DE27657C - Vorrichtung, um WlNCHESTER- und ähnliche Repetirgewehre selbstthätig durch den Rückstofs zu laden - Google Patents
Vorrichtung, um WlNCHESTER- und ähnliche Repetirgewehre selbstthätig durch den Rückstofs zu ladenInfo
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- F41A17/00—Safety arrangements, e.g. safeties
- F41A17/20—Grip or stock safeties, i.e. safeties disengaged by clasping the grip or stock
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41C—SMALLARMS, e.g. PISTOLS, RIFLES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
zu laden.
Zweck der Erfindung ist, den Stofs oder Rückschlag der Repetirfeuerwaffen nutzbar zu
machen, um den Hinterladungsmechanismus in Thätigkeit zu setzen, indem durch den Rückstofs
der abgeschossenen Waffe so viel Kraft in einer Feder gesammelt wird, wie genügt, um
die Vorrichtungen zum Ausziehen der abgeschossenen Patronenhülse, zum Spannen des
Gewehres, zur Ueberführung der Patronen aus dem Magazin in das hintere Ende des Laufes,
zum Einstofsen derselben in den letzteren und zum Schliefsen des Verschlusses in Function
treten zu lassen. Wie bekannt, haben stark geladene Gewehre, wie sie beispielsweise für
militairische Zwecke benutzt werden, einen sehr starken Rückschlag und verletzen oft die Schulter
des Feuernden. Bei vorliegender Erfindung ist am Kolben eine federnde Schulterplatte angebracht,
welche den Schlag des Rückstofses vermindert und gleichzeitig genügende Kraft sammelt,
um das Gewehr für den nächsten Schufs fertig zu machen. Die Erfindung werde an
dem bekannten Winchester - Gewehr erläutert, bei dem die Patronen in einer Röhre liegen,
die das Magazin bildet und unter dem Lauf parallel mit demselben angeordnet ist. Bei
diesem Gewehr wird jede Patrone bekanntlich einzeln aus dem hinteren Theil des Magazins
mittelst eines mit dem Bügel verbundenen Hebels durch ein sich vertical bewegendes Patronenlager
(Löffel oder Zubringer) in gleiche Höhe mit dem Laufende gehoben; der erwähnte
Bügelhebel dient dann gleichzeitig dazu, um die Vorrichtungen zum Einschieben der
Patronen in den Lauf, zum Ausziehen der leeren Patronenhülsen und zum Spannen des
Hahnes in Thätigkeit zu setzen. Beim Winchester-Gewehr und bei ähnlichen Magazinfeuerwaffen
wird dieser am Bügel sitzende Hebel von Hand bewegt; bei vorliegender Erfindung dagegen
findet die Bewegung dieses Hebels auf automatische Weise statt.
A ist der Kolben, B der Lauf und C das Magazin eines Winchester-Gewehres bekannter
Construction. Der für die Zwecke dieser Erfindung construirte Apparat umfafst eine Kolbenplatte a, die sich genau der Schulterform des
Feuernden anschmiegt und beim Schiefsen fest gegen die Schulter angedrückt werden kann.
Die Platte α ist so angeordnet, dafs sie beim Rückstofs die Federn b und c spannt und durch
deren Wirkung den Schlofsmechanismus in Thätigkeit setzt. Zu diesem Zweck ist die
Platte α mit den folgenden Vorrichtungen verbunden: In den Gewehrkolben wird ein Rohrstück
d eingesetzt und an der Platte α ein rohrförmiger Ansatz αl angebracht, der im
Rohr d gleiten kann und die hintere Schraubenfeder b umgiebt. Das vordere Ende dieser
Feder b drückt gegen den Kopf el eines Kolbens e, der durch das Rohr d hindurchreicht
und von der vorderen Schraubenfeder c umgeben ist, die mit ihrem hinteren Ende
gegen das Ende des rohrförmigen Ansatzes «' und mit ihrem vorderen Ende gegen ein festes
Metallstück / drückt, welches einen Theil des Gewehres bildet; der Cylinder e reicht
durch dieses Metallstück/ hindurch und ist bei
g durch einen Drehzapfen mit dem Stück h verbunden, welches hier die Stelle des Bügeloder
Verschlufshebels des gewöhnlichen Winchester-Gewehres einnimmt, dessen Form hier
aber dahin abgeändert ist, dafs es als Verbindungsstange zwischen dem Cylinder e und einem
kurzen Arm * dient, der mit den Schlofstheilen verbunden ist und die Bewegungen
auf dieselben überträgt, die das Hochheben, Einschieben, Abfeuern, Ausziehen u. s. w. der
Patrone besorgen. Das Rohr d und der rohrförmige Ansatz al sind bei j mit der Länge
nach laufenden Schlitzen versehen. Der Kopf e1 des Kolbens e hat einen kurzen Arm e2, der
durch die Schlitze/hindurchtritt und eine kleine Rolle es trägt. Aufsen ist auf dem Rohr d ein
Sperrstück k befestigt; k und ez sind in Verbindung
mit einer an der Kolbenplatte a scharnierartig befestigten Falle / und einer
Druckfeder m zu einem in nachstehendem noch zu erörternden Zweck angeordnet. In Verbindung
mit dem Abzug η und dem Verschlufshebel oder der Verbindungsstange h ist ein
kleiner Stift ο angeordnet, wie in den Fig. 2 a und 3 a punktirt veranschaulicht, der als Sicherung
für den Abzug dient und das Abziehen desselben verhindert, aufser wenn der Verschlufs
geschlossen ist.
Fig. ι zeigt die Theile des Mechanismus in der Lage, die sie vor dem Abfeuern des Ge-Vehres
einnehmen. Beim Abfeuern des Gewehres drückt der Rückschlag des Kolbens A
gegen die Kolbenplatte α die beiden Schraubenfedern b c ohne Oeffnen des Verschlusses zusammen
und bringt gleichzeitig das Sperrstück k der Einkerbung I1 in der Falle / gegenüber.
Das schräge vordere Ende dieser Falle kommt dann mit der Druckfeder m in Berührung und
die Falle wird dadurch herabgedrückt, so dafs ihre Einkerbung mit dem Sperrstück k in Eingriff
tritt. Die Lage der Theile nach dem Rückschlag ist in Fig. 2 gezeigt. Beide Federn
bc bleiben gespannt, bis die Explosionskraft verbraucht oder vorüber ist und der Druck
gegen das Patronenlager nachgelassen hat, so dafs der Hebel i sich frei bewegen kann.
Dieser Vorgang wird leicht verständlich aus den Fig. 2 a und 3 a der Zeichnungen, in denen
die Lagen der Theile den in Fig. 2 und 3 veranschaulichten entsprechen. Da in Fig. 2 a
der Punkt 1 ein ganz klein wenig höher liegt als die Punkte 2, 2, so ergiebt sich, dafs, während
Druck im Lauf vorherrscht, der Hebel i nicht bewegt werden kann, um die Theile in
die in Fig. 3 a ■ gezeigte Lage zu bringen. Die hintere Feder b drückt nun nach Aufhören
des Druckes den Cylinder e nach vorn. Diese Bewegung spannt den Hahn p und wirft die
leere Patronenhülse, die soeben durch den Auszieher aus dem Lauf gezogen worden ist,
heraus und die Theile nehmen dann die in Fig. 3 gezeigte Lage ein. Sobald aber die
Rolle e3 ungefähr bis zur Einkerbung der Falle vorgerückt ist, hat sie die letztere von dem
Sperrstück k abgehoben, Fig. 3, worauf die
vordere, gegen das Ende des rohrförmigen Ansatzes «' drückende Feder c die sämmtlichen
Theile des Apparates in ihre ursprüngliche Lage zurückbewegt. Nach Vollendung dieser Bewegung
ist das Gewehr wieder zum Abfeuern fertig. Wenn die Theile sich in der in den Fig. ι und 2 veranschaulichten Lage befinden,
drückt der Arm oder Ansatz hl des Verschlufsbügels
h gegen den kleinen Stift ο und hält denselben aufser Eingriff mit dem Abzug;
jedesmal aber, wenn der Verschlufsbügel h nach vorn gestofsen wird, greift der Stift 0, der nun
nicht langer hoch gehalten wird, hinter den Abzug und setzt denselben fest, so dafs der letztere
dann nicht abgezogen werden kann, so lange der Stift ο nicht wieder durch den Arm hl am
Verschlufsbügel nach oben gestofsen ist, wobei sich gleichzeitig der Ansatz A2 gegen den Abzug
anlegt.
Es ist ersichtlich, dafs ein nach dieser Erfindung construirtes Gewehr mit grofser
Schnelligkeit abgefeuert werden kann. Bei den Repetirgewehren bisheriger Construction mufste
stets eine Bewegung seitens des Feuernden ausgeführt werden, um eine jede Patrone
aus dem Magazin in den Lauf zu bringen, Diese Bewegung, obgleich an sich geringfügig,
erfordert Zeit und hindert am genauen Zielen; jedenfalls bringt ein stark geladenes
Gewehr einen Rückstofs hervor, der auf ein genaues und rasches Feuern störend einwirkt.
Bei Anwendung vorliegender Erfindung dagegen hat der. Feuernde nichts weiter zu thun, als nach jedem Schufs den Drücker
abzuziehen oder beständig gegen den Abzug zu drücken. Der Inhalt des Magazins wird auf
diese Weise rapide entladen, während die federnde Platte die Schulter gegen die Wirkung
des Rückschlages schützt. Es erhellt, dafs bei der vorbeschriebenen Anordnung der Gewehrlauf
am Rückschlag theilnimmt; bei Verwendung der Erfindung für Revolverkanonen lasse
man dagegen den Rückschlag auf einen oder mehrere Kolben wirken, so dafs der Lauf oder
die Läufe von demselben nicht beeinflufst werden. Bei einer solchen Modificirung der Erfindung
werden eine oder mehrere Federn angebracht, die den Rückstofs aufnehmen, die
von demselben ausgeübte Kraft sammeln und dieselbe bei den verschiedenen Functionen des
Ladens, Abfeuerns und Ausziehens etc. der Patronen wieder abgeben. Die Vorrichtung kann
auch so angeordnet werden, dafs der Rückstofs des einen Laufes nutzbar gemacht wird, um
den Schlofsmechanismus des anderen Gewehrlaufes in Thätigkeit zu setzen:
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:An Repetirgewehren mit Cylinderverschlufs, welcher mittelst eines unter dem Schaft liegenden Verschlufshebels in Thätigkeit gesetzt wird, wobei die während des Abfeuerns einer Patrone aufgespeicherte Kraft zum Herausziehen und Auswerfen der leeren Patronenhülse, zum Zubringen der nächsten Patrone aus dem Magazin in den Lauf und zum Spannen des Hahnes nutzbar gemacht wird:
i. Die Anordnung einer Kolbenplatte a, welche beim Abfeuern des Schusses durch den Rückstofs unter Zusammendrückung zweier Federn c und b vorgeschoben wird, welche letztere nach abgefeuertem Schufs durch die sich ausdehnende Feder c vom Kolben e ausgelöst wird und somit ein Zurückgehen der Kolbenplatte gestattet. - 2. Die Verbindung des unter i. genannten Kolbens e mit dem Hebel i durch den Bügel h, welcher vermittelst eines Vörsprunges auf die Sicherung des Abzuges wirkt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27657C true DE27657C (de) |
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ID=303957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27657D Active DE27657C (de) | Vorrichtung, um WlNCHESTER- und ähnliche Repetirgewehre selbstthätig durch den Rückstofs zu laden |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE27657C (de) |
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- DE DENDAT27657D patent/DE27657C/de active Active
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