DE273657C - - Google Patents

Info

Publication number
DE273657C
DE273657C DENDAT273657D DE273657DA DE273657C DE 273657 C DE273657 C DE 273657C DE NDAT273657 D DENDAT273657 D DE NDAT273657D DE 273657D A DE273657D A DE 273657DA DE 273657 C DE273657 C DE 273657C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spindle
water
channel
moistening
paper strip
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT273657D
Other languages
English (en)
Publication of DE273657C publication Critical patent/DE273657C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/08Paper yarns or threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 273657 KLASSE 76 c. GRUPPE
EMIL CLAVIEZ in ADORF i.V.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Dezember 1912 ab.
Bei der Spinnerei von Papiergarnen, insbesondere sogenannten Xylolin- oder Textilosegarnen, hat sich mit der Zeit und in der Praxis herausgestellt, daß die verschiedenen Sorten Papier auch der verschiedensten Be-• handlung beim Spinnen bedürfen, und daß die Verschiedenheit der Behandlung ganz besonders von den verschiedenen Härten des verwendeten Rohstoffes und der Verschiedenartigkeit der Leimung des Papiers, die auch an sich in ein und derselben Lieferung niemals vollkommen gleichmäßig ist, abhängt. Infolgedessen fällt auch bei gleichmäßiger Befeuchtung der geschnittenen Papierstreifen die Befeuchtung nicht immer zuverlässig gleichmäßig aus, und die Folge davon ist, daß sich der Papierstreifen nicht in seiner ganzen Länge gleichmäßig zusammendreht.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrich-
tung, welche diesem Übelstande dadurch abhilft, daß der Papierstreifen kurz vor dem Zusammendrehen auf der Spindel auf dieser selbst noch einmal angefeuchtet wird.
Es sind zwar bereits Vorrichtungen bekannt geworden, die es ermöglichen, den- Papierstreifen vor seiner Verspinnung zu befeuchten. Diese Vorrichtungen erfordern aber ein besonderes, der Spindel vorgeschaltetes und von dieser getrennt angeordnetes Anfeuchtwerk nebst Wasserbehälter, wobei die Regelung der aufzutragenden Flüssigkeitsmenge durch Änderung des gegenseitigen Abstandes der Walzen des An feucht werkes erfolgt.
Von dieser bekannten Vorrichtung unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß die Anfeuchtvorrichtung auf der als Tellerspindel ausgebildeten Spindel selbst angeordnet ist und die Zuführung der Anfeuchtflüssigkeit durch die kanalartig durchbohrte Spindel erfolgt, wobei die Regelung der dem Papierstreifen zuströmenden Flüssigkeit durch einfache Drosselung letzterer erfolgt. Durch diese Anordnung wird die Raumeinnahme der Anfeuchtvorrichtung auf ein Mindestmaß gebracht, und letztere selbst erreicht den höchsten Grad der Einfachheit und Zuverlässigkeit.
Auf der Zeichnung sind ,zwei zur praktischen Ausübung des neuen Verfahrens geeignete Ausführungsformen dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen die eine, Fig. 3 und 4 die andere dieser Ausführungsformen in Anwendung bei einer Tellerspindel Claviezscher Bauart (Patent 181585).
Der Hergang kann zweierlei Art sein: Die Befeuchtung erfolgt von unten durch eine Hohlspindel (Fig. 1 und 2) oder von oben durch einen besonders angebauten Spinnkopf (Fig. 3 und 4). Das Wesentliche bei beiden Ausführungsformen ist, daß der Papierstreifen im Spinnkopf bei einer Falzvorrichtung α befeuchtet wird. Der zu verspinnende Streifen b wird an der Spitze der Falzvorrichtung α1 in der bekannten Weise gefalzt. Die Falzvorrichtung ist in az gelocht und trägt gegebenenfalls einen aufsaugefähigen Stoff, wie Docht, Filz u. dgl.
Die Zuführung des Wassers geschieht bei
der Ausführungsform nach Fig. ι und 2 derart, daß das Wasser bei c eingeführt, dann in der Hohlspindel nach d weitergeführt und von d aus durch die Löcher a2 in der Falzvorrichtung auf den Papierstreifen, wenn nötig unter Druck, geleitet wird. Der so angefeuchtete Papierstreifen erhält dadurch diejenige Menge Wasser, die zu einer günstigsten Zusammendrehung nötig ist; er wird in a1 gefaltet — was jedoch nicht unbedingt nötig ist — und darauf in β zu einem Faden zusammengedreht. Je nachdem man den Zulauf des Wassers mehr oder weniger drosselt, kann man dem Papierstreifen mehr oder weniger Wasser zuführen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist die Spindel nicht hohl, sondern in der üblichen Weise ausgebildet, dafür aber mit einem besonderen Spinnkopf versehen, der eine Rinne besitzt, welche das Wasser auffängt, welches eine Leitung c zuführt. Das an der Stelle c in die Rinne gelangende Wasser wird durch die Drehung des Spinnkopfes nach der entgegengesetzten Seite d1 gefördert und erreicht so den gegebenenfalls mit Docht versehenen Kanal d2 und dann die öffnungen a2 in der Falzvorrichtung. An dieser Stelle wird der Papierstreifen durch das zufließende Wasser angefeuchtet. Darauf wird er gefalzt und schließlich in e zu einem Faden gedreht.
Auch hier ist man in der Lage, durch
. Drosselung oder durch eine sonstige passende Vorrichtung dem Papierstreifen diejenige Menge Wasser zuzuführen, die zur richtigen Befeuchtung nötig ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmäßigen Befeuchtung zu verspinnender Papierstreifen und ähnlichen Gutes, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfeuchtvorrichtung auf der als Tellerspindel ausgebildeten Spindel selbst angeordnet ist und die Zuführung der Anfeuchtflüssigkeit durch die kanalartig durchbohrte Spindel erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel hohl ist und von unten dem Spindelkopf Wasser zuführt, welches durch einen in letzterem befindlichen Kanal und durch mehrere in der Falzvorrichtung vorgesehene Löcher auf den Papierstreifen geleitet wird, kurz bevor das Zusammendrehen desselben erfolgt. β
3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spindelkopf eine sich mit ihm drehende Rinne aufweist, welche das mittels einer Leitung (c) zügeführte Wasser durch die Zentrifugalkraft nach einem gegebenenfalls mit Docht versehenen Kanal (d%) fördert, der das Wasser durch die in der Falzvorrichtung vorgesehenen Öffnungen (a2) an den Papierstrei-. fen abgibt. :
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT273657D Active DE273657C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE273657C true DE273657C (de)

Family

ID=530088

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT273657D Active DE273657C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE273657C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177532B (de) * 1962-08-09 1964-09-03 Johann Jacob Keyser Vorrichtung zur Behandlung von Garn, Zwirn od. dgl. mit fluessigen, halbfluessigen oder gas-foermigen Medien waehrend des Spinn- oder Zwirnprozesses an Spinn- oder Zwirnspindeln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177532B (de) * 1962-08-09 1964-09-03 Johann Jacob Keyser Vorrichtung zur Behandlung von Garn, Zwirn od. dgl. mit fluessigen, halbfluessigen oder gas-foermigen Medien waehrend des Spinn- oder Zwirnprozesses an Spinn- oder Zwirnspindeln

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE525806C (de) Durchzugsstreckwerk
DE2856387A1 (de) Spindel fuer das doppelzwirnen mit pneumatischer fadenfuehrung
DE2539226A1 (de) Fadenzufuehrvorrichtung fuer naehmaschinen
DE273657C (de)
DE2316331C2 (de) Doppeldrahtzwirnspindel mit einem vertikal verschwenkbaren Zwirnflügel
DE2434899A1 (de) Vorrichtung an einer doppeldrahtzwirnspindel fuer die zufuehrung eines fluessigen fadenbehandlungsmittels
DE1535014C3 (de) Offen-End-Spinnvorrichtung
CH304680A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einfädeln des Fadens in eine Doppeldrahtspindel.
DE229805C (de)
DE828817C (de) Fadenbruch-Absaugvorrichtung an Spinnmaschinen
DE134467C (de)
DE252699C (de)
DE2217952A1 (de) Einrichtung zum Paraffinieren von Garn auf Textilmaschinen
CH662584A5 (de) Spinnvorrichtung.
DE652406C (de) Spinn- und Zwirnmaschine
DE560346C (de) Verfahren zum Schlichten oder Faerben im laufenden Einzelfaden, insbesondere fuer Kunstseide
DE598468C (de) Verfahren zum Herstellen von Seide- oder Kunstseide-Kreppgarnen
DE486539C (de) Fadenspannvorrichtung fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Textilmaschinen
DE445431C (de) Drehvorrichtung fuer ununterbrochen arbeitende Spinnmaschinen
DE442055C (de) Spinnmaschine zur Herstellung von Kerngarn
DE141615C (de)
DE610920C (de) Vorrichtung zum Wachsen von Faeden an Spul- und aehnlichen Textilmaschinen
DE902945C (de) Fadenspannungsregler fuer Doppeldraht-Zwirnspindeln
DE283976C (de)
DE311009C (de)