DE277342C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE277342C DE277342C DENDAT277342D DE277342DA DE277342C DE 277342 C DE277342 C DE 277342C DE NDAT277342 D DENDAT277342 D DE NDAT277342D DE 277342D A DE277342D A DE 277342DA DE 277342 C DE277342 C DE 277342C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chamber
- glass
- niche
- receiving
- scoop
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 27
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 8
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 7
- 206010022000 influenza Diseases 0.000 claims description 2
- 239000006060 molten glass Substances 0.000 claims description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000019353 potassium silicate Nutrition 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B7/00—Distributors for the molten glass; Means for taking-off charges of molten glass; Producing the gob, e.g. controlling the gob shape, weight or delivery tact
- C03B7/02—Forehearths, i.e. feeder channels
- C03B7/04—Revolving forehearths
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 277342 -KLASSE 32«. GRUPPE
20. März 1883
die l'riorität
Bei der Einrichtung zum Aufnehmen des geschmolzenen Glases aus einem Glasofen gemäß
vorliegender Erfindung ist über dem Glasraum des Ofens eine drehbare Kammer mit nach innen vorspringenden Nischen so angeordnet,
daß an einer Schöpfstelle die Nischen über den freien Glasspiegel des Glasbehälters
treten und ihn von außen zwecks Entnahme des Glases zugänglich machen. Dabei ist der
seitliche Abstand zwischen dem Rande der drehbaren Kammer und des Glasbehälters durch eine · Bodenfläche von solcher Gestalt
und Anordnung abgeschlossen, daß nur an der Glasentnahmestelle oder in unmittelbarer
Nähe derselben die Nischen über den freien Glasspiegel treten, während im übrigen die
drehbare Kammer unten durch die Bodenfläche abgeschlossen ist und der Glasspiegel
frei im Innern der drehbaren Kammer liegt.
Zweckmäßig wird die Einrichtung so ausgeführt, daß die Nischenkammer runden
Grundriß hat und exzentrisch über einem ebenfalls runden feststehenden, aus dem eigentlichen
Glasraum des Ofens gespeisten Behälter sich dreht.
Damit sich hierbei der freigelegte Teil des Glasspiegels nicht zu sehr abkühlt, sind die
Nischen mit Löchern versehen, durch welche ein Teil der in der drehbaren Kammer befindlichen
Heizgase in die Nische eintreten und die Nische und den darin freigelegten Teil des
Glasspiegels bestreichen kann.
Die drehbare Kammer ist oben durch eine feststellende Kuppel abgeschlossen, die mit
Heizzügen für den Eintritt und Abzug von Heizgasen in Verbindung steht. Die Schöpfgefäße,
denen die Nischen durch Drehung der Kammer gegenübergebracht werden, werden in mechanischer Verbindung mit der Kammer
so gedreht, daß je ein neues Schöpfgefäß und eine Nische in der Arbeitsstellung einander
gegenübertreten, wodurch die Leistungsfähigkeit des Apparates wesentlich erhöht wird.
Fig. ι ist ein mittlerer senkrechter Schnitt
durch den mit der neuen Vorrichtung versehenen Glassammeiofen,
Fig. 2 eine Draufsicht, die sich drehende Kammer teilweise im Schnitt zeigend, und
Fig. 3 ist ein ähnlicher Schnitt wie Fig. 1.
2 ist der aus feuerfester Masse hergestellte Boden des Glasofens, der mit dem feststehenden,
zum Ofen exzentrisch angeordneten Glasbehälter 3 versehen ist, der vorzugsweise Kreisform
hat. Auf einer den Behälter 3 umgebenden ortsfesten Rolle 6 ruht mittels der Kreisschiene
5 (Fig. 1) die drehbare Kammer 4 auf, die mit den nach innen vorspringenden, unten
offenen Nischen 7 versehen ist, in denen sich
Löcher 8 befinden, durch welche ein Teil der Heizgase hindurchtreten kann, um den
Nischenraum und den. an der Schöpfstelle innerhalb der Nische freigelegten Glasspiegel zu
beheizen (Fig. i).
Über der Kammer 4 befindet sich eine Kuppel 9 mit einem gewölbten Dach 10. Die
Kuppel wird von Tragarmen 12 gestützt, die von in einem Kreise aufgestellten, aus eisernen
Trägern bestehenden Säulen 13 vorspringen (Fig. 1). Die oberen Enden dieser Säulen
sind durch stellbare Zugstangen miteinander verbunden, deren innere Enden an einem in
der Mitte über dem Dach 10 angebrachten Ring 15 angreifen. An der Stelle der Kammer,
wo das Glas aus dem Behälter 3 herausgehoben wird, wird die Kuppel 9 von einem Querträger 16 gestützt, an dem Hängearme 17
angebracht sind.
Der Glasofen wird vorzugsweise durch Regeneratoren geheizt. Die Heizgase treten
durch den Brennerschacht 18 in die Kammer 4 ein und durch den Zug ig aus (Fig. 2).
Mit 20 ist der Apparat bezeichnet, durch welchen das flüssige Glas in bestimmten Zeitzwischenräumen
aus dem Behälter 3 herausgehoben wird. Dieser Apparat ist mit drei Armen versehen, deren jeder mit einer Saugvorrichtung
ο. dgl. ausgerüstet ist. Damit die Arme stets im richtigen Zeitpunkt während
der Drehung der Kammer den Hauben 7 gegenüberkommen, werden die Kammer 4 und der Apparat 20 in einem bestimmten Verhältnis
gedreht. Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 2 ein Elektromotor 21 vorgesehen, dessen
Drehung durch eine langsame Übersetzung auf eine Welle 22 übertragen wird. Auf dieser
sitzt ein Kegelrad 23, welches durch ein auf einer Welle 24 sitzendes Kegelrad, zwei Kegelräder
25, eine Welle 26, Zahnrad 27 und Zahnkranz 28 am unteren Ende der Kammer 4 letztere dreht. Durch die Welle 22 wird mittels
der Kegelräder 29, der Welle 29" und
eines daran sitzenden. Zahnrades auch der Apparat 20 gedreht, und zwar ist das Übersetzungsverhältnis
in jedem Falle so gewählt, daß während der Drehung der Kammer 4 die Arme des Apparates 20 nacheinander den
Hauben 7 sich gegenüberstellen, wobei sie in die Hauben eintreten (Fig. 1 und 2) und eine
gewisse Glasmenge aus dem Behälter 3 herausnehmen. Die Kammer 4 und der Apparat können fortgesetzt mit langsamem Antrieb
oder absetzend gedreht werden. Das flüssige Glas wird dem Behälter 3 durch den Kanal
aus dem Glasofen 31 zugeführt.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Aufnehmen des geschmolzenen Glases aus dem Ofen, dadurch
gekennzeichnet, daß über dem Glasraum de? Ofens (3) und einer an seine Wandung
anschließenden Bodenfläche (2) eine drehbare Kammer (4) mit nach innen vorspringenden
Nischen (7) so angeordnet ist, daß durch Drehung der Kammer die Nischen nur an einer Schöpfstelle über
den Glasspiegel treten, und dieser möglichst in der ganzen übrigen Fläche den in
die Kammer eingeführten Heizgasen frei zugänglich ist.
2. Einrichtung zum Aufnehmen von Glas gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nischenkammer von rundem Grundriß exzentrisch über einem ebenfalls runden feststehenden und aus dem eigentlichen
Glasraum (31) des Ofens gespeisten Behälter sich dreht.
3. Einrichtung zum Aufnehmen von Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nischen (7) mit Löchern (8) versehen sind, durch welche die in die Kammer
(4) eintretenden Heizgase in die Nische eintreten können.
4. Einrichtung zum Aufnehmen von Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß nur die seitliche Begrenzung der Nischenkammer (4) drehbar, die Decke (9, 10)
dagegen feststehend und mit Heizzügen (18, 19) für den Eintritt und Abzug von
Heizgasen in Verbindung steht.
5. Einrichtung zum Aufnehmen von Glas gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein drehbarer Träger (20) für die Schöpfgefäße in mechanischer Verbindung mit der Nischenkammer so gedreht wird,
daß je eine Nische und ein Schöpfgefäß an der Schöpfstelle zusammentreffen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE277342C true DE277342C (de) |
Family
ID=533446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT277342D Active DE277342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE277342C (de) |
-
0
- DE DENDAT277342D patent/DE277342C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2226857A1 (de) | Elektrischer aufheiz- und schmelzofen fuer stahl- und eisenschrott | |
| DE277342C (de) | ||
| DE3413131A1 (de) | Waermeschutzelement fuer glasspeisevorrichtung | |
| DE7501309U (de) | Vorrichtung zum entfernen von schlacke | |
| DE3741893A1 (de) | Koksloeschbehaelter | |
| DE609105C (de) | Vorrichtung zum Einfuehren von Gattierungs- oder sonstigen Zusaetzen in im Giessereischachtofen erschmolzenes Eisen | |
| AT65077B (de) | Glasofen mit Einrichtung zum Entnehmen von Glas. | |
| DE1963539C3 (de) | Ventilvorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeitsproben aus einem unter Vakuum | |
| DE480617C (de) | Um 360íÒ drehbarer, schraeg gelagerter Schmelzofen | |
| DE264692C (de) | ||
| DE554232C (de) | Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichfoermigen Erzeugung von Zinnoxyd | |
| DE299724C (de) | ||
| DE746345C (de) | Einrichtung zum Einfuellen von staubhaltiger Kohle in waagerechte Verkokungskammeroefen | |
| DE159314C (de) | ||
| DE206547C (de) | ||
| DE188783C (de) | ||
| DE466467C (de) | Tiegelschmelzofen mit ringfoermigem Feuerkanal | |
| DE685088C (de) | Gluehgutbehaelter fuer Kleineisenzeug u. dgl. | |
| DE275903C (de) | ||
| DE337385C (de) | Schachtofen mit mechanisch angetriebenem Brechrost | |
| DE202768C (de) | ||
| DE608153C (de) | U-foermiger Vorherd zur Entnahme von Glas | |
| DE395089C (de) | Vorrichtung zum Beschicken von Kokskuehltuermen | |
| DE390874C (de) | Kondensationsvorrichtung fuer elektrothermische Zinkgewinnung | |
| DE574432C (de) | Vorrichtung zum Schoepfen geschmolzenen Glases aus einem Glasschmelzofen und Entleeren auf den Aufgusstisch einer Glaswalzmaschine |