DE280237C - - Google Patents

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DE280237C
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scale
thermometer
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K5/00Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
    • G01K5/02Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid
    • G01K5/24Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid with provision for measuring the difference between two temperatures

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 280237 KLASSE 42/. GRUPPE
Dr. SIEBERT & KÜHN in CASSEL
Differential -Thermometer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1913 ab.
Bei den bekannten, dem Erfindungsgegenstand ähnlichen Differential-Thermometern ist die Feineinstellung deshalb mit Schwierigkeiten verbunden, weil sich die Quecksilbermenge in der oben angeschlossenen Rohrbiegung wegen des verhältnismäßig großen Durchmessers -nicht genau feststellen läßt. Bei der nachstehend beschriebenen Konstruktion geschieht nun die Feineinstellung mit Hilfe einer Kapillare unter
ίο Benutzung einer besonderen Skala.
In. der Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand unter Herausbrechung einiger Teile dargestellt.
Die Kapillare des Thermometers besteht aus zwei Teilen, von denen der untere, a, einen geringeren Durchmesser als der obere Teil b hat. Um an der Stelle, wo sie zusammenstoßen, d. h. bei c, ein sicheres und genaues Abtrennen des oberen Quecksilberfadens bei der Einstellung des Instrumentes für Feinmessungen zu erreichen, ist noch eine Abreißvorrichtung in die Kapillare eingeschmolzen, die z. B. aus einem Glasstift mit mikroskopisch feiner Öffnung bestehen kann (vgl. Fig. 2).
Das Thermometer ist so eingerichtet, daß auf der Skala d die wirkliche Temperatur abgelesen werden kann. Nach der Zeichnung würde somit die gemessene Temperatur 20 ° betragen. Außer der Skala d ist nun noch eine Skala e vorhanden, welche um so viel gegen die Skala d emporgeschoben ist, wie dem genauen Quecksilberinhalt in dem unteren Teil der Kapillare, d. h. vom Nullpunkt der Skala d abwärts bis zu dem Nullpunkt der besonderen Skala fy entspricht.
Dadurch wird erreicht, daß eine Temperaturmessung von der oberen in 1Z8 geteilten Skala d auf der unteren in 1Z50 geteilten Skala f zwecks Feinmessung vom Nullpunkt aus fortgesetzt werden kann, nachdem der übrige Faden an der Abreißvorrichtung c in den Reservebehälter h gebracht worden ist.
Auf der Zeichnung ist die Einteilung so getroffen, daß die wirklichen Temperaturen auf 1Z5 0 genau von der Skala d abgelesen werden können, während die Skala f für die Differentialmessung 1Z50 0 angibt. Natürlich können durch Verkleinerung des Durchmessers der Kapillare α selbst Einteilungen und Abmessungen bis auf 1Zi0OO0 erfolgen.
Die Einstellung zur Feinmessung geschieht durch Anwärmen des Quecksilbergefäßes g oder durch Neigen des Thermometers, bis der abfließende Quecksilberfaden den gewünschten Grad auf de:; Einstellskala e erreicht hat. Hierauf wild durch einen kurzen Ruck, wie beim Kalibrieren feiner Thermometer, der übrige Faden abgetrennt, was durch die Einstellvorrichtung sehr leicht und sicher gelingt. Der abgetrennte Quecksilberteil fließt beim Neigen des Thermometers in den Reservebehälter h. Durch die umgekehrte Bewegung des Thermometers kann die Quecksilbermenge aus h wieder zur Vereinigung mit dem anderen Quecksilberfaden gebracht werden. Temperaturein-Stellungen, die höher liegen wie die Skala d
anzeigt, werden durch wiederholt abgetrennte i Quecksilberfäden erreicht, die in Summa den gewünschten Temperaturgrad ergeben. Das Thermometer soll hauptsächlich für kalorimetrische Messungen und für Molekulargewichtsbcstimniungen benutzt werden.
Bei der Bestimmung einer Gefrierpunkterniedrigung z. B. wird die Einstellung so vorgenommen, daß das Thermometer in Eis so
ίο weit abgekühlt wird, bis der Grad minus 4 der Skala e erreicht ist, dann läßt man das übrige Quecksilber in den Reservebehälter abfließen, worauf sich der wahre Eispunkt auf plus 4 der. in V5n geteilten Skala einstellt.
Wie aus dem Obigen hervorgeht, hat das Instrument nicht nur den Vorteil der Vereinigung eines absoluten und eines Differential-Thermometers, sondern es gestattet auch die Einstellung auf den Nullpunkt eines Differential-Thermometers in einer solchen bequemen und sicheren Weise, wie es bei den bisher gebräuchlichen Instrumenten unmöglich ist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Differential-Thermometer, dadurch gekennzeichnet, daß die Thermometerkapillare aus zwei Teilen besteht, von denen der untere Teil (ei) einen geringeren Durchmesser hat als der obere sich an das Reservegefäß (A) anschließende Teil (b).
  2. 2. Thermometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abreißvorrichtung (c) an der Stelle angebracht ist, an der der engere Teil (ä) in den weiteren Teil (b) übergeht.
  3. 3. Thermometer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben der für die wirkliche Temperatur bestimmten Skala (d) noch eine für die Abtrennung des Quecksilberfadens bestimmte Skala (e) vorgesehen ist, welche um so viel gegen die Skala (d) emporgeschoben ist, als dem Inhalt des unteren Teiles der Kapillare vom Nullpunkt der Kapillare (b) bis zum Nullpunkt der Kapillare (cc) entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1130618B (de) * 1959-04-27 1962-05-30 Arno Amarell Maximathermometer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1130618B (de) * 1959-04-27 1962-05-30 Arno Amarell Maximathermometer

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