbares Signal erzeugen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Fig. ι einen Schnitt durch den Verschluß mit Auslaßventil,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Verschluß, Fig. 3 eine Seitenansicht desselben,
Fig. 4 einen Schnitt durch den oberen Teil des Verschlusses in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 5 den Verschluß mit Auslaßventil innerhalb eines in der Öffnung eines Benzinbehälters angeordneten Sicherheitseinsatzes,
Fig. 6 die Draufsicht der Anordnung nach
Fig. 5,
Fig. 7 die untere Fläche des Sicherheitseinsatzes, und .
Fig. 8 und 9 den Längsschnitt und den Grundriß eines Verschlusses mit Ein- und Auslaßventil an einem Benzinbehälter für Automobile und andere Fahrzeuge.
Der Verschluß besteht aus einem schraubenartigen Pfropfen 6, der in seiner Längsbohrung 12 mit einem Ventil 7 versehen ist, das für gewöhnlich durch eine Schraubenfeder 8 geschlossen gehalten wird. Die Schraube 6 ist aus leicht schmelzbarem Metall oder einer Legierung hergestellt, die bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur, etwa 200 ° C, schmilzt.
Die Bohrung 12 dient zur Führung der Spindel 13 des Ventils 7. An ihrem äußeren Ende ist die Bohrung 12 versenkt, um einen geeigneten Ventilsitz 14 für das Ventil 7 zu bilden und dieses dadurch, daß es in dem Kopf 10 der Schraube 6 eingebettet liegt, gegen Beschädigung zu schützen. 7"
Die Ventilspindel 13 geht nach unten über das Ende der Schraube 6 hinaus und ist von einer Spiralfeder 8 umgeben. Am unteren Ende besitzt die Ventilspindel 13 Gewinde zur Aufnahme einer Mutter 15, auf der sich das untere Ende der Feder'8 stützt, deren oberes Ende gegen das untere Ende der Schraube 6 anliegt, so daß durch Drehen der Mutter 15 auf der Spindel 13 oder umgekehrt die Spannung der Feder 8 geregelt werden kann. Deren eines Ende ist in ein Loch der Mutter 15 eingesetzt und darin befestigt, während das andere Ende der Feder 8 in die Schraube 6 eingreift, so daß sie sich nicht in bezug auf die Schraube 6 verdrehen kann. Der Ventilkörper 7 ist mit einem Schlitz 17 versehen, der zur Aufnahme eines Schraubenziehers dient. Wenn das Ventil 7 gedreht wird, wird die Mutter 15, da sie durch ihren Eingriff mit der Feder 8 sich nicht oder nur wenig drehen kann, auf der Ventilspindel 13 auf oder ab bewegt, wodurch die Spannung der Feder 8 verändert werden kann, und zwar von der Außenseite des Behälters aus, in dem die Vorrichtung angebracht ist.
Durch Versuche hat sich herausgestellt, daß der schraubenartige Pfropfen 6 zweckmäßig als Koquillenguß aus einer leicht schmelzbaren Legierung oder Zasammensetzung herzustellen ist. Hierbei wird die Schraube 6 mit ihrem Gewinde 9 geeignet geformt und befindet sich im fertigen Zustand, wenn sie aus den Koquillen herausgenommen wird, ohne daß eine weitere Bearbeitung notwendig wäre.
Beim Gebrauche des schmelzbaren Verschlusses an großen Behältern ist es wünschenswert, an den Behälteröffnungen einen der üblichen Sicherheitseinsätze anzuordnen, um ein Hineinschlagen einer Flamme in das Behälterinnere zu verhüten.
In der Fig. 5 ist ein Sicherheitseinsatz 20 dargestellt, der bei 21 mit dem Flansch 22 verschraubt und der am unteren Ende durch eine Scheibe 23 aus dünnem Metall, die winzige . flammensichere öffnungen besitzt, verschlossen ist. Die Bohrung 24 des Sicherheitseinsatzes ist etwas größer als der Kopf 10 der Schraube 6 des schmelzbaren Verschlusses, um ein Einschrauben der Schraube 6 in den mit Gewinde versehenen, verengten Durchgang 25 des Sicherheitseinsatzes zu ermöglichen.
Oberhalb des kugelförmigen, dem Sitz angepaßten Teiles des Ventilkopfes ist das Ventil 7 bei 18 (Fig. 1) zylindrisch, und die Bohrung im Kopf 10 der Schraube 6 ist bei 19 oberhalb des konischen Sitzes 14 ebenfalls zylindrisch, so daß die einander gegenüberliegenden Flächen der Ventilverlängerung und der letztgenannten Bohrung einen schmalen, ringförmigen Durchgang für das Entweichen des Gases bilden, wodurch ein Signal beim Ausströmen hervorgerufen wird, das als Warnsignal gilt, so daß Personen, die sich in der Nähe befinden, darauf aufmerksam gemacht werden, daß gefährliche Verhältnisse vorliegen.
Die beschriebene Bauart des Verschlusses läßt erkennen, daß, wenn ein Druck in dem Benzinbehälter infolge eines in der Nähe befindlichen Feuers oder infolge einer von selbst. eintretenden inneren chemischen Reaktion entsteht, das Gas das Ventil 7 von seinem Sitz heben und entweichen wird, wobei gleichfalls das Signal ertönt. Wenn die Hitze anhält, wird der Verschluß weich, und der innere Druck wird den ganzen Pfropfen hinausblasen und so einen freien Austritt für das Gas schaffen. In den Fällen, wo bei größeren Behältern der Sicherheitseinsatz benutzt wird, kann kein Rückschlagen der Flamme in den Behälter hinein erfolgen. Es ist weiter zu verstehen, daß die Spannung der Feder 8, die das Ventil 7 auf seinem Sitz hält, jederzeit eingestellt werden kann, und zwar durch bloßes Drehen des Ventilkopfes mit einem Schraubenzieher ; das Ventil 7 kann selbst herausgenommen und ersetzt werden, weil die Mutter 15 durch die an der Schraube 6 befestigte Feder 8 in ihrer Stellung gehalten wird.
Bei der Anordnung nach Fig. 8 bezeichnet 30 die obere Wand eines Behälters, in dessen Öffnung eine mit Gewinde versehene Lagerbüchse 31 eingesetzt ist, die so weit in die Behälteröffnung eingeschraubt wird, bis ihr Flansch 32 in Eingriff mit der Behälterdecke kommt. An ihrem oberen Teil ist die Büchse 31 mit Innengewinde versehen, um den Deckel 34 aufnehmen zu können, dessen mit Gewinde versehener Flansch 35 in die Lagerbüchse 31 eingeschraubt wird. Die Ränder des Deckels 34 sind gerippt und springen seitlich über den oberen Rand der Büchse 31 vor, um den Deckel 34 von Hand gut drehen zu können. Die Büchse 31 erstreckt sich in den Behälter hinein und trägt an ihrem unteren Ende einen Sicherheitseinsatz 36 aus Metallblech mit feinen flammensicheren Öffnungen, wobei das untere Ende durch eine gelochte Blechscheibe 37 abgeschlossen ist. Wenn der Deckel 34 zwecks Füllung des Behälters abgenommen wird, so kann eine Flamme nicht hinunter durch die kleinen Öffnungen in das Innere des Behälters hineinschlagen, was sonst dessen Explosion herbeiführen würde.
Der Deckel 34 ist mit zwei Öffnungen versehen, von denen eine den mit dem Ventil 7 versehenen schmelzbaren Verschluß, wie ihn die Fig. 1 zeigt, aufnimmt, während in der anderen Öffnung ein anderer schmelzbarer Ventilverschluß von ähnlicher Bauart eingesetzt ist; jedoch bildet dieser ein Einlaßventil, das sich bei einem etwaigen Unterdruck im Behalter öffnet und Luft einläßt.
In der Fig. 8 ist ein schraubenartiger Pfropfen 6
mit Ventil 7, Feder 8 und Mutter 15 gemäß der Fig. 1 angewandt, während ein am oberen Ende mit Gewinde versehenes Einsatzrohr 38 gebraucht wird, in das die Schraube 6 eingeschraubt ist, wobei das untere Ende des Rohres 38 durch eine Scheibe 39 von fein perforiertem Blech abgeschlossen ist. Durch eine Öffnung im Deckel 34 wird das das Ventil 7 enthaltende Rohr 38 eingesetzt, wobei der Kopf 10 des Verschlusses auf der Oberseite des Deckels 34 zu liegen kommt. Das Rohr 38 wird in dem Deckel 34 durch geeignete Mittel, wie durch ein in die Gewindeöffnung des Deckels 34 eingreifendes Außengewinde, gehalten und zweckmäßig in der Öffnung durch Verlöten oder geringes Strecken gesichert. Wenn demnach die schmelzbare Schraube 6 schmilzt, wird diese samt dem Ventil 7 infolge des durch die Wärme im Innern des Benzinbehälters entstehenden Gasdrucks hinausgeblasen, während das Rohr 38 mit seiner flammensicheren Endscheibe 39 in Stellung verbleiben wird.
An einer anderen Gewindeöffnung in dem Deckel 34 ist ein ähnliches Rohr 40 eingeschraubt, in das seinerseits eine Schraube 60 eingeschraubt ist; das untere Ende des Rohrs 40 ist durch eine fein perforierte Scheibe 41 geschlossen. Jedoch ist an Stelle des bei dem anderen Verschluß gebrauchten Ventils 7 in der Mitte der Spindel 43 ein Ventil 42 vorgesehen. Eine zwischen der Endscheibe 41 und dem, Ventil 42 zusammengepreßte Schraubenfeder 44 dient dazu, das Ventil 42 gegen das untere Ende der Schraube 60 zu drücken, die an dieser Stelle zwecks Bildung eines Ventilsitzes versenkt ist. Die Ventilspindel 43 erstreckt sich aufwärts durch die Längsbohrung der Schraube 60 bis nahe zur Oberkante der Schraube 60, so daß das Ventil 42 auf Wunsch mittels Fingers hinuntergedrückt werden kann, um I den Zustand des Ventils 42 und der Schraubenfeder 44 zu prüfen. Da diese verhältnismäßig leicht ist, wird das Ventil 42 sich öffnen und Luft in den Behälter einlassen, wenn der Luftdruck den im Behälter vorhandenen Druck etwas überschreitet. Bei einem in der Nähe des Benzinbehälters ausbrechenden Feuer kommt die Schraube 60 zum schmelzen, so daß diese zusammen mit dem Ventil 42 und der Feder 44 hinausgeblasen wird, während das Rohr 40 mit seiner flammensicheren Endscheibe 41 im Deckel 34 haften bleibt.
. Um Gasolin durch den Sicherheitseinsatz 36 in den Behälter zu gießen, wird der Deckel 34 abgeschraubt; die flammensicheren Öffnungen in dem Sicherheitseinsatzrohr 36 verhindern dann ein Hineinschlagen einer etwaigen Flamme in das Innere des Behälters.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Sicherheitsverschluß für Behälter mit feuergefährlichem Inhalt, insbesondere Benzin, mit einem bei niedriger Temperatur schmelzenden Pfropfen, dadurch gekennzeichnet, daß der sehmelzbare Pfropfen (6) als Sitz für einen Ventilkörper (7) dient, der in an sich bekannter Weise bei Druckzunahme im Behälter entgegen der Wirkung einer Feder (8) von seinem Sitz abgehoben wird.
2. Sicherheitsverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (8) einerseits an dem Pfropfen (6), andererseits an einer mit Gewinde auf der Spindel (13) des Ventilkörpers (7) sitzenden Mutter (15) befestigt ist, so daß durch Drehen des Ventils (7) die Spannung der Feder (8) von außen geregelt werden kann.
3. Sicherheitsverschluß nach Anspruch (1), dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (7) innerhalb der Bohrung (19) des Pfropfens (6) einen ringförmigen Spalt frei läßt, so daß die bei Zunahme des Behälterinnendrucks durch den Spalt entweichenden Gase ein hörbares Signal erzeugen.■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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