DE272340C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07B—GENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
- C07B31/00—Reduction in general
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 272340 KLASSE 12 o. GRUPPE
von Palladium.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1912 ab.
Bei der Reduktion organischer Verbindungen nach dem Kontaktverfahren, insbesondere
bei der Hydrierung der ungesättigten Fettsäuren und deren Glyzeride werden als Katalysatoren
fein verteilte Metalle benutzt, sei es nun, daß diese zunächst in besonderem Verfahren
aus Oxyd oder aus Salzen oder sonstigen Verbindungen der Metalle nach besonderem
Verfahren gewonnen werden, sei es, daß
ίο die Metalle erst bei der Behandlung mit Wasserstoff
aus den dem öl oder der sonstigen zu hydrierenden Substanz zugefügten Oxyden oder
Salzen entstehen. Die fein verteilten Metalle werden in Pulverform oder auch niedergeschlagen
auf pulverförmigen oder stückenförmigen Trägern benutzt. Im Gegensatz zu der Wirksamkeit
der zusammenhängenden Metalle bei der Sauerstoff katalyse haben sich bei der Wasserstoffkatalyse
die zusammenhängenden Metalle im all-
ao gemeinen als katalytisch unwirksam oder doch unbrauchbar erwiesen. Es ist nun gefunden
worden, daß das Palladium auch in Form von zusammenhängendem Metall, insbesondere in
Form von Blechschnitzeln oder metallisch zusammenhängenden Überzügen auf geeigneten
Trägern, z. B. in der Art, wie in der Keramik Metallüberzüge gemacht werden, als Kontaktmetall
eine wirksame Reduktion oder eine glatte Angliederung des Wasserstoffs vermittelt.
Hierauf beruht das Verfahren, welches den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet.
Bei der Benutzung des metallisch zusammenhängenden Palladiums als Kontaktmetall wird
das Verfahren nach zwei Richtungen hin wesentlich vereinfacht; die Trennung der Kontaktsubstanz
von dem Reaktionsprodukt ist wesentlich vereinfacht, und die Wiederauffrischung
der Kontaktsubstanz erfolgt durch einfaches Ausglühen. Abgesehen hiervon fällt auch die Notwendigkeit fort, das Metall in
den Zustand der feinen Verteilung zu bringen, und die Gefahr, daß die Kontaktsubstanz bei
der Aufbewahrung an katalytischer Wirkung verliert, wird wesentlich verringert.
Das Verfahren zur Reduktion organischer Verbindungen ist hiernach, an einem Ausführungsbeispiel
erläutert, folgendes:
Ein heizbares, aufrecht stehendes oder geneigt gelagertes Gefäß, z. B. ein Rohr, dessen
Innenwandung mit Palladium überzogen ist, wird mit locker aufgerollten Palladiumschnitzeln
gefüllt. Man läßt von oben her den Stoff, welcher reduziert werden soll, z. B. Baumwollsaatöl,
und den Wasserstoff eintreten und bringt den Innenraum des Gefäßes auf eine Temperatur von 100 bis 170 ° C. Das öl fließt
unten nach völliger oder teilweiser Sättigung mit Wasserstoff klar ab. Durch drehende
Bewegung des Gefäßes bei geneigter Lagerung desselben wird die Geschwindigkeit des Öles
so geregelt, wie es für den Verlauf der Reaktion notwendig ist. In dem Maße, wie die
Reaktion fortschreitet, läßt man öl zufließen. Das Öl kann auch in Tropfen- oder Sprühregenform
auf die Kontaktsubstanz gebracht werden.
Die Reaktion kann bei Atmosphärendruck
oder bei erhöhtem Druck ausgeführt werden; es können auch Temperaturen unter ioo° und
Temperatüren über 170° in Anwendung kommen.
In dem Reaktionsgefäß können im Innern Zwischenwände. angeordet sein, welche in der
Mitte das öl durchfließen lassen; auch können . mehrere solcher Rohre aneinandergeschaltet
werden. Statt des Palladiums können auch massiv mit Palladium überzogene Bleche aus Nickel,. Kupfer o. dgl., Verwendung
finden, oder scheiben- and schnitzeiförmige Platten aus Porzellan o. dgl. welche mit einem
15, dünnen Palladiumhäutchen überzogen sind.
Das vorstehend gekennzeichnete Verfahren wird besonders dann mit Vorteil angewandt,
wenn es nicht notwendig ist, die Fett körper völlig zu sättigen, oder wenn es darauf ankommt,
schwer zu sättigende Fettkörper einer Vorbehandlung zu unterwerfen, um die Katalysatorgifte
und überhaupt die Schädlichkeiten, welche der wirksamen und schnellen Hydrierung entgegenstehen, zu beseitigen. Bei
dieser Vorbehandlung ist ein Verlust an Katalysator ausgeschlossen, und sobald der Katalysator
an Wirksamkeit verliert, ist es eine einfache und jeden Verlust vermeidende Arbeit,
denselben wieder aufzufrischen. Die mit dem Palladiummetallkatalysator vorbehandelten
Fettkörper werden bei der nachfolgenden Behandlung mit fein verteiltem Katalysator
sehr schnell in die gesättigten Verbindungen übergeführt; der aus fein verteiltem Metall
bestehende Katalysator wird hierbei wenig angegriffen und bleibt für längere Dauer wirksam.
Ebenso wie öl lassen sich auch andere ungesättigte oder reduzierbare Substanzen, z. B.
Nitrobenzol, unter Benutzung des metallisch zusammenhängenden Palladiums reduzieren
bzw. hydrieren.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Reduktion organischer Verbindungen mit Wasserstoff in Gegenwart von Palladium als Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß das Palladium in metallisch zusammenhängender Form, z. B. als Schnitzel oder als zusammenhängender Überzug auf Körpern aus andern Stoffen, verwendet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE272340C true DE272340C (de) |
Family
ID=528918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT272340D Active DE272340C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE272340C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1668254B1 (de) * | 1966-08-12 | 1972-04-27 | Inventa Ag | Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon |
-
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|---|---|---|---|---|
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