DE273665C - - Google Patents

Info

Publication number
DE273665C
DE273665C DENDAT273665D DE273665DA DE273665C DE 273665 C DE273665 C DE 273665C DE NDAT273665 D DENDAT273665 D DE NDAT273665D DE 273665D A DE273665D A DE 273665DA DE 273665 C DE273665 C DE 273665C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drive
lever
acid
valve
cup
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT273665D
Other languages
English (en)
Publication of DE273665C publication Critical patent/DE273665C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/84Chamber process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Special Spraying Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 273665 KLASSE-12 f. GRUPPE
LUIGI SANTA in TORINO, Italien.
erzeugten Schwefelsäure o. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1913 ab.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung dient zur selbsttätigen Überwachung der Dichtigkeit der dargestellten Schwefelsäure, die in den Bleikammern niedergeschlagen wird, und demzufolge gleichzeitig auch zur selbsttätigen Regelung der Wirkung der Zerstäuber für das Druckwasser und den Dampf in den Kammern zur Darstellung der Säure. Mit Hilfe dieser Vorrichtung wird ein regelmäßiger Gang der Anlage und eine gleichmäßige Erzeugung von Säure einer bestimmten Dichtigkeit erhalten. Die Vorrichtung besteht aus:
a) einem gewöhnlichen Laufwerk, das zwisehen'zwei miteinander verbundenen Metallständern angeordnet ist,
b) einem Hebel mit auf seinem einen Ende verschiebbarem Gegengewicht und gabelförmiger Ausbildung am anderen Ende, an dem ein
ao Glasbecher in einer Art aufgehängten Bügels schwingbar ist,
c) einer Vorrichtung zur Prüfung. der Wirkungsweise des Wassers, die aus zwei Glasrohren besteht, die zwischen zwei Metallplatten angeordnet sind, von denen die obere mittels Rohre mit den Zerstäubern und die untere mit einem selbsttätig gesteuerten Ventil in Verbindung steht.
Auf der Zeichnung veranschaulichen die Fig. i, 2, 3 und 4 eine Vorderansicht bzw. einen Schnitt, einen Grundriß und eine Seitenansicht der Regelungsvorrichtung für die Bleikammern zur Herstellung von Schwefelsäure. Die Fig. 5, 6 und 7 stellen schematisch die Anwendung der Vorrichtung bei den Kammern dar. Die Fig. ib veranschaulicht die Anordnung des Ventils für das Wasser oder den Dampf.
Das Antriebslaufwerk (vgl. Fig. 1 und 4) erhält seine Bewegung von einer gewöhnlichen Spiralfeder, die in eine Trommel α eingebaut ist, deren Zahnkranz r mit einem Trieb r1 in Eingriff ist, der wieder das Zahnrad r2 in Drehung versetzt, weil es mit ihm durch eine Welle starr verbunden ist. Das Zahnrad r 2 überträgt seinerseits die Bewegung auf die gezahnte Welle r 4 und diese wieder auf das Zahnrad rz. Schließlich treibt die Welle rl das Rad rb und das Ankersperrad an. Auf der Welle des Sperrrades re ist die Scheibe c mit zwei auf ihren beiden Seitenflächen vorragenden Zapfen angebracht, die als Sperrung gegen die Hebel I1, I2 (vgl.. Fig. 2) wirken, die jeder einen Zahn d1 bzw-. y d2 tragen, der sich auf einem seitlichen glatten Kranz der beiden Räder r2 bzw. rs stützt und mit diesem in Eingriff kommt.
Die beiden Kränze liegen in bezug auf die Scheibe c einander gegenüber. Die Hebel P- und I2 werden von einem doppelten Zapfen des
kurzen Winkelarmes m des Hebels I beim Heben und Senken des letzteren betätigt und in Schwingung versetzt; die Bewegung des Hebels I wird durch die Anschläge s begrenzt. Das Rad r1 treibt ein Exzenter e an und letzteres beeinflußt wieder den zweiarmigen Hebel /3, der auf einen Stift wirkt, der gegen das Ventil υ (vgl. Fig. ib) gedrückt wird, das mit ihm durch eine Spiralfeder in Berührung
ίο gehalten wird. Dieses Ventil öffnet oder schließt den Durchlaß für das Wasser, das in der Pfeilrichtung durch f zufließt und in die Zerstäuber geleitet wird, die in den Bleikammern angeordnet sind und, wie ihr Name besagt, das Wasser in einen feinen Staub oder Nebel verwandeln oder in derselben Weise Dampf verteilen.
Auf der die Scheibe c tragenden Welle ist eine Art Windfang h (vgl. Fig. 3) mit in ihrer Stellung zwecks Erzielung eines größeren oder geringeren Widerstandes gegen die Luft regelbaren Flügeln lose drehbar, der mit zwei Flachfedern ausgerüstet ist, die in die Zähne einer auf der Welle festen Scheibe p eingreifen.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Die von den Glover-Türmen hergeleiteten Schwefligsäuregase gelangen durch die Öffnungen u in die Kammern, und die unter der Wirkung des Dampfes oder des zerstäubten Wassers sich bildenden Schwefelsäuredämpfe werden kondensiert, und ein Teil dieser wässerigen Säure haftet an den Wänden der Kammer, sammelt sich in den Kanälen q und tropft aus diesen durch ein Röhrchen 0 in den Becher b (vgl. Fig. 1) der außen auf der Wand befestigten Regelungsvorrichtung und aus dem Becher in den Sammelbehälter am Boden der Kammer. Wenn die Säure eine höhere Dichte als beabsichtigt angenommen hat, so wird auch ihr spezifisches Gewicht erhöht, was das Herabschwingen des Hebels I unter Anheben des Gegengewichtes χ zur Folge hat. Alsdann stößt der Arm m mit seinem Zapfen gegen den Hebel I1, der den Zahn d1 (vgl. Fig. 2) aus dem Einschnitt in dem Kranz des Rades rs heraushebt und sich von dem Zapfen der Scheibe c entfernt. Auf diese Weise kann sich das Triebwerk unter der Wirkung der Spiralfeder in Bewegung setzen, woran es vorher gehindert war.
Das Zahnrad r3 führt gleichzeitig mit dem Rad r2 eine halbe Umdrehung aus, wobei das Exzenter e in eine Richtung eingestellt wird, die der in Fig. 2 und ib dargestellten entgegengesetzt ist. Der Hebel Is schwingt hierbei aus, und das Ventil ν eröffnet den Durchlaß für das Wasser zum Zerstäuber. Das Rad r3 führt nur eine halbe Umdrehung aus, weil bei der Bewegung des Rades r4 das Rad r2 den Einschnitt auf seinem Kranz unter den Zahn d2 bewegt, der sich vorher auf diesen Kranz stützte und nun in den Einschnitt einfällt, während der Hebel Γζ bei seinem Herabschwingen gegen den Zapfen der Scheibe c stößt und die Bewegung der letzteren hemmt. Da der Windfang auf der Welle lose befestigt ist, kann er infolge der lebendigen Kraft noch einige Umdrehungen ausführen, während er bei der Bewegung als Regelungsvorrichtung dient. Wenn bei übermäßiger Zufuhr von Wasser in die Kammern die gebildete Säure an Dichte abnimmt, so vermag deren Gewicht in dem Becher das Gegengewicht χ nicht mehr zu überwinden, und der Hebel I schwingt aufwärts, wobei der Arm m den Hebel Ϊ1 hebt und den Zahn d2 und den Zapfen der Scheibe c auslöst, so daß die Drehbewegung in der Pfeilrichtung wieder einsetzt, bis der Kranz des Rades r3 wiederum durch seinen Einschnitt mit dem Zahn d1 in Eingriff kommt und gleichzeitig die Scheibe c angehalten wird. Dies geschieht in dem Augenblick, in dem das Rad r2 mittels des Exzenters e und des Hebels P das Ventil υ geschlossen hat. Auf diese Weise folgen diese Schwingbewegungen bei jeder Änderung der Dichte, so daß das Ziel erreicht wird, den gewöhnlichen Gang der Herstellung der Säuren mit einer normalen und gewünschten Dichtigkeit in gleichförmiger Weise zu regeln.
Wenn man einen bestimmten Grad der go Dichtigkeit erzielen will, wird der Becher b auf seiner Äufhängestelle verschoben; zu diesem Zweck ist das Gabelende des Hebels I mit Zähnen oder Rasten versehen, in denen die Tragevorrichtung des Bechers in entsprechender Weise eingehängt werden kann. Der größere oder geringere Abstand von dem Schwingzapfen des Hebels ist für die größere oder geringere Dichte der Säure bestimmend, die durch den Becher b dauernd hindurchfließt, der zu diesem Zweck mit einem besonderen, auf einer Seite gelegenen Ausfluß versehen ist.
Der Becher ist derart ausgeführt, daß die Säure mit den einzelnen Graden der Dichte abfließen kann, während wenn sie wie gewöhnlieh über den Rand des Bechers abfließen würde, die unteren Schichten der Flüssigkeit dauernd unbeweglich bleiben würden.
Das den Zerstäubern zuzuleitende Wasser strömt durch das Rohr f zu und folgt in seinem no Lauf den Pfeilen (Fig. 1), so daß es in die Rohre t mit unterer Einschnürung gelangt, auf die die Kugeln η sich stützen, die durch die Strömung eine springende und um die Achse des Rohres kreisende Bewegung erhalten, was dazu dient, anzuzeigen, daß die Vorrichtung in richtiger Weise arbeitet, und daß das Wasser die Einrichtung in ordnungsmäßiger Weise durchströmt.
Die Kontrollvorrichtung mit den beiden Roh- 120-ren kann an beliebigem Orte angebracht werden, je nachdem dies für die Überwachung durch
das Personal am bequemsten ist. Die Anzahl der Vorrichtungen für jede Kammer kann beliebig gewählt werden.
Die Vorrichtung hat verschiedene wichtige Vorteile.
1. Die Vorrichtung hat neben ihrer Einfachheit, weil nur wenige Räder und Hebel angewendet sind, den Hauptvorteil des selbsttätigen Arbeitens unter der unmittelbaren Wirkung
ίο der geringeren oder höheren Dichte der Schwefelsäure und damit des entsprechenden Gewichts.
2. Sie kann ferner zur Zerstäubung der Lösungen von Nitrosesäure oder auch nur des
■ Wassers dienen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Konzentration der in Bleikammern erzeugten Schwefelsäure o. dgl, gekennzeichnet durch eine von der in den Kammerwänden herabfließenden Säure beschickten Wage, die bei zu hoher oder zu niedriger Dichte der Säure ausschwingt und ein Laufwerk in Tätigkeit setzt, durch das ein den Wasserzufluß regelndes Ventil entsprechend eingestellt wird.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem einen Ende eines mit Gegengewicht
30, versehenen Hebels ein die Säure aufnehmender Becher aufgehängt ist, der mit einem vom Boden des Bechers ausgehenden Überlauf ausgerüstet ist.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel der Wage mit Vorsprüngen versehen ist, die abwechselnd zwei ein Laufwerk sperrende Hebel auslösen können, so daß das Laufwerk mittels Exzenters und Hebelübertragung das Ventil für den Wasserzufluß steuern kann.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Laufwerk mit zwei in demselben Sinne und mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden Rädern ausgerüstet ist, auf denen die Sperrasten derart versetzt sind, daß immer nach einer halben Umdrehung der jeweils nicht ausgelöste Hebel das Laufwerk zum Stillstand bringt und das Exzenter in einer solchen Stellung sichert, die der gewünschten Regelung des Wasserzuflusses entspricht.
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ankerwelle des Laufwerks eine Scheibe mit Anschlägen vorgesehen ist, die mit den Sperrhebeln beim Einfallen des Sperrzahnes in Eingriff kommen.
6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung vom Ventil zu den in den Kammern angeordneten Zerstäubern Glasrohre eingeschaltet sind, in denen ein Körper gelagert ist, dessen Bewegung den Wasserdurchfluß zu überwachen gestattet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT273665D Active DE273665C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE273665C true DE273665C (de)

Family

ID=530096

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT273665D Active DE273665C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE273665C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60020189T2 (de) Spender zur Abgabe abgemessener Mengen einer Flüssigkeit, versehen mit einer Vorrichtung zum Zählen einer großen Zahl abgegebener Dosen
DE273665C (de)
DE205713C (de) Wasserverteiler mit einer sich drehenden und bei der Drehung ihren Neigungswinkel verändernden düse
DE361082C (de) Wasserkraftmaschine mit paternosterartig aufgehaengten Kippbehaeltern
DE496879C (de) Aufwindevorrichtung fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Textilmaschinen
DE633241C (de) Fahrspielzeug in Gestalt eines Panzerwagens mit Funkenerzeugungsvorrichtung
DE398238C (de) Tragbare Vorrichtung fuer Spritzmalerei und Beregnung
DE219008C (de)
DE179866C (de)
DE321980C (de) Selbsttaetige und von Hand wirkende Druckausloesevorrichtung an Wringmaschinen
AT28673B (de) Vorrichtung zum Färben von Häuten.
DE962760C (de) Regner mit Ansaugung von Luft durch den Wasserstrahl
AT83862B (de) Künstlicher Arm.
DE128784C (de)
DE170755C (de)
AT86651B (de) Selbsttätige Seilführung für Winden.
DE478281C (de) Wurfvorrichtung fuer Feuerungen
DE42212C (de) Indirecter Uebertrager für Regulatoren
DE183029C (de)
DE106402C (de)
DE638500C (de) Luftbefeuchter
DE13844C (de) Durch Wasser getriebenes Uhr- und Schlagwerk
DE19302C (de) Vorrichtung zum Bewegen von Fächern und sog. Punkahs
DE808561C (de) Spielzeug-Motorrad mit Figur
DE173176C (de)