DE280127C - - Google Patents
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- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B21/00—Indicating the time by acoustic means
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- G—PHYSICS
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- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B21/00—Indicating the time by acoustic means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83«. GRUPPE
Schlaguhr mit phonographischem Zeitruf- und Spielwerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1913 ab.
Bei den bekannten Uhren mit phonographischer Zeitanzeige erfolgt diese unter dem
Einflüsse der Bewegung eines Bandes oder der Drehung einer Walze oder Platte, in deren
Tonfurchen der Membranstift eintritt und entlang geführt wird. Jedoch stehen die Sprechwerke
mit den Zeitwerken des Membrantransportes wegen in ständiger Verbindung, und es geschieht das Entlangführen durch Transporteure,
derart, daß einerseits nach jeder Zeitansage ein plötzliches und dadurch geräuschvolles
Sperren des Sprechwerkes erfolgt, während anderseits nach Ablauf von zwölf Stunden
ein ebensolches Zurückführen der Membran aus der End- in die Anfangslage stattfindet.
Zweck der Erfindung ist die Vermeidung dieser Nachteile durch die Anordnung der Teile
derart, daß die Sprechmaschine nur vorübergehend durch das Zeit- und Schlagwerk der
Uhr beeinflußt wird und die den Zeitausruf bewirkenden Sprechmaschinenteile (Membran)
nach jedem Ausruf geräuschlos in eine bestimmte, stets gleiche Sperr- bzw. Ausgangslage
gelangen. Dabei ist eine Verwendung der
■ Einrichtung als Zeitruf- und Schlaguhr als ausschließliche
Schlaguhr und als ausschließliches Spielwerk möglich.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung
gebracht.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht des Zeitwerkes bei mehreren Stellungen der Kadraktur und
der Ein- und Ausschaltungsteile für das Sprechwerk.
Fig. 2 veranschaulicht die Hinteransicht des in Betracht kommenden Teiles des Sprechwerkes
bei verschiedener Lage der Teile.
Fig. 3 läßt den hierzu gehörigen Grundriß, und .
Fig. 4 eine Grundrißansicht, geschnitten nach der Linie A-B der Fig. 2, erkennen.
Fig. 5 gibt die Betätigungshebel für die in der Höhenrichtung erforderlichen Membranbewegungen
in der Seitenansicht wieder, während .
Fig. 6. eine Seitenansicht der Betätigungshebel für die Seiten- bzw. Schwingbewegungen
der Membrandose zeigt, und in
Fig. 7 und 8 die Gesamtansicht des Uhrkastens bei Verwendung der Uhr als sprechende
und bei Verwendung des Sprechwerkes lediglich als Spielwerk (Phonograph) gezeichnet ist.
Die Kadraktur des Schlagwerkes ist die gebräuchliche. Der um die Achse 1 (Fig. 1)
drehbare Anrichthebel 2 steht unter der Einwirkung der- drehbaren Auslösezunge 3, die
ihrerseits wieder durch die Nasen 4 einer Scheibe 5 beeinflußt wird. Diese ist am Viertelrad
angebracht bzw. sitzt auf der stündlich einmal umlaufenden Minutenzeigerwelle 6 fest.
Der Anrichthebel 2 veranlaßt in bekannter Weise die Auslösung und Sperrung des Schlagwerkes,
das im gezeichneten Falle ein Rechenschlagwerk ist. Hierbei stützt sich der Rechen 7
im abgefallenen Zustande gegen eine der Stufen
der — in der Zeichnung weggelassen — 1
StundenstafEel und wird durch den Schöpfer 8 zurückgeholt. Während der gewöhnlichen Lage
der Teile zur Zeitansage ist in eine der Zahnlücken des Rechens 7 ein dreiarmiger Stellhe'bel
9, 10, 11 mit Hilfe eines Sperfzahnes 12
gestützt. Während des Tages ist der Rechen dadurch gesperrt und kann bei erfolgender Betätigung des Änrichthebels 2 bzw. bei der
Schlagwerkauslösung nicht abfallen, so daß in diesem Falle die Ausführung nur eines Schlages
möglich ist. Auf dem langen Arm 10 des dreiarmigen Hebels ist ein Schieber 13 mit Reibung
beweglich gelagert. Dieser weist zwei entsprechend gelegene Lappen 14, 15 auf, von
denen der eine (14) nach vorn und der andere (15) nach hinten ragt. Der nach vorn gerichtete
Lappen 14 des Schiebers 13 (Fig. 1 und 3) ragt
in den Bahnbereich eines um die Achse 16 drehbaren Hebels 17, 18, der an seinem Arm
18 durch einen Stift 19 des Anrichthebels 2
Untergriffen wird. Der Arm 18 des Hebels 17 verläuft derart, daß dessen Ausschlagwinkel bei
verschieden bemessenen . Ausschlagwinkeln des Anrichthebels 2 genau gleiche sind, und zwar
findet bei diesen Anrichthebelbewegungen ein Drehen des Hebels 17, 18 aus der in vollen
Linien gezeichneten Ruhelage in die gestrichelte Stellung statt. Der Schieber 13 wird hierbei
ebenfalls aus der einen in die andere Lage bewegt und veranlaßt dadurch die Mitnahme
eines Hebelstiftes 20 der Auslösevorrichtung der Sprechmaschine (Sprechwerk, Fig. 1) aus
der voll ausgezogenen in die gestrichelte Lage. Diese Bewegung des Hebelstiftes 20 ist bestimmend
für die Freigabe des Sprechwerkes dahin, daß sich dieses aus einer Vorsperrstellung,
in der es durch eine Bremse gehalten ist, geräuschlos in die eigentliche Sperrlage begeben
kann. Auf gleicher Nabe wie der Hebel 17, 18 sitzt ein Arm 21 mit einem Mitnehmerstift
22 fest. Dieser durchgreift den Arm 23 einer von den Stiften des — nicht sichtbaren —
Hebnägelrades des Schlagwerkes betätigten Welle 24 im Bereiche eines Langschlitzes 25
(Fig. ι und 3). Der Arm 21 führt nach erfolgter Auslösung des Schlagwerkes entsprechend
der Drehung des Hebnägelrades in gleicher Weise wie der durch dieses angerissene Hammer
26 jeweils eine Bewegung aus der in vollen Linien gezeichneten in die strichpunktierte
Stellung aus und fällt hierauf plötzlich in die Anfangslage zurück. Diese Bewegung des
Armes 23 hat jedoch auch eine solche des Hebels 17, 18 des durch diesen beeinflußten
Schiebers 13 und demzufolge eine solche des Hebelstiftes 20 aus der voll ausgezogen gezeichneten
in die strichpunktierte Stellung und wieder zurück zur Folge. Hierdurch wird die endgültige
Auslösung des Tagsprechwerkes bewirkt, und zwar derart, daß dieses erst nach Ausführung
eines Anzeigeschlages (Warnungsschlages) durch den Hammer 26 in Tätigkeit tritt.
Zur selbsttätigen Ausschaltung des Sprechwerkes während der Nachtzeit kämmt mit dem
in zwölf Stunden einmal umlaufenden Stundenrad 27 des Zeigerwerkes ein doppelt so großes
Rad 28, das sich in 24 Stunden einmal umdreht. Auf die Welle oder Nabe dieses Rades
ist eine Stufenscheibe 29 aufgesetzt, auf deren Umfangsfläche der Hebel 9, 10, 11 mit dem
Arm 11 gestützt ist. Während der Tagesstunden stützt sich der Hebel 9, 10, 11 gemäß der
Zeichnung auf die niedere Stufe der zweistufigen Scheibe 29, wobei die Lage dieses
Hebels somit die in vollen Linien gezeichnete ist. Der Schieber 13 ist bei dieser Stellung
des Hebels 9, 10, 11 mit dem Lappen 14 im
Bereich des Hebels 17 gelegen und wird durch diesen betätigt. Rückt dagegen mit dem Ablauf
der Tageszeit die hohe Stufe der Scheibe 29 an Stelle der niederen, so findet eine Drehung
des Hebels 9, 10, 11 mit dem Schieber 13
in die strichpunktierte Lage (Fig. 1) statt. Der Schieber 13 tritt dadurch aber aus dem Bahnbereich
des vom Anrichthebel 2. bewegten Hebels 17, 18 und bleibt demnach in der Weiterfolge
in Ruhe. Bei der Bewegung des Hebels 9, 10, 11 aus der voll ausgezogen gezeichneten
in die strichpunktierte Stellung tritt gleichzeitig der Sperrzahn 12 dieses Hebels aus der
Zahnlücke des Rechens 7 aus, so daß dieser in der Weiterfolge zwecks Ausschiagens der
Stunden abfallen kann.
Zur vollständigen Abschaltung des Sprech-Werkes ist eine an einem Vierkant 30 oder dergleichen
Schlüsseleingriff oder Zeiger bewegliche Kurvenscheibe 31 aus der voll ausgezogenen
in die strichpunktierte Lage drehbar. Gegen diese Kurvenscheibe 31 stützt sich der Arm 9
des Hebels 9, 10, 11, und veranlaßt die betreffende
Scheibendrehung ebenfalls eine Bewegung des Hebels in die strichpunktierte Stellung'. Diese ausgerückte Lage bleibt natür-.
lieh bestehen, bis eine Rückdrehung der Kurvenscheibe aus der strichpunktierten in die
ausgezogen gezeichnete Stellung von Hand, d. h. mittels eines Schlüssels oder Zeigers geschieht.
Das Zeit- und Schlagwerk der Uhr ist in dem Platinengestell 32 (Fig. 1, 3, 6 und 7)
untergebracht.
Das Sprechwerk ist in einem besonderen Gestell 33 untergebracht, und es werden die den
Zeitausruf veranlassenden Sprechmaschinenteile von einer gemeinsamen Welle 34 (Fig. 2, 3, 4
und 5) aus gesteuert. Zu dem Ende sind auf dieser zwei Kerbscheiben 35, 36, eine Kurvenscheibe
37 und eine Kranzscheibe 38 mit zwei Kronkränzen 39, 40 (Fig. 2, 4 und 5) angeordnet.
Die Kämme dieser Kronradkränze verlaufen kurvenartig. An der Umfangsfläche der Kerbscheibe 35 ist mittels eines Stiftes 41
(Fig. 3) ein Bremshebel 42 gestützt. Er wird unter Federwirkung ständig in Berürhung mit
der Umfangsfläche der Kerbscheibe 35 gehalten und weist eine Bremsbacke 43 auf, mit der
er sich gegen die Außenfläche eines auf der Schwungreglerwelle 44 gelagerten Bremsrades
45 anlegen kann. Die Scheiben 35 und 36 sind mit Kerben 46 und 47 versehen. Das freie
Ende des Bremshebels 42 ist gabelartig gestaltet, und es greift in den Gabelschlitz ein
Auslösehebel 48, 49 mit einem Mitnehmerstift
50 seines kurzen Armes 49 (Fig. 3) ein. Der Auslösehebel 48, 49 dreht sich um die Achse
51 und wird unter Federwirkung in der gestrichelt angegebenen Lage im Anschlag mit
einem Stift 52 gehalten. Am langen Arm 48 trägt der Auslösehebel 48, 49 den bereits erwähnten
Hebelstift 20 (Fig. 2, 3 und 1), und außerdem weist dieser Arm einen Ansatz 53
auf. In dessen Bahnbereich ragt der Abstellhebel 54 des Sprechwerkes mittels eines Stiftes
55. An dem langen Ende ist der um die Achse 56 drehbare gabelförmige Abstellhebel 54 nach
oben gebogen und mit einer gleichlaufenden Prellfeder 57 (Fig. 2 und 3) versehen. Das Abstellhebelende
mit der Prellfeder 57 kann durch Drehen des Abstellhebels 54 in oder außer dem Bereich der Bahn des Sperr- bzw. Abstellhebels
und des Warnungsstiftes 58 und 59 am Bremsrad 45 der Reglerwelle 44 gebracht werden.
Der Abstellhebel 54 steht unter Federwirkung und trägt einen Stift 60, mit dem er sich gegen
die Umfangsfläche der Kerbscheibe 36 stützt.
Die Kurvenscheibe 37 (Fig. 4) bezweckt die seitliche bzw. wagerechte Verstellung der Schalldose
61 mit dem Schallstift 62, der mit dieser an einem Schallarm 63 (Fig. 2 und 3) gehalten
ist. Letzterer ist in einem Gabelstück 64 um eine wagerechte Achse 65 drehbar und ragt
mittels einer Brücke 66 mit Langschlitz 67 (Fig. 3), in den Bereich eines . Kegelstiftes 68.
Dieser ist am oberen Ende kegelförmig abgeschrägt und endigt in einen zylindrischen Zapfen
Er ist auf einer um die Achse von Schrauben 69 drehbaren Armplatte 70 gehalten, die demzufolge
zwischen Böckchen 71 (Fig. 2 und 3) drehbar gelagert ist, welche durch eine Platte 72
mit Nabe mit einer senkrecht angeordneten Welle 73 in fester Verbindung stehen. Das
den Schallarm 63 tragende Gabelstück 64 ist auf das obere Ende der Welle 73 lose drehbar,
jedoch gegen Achsialverschiebung gesichert, aufgesetzt. Der Schallarm 63 (Fig. 2) weist
einen abwärts gerichteten Arm 74 mit Schrägfläche 75 und die Armplatte 70 einen Arm 76
mit Schrägfläche 77 auf. Beide Arme 74 und 76 stützen sich mit den Schrägflächen gegen
die Randflanke der Bunde 78 und 79 von Büchsen 80 und 81, die auf der Welle 73 verschieb-
und drehbar gelagert und durch Gabelhebel 82 und 83 unter- oder durchgriffen sind.
Diese Gabelhebel sind unabhängig voneinander um eine gemeinsame Achse 84 (Fig. 5 und 4)
drehbar und stützen sich mittels Gleitrollen 85 und 86 auf die Kämme der Kronscheibenkränze
40 und 39. Bei der Drehung der Kronscheibe 38-führen
die Gabelhebel 82, 83 somit Höhenbewegungen um ihre Drehachse 84 (Fig. 5) aus und
veranlassen dementsprechende Höhenbewegun- · gen der Bundbüchen 80, 81. Diese Büchsenverschiebungen
haben, wiederum Schwingbewegungen der Arme 74, 76 zur Folge, die ihrerseits
die Höhenbewegungen des Schallstiftes 62 durch Drehen des Schallarmes 63 um seine
wagerechte Lagerachse 65 veranlassen. .
An der Kurvenscheibe 37 ist mittels einer Gleitrolle 87' (Fig. 2 und 4) ein um eine Achse
88 drehbarer mehrarmiger Hebel 89, 90 gestützt, dessen Arm 89 am Ende eine Schrägfläche
91 (Fig. 4) aufweist, mit der er in den Bereich der Bahn eines Stiftes 92 ragt, der an
einem Ausrücker (Schieber) 93 gehalten ist. Dieser kann zur Aus- und Einrückung der Teile
zur Veranlassung der Zeitansage in Richtung des Pfeiles 94 (Fig. 4) verschoben bzw. aus der
in vollen Linien gezeichneten in die strich- '; punktierte Lage und umgekehrt bewegt werden.
Der Hebel 89, 90 steht unter der Wirkung einer Feder 95 (Fig. 4 und 6), die das Bestreben hat, Anschlagarme 102, 103 zur Begrenzung
der Stellung der Membrandose bzw. des Schällstiftes 62 an die Staffeln 106, 107 anzudrücken,
vorausgesetzt, daß dies nicht durch die Kurvenscheibe 37 verhindert wird. Der Hebelarm 90 bildet mit einem auf seiner Welle
88 drehbar aufgesetzten Arm 96 (Fig. 4 und 6) einen Gabelhebel, der mit seinem Gabelschlitz
97 einen abwärts gerichteten Mitnehmerstift 98 der Platte 72 übergreift. Hierbei steht der Arm
96 unter der Wirkung einer Feder 99 (Fig. 6), die bestrebt ist, die durch die beiden Arme 96
und 90 gebildete Gabel in der voll ausgezogen gezeichneten Schließlage zu halten. In dieser
steht die Nase 100 des Hebelarmes 90 (Fig. 4) im Anschlag mit einem Ohr 101 (Fig. 4 und 6)
; des Armes 96. Durch die Drehung der Kurvenscheibe 37 führt der Hebel 89, 90 mit dem
die Gabel mitbildenden Arm 96 wagerechte Schwingbe,wegungen aus, die die Platte 72 mit
den Böckchen 71 und der den Kegelstift 68 tragenden Armplatte 70 mitmacht und da-'
bei ein Mitbewegen des Schallarmes 63 mit der den Schallstift 62 tragenden Schalldose 61 veranlaßt.
Die Begrenzung dieser Bewegungen geschieht durch Anschlagarme 102 und 103, die mittels
Naben auf der stehenden Welle 73 einstellbar befestigt sind. Diese Anschlagarme weisen Anschlagstifte
104 und 105 auf, mit denen sie in den Bereich von Staffeln 106 und 107 (Fig. 2
und 4) ragen. Die Staffel 106 ist eine Stundenstaffel mit zwölf Stufen und die 107 eine Viertel-
staffel mit vier Stufen. Auf der Nabenbüchse der Stundenstaffel 106 sitzt ein Sternrad 108
mit einer der Anzahl' der Staffelstufen entsprechenden
Anzahl Sternzähnen. Die Sternzahnzahl entspricht somit der Staffelstufenanzahl zwölf. Eine in den Sternradzahnkranz eingreifende
Schalt- und zugleich Sperrklinke 109 (Fig. 2) sichert die jeweilige Rad- und damit
die Stundenstaffelstellung. Der Antrieb der Viertelstaffel 107 geschieht an einem auf der
Staffelnabe festen Rad 110, das wiederum seinen Antrieb vom Zeigerwerk der Uhr erhält
und stündlich einmal umläuft. Aus der unteren Stirnfläche des Rades 110 ragt der
Stift in zur Weiterschaltung des Sternrades 108 hervor. Da das Rad no stündlich eine
Umdrehung ausführt, so erfolgt während dieses Zeitraumes eine Weiterschaltung des Sternrades
108 und der Stundenstaffel 106 um je eine Zahn- bzw. Stufenteilung. Der Anschlagarm
102 weist einen mit Schrägflanke versehenen Nebenarm 112 (Fig. 4) auf, an dem
das Anschlaghebelwerk 102, 103, 104, 105 durch
einen Stift 113 eines Armes 114 des Ausrückers
(Schiebers) 93 in ■ der gestrichelt angegebenen ausgerückten Lage gesperrt werden kann. Die
Handhabung des Schiebers 93 erfolgt an einem aus der Wandung des Uhrgehäusekastens hervorragenden
Griffknopf. Bei der Bewegung des Schiebers 93 aus der voll ausgezogen gezeichneten
in die strichpunktierte Lage tritt dieser unter Stützlappen 115 und 116 der
Gabelhebel 82 und 83 (Fig. 5 und 4) und hält diese ebenfalls in der ausgerückten (angehobenen)
Lage. In dieser findet keine Berührung zwischen den Gleitrollen 85 und 86 und den
Kronkränzen 39 und 40 der Kronscheibe 38 statt.
Die Sprechplatte 117. (Fig. 2 und 7) ist auf
der Schwungtellerscheibe 118- der Welle 119 des Sprechwerkes gelagert und kann leicht
ausgewechselt werden. Der Antrieb der Welle 119 geschieht an einem Trieb 120 vom Zugfedermotor
des Sprechwerkes aus. Die Welle 119 .veranlaßt durch ein aufgesetztes Rad 121
den Antrieb der Schwungreglerwelle 44 an deren Trieb 122. Die Werkgestelle 32 und 33
mit dem' Zeit-, Schlag- und Sprechwerk sind in ein Gehäuse 123 (Fig. 7 und 8) eingebaut,
wobei der Schwungteller 118 mit der Sprechplatte 117 und der Schallarm 63 mit der
Schalldose 61 und dem an einem Armstutzen
124 (Fig. 2 und 3) aufgesetzten Schalltrichter
125 (Fig. 7) oben freiliegen, d. h. ohne Öffnen des eigentlichen Uhrgehäusekastens 123 zugänglich
sind. Zur Sicherung dieser Teile gegen Beschädigung ist der Uhrkasten in deren Bereich
mit einer vermittels Scharnieren 126 auf- bzw. umklappbafen Schutzhaube 127 (strichpunktiert)
versehen.
In dem Uhrgehäuse 123 ist ein zweiter Schalltrichter 128 (Fig. 8) vorgesehen, der durch
die Verbindung mit einem leicht anschließbaren, gelenkigen Schallrohrwinkelstück 129
eine Verwendung des Sprechwerkes ausschließlieh als Phonograph bzw. Spielwerk gestattet.
Hierbei können Spielplatten 130 in allen gebräuchlichen Abmessungen verwendet werden.
Bei dieser Ausführung und Anordnung der Teile ist der Gongstock 131 des Schlagwerkes
in liegender Stellung im Gehäusesockel angeordnet. Die Sprechplatte 117 (Fig. 2 und 7)
weist an der oberen Stirnfläche zwölf nebeneinander angeordnete und spiralförmig verlaufende Tonfurchen 132 (Fig. 3, gestrichelt)
zum Ansagen der vollen Stunden, drei Tonfurchen 133 zum Ansagen der Viertelstunden
und eine glatte Furche 134 auf. In dieser ruht der Sprechstift 62 vorübergehend auf,
wenn mit dem Ablauf der vollen Stunden nach dem Stundenruf keine Viertelstunden gerufen
werden. Während des Ruhezustandes des Sprechwerkes liegt die senkrechte Mittelebene
des .Schallarmes 63 in der gestrichelt angegebenen Lage 135 (Fig. 3). In dieser ist der
Schallstift 62 von der Sprechplatte 117 abgehoben und steht demnach über der freien
Schallplattenfläche zwischen den Tonfurchengruppen 132 und 133.
Die Wirkungsweise der zeitausrufenden Uhr ist folgende:
Bei der gezeichneten Lage der Teile hat bereits die Auslösung des Schlagwerkes zum
Stundenschlag stattgefunden, und zwar ist der Zeitpunkt mittags »12 Uhr« ins Auge gefaßt.
Die die Auslösung zum Stundenschlag veranlassende Nase 4 der Scheibe 5 (Fig. 1) hat hierbei
die Auslösezunge 3 und mit dieser den Anrichthebel 2 aus der Ruhelage in die gestrichelt
gezeichnete Ausschlagstellung bewegt und wieder freigegeben. Während des langsam
erfolgenden .Anhebens des Anrichthebels 2 aus der ausgezogen gezeichneten in die gestrichelte
Lage, wobei die Hebel 18, 17 und 21
nebst dem Schieber 13 und durch diesen der Hebelstift 20 (Fig. 1) aus der in vollen Linien
gezeichneten in die gestrichelte Lage gelangten, wurde der diesen Stift 20 tragende Hebel
48, 49 (Fig. 3) aus der gestrichelten in die voll ausgezogen gezeichnete Stellung bewegt. Dies n0
hatte aber durch den Eingriff des Hebelarmes 49 mittels seines Stiftes 50 am gegabelten Ende
des Bremshebels 42 dessen Bewegung aus der strichpunktierten in die voll ausgezogen gezeichnete
Lage zur Folge. Hierbei wurde die Bremswirkung der Bremsbacke 43 auf das Bremsrad 45 der Schwungreglerwelle 44 entsprechend
dem Gang der Uhr allmählich aufgehoben, so daß sich das Sprechwerk, das durch den Schuh 43 in der eigentlichen Ruhestellung
gesperrt war, geräuschlos in diese begeben konnte. Da sich der Hebelg, 10, 11 in
der in vollen Linien gezeichneten Lage mit dem Sperrzahn 12 (Fig. 1) in einer der Zahnlücken
des Rechens 7 stützt, so konnte dieser bei der Auslösung des Schlagwerkes nicht abfallen,
und dieses konnte infolgedessen nur einen Schlag mit dem Hammer 26 auf den Tongeber
ausführen als Warnungsschlag für die darauf . folgende Ansage der Zeit. Während der Tätigkeit
des Schlagwerkes wird aber gleichzeitig der Arm 23 (Fig. 1 und 3) durch das Hebnägelrad
dieses Werkes angerissen, wobei er aus der in vollen Linien gezeichneten in die strichpunktierte
Lage ausschwingt und zurückfällt und dabei den eingreifenden Hebel 21 mit dem
Hebel 17, 18 ebenfalls aus der einen in die andere Stellung und zurückdreht. Der lange
Arm 17 des Hebels 17, 18 bewegt hierbei den
Schieber 13 und dieser mit seinem Lappen 15 den Hebelstift 20 aus der voll ausgezogenen in
die strichpunktierte Lage. Infolge dieser Bewegung schwingt der Doppelhebel48,49 (Fig. 3)
aus der gestrichelten in die strichpunktierte Stellung und bewirkt die Auslösung des Sprechwerkes.
Dies geschieht dadurch, daß der Doppelhebel 48, 49 mit seinem Arm 53 an den Stift 55 des Sperr- und zugleich Abstellhebels
54 stößt und diesen aus der gestrichelten in die in vollen Linien gezeichnete Stellung
schwenkt. Das Ende des Sperr- und Abstellhebeis 54 mit der Prellfeder 57, an der das
Sprechwerk durch Anschlagen des Radstiftes 58 (Fig. 3) in der Sperrlage gehalten wird, tritt
hierbei aus dem Bereich dieses Stiftes, worauf sich das Werk durch kurzes Anlaufen in die
Warnungsstelluijg begibt, die der Warnungsstift 59 veranlaßt und hierauf zur Bewirkung
der Zeitansage gänzlich frei wird. Während des nunmehr erfolgenden einmaligen Umlaufes
der für die Mechanismen des Sprechwerkes gemeinsamen Steuerwelle 34 ist der Bremshebel
42 mit dem Stift 41 am Umfange der Kerbscheibe 35 und der Abstellhebel 54, der zugleich
Anlaufhebel ist, mit dem Stift 60 am Umfange der. Kerbscheibe 36 dieser Welle gestützt,
und werden diese Hebel in den in vollen Linien gezeichneten Lagen (Fig. 3) gehalten.
Bei diesem einmaligen Umlauf der Steuerwelle 34 muß der Ausruf der Zeit, im vorliegenden
Falle also der Ruf »zwölf Uhr«, bewirkt werden. Im Augenblick der Auslösung des Sprechwerkes tritt dieses in Tätigkeit, wobei
der die Sprechplatte 117. tragende Schwungteller 118 bis zur Erzielung der zum wirksamen
Einsetzen der Sprechvorrichtung erforderlichen Geschwindigkeit anläuft. Während dieses Zeitabschnittes des Anlaufes des Werkes
bzw. der Sprechplatte erfolgt unter dem Einflüsse der Drehung der Kurvenscheibe 37
(Fig. 4) eine Bewegung des mehrarmigen, sich mittels der Gleitrolle 87 gegen diese Scheibe
stützenden Hebels 89, 90 mit dem Arm 96 in die in vollen Linien gezeichnete Lage. Da der
mit dem Arm 96 einen Gabelhebel bildende Hebelarm 90 durch Übergreifen des Stiftes 98
der mit der Welle 73 in fester Verbindung stehenden Platte 72 diese mitnimmt, so erfolgt
eine Mitdrehung der Welle 73. Für die Größe der Drehung der Welle 73 ist die Stundenstaffel
106 bestimmend, an deren niedrigster Stufe der Anschlagarm 102 mit dem Stift
104 antrifft. Diese Drehung der Welle 73 macht aber auch der die Schalldose 61 tragende
Schallarm 63 mit,. der sich mit seiner Brücke
66 im Bereich des Langschlitzes 67 bzw. der Schlitzflanke an dem Kegelstift 68 der Armplatte
70 (Fig. 3 und 2) stützt. Er dreht sich hierbei aus der Ruhelage 135 (Fig. 3, gestrichelte
Mittellinie) in die in vollen Linien gezeichnete Stellung, in der der Sprechstift 62
senkrecht über die für den Zeitausruf in Frage kommende Stundenfurche der Furchengruppe
132 zu stehen kommt. Dadurch, daß sich der Schallarm 63 mit der Flanke des Langschlitzes
67 der Brücke 66 auf die Kegelfläche des Kegelstiftes 68 stützt, ist seine Stellung entsprechend
der dieses Stiftes eine genau bestimmte, und zwar die über der betreffenden Tonfurche, der
Furchengruppe 132. Alsdann findet unter der Einwirkung des von der Kronscheibe 38 bzw.
des Kronkranzes 39 beeinflußten Gabelhebels 83 eine Niederbewegung des Bundes 79 der
auf der Welle 73 verschiebbaren Büchse 81 in die gestrichelte Lage (Fig. 2) statt, was zur
Folge hat, daß der sich mit der Schrägfläche 77 an diesem Bund stützende Arm 76 mit der
den Kegelstift 68 tragenden Platte 70 aus der strichpunktierten in die gestrichelte Lage niederschwingt.
Dabei wird der Schallstift 62 in die fragliche Tonfurche der Sprechplatte niedergesenkt,
während der Kegelstift 68 außer Berührung mit der Flanke des Brückenlangschlitzes
67 tritt und den Schallarm 63 mit dem Schallstift der Führung in der Tonfurche
der Sprechplatte 117 überläßt. Nachdem das Wort »zwölf Uhr« ausgerufen ist, findet unter
der Einwirkung der Kronscheibe 38 auf den Gabelhebel 82 eine Verschiebung der Bundbüchse
80 aus der strichpunktierten Lage des Bundes 78 in die in vollen Linien wiedergegebene
statt. Dabei trifft der Bund 78 an der Schrägfläche 75 des an dem Schallarm 63 festen Armes 74 (Fig. 2) an und veranlaßt dessen
Drehung mit dem Schallarm 63 und der Brücke 66 in die in vollen Linien gezeichnete Lage.
Der Schallstift 62 wird hierdurch von der Sprechplatte 117 abgehoben, die indessen ihre
Drehung weiter fortsetzt. Nunmehr erfolgt eine zweite Betätigung des Gabelhebels 83 durch
die Kronscheibe 38. Die Bundbüchse 81 wird angehoben, wobei sich deren Bund 79 aus der
gestrichelten in die strichpunktierte Stellung (Fig. 2) bewegt. Der sich mit seiner Schräg-
fläche 77 an diesen Bund stützende Hebel 76 wird mit Platte 70 und Kegelstift 68 aus der
gestrichelten ebenfalls in die strichpunktierte Lage bewegt. Der Kegelstift tritt dabei in den
Langschlitz 67 der Schallarmbrücke 66 ein und stützt diesen an der Kegelfläche. Hierauf
oder vielmehr schon während dieser Bewegung veranlaßt die Kurvenscheibe 37 eine Bewegung
des Gabelhebels 89, 90, 96 aus der in vollen Linien gezeichneten in die strichpunktierte
Lage. Der Gabelhebel schwenkt an dem Stift 98 die wagerecht drehbare Platte 72 (Fig. 4)
gleichfalls aus der einen in die andere Stellung, die durch Antreffen des Anschlagstiftes 105
des Armes 103 an der niedrigsten Stufe der Viertelstaffel 107 begrenzt wird. Durch diese
Bewegung hat aber auch eine solche des Schallarmes 63 aus der in vollen Linien gezeichneten
äußeren in die innere 136 (strichpunktierte Mittellinie, Fig. 3) stattgefunden, wodurch der
Schallstift 62 senkrecht über die glatte und zentrisch zur Achse der Welle 119 verlaufende
Furche 134 der Sprechplatte 117 zu stehen
kommt. Darauf geschieht, durch die Kronscheibe 38 veranlaßt, ein Niederlassen bzw.
Drehen des Schallarmes 63 um die wagerechte Lagerachse 85, wobei sich der Schallstift 62 in
die Furche 134 einlegt und in dieser stützt. Ein eigentlicher Zweck wird durch diese
Stützung des Schallstiftes 62 in der glatten Furche 134 der Sprechplatte 117 bei dem im
vorliegenden Falle in Betracht kommenden Ausruf der vollen Stunde »zwölf Uhr« nicht
verfolgt. Vielmehr geschieht, dieses Gleiten des Schallstiftes 62 in der glatten Plattenfurche
134 geräuschlos, und es ist das beschriebene zweite Drehen und Niederbewegen des Schallarmes 63 bzw. des Schallstiftes 62 lediglich
beim Ausrufen der Viertelstunden von Belang.
Nachdem der Schallstift 62 so lange in der glatten Plattenfurche 134 aufruhte, als zum
Ausruf einer der drei Viertelstunden »fünfzehn«, »dreißig« oder »fünfundvierzig« erforderlich
ist, wird unter dem Einflüsse der Kronscheibe 38 mit ihren Kronkränzen 39, 40 die
Anhebung des Schallarmes 63 um dessen wagerechte Lagerachse 65 und damit eine Aushebung
des Schallstiftes 62 aus der Sprechplattenfurche 134 bewirkt. Dies geschieht in
gleicher Weise wie zuvor die Aushebung dieses . Schallstiftes aus der betreffenden Plattenfurche
132 für den Stundenausruf. Hiernach erfolgt die Anhebung des Schallstiftes 62 aus der geglätteten
Furche 134 (Fig. 3) zuerst unter der Einwirkung des Büchsenbundes 78 auf den
mit dem Schallarm 63 fest verbundenen Arm 74 mit der Schrägfläche 75. Alsdann wird der
Schallarm 63 an seiner Brücke 66 durch den inzwischen aus der gestrichelten in die strichpunktierte
Lage bewegten Kegelstift 68 abgefangen und kehrt unter dem mittelbaren Einfluß der Kurvenscheibe 37 in die Lage 135
(Fig. 3, gestrichelt) zurück, von der die Bewegung des Schallarmes 63 mit dem Schallstift
62 zur Bewirkung jedes vorkommenden Zeitausrufes ausgeht.
AA^ährend dieses Zurückführens des Schallarmes 63 aus der als strichpunktierte Mittellinie
136 angegebenen innersten in die gestrichelte Ruhelage 135 ist die Drehung der Steuerwelle
34 so weit vorgeschritten, daß der Bremshebel 42 mit seinem Stützstift 41 in die Kerbe
46 der Kerbscheibe 35 einfällt. Da dieser Hebel 42 unter Federwirkung steht, so wird er
infolgedessen aus der voll ausgezogen gezeichneten Stellung (Fig. 3) in die strichpunktierte
Lage gelangen, d. h. er wird sich mit der Bremsbacke 43 gegen das Bremsrad 45 des Schwungreglers
anlegen und ein geräuschloses Bremsen des Sprechwerkes zwecks vorläufiger Sperrung
desselben herbeiführen. Das Sprechwerk wird hierdurch also vorzeitig gebremst, d. h.. es
kommt vor der eigentlichen Sperrstellung bereits zur Ruhe. Der Auslöse- und zugleich
Sperrhebel 54 (Fig. 3) stützt sich hierbei noch an der Umfangsfläche der Kerbscheibe 36, da
deren Drehung noch nicht so weit vorgeschritten ist, daß der Einfall des Hebelstützstiftes 60
in die Scheibenkerbe 47 erfolgen kann. Die eigentliche Sperrung des Sprechwerkes geschieht
unter dem Einflüsse der Bewegung des Zeitwerkes in der Weise, daß ein geräuschloses
Abfangen jenes Werkes durch den Sperrarm 54 am Stift 58 des Bremsrades 45 eintritt.
Der Vorgang ist hierbei der, daß bei der zur nächstfolgenden Schlagwerkauslösung bewirkten
Warnungsstellung bzw. bei der Bewegung des Anrichthebels 2 (Fig. 1) aus der in vollen
Linien gezeichneten in die gestrichelte Lage eine Bewegung des an dessen Stift 19 gestützten
Hebels 18, 17 stattfindet, der wiederum den Schieber 13 und dieser den Hebelstift 20
aus der voll ausgezogen gezeichneten in die gestrichelte Stellung bewegt. Der den Stift 20
aufweisende Doppelhebel 48, 49 wandert dadurch aber allmählich aus der gestrichelten in
die in vollen Linien sichtbare Lage (Fig. 3) und veranlaßt dadurch ein Abschwingen des
Bremshebels 42 aus der strichpunktiert gezeichneten Bremsstellung in die in vollen
Linien wiedergegebene Auslöselage. Bei dieser, entsprechend den Schwingbewegungen des Pendels
oder der Unruhe der Uhr langsam erfolgenden Bewegung des Bremshebels 42 wird anfangs
der Druck, mit dem die Bremsbacke 43 an der Umfangsfläche des Bremsrades 45 angepreßt
ist, vermindert, wobei sich dieses Rad und damit das Sprechwerk mit verminderter
Geschwindigkeit bis zur Ankunft in der endgültigen Sperrlage, die am Sperrstift 58 erfolgt,
vorwärts drehen kann. Auf diese Weise findet die Sperrung des Sprechwerkes geräuschlos statt.
Nach der hierauf erfolgenden endgültigen Auslösung des Schlagwerkes führt dieses, da der
durch den Armzahn 12 gesperrte Rechen 7 nicht abfallen konnte, nur einen Warnungsschlag
aus, wobei gleichzeitig die Auslösung des Sprechwerkes bewirkt wird, das den Ablauf
des nunmehrigen Zeitabschnittes, im vorliegenden Falle somit den Ruf »zwölf Uhr
dreißig«, ausruft.
Die Bewegung des den Schallstift 62 tragenden Schallarmes 63 ist dabei die aus der Ruhelage
135 (Fig. 3) in die in vollen Linien gezeichnete Stellung senkrecht über der äußersten
für den Zwölfuhrausruf bestimmte Stundenfurche der Furchengruppe 132. Hierauf erfolgt
das Niedersetzen des Schallstiftes 62 in diese Furche, wobei der Schallarm 63 zur gesicherten
Niederführung am Kegelstift 68 gestützt ist, der indessen durch weiteres Niedergehen
die Führung des Schallstiftes 62 in dem Augenblick, in dem er in der spiralförmig
verlaufenden Tonfurche auftrifft, dieser überläßt. Der Stift 62 ist somit zum Ausruf ledig-,
lieh auf die Führung in der Tonfurche 132 angewiesen.
Nach beendetem Stundenausruf erfolgt das Ausheben des Schallstiftes 62 aus der Tonfurche durch Anheben bzw. Drehen des
Schallarmes 63 um die wagerechte Lagerachse 65 (Fig. 2) infolge Angreifens des Büchsenbundes
78 an der Schrägfläche 75 des mit dem Schallarm fest verbundenen Armes 74. Dieser
Arm ermöglicht durch die Art und Weise seiner Beeinflussung durch den zentrisch zur
senkrechten Drehachse 73 des Schallarmes 63 gelegenen Büchsenbund 78 eine Aushebung des
Schallstiftes 62 bei jeder beliebigen Stützlage desselben auf der Sprechplatte 117. Ist der
Schallarm 63 angehoben, so geschieht dessen Schwenkung in wagerechtem Sinne in die durch
die Viertelstaffel 107 bestimmte Lage über einer der Viertelrufschallfurchen 133 (Fig. 3). Das
Niedersetzen und nachherige Ausheben aus dieser Schallfurche geschieht in gleicher Weise,
wie zuvor das Niedersetzen und Ausheben des Schallstiftes 62 beim Stundenausruf erfolgte.
Zum Schluß wird die Bewegung des Schallarmes in die Ruhelage 135 bewirkt, und das Sprechwerk
wird durch vorzeitiges Bremsen am Bremsrad 45 des Schwungkraftreglers vorläufig abgefangen, bis der beschriebene geräuschlose
Auslauf dieses Werkes in die endgültige Sperrstellung geschieht. Infolge dieser Wirkungsweise
bildet die zur Veranlassung jedes Zeitausrufes erforderliche Werktätigkeit einen . in
sich geschlossenen Vorgang des Sprechwerkes.
Durch diese nach jedem Zeitausruf erfolgende Bewegung der Teile des Sprechwerkes in die
. Sperrlage ist dessen Unabhängigkeit vom Zeit- und Schlagwerk gesichert, bzw. wird diese erreicht.
Im gezeichneten Falle werden bei zwei Nasen 4 der Scheibe 5 der. stündlich einmal
umlaufenden Minutenzeigerwelle 6 (Fig. 1) nur die vollen Stunden und die Halbstunden, also
beispielsweise »zwölf Uhr«, »zwölf Uhr dreißig«,. »ein Uhr«, »ein Uhr dreißig« usf. selbsttätig,
d. h. durch das Zeit- und Schlagwerk veranlaßt, ausgerufen. Der Ausruf der Viertelstunden
»fünfzehn« und »fünf und vierzig« geschieht nur bei Betätigung eines aus dem Uhrgehäuse
vorstehenden Knopfes oder Hebels, der eine Bewegung des Doppelhebels 48,49 (Fig. 3)
aus der gestrichelten in die strichpunktierte Lage veranlaßt. Durch Betätigung des betreffenden
Knopfes oder Hebels ist ein jederzeitiges Wiederholen des Zeitausrufes sowohl
der Stunden als auch der Viertelstunden möglich; durch Ausführen der Scheibe 5 der Minutenzeigerwelle
6 mit vier Nasen oder Stiften .4. und Ausbilden des Schlagwerkes als Viertelschlagwerk wird auch ein selbsttätiges
Ausrufen der Viertelstunden erreicht.
Bei Uhren ohne Viertelruf, also bei solchen, die nur die Stunden und Halbstunden ansagen,
kommt die Viertelstaffel 107 in Wegfall, wogegen die Stundenstaffel mit vierundzwanzig '
Stufen herzustellen ist. Alsdann wird die Anordnung der Tonfurchen zweckmäßig eine derartige,
daß vierundzwanzig Furchen mit spiralförmigem Verlauf nebeneinander zu liegen kommen. Dabei sind die Tonfurchen für den
jeweiligen Halbstundenruf »ein Uhr dreißig«, »zwei Uhr dreißig« usw. zwischen den für den
Stundenausruf bestimmten gelegen. Auch in diesem Falle nimmt der Schallarm 63 mit dem
Schallstift 62 eine bestimmte Ruhe- bzw. Ausgangslage ein, in die er nach jedem beendigten
Zeitausruf zurückkehrt.
Zur Verwendung des Sprechwerkes ausschließlich als phonographisches Spielwerk ist
jenes durch Bewegen des Schiebers 93 (Fig. 4 und 2) aus der voll ausgezogen gezeichneten
in die strichpunktierte Lage vom Zeit- und Schlagwerk gänzlich abschaltbar bzw. durch
deren Bewegungen nicht mehr beeinflußbar. Der Schieber 93 ist hierbei an einem Griffknopf
oder Hebel von außen beweglich, und es setzt die Bewegung des Spielwerkes in dem
Augenblick ein, in dem die erwähnte Schieberverstellung stattgefunden hat. Der Schallarm
63 mit dem Schalltrichter 125 (Fig. 7) ist nach Umklappen der Schutzhaube 127 des Gehäusekastens
von der Welle 73 abzunehmen bzw. abzuheben und die im Durchmesser kleine
Sprechplatte 117 (Fig. 7 und 2) gegen eine
Spielplatte 130 in beliebiger Abmessung (Fig. 8) auszuwechseln. Das als Zubehörteil vorhandene
Schallrohrwinkelstück 129 ist mit der unteren Ausmündung in den Schalltrichter 128 am
Gehäusekasten 123 anzubringen, was durch einfaches Einstecken in die Schalltrichtermündung
geschieht, und die Membrandose 61 mit
dem Schallstift 62 ist vom Schallanii 63 (Fig. 2) abzunehmen und am Ende des gelenkigen
(wagerechten) Armes des Schallrohrwinkelstückes 129 aufzustecken. Hiernach kann die
Vorrichtung wie die gebräuchlichen Phonographen zu Spiel- und sonstigen Sprechzwecken
verwendet werden. Der Verwendungsberc ich der Uhr ist somit ein vielfacher.
Claims (7)
1. Schlaguhr mit phonographischem Zeitausruf,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Sprechdose (61) des Sprech-Werkes
zu jedem Zeitausruf von einer bestimmten Sperrlage aus ausschließlich durch dieses Werk erfolgt und der die Auslösung
des Sprechwerkes vermittelnde Zwischenteil (Schieber 13) vom Gehwerk, Schlagwerk
und von Hand beeinflußbar ist und zugleich den jeweiligen geräuschlosen Auslauf
des Sprechwerkes in die Sperrlage vermittelt.
2. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wagerechten Verstellungen
des Schallarmes (63) mit dem Schallstift (62) durch einen von der Kurvenscheibe (37) gesteuerten geteilten Gabelhebel
(90, 96) geschehen, der verschiedene durch ein oder mehrere Anschlagstaffeln (106, 107)
begrenzte Ausschläge des Schallarmes (63) zuläßt.
3. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederbewegung
des Schallstiftes (62) in die jeweilige Sprechplattenfurche unter Vermittlung eines von
der Kronscheibe (38) der Welle (34) gesteuerten und den Schallarm (63) stützenden
Kegelstiftes (68) geschieht, der beim Auftreffen des Schallstiftes (62) diesen der
freien Führung in der Tonfurche überläßt, während das Ausheben des Schallstiftes (62)
durch eine von gleicher Scheibe (38) gesteuerte, zentrisch zur Scliallarmdrehachse
(73) angeordnete und an einem Arm (74, 75) des Schallarmes (63) angreifende Bundbüchse
(78, 80) bei beliebiger Schallstiftlage in senkrechter Ebene erfolgt.
4. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sprechwerk vor
Ankunft in der Sperrstellung an einem den Anlauf- und Sperrstift (58 und 59) tragenden
Bremsrad (45) durch einen Bremshebel (42, 43) abgefangen wird, der zum geräuschlosen
Auslauf des Sprechwerkes in die Sperrstellung unter der Einwirkung eines von der
Kadraktur durch den Zwischenteil (Schieber 13) beeinflußten Doppelhebels (48, 49) allmählich
abgehoben wird.
5. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenteil (Schieber
13) an einem Hebel (9, 10, 11) unter
dem Einfluß eines oder mehrerer vom Anrichthebel (2) der Kadraktur und vom Schlagwerk der Uhr beeinflußbarer Hebel
(17, 18, 21, 22) verrückbar ist.
6. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Zwischenteil
(Schieber 13) bei eingerücktem Sprechwerk mit einem Sperrzahn (12) am Schlagwerkrechen
(7) stützt und diesen bei selbsttätig oder von Hand ausgerücktem Sprechwerk zum Ausschlagen der vollen Stunden durch
das Schlagwerk freigibt.
7. Schlaguhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Ausschalten der
Hebel des Sprechwerkes mittels eines Schiebers (93) dieses vollständig frei wird und
dadurch unabhängig von der Uhr zugleich als Spielwerk (Phonograph) verwendbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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