DE273666C - - Google Patents
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- DE273666C DE273666C DENDAT273666D DE273666DA DE273666C DE 273666 C DE273666 C DE 273666C DE NDAT273666 D DENDAT273666 D DE NDAT273666D DE 273666D A DE273666D A DE 273666DA DE 273666 C DE273666 C DE 273666C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B15/00—Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
- C01B15/04—Metal peroxides or peroxyhydrates thereof; Metal superoxides; Metal ozonides; Peroxyhydrates thereof
- C01B15/043—Metal peroxides or peroxyhydrates thereof; Metal superoxides; Metal ozonides; Peroxyhydrates thereof of alkali metals, alkaline earth metals or magnesium or beryllium or aluminium
- C01B15/0435—Metal peroxides or peroxyhydrates thereof; Metal superoxides; Metal ozonides; Peroxyhydrates thereof of alkali metals, alkaline earth metals or magnesium or beryllium or aluminium of alkali metals
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Description
Die Alkaliperoxyde, besonders das Natrium-. : peroxyd, werden nach der gebräuchlichen Herstellungsart
dadurch erhalten/ daß man das
■ : Alkalimetall, z. B. Natrium, in einem geschlossenen
Räume der Wirkung eines geeignet gereinigten
Luftstromes bei einer Temperatur von ungefähr 350 ° aussetzt. Das Natrium schmilzt
■ dabei, wird oxydiert, indem eine intensive ; :■.'■ Hitze frei wird, und das Material bedeckt sich
schnell mit einem Überzug von gelblichem Aus-■
. sehen, unter dem sich ein weißliches Produkt .,; befindet, das mit Teilchen von metallischem
Natrium gemischt ist, deren Menge um so größer ist, je unregelmäßiger die Verteilung des Pro-
: 15 duktes in dem Rezipienten, der es aufnimmt, erfolgt. An den Stellen, wo die stärkste Natriumschicht
vorhanden ist, entzünden sich ;· wahre Leuchtbündel, aus Natriumpartikelchen
■ bestehend, die plötzlich auftreten, wenn der sie bedeckende Überzug zerstört wird und diese
. Teilchen mit der Außenluft in Berührung kommen. Es ist Verständlich, daß beim normalen
Arbeitsgang die Luft nur sehr schwer durch diesen Überzug dringt, und daß es praktisch
unmöglich ist, selbst im Verlauf einer sehr langen Zeit ein vollkommen homogenes Er-
·.- ' Zeugnis zu erhalten. Es stellt sich also die
Notwendigkeit heraus, während der Fabrikation • den gelblichen Überzug zu zerstören und das
Produkt umzurühren, derart, daß die Luft alle Teilchen erreichen. kann. ,. ; ■
Nach den gebräuchlichsten Arbeitsverfahren wird dieses Umrühren während einiger Stunden
des Arbeitsganges ausgeführt. Nach Verlauf von gewöhnlich vier Stunden wird der Rezipient
aus dem ihn aufnehmenden Ofen zurückgezogen und mit der Hand an det freien
Luft das gebildete Produkt mit eisernen Schaufeln umgerührt, indem zugleich Sorge getragen
wird, daß der Boden und die Wände des Rezipienten mit den Schaufeln abgekratzt und
alle Teilchen, die sich hier besonders festgesetzt haben, sorgfältig losgelöst werden. Es ist einleuchtend,
daß, wenn dieses Umrühren und Losbrechen in Berührung mit der äußeren mehr oder weniger feuchten Luft erfolgt, die Peroxydation
des Produktes nicht vollkommen ist und, da dasselbe sehr begierig Feuchtigkeit
anzieht, die Peroxydbildung nicht vor sich gehen kann, ohne daß sie in einem gewissen
Maße beeinflußt wird. Unter anderem kommt es vor, daß der Arbeiter beim Abkratzen des
Bodens oder der Wände des Rezipienten oder des Behälters aus Aluminium die Wände dieses
letzteren angreift, was der Reinheit des Er-Zeugnisses schadet und eine schnelle Abnutzung
des Behälters herbeiführt.
Nach Beendigung dieser Operation führt man
den besagten Rezipienten wieder in den Ofen ein, um die Oxydation während weiterer vier
Stunden fortzusetzen, derart, daß der ganze ,Arbeitsprozeß ungefähr acht Stunden dauert.
Wenn er beendet ist, zieht man den Rezipienten zurück und hebt mittels einer eisernen Schaufel,
immer in Berührung mit der Außenluft, das gebildete Peroxyd aus und speichert es in geeigneten
Behältern auf. Darauf kratzt man den Boden des Behälters von neuem ab, damit
er so gut als möglich von den Peroxydteilchen befreit wird, die fast einen Körper mit ihm
bilden. Das so gesammelte Oxyd betrachtet
ίο man als Abfall, denn es ist immer mit einer
gewissen Menge Aluminium aus dem Behälter verunreinigt. Wie man sieht, besitzt dieser
Prozeß bedeutende Mangel und benötigt eine verhältnismäßig beträchtliche Handarbeit.
Der Zweck der Erfindung ist nun der, die
praktische Ausführung der gewöhnlichen Herstellung der Alkaliperoxyde rationeller, schneller,
sparsamer zu gestalten bei einer bedeutend höheren Ausbeute. '
ao Dieser Zweck wird gemäß der Erfindung in
der Hauptsache erreicht durcli die besondere Ausführung der mechanischen Arbeiten im
Innern des Herstellungsapparates für die Alkali-, peroxyde, wobei diese in allen Phasen der Herstellung
im Innern des Apparates vor der äußeren Luft geschützt sind.
Die Verwirklichung dieses Verfahrens wird mit geänderten Apparaten oder zu diesem
Zwecke gebauten Apparaten ausgeführt werden können, z. B. mit dem gleichfalls den Gegenstand
der Erfindung bildenden Apparat, mit dem man mechanisch
i. die das Produkt in dem Behälter bedeckende Kruste in kleine Stücke zerbrechen kann,
2. das Produkt, dessen Überzug zerstört
ist, so oft als nötig durcheinanderrühren kann,
3. das Produkt in dem Behälter zu gewissen Zeiten gleichförmig verteilen kann,
4. den Boden des Behälters abschaben kann, indem das Produkt vollkommen geebnet wird,
um dadurch die Bildung von sich entzündenden Bündeln zu vermeiden,
5. den Behälter, wenn das Peroxyd des Alkalimctalles
fertig ist, entleeren kann,
6. das Überfüllen des fertigen Produktes in
Gefäße bewirken kann.
Es ist leicht verständlich, daß bei Ausführung des Prozesses ohne den Zutritt der äußeren
Luft, indem nur mechanisch im Innern des Apparates bei allen Phasen des Herstellungsprozesses Luft zum Alkaliperoxyd zugelassen
wird, nur die besten Resultate erzielt werden müssen.
Auf der Zeichnung ist an einem Ausführungsbeispiel der zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens konstruierte Apparat zur Herstellung der Alkaliperoxyde, z. B. des Natriumperoxyds, veranschaulicht.
Auf der Zeichnung ist an einem Ausführungsbeispiel der zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens konstruierte Apparat zur Herstellung der Alkaliperoxyde, z. B. des Natriumperoxyds, veranschaulicht.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt nach Linie
X-X der Fig. 2 und stellt alle mechanischen Vorrichtungen vollkommen im Aufriß dar.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie . ' ■
Y-Y der Fig. i. .; . ; . : \- ■ : : ;
Die Fig. 3 ist die Wiedergabe eines Teiles der Fig. ι und zeigt die Entleer- oder Verlade- 65 ·
vorrichtung für das fertige Produkt. . "-.' ' ·. ■
Fig..4 ist ein Querschnitt nach Linie Z-Z der ; ■':'
Fig. 2, bei dem die mechanische Vorrichtung -nicht wieder dargestellt ist. : . . , ■ ,
Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Getriebes für 70 :..-
die mechanische Vorrichtung. Dieses Getriebe . Λ
besitzt eine feste Riemenscheibe, zu deren . . ■ ■ .
beiden Seiten sich je eine bewegliche Riemen- ·: scheibe befindet, von der die eine einen geraden ■
und die andere einen gekreuzten Riemen trägt. 75
Fig. 6 ist ein Schnitt durch die Mitte des .; . :■·..?:
Behälters mit der herabgelassenen mechanischen Vorrichtung zum Zerstören der das Produkt' ' .- ^
• bei seiner Erzeugung bedeckenden Kruste.
Fig. 7 ist eine Unteransicht der durchbro- 80 ■"■'''■■·-..
dienen und gezahnten Platte und des doppelten Schabers der Fig. 6. :.'
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Mittellinie der Fig. 6. ■,.■■" V,, : : ■ '
Fig. 9 ist eine Schnittansicht des Behälters 85 . .· ·
mit der gezahnten Platte und dem gehobenen .
doppelten Schaber, wobei die gezahnte und : :,: · '..
durchbrochene Platte herabgelassen ist, um ■ ·■ :. ' :
ein Durchrühren des Produktes zu bewirken.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach der Mittellinie 90 ; ■■'■■'.
der Fig. 9. ·...,, ,
Fig. 11 ist ein Schnitt des Behälters mit der ■·."·, .'.:.'■ ' ■'
gezahnten Platte und der durchbrochenen und ....'■ gezahnten erhobenen Platte, wobei der doppelte ■ .' .·'.·..■■ :
Schaber allein herabgelassen ist, um das Ab- 95 schaben und Gleichmachen des Bodens des Be- ■
hälters oder das Reinigen dieses letzteren im. ' f
Drehsinn zu bewirken. . " : ■■ ■-.
Fig. 12 ist ein Schnitt nach der Mittellinie....
der Fig. 11. 100 *
Zu dem Apparat gehört ein Ofen 1 aus Eisen . oder Gußeisen, der im Innern eine Kammer , .
aus Mauerwerk besitzt, die wagerecht ange- "..'·■'..
ordnet ist und von unten beheizt wird, also
von unten nach oben z. B. mittels eines elek- 105 ." irischen Widerstandes 2 oder durch jedes andere ,
geeignete, regulierbare Heizsystem erwärmt ; ■;
wird. In diesem Ofen ist ein kreisförmiger Be-, ■■."■.;■ ..·,.· : ■
, halter 3, Pfanne genannt, aus Aluminium oder
einem anderen geeigneten Metall angeordnet, 110
in welche man das Natrium oder ein anderes zu oxydierendes Alkalimetall einbringt. Die ;. ;' V
Pfanne ist von· den inneren Wänden des Ofens . , :'·
durch einen passenden Zwischenraum 4 getrennt, -■..'■''..,■·■'; ]
•wodurch ein Überhitzen der Pfanne und damit 115 . Vji,
ein Angreifen des Metalles der Pfanne durch / . . ,
das Peroxyd vermieden wird. , .
Der Boden der Pfanne ist mit einer seine ' .
Raumöffnung verschließenden, über seine Oberfläche nicht hervorstehenden Platte 5 aus dem iao
gleichen Metall-wie die Pfanne versehen. Die Platte 5 ermöglicht am Ende des Prozesses die .
Entfernung des Pcroxydcs und ist befestigt an einem verlängerten · Schieberstück 6, das im
Innern des Entleerungsrohres 7 untergebracht ist j das selbst über die Wand des Ofens geführt
ist. Das Schieberstück kann im Innern des Entleerungsrohres 7 hin und her gleiten und
wird in seiner Lage durch eine geeignete Haltevorrichtung gehalten. Die Decke des Ofens 1
wird von einer vollen Welle 9 aus Aluminium,
ίο Eisen oder einem anderen geeigneten Metall
durchquert, die in dem Rohr 10 aus demselben Metall gelagert ist. Die Welle 9 kann frei hinauf
oder hinab bewegt werden. Ihr Lauf wird durch die beiden äußersten Enden der Nut 11 begrenzt,
aber sie kann nicht gedreht werden, ohne daß dabei das Rohr 10 mittels des in der Nut 11
gleitenden Zapfens 12, der einen Körper mit dem Rohr 10 bildet, mitgeführt wird. Die Auf-
■'.,.. wärtsbewegung des Rohres 10 wird durch die
ao Muffe 13 und die Abwärtsbewegung durch die
Muffe 14 begrenzt. Die vertikale Bewegung des Rolires 10 wird durch den mit ■ Gegengewicht
versehenen Hebel 15 erreicht, der um einen festen Punkt 16 schwingt. Die Drehbewegung
des Rohres wird mittels der festen Riemenscheibe 17 hervorgerufen, durch die eine Schnecke
18 und das Zahnrad 19, welches in diese eingreift, gedreht werden.
Bei ihrer Drehbewegung nimmt das Rohr 10 immer die Welle 9 mit, wie weiter oben ausgeführt
ist. Die Bewegung der Welle 9 in ver- ".'" tikaler Richtung wird mittels des mit Gegengewicht
versehenen Hebels 20 erreicht, der um ■'.■■': einen festen Punkt 21 schwingt.
Das Rohr 10 trägt eine Stopfbüchse, durch:
die die Welle 9 hindurchgeht. Auch der Ofen 1 ist an seiner höchsten Stelle mit einer Stopfbüchse
für das Rohr 10 versehen.
Die Welle 9 trägt an ihrem unteren Teile einen doppelten Schaber aus Aluminium oder irgendeinem anderen geeigneten Metall (Unteransicht, Fig. 7) mit geraden Armen 22 und ge-
Die Welle 9 trägt an ihrem unteren Teile einen doppelten Schaber aus Aluminium oder irgendeinem anderen geeigneten Metall (Unteransicht, Fig. 7) mit geraden Armen 22 und ge-
. krümmten Armen 23. Über diesem doppelten Schaber befindet sich eine Metallplatte, aus
Aluminium oder irgendeinem anderen geeigneten Metall, die mit einer großen Anzahl von öff-
:"■ nungen 25 und einer einzigen Reihe von metallischen Zähnen 26 versehen ist, die das Peroxyd während seiner Bildung durcheinander-
50■ rühren. Die Zähne sind derart versetzt angeordnet,
daß während der Drehung die Zähne . von rechts zwischen die von den linken Zähnen
durch das Produkt gezogenen Furchen gelangen, und umgekehrt. Die Platte 24 ist mit
vertikalen Wandungen 27 versehen, auf denen die Winkelbändcr 28 und 29 befestigt sind.
Durch die Winkelbänder 29 wird die darüber angeordnete Platte 30 gehalten. Diese Metallplatte 30 aus Aluminium oder jedem anderen
geeigneten Metall trägt über ihre ganze Ober-•fläche
verteilt metallische Zähne. 31 aus dem gleichen Metall, die an Zahl gleich der Anzahl
der Öffnungen 25 der Platte 24 sind und deren jeder durch die. ihm entsprechende öffnung
hindurchgeht. Die Platte 30 ist mittels Bolzen an einem am unteren Ende des Rohres 10 befindlichen
Ansatz befestigt.
Das Ganze, das Rohr 10, die Welle 9, die beiden gezahnten Platten 24 und 30 und der
doppelte Schaber bilden die Vorrichtung, die es erlaubt, mechanisch und unter Ausschluß
der äußeren Luft bei der Herstellung des Produktes die Kruste des Peroxydes in kleine
Stückchen zu zerbrechen, nach Belieben durcheinanderzurühren, dann den Boden der Pfanne
im gewünschten Maße abzukratzen und auszugleichen, und darauf das Entleeren der Pfanne
und das Verladen des fertigen Produktes in die Gefäße zu bewirken.
Die zur Oxydation erforderliche Luft wird aus dem Sammler 32 zugeführt; ihre Menge ist
durch ein Ventil 33 derart reguliert, daß ihre Einführung in den Ofen 1 nach und nach ansteigt.
Sie tritt in den Ofen 1 durch die Rohrleitungen 34, nachdem sie eine Metallkammer
35 durchquert hat, die mit Abschlußorganen 44 bzw. Verteilungsvorrichtungen versehen ist. Die
Kammer 35 wird von zwei Rohren 36 durchquert, die den Austritt der Gase und des den
Ofen verlassenden Rauches ermöglichen.' Die ■ durch die Rohre 34 in Richtung der Pfeile in
den Ofen eintretende Luft strömt durch die öffnungen 37 (Fig. 2) aus. Die Ausströmungsgase haben eine erhöhte Temperatur, und es
ergibt auch aus dieser Einrichtung, daß die Luft selbst vor ihrem Eintritt in den Ofen stark
erhitzt wird. An den beiden äußersten Enden der beiden Ausströmungsrohre 36 befindet sich
ein Körper in Form eines Kreuzes, der mit einem Ventil 38 versehen ist, das man mit Hilfe
eines Handgriffes heben oder senken kann. Unterhalb dieser Vorrichtung befindet sich der
Rauchsammler 39.
Weiter ist der Ofen 1 mit einer Tür 40 versehen, die bei 41 eine Wärmeisolationsmasse
aufnehmen und mittels einer geeigneten Vorrichtung geschlossen werden kann. An jedem
Ende der Ausströmungsrohre 36 befindet sich ein Abschlußdeckel, der durch einen Bügel befestigt
ist, um leicht den sich in diesen Rohren ablagernden Staub entfernen zu können.
Im folgenden wird das mit dem Apparat ausgeübte Verfahren erklärt.
Das Natrium wird in die Pfanne 3 gebracht und die Tür 40 geschlossen, worauf man ein
wenig das Lufteintrittsrohr mittels des Ventiles 33 öffnet. Der Ofen 1 wird mittels des
elektrischen Widerstandes 2 oder eines anderen geeigneten und regulierbaren Heizsystems auf
die geeignete Temperatur gebracht, wodurch das Natrium schmilzt und sich bei Berührung
mit der Luft entzündet. Man kann darauf die
Erhitzung· unterbrechen, da die Temperatur der Reaktion allein genügt, um die erforderliche
Hitze aufrechtzuerhalten. Die Oxydation des Natriums geht nun vonstatten, und nach und
nach bildet sich eine gelbliche Kruste auf der Oberfläche. Nach Verlauf einer gewissen, durch
Versuche bestimmbaren Zeit, welche im Verhältnis zu der bisher nötig gewesenen verhältnismäßig
kurz ist, ist die Bildung dieser Kruste vollendet. Man hebt alsdann den Hebel 20 derart, daß er in die Lage 2o', und alsdann den Hebel 15 derart, daß er in die Lage
15' kommt. Das Rohr 10 und die Welle 9 sind . dann nach unten verschoben in derselben Zeit,
wo die beiden gezahnten Platten 24 und 30 und der doppelte Schaber zusammen die in
Fig. 6 und 8 der Zeichnung dargestellte Lage einnehmen. Die Zähne 26 und 31 der beiden
Platten sind durch die gelbe gebildete Kruste
so hindurchgedrungen und haben diese in eine große Anzahl sehr kleiner Stückchen zerbrochen.
Man führt alsdann das Ganze in seine Lage zurück, indem man die Mechanismen im umgekehrten Sinne betätigt.
as Man vergrößert alsdann die zugeführte Menge
Luft, indem man vorteilhaft das Ventil 33 öffnet. Man setzt die Heizvorrichtung wieder in Gang,
und nach Verlauf einiger Zeit bewirkt man das Umrühren des in Bildung befindlichen Produktes,
indem man den Hebel 20 in die Lage 2o' und den Hebel 15 in die Lage 15" bewegt.
Die Gesamtheit, der Teile, bestehend aus den beiden gezahnten Platten 24, 30 und dem
doppelten Schaber, nimmt alsdann die in den Fig. 9 und 10 der Zeichnung dargestellte Lage
ein.
Es wird alsdann mittels einer Ausrückvorrichtung der gerade Riemen auf die feste Riemenscheibe
17 verschoben. Das beschriebene Getriebe setzt sich langsam in Drehung, und
die einzige Reihe von Zähnen 26 der Platte 24 bewirkt das Durcheinanderrühren des Produktes während einiger Augenblicke. Man hält
alsdann die Bewegung auf, indem man die besagten Teile im umgekehrten Sinne bewegt.
Dieses in mehreren Absätzen wiederholte Durcheinanderrühren vermindert merklich die Herstellungsdauer des Produktes. Man vermehrt
allmählich die in den Ofen eingeführte Luft in dem Maße, wie der Herstellungsprozeß fortschreitet.
Im gegebenen Augenblick führt man den doppelten Schaber auf den Boden, indem man
den Hebel 20 derart hebt, daß er in die Lage 20'' gelangt. Man setzt den Schaber im umgekehrten
Sinne, wie durch den Pfeil der Fig. 7 angedeutet, in Bewegung, indem man. den gekreuzten Riemen auf die feste Riemenscheibe
17 verschiebt; Es wird so der Boden der Pfanne abgeschabt und zu gleicher Zeit die Oberfläche
vollkommen geebnet und dabei das Produkt ' auf dem Boden durcheinandergerührt. Man
hebt alsdann den doppelten Schaber, indem man den Hebel 20 nach 20' verschiebt, und setzt
den Schaber in Bewegung und gleicht so die Oberfläche der Schicht des Produktes aus.
Wenn die Peroxydation vollendet ist, was nach dem Verlauf einer gewissen, durch Experiment bestimmten Zeit stattfindet, ist, das
Verfahren beendet, und es bleibt nur das Ent.- 70, leeren der Pfanne übrig.
Hierzu zieht man das Schieberstück 6 zurück und sammelt die Teilchen des Peroxydes
in einem Transportgefäß 42, indem man dieses in der in Fig. 3 angedeuteten Stellung mit dem
Entleerungsrohr 7 mittels des Verbindungsrohres 43 verbindet. Man senkt alsdann den
Schaber auf den Boden, indem man den Hebel : 20 nach 20" hebt, und setzt den Schaber in
dem durch den Pfeil der Fig. 7 angegebenen Sinne in Bewegung, indem man den geraden
Riemen auf die feste Riemenscheibe 17 verschiebt. Die Peroxyde fallen in den Behälter 42 ,
vermöge der konvexen Form des Schabers 23. Nach einigen Drehungen ist die Entleerung der
Pfanne 3 beendet, und man hält die Drehbewegung des Schabers auf, indem man die Mechanismen
im umgekehrten Sinne betätigt. Die' .:: Lage der Entleerungsöffnung 5 der Pfanne 3 ist
derart, daß der Schaber auf dem Boden der Pfanne eine Schicht des Produktes von 1 bis
2 mm Dicke läßt, die während des Prozesses hier bleibt und den Boden der Pfanne gegen ../,'■
den eventuellen Angriff des Peroxydes schützt und derselben so eine lange Lebensdauer sichert,
was nicht der Fall ist, wenn man die Pfanne mittels Hand abschabt. ;
Es haftet die zurückbleibende Schicht des Produktes sehr fest an der Pfanne und hält deren
Boden vollkommen eben, so daß bei den folgenden
Operationen, wenn das Natrium schmilzt, ■ ■;:. ■.
es sich sehr regelmäßig über die ganze Oberfläche verteilen wird, wodurch unregelmäßige ν
dicke Schichten des Produktes und somit Flammenbündel vermieden werden, welche sich
unter den oben angeführten Bedingungen bilden. Man vermeidet so auch das häufige Reinigen
der Schaufeln, welches bei gewissen Prozessen verlangt wird, und das außer dem daraus entstehenden
Verlust an Peroxyd eine schnelle Abnutzung der Pfannen zur Folge hat.
Aus Vorstehendem geht hervor, daß es mit * Apparaten, die auf dem Prinzip der mecha- ■
nischen Betätigung unter Ausschluß der äußeren Luft beruhen, möglich ist, eine merkbare Verminderung
der Dauer des Herstellungsverfah- ν rens der Alkaliperoxyde zu erhalten und ein
reicheres und reineres Perbxyd zu.erzeugen bei verminderter Handarbeit und einem geringen
Aufwand an Pfannen und ferner bei besserem. Wirkungsgrad infolge der Verhinderung des
Verlustes an Produkt, der sich bei den ge-/
Claims (1)
- bräuchlichen Verfahren infolge der häufigen Reinigung und des Abkratzens des Bodens durch Handarbeit mittels Schaufeln ergibt.Es ist selbstverständlich, daß Änderungen in der Bauart des Apparates und der Anwendung der mechanischen Vorrichtungen zur Verwirklichung der gesamten Phasen des mechanisch ausgeführten Prozesses bei Ausschluß ' der äußeren Luft getroffen werden können, ίο ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.• PatenT-A NSprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Alkaliperoxyden durch Einwirkehlassen von Luft -auf erhitzte Alkalimetalle, gekennzeichnet durch die fortlaufende Ausführung aller Phasen des Herstellungsverfahrens auf mechanischem Wege im Innern des Oxydationsapparates.'20 2. Ausführung'des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschaben gebildeten Peroxydes vom Bo-. den der Pfanne in der'Weise erfolgt, daß . beständig eine dünne Schicht des Produktesan dem Boden der Pfanne haften bleibt.3. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er die das Produkt in der Pfanne bedeckende Kruste zu zerstören und ein Durchrühren des Produktes, so oft als erforderlich, das Produkt in bestimmten Zeitabschnitten gleichmäßig zu verteilen gestattet.4. Apparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch-eint Entleerungsvorrichtung gegenüber der Entleeröffnung der Pfanne, bestehend aus einem mit wärmeisolierenden Materialien gefüllten Schieber, einem Rohr und einem Ansatzstück, das ein direktes Unterstellen eines Sammelgefäßes gestattet.5. Apparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen doppelten Schaber, der zwei gerade und zwei gebogene, am äußersten Ende einer Welle befestigte Arme besitzt.6. Apparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine auf ihrer ganzen Oberfläche mit Zähnen versehene Scheibe, die am Ende eines Rohres befestigt ist.7. Apparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anwendung einer durchlochten Scheibe, die nur eine einzige Reihe von Zähnen in Richtung eines ihrer Durchmesser trägt, wobei die Zähne der einen ':, Hälfte zu denen der anderen Hälfte versetzt angeordnet sind. '. y8. Apparat nach Ansprüchen 3 bis 7, gekennzeichnet durch die Anordnung einer :. gelochten Platte auf der Welle zwischen dem doppelten Schaber und der gezahnten Scheibe, derart, daß sie mittels senkrechter Winkclbänder von der gezahnten Scheibe über ihrer Pfanne gehalten wird.9. Apparat nach Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Schabers in einem Rohr verschoben werden kann, und die Drehung durch Nut und Stift bewirkt wird, und die Regulierung dieser Verschiebungen durch Hebelübertragungen ausgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE273666C true DE273666C (de) |
Family
ID=530097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT273666D Active DE273666C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE273666C (de) |
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0
- DE DENDAT273666D patent/DE273666C/de active Active
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