DE274236C - - Google Patents

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DE274236C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D9/00Details of, or accessories for, wind musical instruments
    • G10D9/04Valves; Valve controls

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Details Of Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 274236 -KLASSE 51 c. GRUPPE
Dr. ERIK SCHIRM in HÖCHST a. M.
Kolbenventil für Metallblasinstrumente. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1913 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kolbenventil für Metallblasinstrumente mit nur zwei Bohrungen im Ventilkörper, die untereinander angeordnet sind, und bezweckt eine leichtere Beweglichkeit und bequemere Spielbarkeit der Ventile sowie eine Verbesserung der Tonqualität. Ihr wesentliches Merkmal besteht darin, daß nur der eine Teil der Hauptschallröhre seitlich an das Ventilgehäuse angeschlossen ist, während der andere Teil in der Richtung der Ventilachse in das Gehäuse eingeführt ist. Demzufolge tritt auch die eine der beiden Bohrungen auf einer Seite durch die Stirnfläche des Ventilkolbens und mündet in das Ventilgehäuse ein, das mithin einen Teil der Schallröhre bildet.
Die Fig. 1 und 2 zeigen das Ventil in einer beispielsweisen Ausführungsform, und zwar ist in Fig. ι die Ruhelage dargestellt, bei welcher die durch den seitlichen Rohransatz α eintretende Luft den vertikal angeordneten, in seinem oberen Teil rechtwinklig gebogenen Kanal b durchströmt und aus dessen unterer Öffnung in das Ventilgehäuse tritt, das sie durch das unten in das Gehäuse einmündende Rohr c verläßt. Wird das Ventil niedergedrückt, so nimmt es die in Fig. 2 gezeichnete Stellung ein. Der Luftweg geht hier von a durch die Bohrung d, den Ventilzug β β und die Bohrung b zum Rohre c. Die Luft kann natürlich auch bei c ein- und bei α austreten. Die Druckfeder kann entweder in der gewöhnlichen Weise, d. h. in einem sich oben an das Ventilgehäuse anschließenden besonderen Gehäuse angebracht sein oder auch in der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise. Die Ventilfeder f befindet sich hier zwischen dem Druckknopf g und dem Ventildeckel und wird von einer Schutzhülse h umschlossen, die vom Rande des Druckknopfes g ausgeht und ohne Reibung über dem Ventilkörper verschiebbar ist. Diese Anordnung hat den Zweck, die Gesamtlänge des Ventils durch Ausnutzung des Raumes zwischen Ventildeckel und Druckknopf zu verringern.
Vorbeschriebene Ventilform hat den Vorteil, daß die Ansatzröhren des Ventilzuges nahe aneinandergerückt sind und nur eine scharfe Biegung der Schallröhre innerhalb des Ventils vorkommt, was die Qualität und leichte Anspräche des Tones günstig beeinflußt. Da diese scharfe Biegung in die Schallröhre eingeschaltet ist, gleichviel ob das Ventil niedergedrückt ist oder nicht, so ist die Klangfarbe der ohne und mit Betätigung des Ventils hervorgebrachten Töne vollkommen gleichartig.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine zweite praktisch wertvolle Ausführungsform des Ventils in den beiden möglichen Stellungen. Diese Ventilform unterscheidet sich von der vorigen hauptsächlich dadurch, daß die obere horizontale Bohrung d der Fig. 1 und 2 durch eine vertikale, beiderseits rechtwinklig gebogene Bohrung i ersetzt ist, und daß die Ansatzröhren k und I des Ventilzuges m sich auf derselben Seite des Ventils senkrecht übereinander befinden. Der besondere Vorzug
dieser Ausführungsform vor der zuerst beschriebenen besteht darin, daß es als Mittelventil (Halbtonventil) bei Sopran- und Altinstrumenten gut verwendbar ist, wozu die erste Ventilform wenig geeignet ist, weil sie bei sehr kurzem Ventilzug des Mittelventils nicht zu dreien in einer geraden Linie angeordnet werden kann. Sehr zweckmäßig ist deshalb eine Kombination der beiden hier beschriebenen Ventilformen, z. B. in der Weise, daß die beiden äußeren Ventile nach Fig. ι und 2, das bzw. die Mittelventile nach Fig. 3 und 4 konstruiert werden.
Bei beiden Ventilformen kann der Kolben auch durch ein Druckwerk, wie es bei den gebräuchlichen Zylinderventilen (Drehventilen) in Anwendung ist, bewegt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Kolbenventil für Metallblasinstrumente mit zwei untereinander liegenden Bohrungen im Ventilkörper, dadurch gekennzeichnet, daß beide Öffnungen der einen, aber nur die eine öffnung der zweiten Bohrung sich in der Mantelfläche des Ventilkörpers befinden, während die andere öffnung der zweiten Bohrung in einer der Stirnflächen des Ventilkörpers liegt.
2. Kolbenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder sich unmittelbar unter der Drucktaste zwischen dieser und dem Ventildeckel befindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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