DE273665C - - Google Patents
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- DE273665C DE273665C DENDAT273665D DE273665DA DE273665C DE 273665 C DE273665 C DE 273665C DE NDAT273665 D DENDAT273665 D DE NDAT273665D DE 273665D A DE273665D A DE 273665DA DE 273665 C DE273665 C DE 273665C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/82—Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
- C01B17/84—Chamber process
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Special Spraying Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 273665 KLASSE-12
f. GRUPPE
LUIGI SANTA in TORINO, Italien.
erzeugten Schwefelsäure o. dgl.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung dient zur selbsttätigen Überwachung
der Dichtigkeit der dargestellten Schwefelsäure, die in den Bleikammern niedergeschlagen
wird, und demzufolge gleichzeitig auch zur selbsttätigen Regelung der Wirkung der Zerstäuber für das Druckwasser und den
Dampf in den Kammern zur Darstellung der Säure. Mit Hilfe dieser Vorrichtung wird ein
regelmäßiger Gang der Anlage und eine gleichmäßige Erzeugung von Säure einer bestimmten
Dichtigkeit erhalten. Die Vorrichtung besteht aus:
a) einem gewöhnlichen Laufwerk, das zwisehen'zwei
miteinander verbundenen Metallständern angeordnet ist,
b) einem Hebel mit auf seinem einen Ende verschiebbarem Gegengewicht und gabelförmiger
Ausbildung am anderen Ende, an dem ein
ao Glasbecher in einer Art aufgehängten Bügels schwingbar ist,
c) einer Vorrichtung zur Prüfung. der Wirkungsweise
des Wassers, die aus zwei Glasrohren besteht, die zwischen zwei Metallplatten
angeordnet sind, von denen die obere mittels Rohre mit den Zerstäubern und die untere mit
einem selbsttätig gesteuerten Ventil in Verbindung steht.
Auf der Zeichnung veranschaulichen die Fig. i, 2, 3 und 4 eine Vorderansicht bzw. einen
Schnitt, einen Grundriß und eine Seitenansicht der Regelungsvorrichtung für die Bleikammern
zur Herstellung von Schwefelsäure. Die Fig. 5, 6 und 7 stellen schematisch die Anwendung
der Vorrichtung bei den Kammern dar. Die Fig. ib veranschaulicht die Anordnung des Ventils
für das Wasser oder den Dampf.
Das Antriebslaufwerk (vgl. Fig. 1 und 4) erhält seine Bewegung von einer gewöhnlichen
Spiralfeder, die in eine Trommel α eingebaut ist, deren Zahnkranz r mit einem Trieb r1 in
Eingriff ist, der wieder das Zahnrad r2 in Drehung
versetzt, weil es mit ihm durch eine Welle starr verbunden ist. Das Zahnrad r 2 überträgt
seinerseits die Bewegung auf die gezahnte Welle r 4 und diese wieder auf das Zahnrad rz.
Schließlich treibt die Welle rl das Rad rb und
das Ankersperrad an. Auf der Welle des Sperrrades re ist die Scheibe c mit zwei auf ihren
beiden Seitenflächen vorragenden Zapfen angebracht, die als Sperrung gegen die Hebel I1, I2
(vgl.. Fig. 2) wirken, die jeder einen Zahn d1 bzw-. y d2 tragen, der sich auf einem seitlichen
glatten Kranz der beiden Räder r2 bzw. rs
stützt und mit diesem in Eingriff kommt.
Die beiden Kränze liegen in bezug auf die Scheibe c einander gegenüber. Die Hebel P-
und I2 werden von einem doppelten Zapfen des
kurzen Winkelarmes m des Hebels I beim
Heben und Senken des letzteren betätigt und in Schwingung versetzt; die Bewegung des
Hebels I wird durch die Anschläge s begrenzt. Das Rad r1 treibt ein Exzenter e an und
letzteres beeinflußt wieder den zweiarmigen Hebel /3, der auf einen Stift wirkt, der gegen
das Ventil υ (vgl. Fig. ib) gedrückt wird, das
mit ihm durch eine Spiralfeder in Berührung
ίο gehalten wird. Dieses Ventil öffnet oder schließt
den Durchlaß für das Wasser, das in der Pfeilrichtung durch f zufließt und in die Zerstäuber
geleitet wird, die in den Bleikammern angeordnet sind und, wie ihr Name besagt, das
Wasser in einen feinen Staub oder Nebel verwandeln oder in derselben Weise Dampf verteilen.
Auf der die Scheibe c tragenden Welle ist eine Art Windfang h (vgl. Fig. 3) mit in ihrer
Stellung zwecks Erzielung eines größeren oder geringeren Widerstandes gegen die Luft regelbaren
Flügeln lose drehbar, der mit zwei Flachfedern ausgerüstet ist, die in die Zähne einer
auf der Welle festen Scheibe p eingreifen.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise:
Die von den Glover-Türmen hergeleiteten Schwefligsäuregase gelangen durch die Öffnungen
u in die Kammern, und die unter der Wirkung des Dampfes oder des zerstäubten Wassers
sich bildenden Schwefelsäuredämpfe werden kondensiert, und ein Teil dieser wässerigen
Säure haftet an den Wänden der Kammer, sammelt sich in den Kanälen q und tropft aus
diesen durch ein Röhrchen 0 in den Becher b (vgl. Fig. 1) der außen auf der Wand befestigten
Regelungsvorrichtung und aus dem Becher in den Sammelbehälter am Boden der Kammer.
Wenn die Säure eine höhere Dichte als beabsichtigt angenommen hat, so wird auch ihr
spezifisches Gewicht erhöht, was das Herabschwingen des Hebels I unter Anheben des
Gegengewichtes χ zur Folge hat. Alsdann stößt der Arm m mit seinem Zapfen gegen den
Hebel I1, der den Zahn d1 (vgl. Fig. 2) aus dem
Einschnitt in dem Kranz des Rades rs heraushebt und sich von dem Zapfen der Scheibe c
entfernt. Auf diese Weise kann sich das Triebwerk unter der Wirkung der Spiralfeder in
Bewegung setzen, woran es vorher gehindert war.
Das Zahnrad r3 führt gleichzeitig mit dem Rad r2 eine halbe Umdrehung aus, wobei das
Exzenter e in eine Richtung eingestellt wird, die der in Fig. 2 und ib dargestellten entgegengesetzt
ist. Der Hebel Is schwingt hierbei aus,
und das Ventil ν eröffnet den Durchlaß für das Wasser zum Zerstäuber. Das Rad r3 führt nur
eine halbe Umdrehung aus, weil bei der Bewegung des Rades r4 das Rad r2 den Einschnitt
auf seinem Kranz unter den Zahn d2 bewegt, der sich vorher auf diesen Kranz stützte und
nun in den Einschnitt einfällt, während der Hebel Γζ bei seinem Herabschwingen gegen den
Zapfen der Scheibe c stößt und die Bewegung der letzteren hemmt. Da der Windfang auf der
Welle lose befestigt ist, kann er infolge der lebendigen Kraft noch einige Umdrehungen
ausführen, während er bei der Bewegung als Regelungsvorrichtung dient. Wenn bei übermäßiger
Zufuhr von Wasser in die Kammern die gebildete Säure an Dichte abnimmt, so
vermag deren Gewicht in dem Becher das Gegengewicht χ nicht mehr zu überwinden,
und der Hebel I schwingt aufwärts, wobei der Arm m den Hebel Ϊ1 hebt und den Zahn d2 und
den Zapfen der Scheibe c auslöst, so daß die Drehbewegung in der Pfeilrichtung wieder einsetzt,
bis der Kranz des Rades r3 wiederum durch seinen Einschnitt mit dem Zahn d1 in
Eingriff kommt und gleichzeitig die Scheibe c angehalten wird. Dies geschieht in dem Augenblick,
in dem das Rad r2 mittels des Exzenters e und des Hebels P das Ventil υ geschlossen hat.
Auf diese Weise folgen diese Schwingbewegungen bei jeder Änderung der Dichte, so daß das Ziel
erreicht wird, den gewöhnlichen Gang der Herstellung der Säuren mit einer normalen und
gewünschten Dichtigkeit in gleichförmiger Weise zu regeln.
Wenn man einen bestimmten Grad der go Dichtigkeit erzielen will, wird der Becher b auf
seiner Äufhängestelle verschoben; zu diesem Zweck ist das Gabelende des Hebels I mit
Zähnen oder Rasten versehen, in denen die Tragevorrichtung des Bechers in entsprechender
Weise eingehängt werden kann. Der größere oder geringere Abstand von dem Schwingzapfen
des Hebels ist für die größere oder geringere Dichte der Säure bestimmend, die durch den Becher b dauernd hindurchfließt,
der zu diesem Zweck mit einem besonderen, auf einer Seite gelegenen Ausfluß versehen ist.
Der Becher ist derart ausgeführt, daß die Säure mit den einzelnen Graden der Dichte
abfließen kann, während wenn sie wie gewöhnlieh über den Rand des Bechers abfließen
würde, die unteren Schichten der Flüssigkeit dauernd unbeweglich bleiben würden.
Das den Zerstäubern zuzuleitende Wasser strömt durch das Rohr f zu und folgt in seinem no
Lauf den Pfeilen (Fig. 1), so daß es in die Rohre t mit unterer Einschnürung gelangt, auf die die
Kugeln η sich stützen, die durch die Strömung eine springende und um die Achse des Rohres
kreisende Bewegung erhalten, was dazu dient, anzuzeigen, daß die Vorrichtung in richtiger
Weise arbeitet, und daß das Wasser die Einrichtung in ordnungsmäßiger Weise durchströmt.
Die Kontrollvorrichtung mit den beiden Roh- 120-ren kann an beliebigem Orte angebracht werden,
je nachdem dies für die Überwachung durch
das Personal am bequemsten ist. Die Anzahl der Vorrichtungen für jede Kammer kann beliebig
gewählt werden.
Die Vorrichtung hat verschiedene wichtige Vorteile.
1. Die Vorrichtung hat neben ihrer Einfachheit, weil nur wenige Räder und Hebel angewendet
sind, den Hauptvorteil des selbsttätigen Arbeitens unter der unmittelbaren Wirkung
ίο der geringeren oder höheren Dichte der Schwefelsäure
und damit des entsprechenden Gewichts.
2. Sie kann ferner zur Zerstäubung der Lösungen von Nitrosesäure oder auch nur des
■ Wassers dienen.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Konzentration der in Bleikammern
erzeugten Schwefelsäure o. dgl, gekennzeichnet durch eine von der in den Kammerwänden
herabfließenden Säure beschickten Wage, die bei zu hoher oder zu niedriger Dichte der Säure ausschwingt und ein Laufwerk
in Tätigkeit setzt, durch das ein den Wasserzufluß regelndes Ventil entsprechend
eingestellt wird.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem einen Ende eines mit Gegengewicht
30, versehenen Hebels ein die Säure aufnehmender
Becher aufgehängt ist, der mit einem vom Boden des Bechers ausgehenden Überlauf ausgerüstet ist.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hebel der Wage mit Vorsprüngen versehen ist, die abwechselnd zwei ein Laufwerk
sperrende Hebel auslösen können, so daß das Laufwerk mittels Exzenters und Hebelübertragung das Ventil für den Wasserzufluß
steuern kann.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Laufwerk mit zwei in demselben Sinne und mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden
Rädern ausgerüstet ist, auf denen die Sperrasten derart versetzt sind, daß immer
nach einer halben Umdrehung der jeweils nicht ausgelöste Hebel das Laufwerk zum Stillstand bringt und das Exzenter in einer
solchen Stellung sichert, die der gewünschten Regelung des Wasserzuflusses entspricht.
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Ankerwelle des Laufwerks eine Scheibe mit Anschlägen vorgesehen ist, die
mit den Sperrhebeln beim Einfallen des Sperrzahnes in Eingriff kommen.
6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in die Leitung vom Ventil zu den in den Kammern angeordneten Zerstäubern Glasrohre
eingeschaltet sind, in denen ein Körper gelagert ist, dessen Bewegung den Wasserdurchfluß
zu überwachen gestattet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE273665C true DE273665C (de) |
Family
ID=530096
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT273665D Active DE273665C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE273665C (de) |
-
0
- DE DENDAT273665D patent/DE273665C/de active Active
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