DE2708306C2 - Frequenzweiche - Google Patents

Frequenzweiche

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DE2708306C2 DE2708306A DE2708306A DE2708306C2 DE 2708306 C2 DE2708306 C2 DE 2708306C2 DE 2708306 A DE2708306 A DE 2708306A DE 2708306 A DE2708306 A DE 2708306A DE 2708306 C2 DE2708306 C2 DE 2708306C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Frequenzweiche zur Trennung zweier Bänder unterschiedlicher Frequenzlage, bestehend aus einem ersten Rechteckhohlleiterabschnitl, in dem beide Frequenzbänder existent sind, aus einem sich an den ersten Rechteckhohlleiterabschnitt anschließenden zweiten Rechteckhohlleiterabschnitt, in dem nur das obere Frequenzband existent ist, und aus wenigstens einer selektiven Auskoppelvorrichtung für das untere Frequenzband.
Ein wesentliches Anwendungsgebiet derartiger, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Systemweiche aus der DE-AS 2443 166 bekannter Frequenzweichen ist der Satellitenfunk, bei dem die verfügbaren Sende- und Empfangsfrequenzbänder unter hohen Entkopplungsforderungen zu trennen sind. Nachteilig bei einer solchen im nicht eindeutigen Hohlleiter betriebenen Anordnung ist jedoch, daß für jede der beiden H1 ,-Polarisationen zwei symmetrische Einkopplungen erforderlich sind, um die Entstehung einer unerwünschten E01-WeIIe im Rundhohlleiter zu vermeiden. Bei der Anordnung entsprechend Fig. 2 der DE-AS 2443 166 weiden außerdem infolge der nicht rechtwinkligen Einkopplung an der konisch verlaufenden Übergangsstelle zwischen dem ersten und dem zweiten Rundhohlleiterabschnitt unerwünschte Längskomponenten der elektrischen Feldstärke mit zusätzlichen E01- und E1 ,-Komponenten angeregt.
Ferner ist aus der DE-AS 1 264 636 ein als Radialfilter ausgebildetes Filter bekannt, das sich bei einer Ausbildung mit verlängertem Inncnleiter als seiektive Auskoppelvorrichtung für eines der zu trennenden Frequenzbänder eignet.
Im »Taschenbuch der Hochfrequenztechnik«. Ausgabe 1956 (Meinke/Gundlach) sind auf den Seiten 315 bis 319 ganz allgemein Übergänge von Koaxialleitungen auf Hohlrohre angegeben. Hinweise für die spezielle Ausgestaltung einer Frequenzweiche finden sich dort jedoch nicht.
Schließlich ist aus der DE-AS 1591428 eine Anordnung zur selektiven Auskopplung einer elektromagnetischen Welle aus einem Übertragungshohlleiter für sehr kurze elektromagnetische Wellen bekannt.
Bei dieser bekannten Anordnung wird jedoch davon ausgegangen, daß im Durchgangshohlleiter mehrere Wellentypcn existenzfähig sind. So ist auch erkennbar, daß ein Hohlleiter 1' (vgl. Fig. 3 der DE-AS 15 91 428) für die Wellentypen E1n und //,, durchlässig ist. erst recht gilt dies für den Hohlleiter 1, in dem die Wcllentypen /Z0,. /;,,, und Hn ausbreitungsfähig sind. Diese Wellentypen sind aber bekanntlich nicht mehr die Grundwellenlypcn eines Hohlleiters, worauf insbesonde-
re auch in Spalte 3, insbesondere ab Zeile 60 der DE-AS 1591 428 hingewiesen ist. Gerade aus diesem Grund wird dann in der Auslegeschrift Nr. 1591 428 angeregt, zusätzlich in den Übertragungshohlleiter 1, Γ ncch einen Resonator R01 einzubauen, d.h. also unmittelbar in diesem Hohlleiter ein weiteres resonanzfähiges Gebilde vorzusehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Frequenzweiche anzugeben, bei der eine relativ aufwendige Symmetrieeinkopplung nicht erforderlich ist und gleichzeitig die störende Anregung von Wellen mit elektrischen Längskomponenten im gemeinsamen Hohlleiterabschnitt vermieden ist.
Ausgehend von einer Frequenzweiche der einleitend genannten Art, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß beide Rechteckhohlleiterabschnitte als hinsichtlich der /Z10-WeIIe eindeutige Rechteckhohlleiter unterschiedlicher Querschnittsabmessungen ausgebildet sind und sich unmittelbar axial aneinander anschließen, daß als Auskoppelvorrichtung ein das obere Frequenzband sperrende, auf eine Breitseite des Rechteckhohllleiters aufgesetztes Radialfiker mit einem verlängerten Innenleiter vorgesehen ist, der durch eine öffnung der Wandung des ersten Rechteckhohlleiterabschnittes geführt ist. und daß dieser verlängerte Innenleiter im Abstand νοηΛ,,/4 von einer sich nur für das untere Frequenzband ausbildenden Kurzschlußebene angeordnet ist, die infolge des zwischen den Rechteckhohlleiterabschnitten vorhandenen Querschnittsprunges entsteht, wobei Xn einer im unteren Frequenzband enthaltenen Frequenz zugeordnet ist.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Grenzfrequenz der En-WeIIe in einem Rechteckhohlleiter mit einem Seitenverhältnis b: a ungefähr 1 : 2 wesentlich höher ist, als die Grenzfrequenz einer der E1 ,-Welle entsprechenden Eo] -Welle im Rundhohlleiter, so daß eine zweite Einkopplung zur Unterdrückung der F11-WeIIe in einem rolchen Rechteckhohlleiter nicht erforderlich ist.
Es ist hierbei vorteilhaft, daß der verlängerte Innenleiter des Radialfilters im Abstand von etwa λ,,/4 von der wirksamen Kurzschlußebene der Querschnittsverengung und damit im ersten Maximum der elektrischen Feldstärke angeordnet ist, wobei /„ einer Frequenz des unteren Frequenzbandes zugeordnet ist.
Eine im Hinblick auf eine hohe Leistungsbelastbarkeit vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ergibt sich dadurch, daß der erste Hohlleitcrabschnilt über eine Koppelöffnung mit einem dritten Rechteckhohlleiterabschnitt verbunden ist, und daß das Radialfilter mit dem dritten Hohlleiterabschnitt gekoppelt ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten Allsführungsbeispiele noch näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Frequenzweiche.
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Frequenzweiche hoher Leistungsbelastbarkeit,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Frequenzweiche.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Frequenzweiche zur Trennung beispielsweise eines 4- und 6-GHz-Frequenzbandcs für den Satcllitcnfunk sind beide Hohlleiierahschnitte I und 2 als Rechteckhohlleilcr mit einem Seitenverhältnis b: a von etwa 1 : 2 ausgebildet. Dei erste Hohllciterabschnitt 1. in dem beide Frequenzbänder gemeinsam existent sind, setzt sieh fort in einem axial nach hinten weiterführenden zweiten Hohlleilerabschniti 2 »eringerer Querschnittsabmessungen, in dem nur das höhere 6-GHz-Frequenzband existent ist. Der in der Fig. 1 als Querschnittssprung ausgeführte Übergang zwischen beiden Hohlleilerabschnitten kann auch gestuft oder stetig ausgeführt sein oder in anderer geeigneter Weise im oberen Frequenzband reflexionsarm gemacht werden. Im Abstand von etwa λΗ/4 von der durch den Querschnittssprung sich ausbildenden wirksamen Kurzschlußebene wird die Ein- bzw. Auskopplung des unteren
ίο Frequenzbandes bei 4-GHz durch den verlängerten Innenleiter 3 eines auf die Breitseite des ersten Hohlieiterabschnittes 1 aufgesetzten Radialfilters 4 vorgenommen. Durch diesen Abstand, der bezogen ist auf eine Frequenz des unteren Frequenzbandes bei 4GHz wird erreicht,
!5 daß die kapazitive Ein- bzw. Auskopplung durch den vesiängerten innenleiter 3 des Radialfilters 4 im ersten Maximum der elektrischen Feldstärke erfolgt, wodurch sich eine optimale Ankopplung ergibt. Diese Kopplung wird durch die stehende Welle vor dem Übergang auf den weiterführenden 6-GHz-Hohlleiter 2 im unteren Frequenzband unterstützt. Zu beachten bei der Wahl des obengenannten Abstandes des Innenleiters 3 ist, daß der Ort der wirksamen Kurzschlußebene des Querschnittssprunges vom Querschnittsverhältnis beider Hohlleiter- abschnitte abhängt und infolge der aperiodischen Dämpfung des unteren Frequenzbandes im Hohlleiterabschnitt 2 sich dort im geringen Abstand hinter der Querschnittsveränderung ausbildet. Eine weitere Verbesserung der Selektion ergibt sich, wenn der Abstand zwischen einer für das obere Frequenzband vorgesehenen, in der Fig. 1 nicht eigens dargestellten Kurzschlußebene des Radialfilters 4 und der Eintauchstelle des verlängerten Innenleiters 3 in den ersten Hohlleiterabschnilt 1 etwa mit einer Länge von η-λ,,/2 (;i = 0, 1, 2, 3. . .), bezogen auf eine Frequenz des oberen Frequenzbandes, bemessen ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, das besonders für hohe Dauerleistung in beiden Frequenzbereichen geeignet ist, besteht der 6-GHz-Durchgangsweg der Weiche, wie in Fig. 1 aus dem gemeinsamen Hohlleiter 1 beispielsweise für den 4- und 6-GHz-Frequenzbereich und dem anschließenden, sprunghaften, gestuften oder stetigen Übergang auf den axial nach hinten weiterführenden 6-GHz-Hohlleiter 2, der den 4-GHz-Bereich aperiodisch sperrt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist jedoch der erste Hohlleiterabschnitt 1 über eine selektiv wirkende Koppelöffnung, die in diesem Falle als frequenzselektiver Resonanzschlitz 5 ausgebildet ist, mit einem dritten Hohlleiterabschnitt 6 verbunden. Dieser dritte Hohlleiterabschnitl 6 ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 als Rechteckhohlleiter ausgeführt, dessen Schmalseite an die Schmalseite des ersten Hohlleiterabschnittes 1 unmittelbar angrenzt bzw. als gemeinsame Wandung ausgeführt ist. Der Resonanzschlitz 5. der zur Verkopplung der magnetischen Längsfeder //. an den aneinandergrenzcnden Schmalseiten der Hohlleiterabschnitte 1 und 6 vorgesehen ist. soll dabei auf eine Frequenz des unteren Frequenzbereiches z.B. bei 4GHz abgestimmt sein. Für einen solchen Resonanzschlitz beträgt die zur Resonanz notwendige Länge etwa eine halbe Freiraumwellcnlänge bei der Resonanzfrequenz z. B. im 4-GHz-Bereich. Weiterhin ist die Mille des Resonanzschlitzes um den Abstand z.„/4 vor die effektive KurzschL'ttebcne des Querschnittsübergangs auf den 6-GHz-Hohllciter 2 gelegt, so daß bei Resonanz die gesamte 4-
b5 GHz-Energie in den seillichen Hohlleiter 6 übergeht. Dort wird sie mit einer Kurzsehlußplatte7 des Rechteckhohlleiters 6 etwa im Abstand von /.„ 4 vor der Schlitzniilte unmelenkt. Damit im Hoblleitcnibschnitl 6 keine
//,„-Wellen angeregt werden können, wird dessen //,„-Grenzfrequenz vorteilhaft über die höchste Frequenz des 6-GHz-Bereiches gelegt, wobei jedoch zu berücksichtigen ist. daß sich eine ausreichend niedrige H10-Grenzfrequenz ergibt. Gegebenenfalls können der Hohlleiterabschnitt 6 und auch 1 zur Ausweitung des nutzbaren Eindeutigkeitsbereiches auch als Steghohlleiter ausgebildet werden.
Die Auskopplung des 4-GHz-BeIeIChCs erfolgt beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 in analoger Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. !,jedoch nicht am gemeinsamen Hohlleiter 1. sondern über ein Koppelloch 8 des zusätzlichen Hohlleiterabschnittes 6. in das wiederum der verlängerte Innenleiter 3 eines Radialfilters 4 eingeführt ist. So wird eine vollständige Ankopplung des Kaduilfiiters an den HohÜeiterabschnitt 6 erreicht. Die entsprechend starke Koppelung des Resonanzschlitzes 5 erfolgt über die magnetische Längskomponente H. zu beiden Seiten der gemeinsamen Hohlleiterwand. Da die Komponente H. bei konstanter Leistung und wachsender Frequenz mit dem Faktor
'■»
f T-(;.ö/;.4i-r
sinkt, und da die Stärke der Kopplung eines Koppelorganes vom Produkt der koppelnden Feldstärke zu beiden Seiten dieses Koppelorganes abhängt, erhält man mit den hier als koppelnde Feldstärken ausgewählten magnetischen Längskomponenten bereits einen positiven Beitrag zur Entkopplung beider Frequenzbereiche. Einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Entkoppelung beider Frequenzbereiche liefert das Radialfilter 4. Wegen der Vorseiektion der übrigen Anordnung ist die Kreiszahi des Radialfilters für eine bestimmte Entkoppelungsforderung beim Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 2 niedriger als bei der Anordnung gemäß Fig. 1. Da das Radialfilter als HauptfiUer den wesentlichen Beitrag zur Selektion gewährleistet, ist es nicht unbedingt erforderlich, den Resonanzschlitz 5 als sehr schmalen Schlitz auszuführen, sondern er kann eine gut reproduzierbare und einfach anzufertigende Breite von wenigstens 10% der Hohlleiterhöhe oder mehr aufweisen. Weitere Hinweise zur Dimensionierung der Querschnittsabmessungen und der Wandstärke des rechteckigen Resonanzschlitzes hinsichtlich Resonanzlage und Bandbreite finden sich beispielsweise auf den Seiten 320 und 321 der zweiten Auflage des Taschenbuches der Hochfrequenztechnik von Vleinke. Gundlach. erschienen 1962 im Springer Verlag. Ein weiterer Beitrag zur Vorselektion ergibt sich dadurch, daß bei 4GHz im gemeinsamen Hohlleiter 1 eine stehende Welle mit einem Maximum der koppelnden magnetischen Längsfeldstärke H. am Ort des anzubringenden Resonanzschlitzes 5 auftritt, während für den 6-GHz-Bereich wegen der Anpassung im Hohlleiterabschnitt 2 nur eine laufende Welle existiert. Dieser Übergang von der stehenden zur laufenden Welle ist am Ort des Resonanzschlitzes 5 mit einem Rückgang der magnetischen Feldstärke H. für den 6-GHz-Bereich um etwa 6 dB gegenüber H_ beim 4-GHz-Bereich und daher mit einer entsprechenden Erhöhung der Vorselektion verbunden. Einen dritten Beitrag liefert der Resonanzschlitz mit seiner vorstehend bereits erläuterten Resonanzselektivität. Vernachlässigt man in einer überschlägigen Betrachtung wegen der großen Bandbreite solcher Resonanzschlitze deren Selektionsbeitrag. se hat die Anordnung nach Fig. 2 ohne Radialfilter beispielsweise zwischen dem 4- und 6-GHz-Bereich eine Entkopplung von wenigstens 11.6dB. d.h. bei einer Leistung von beispielsweise 5 kW im 6-GHz-Bereich linden sich im Hohlleiter 6 höchstens noch 346 Watt. Mit dieser im Hohlleiter 6 solchermaßen reduzierten 6-GHz-Leitung bestehen keinerlei Bedenken, nun aus diesem Hohlleiter 6 entsprechend Fig. 2 mit dem verlängerten Innenleiter3 des Radialfillcrs 4 auf einfache Weise den 4-G Hz-Bereich kapazitiv auszukoppeln. Für besonders hohe Leistungen kann die Überschlagfestigkcit durch ein kugelförmiges Sondenende des verlängerten Innenleiters noch wesentlich erhöht werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist die Länge des Hohlleiterabsehnittes 6 minimal bemessen und beträgt wegen der etwa im Abstand von /.„4 hinter der kapazitiven Sonde 3 notwendigen Kurzschlußplatte und der im Abstand von ebenfalls /.„/4 vor der Resonanzschlitzmitte vorstehend beschriebenen Kurzschlußplatte 7 etwa λη;2. Die kapazitive Sonde 3 liegt somit im gleichen Querschnitt wie die Mitte des Resonanzschlitzes. Der Hohlleiterabschnitt 6 muß jedoch beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wegen der starken Kopplung durch die relativ weit in das Hohlleiterinnere hineinragende kapazitiven Sonde 3 und wegen des ebenfalls sehr stark koppelnden Resonanzschlitzes 5 nicht unbedingt als Resonator für den unteren Frequenzbereich von 4GHz abgestimmt sein.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wurde davon ausgegangen, daß die Kopplung zwischen dem Hohlleiter I und 6 bereits für sich alleine im gewünschten Frequenzbereich. beispielsweise bei 4GHz vollständigen Energieübergang bewirkt. Demgegenüber ändert sich die Funktionsart jedoch grundsätzlich, wenn das Koppelorgan schwächer koppelt, und der vollständige Energie-Übergang dadurch hergestellt wird, daß dieses eine Koppelorgan innerhalb eines Resonators mit einer weiteren, desgleichen schwächeren Koppelstelle zusammenwirkt.
Eine solche Anordnung ist in Fig. 3 dargestellt, die hinsichtlich der räumlichen Anordnung der Hohlleiterabschnitte 1, 2 und 6 und der Anordnung des Radialfilters 4 mit der Anordnung nach Fig. 2 übereinstimmt, bei der jedoch der Hohlleiterabschnitt 6 als 4-GHz-Resonator ausgeführt ist. der wiederum mit der //.-Komponente an den gemeinsamen Hohlleiter 1 angekoppelt ist, nun aber nicht über einen Resonanzschlitz, sondern über eine an der Schmalseite des ersten Hohlleiterabsehnittes 1 angebrachte induktive Blende 5'. Für sich alkine betrachtet, hat diese Blende eine gewisse Koppeldämfung. die umso größer ist. je kleiner der Blendenöffnungsquerschnitt gewählt wird.
Die Auskoppelung aus dem Resonator 6 erfolgt beim Ausführungsbeispiel nach h ig. 3 wieder mit dem verlängerten Innenleiter 3 eines Radialfilters 4, der nun aber in Abstimmung mit der loseren Einkopplung weniger tief in den Resonator eintaucht als bei der Weichenanordnung nach Fig. 2.
Ein vollständiger Energieübergang beispielsweise im 4-GHz-Bereich stellt sich ein, wenn die Resonatorlänge auf diesen Frequenzbereich abgestimmt ist und ein ganzzahliges Vielfaches der bei einer Frequenz dieses Bereiches sich ausbildenden Hohileiterwellenlänge beträgt. Da die induktive Blende 5' für sich alleine bereits im 4-GHz-Bereich keinen vollständigen Energiedurchgang ermöglicht, liefert sie auch im zu entkoppelnden 6-GHz-Bereich einen höheren positiven Beitrag zur Vorselektion als der Resonanzschlitz entsprechend Fig. 2. Ein zusätzlicher Beitrag zur Vorselektion ergibt sich durch die Selektion des Resonators 6.
Vorteilhaft ist es, die induktive Koppelblende 5' in Richtung der Resonatorlängsaehse möglichst schmal /u dimensionieren, da diinn ihre Resonanzfrequenz erforderlichenfalls weil über dem 6-CiMz-Bereich liegt. Um trotzdem eine ausreichende Stärke der gewünschten Kopplung im 4-CiHz-Bereich zu erhalten, wird die Koppelöffnung wie es in Fig. 3 dargestellt ist. zweckmäßig mit maximaler Höhe, d.h. ebenso hoch wie der Resonalorhoh!leiter ausgeführt.
Das Verhalten der Weiche entsprechend Fig. 3 im 6-GHz-Spcrrbereich wird wesentlich mit davon bestimmt, wie die höheren Resonanzen des Resonators liegen und mit welcher Stärke sie angeregt werden. Bei einer Anbringung der induktiven Hinkoppelblende 5' in der Mitte der schmalen Rcsonatorlängsscite des Hohlleiter-Resonators 6. wie es zur optimalen Ankopplung der //,,,,-Grundresonanz bei 4 GHz zweckmäßig ist. können keine //,„„,-Resonanzen mit geradzahligen Vielfachen von /.„2(/7;gerade) angeregt werden. In diesem Falle kann beispielsweise die W1,,,-Resonanz nicht angeregt werden, weil sie in der Blendenmitte keine //.-Komponente aufweist und ihre //.-Komponenten vor dem rechten und dem linken Teilquerschnitt der Blende stets untereinander gleiche Größe, aber entgegengesetzte Richtung haben. Die erste anregbare Störresonanz ist also die //,„,■ Resonanz, die durch geeignete Resonatordimensionierunc so !»elect wird, daß sie nicht in den 6-GHz-Bereich lallt.
Um die Mehrdeutigkeit des Resonators 6 aufdie Gattung der H1 1, ,-Resonanzen einzuschränken, ist es zweckmäßig, die //,„-Grenzfrequenz des Hohlleiterresonators 6 über die höchste Frequenz des 6-CiI Iz-Bereiches zu legen. Das Intervall zwischen /Z11,- und //,„-Grenzfrequenz eines Rechleckhohlleiters kann durch Übergehen auf einen Steghohlleiter wesentlich erweitert werden.
Die im 6-Gllz-Spen bereich im Resonator gegebene Feldverteilung kann in vorteilhafter Weise zur Erzeugung eines Dämpl'ungspoles bei 6 GIIz dadurch ausgenützt weiden, daß die 4-Gllz-Sondenauskopphing in einein solchen Resonatorquerschnill angebracht wird, in dem etwa bei einer mittleren 6-GHz-Frequenz eine Nullstelle der elektrischen Reslfeldstärke auftritt. Wegen des breiten Maximums der elektrischen Feldstärke bei der //,iu-Grundresonanz verringert sich die Koppelstärkc der kapazitiven Sonde nur wenig, wenn sie aus der Resonatormille in Längsrichtung verschoben wird. Außerdem kann bei größeicn Verschiebungen der Verlust an Koppelstärkc durch eine größere Eintauchtiefe der Sonde 3 kompensiert werden.
Weiterhin ist es möglich, daß die Anordnungen entsprechend den Fig. 2 und 3 mit Kompensationsschaltungen versehen werden, wie sie beispielsweise in dem Lehrbuch »Theorie der Hochfrcqucnzschaltungen« von H. Meinke, Oldenburg-Verlag München, erschienen 1951 - 25 auf den Seiten 96 sowie 219 bis 225 angegeben sind. Solche Kompensaiionsschaltungen weisen einen zur gegebenen WeichenanordiHing breitbandig gegenläufigen Frequenzgang des Reflexionsfaktors auf und bewirken somit eine weitere Verbesserung des Durchlaßverhaltens der Weiche im unteren Frequenzband sowie eine weitere Selektivitätserhöhung.
Hierzu 2 Blatt Zcichnunuen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Frequenzweiche zur Trennung zweier Bänder unterschiedlicher Frequenzlage, bestehend aus einem ersten Rechteckhohlleiterabschnitt, in dem beide Frequenzbänder existent sind, aus einem sich an den ersten Rechteckhohlleiterabschnitt anschließenden zweiten Rechteckhohlleiterabschnitt, in dem nur das obere Frequenzband existent ist, und aus wenigstens einer selektiven Allskoppelvorrichtung für das untere Frequenzband, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rechteckhohlleiterabschnitte (1, 2) als hinsichtlich der /Z10-WeIIe eindeutige Rechteckhohlleiter unterschiedlicher Querschnittsabmessungen ausgebildet sind und sich unmittelbar axial aneinander anschließen, daß als Auskoppüvorrichtung ein das obere Frequenzband sperrende, auf eine Breitseite des Rechteckhohlleiters (1, 6) aufgesetztes Radialfilter (4) mit einem verlängerten Innenleiter (3) vorgesehen ist, der durch eine Öffnung der Wandung des ersten Rechteckhohlleiterabschnittes (1, 6) geführt ist, und daß dieser verlängerte Innenleiter (3) im Abstand von Λ,,/4 von einer sich nur für das untere Frequenzband ausbildenden Kurzschlußebene angeordnet ist, die infolge des zwischen den Rechteckhohlleiterabschnitten (1, 6) vorhandenen Querschnittsprunges entsteht, wobei λΗ einer im unteren Frequenzband enthaltenen Frequenz zugeordnet ist.
2. Frequenzweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen einer für das obere Frequenzband vorgesehenen Kurzschlußebene des Radialfilters (4) und der Eintauchstelle des verlängerten Innenleiters (3) in den ersten Hohlleiterabschnitt (1) etwa mit einer Länge von η ■ λΗ/2 (η = 0. 1.
2, 3...) bemessen ist, wobei λΗ der Mittenfrequenz des oberen Frequenzbandes zugeordnet ist.
3. Frequenzweiche nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hohlleiterabschnitt (1) über eine Koppelöffnung (5,5') mit einem dritten Rechteckhohlleiterabschnitt (6) verbunden ist und daß das Radialfilter (4) mit dem dritten Hohlleiterabschnitt (6) gekoppelt ist.
4. Frequenzweiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelöffnung als frequenzselektivcr Resonanzschlitz (5) ausgebildet und auf eine im unteren Frequenzband enthaltene Frequenz abgestimmt ist.
5. Frequenzweiche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Resonanzschlitz (5) zur Verkoppelung der magnetischen Längsfelder H. an den Schmalseiten des ersten Hohlleiterabschnittes (I) und des dritten Hohlleiterabschnittes (6) vorgesehen ist und daß die Schlitzlänge (/) entsprechend der halben Freiraumwellenlänge *0 einer Frequenz des unteren Frequenzbandes bemessen ist.
6. Frequenzweiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelöffnung als induktive Blende (5') ausgebildet ist.
7. Frequenzweiche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die induktive Blende (5') zur Vcrkoppehmg der magnetischen Längsfelder //. an den Schmalseiten des ersten und dritten Hohlleiterabschnittes (1, 6) vorgesehen ist.
8. Frequenzweiche nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des drilten Hohlleiterabschnittes (6)so gewählt ist, daß dieser für eine Frequenz des unteren Frequenzbandes einen Resonator darstellt.
9. Frequenzweiche nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitte der Koppelöffnung {5,5') von der sich infolge der Übergangsstelle vom ersten Hohlleiterabschnitt (1) zum .-»weiten Hohlleiterabschnitl (2)ausbildenden Kurzschlußebene um den Abstand λπ/4 entfernt ist, wobei λΗ einer Frequenz des unleren Frequenzbandes zugeordnet ist.
10. Frequenzweiche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Kompensationsschaltungen vorgesehen sind, welche einen zum Frequenzgang des Reflexionsfaktors der Weiche breitbandig gegenläufigen Frequenzgang aufweisen.
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