DE26980C - Ablafs- und Durchlafs -Ventil oder -Hahn für Flüssigkeiten, Dampf, Gas mit selbsttätigem, nach einer vorher bestimmten Zeitdauer in Wirkung tretendem Verschlufs - Google Patents
Ablafs- und Durchlafs -Ventil oder -Hahn für Flüssigkeiten, Dampf, Gas mit selbsttätigem, nach einer vorher bestimmten Zeitdauer in Wirkung tretendem VerschlufsInfo
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- G04F—TIME-INTERVAL MEASURING
- G04F3/00—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork
- G04F3/02—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms
- G04F3/04—Additional arrangements in connection with ordinary non-electric clocks for this purpose
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
THEODOR HILLMER in BERLIN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1883 ab.
Zweck dieser Erfindung ist, den Zu- und Abflufs von Flüssigkeiten, Dampf, Gas etc. auf die
Zeit deren Verbrauchs selbsttätig zu reguliren. Soll z. B. im Treppenflur eines Hauses das
Gaslicht blos bis 10 Uhr Abends brennen, so
ermöglicht diese Erfindung auf die nachstehend beschriebene Weise, dafs der Gashahn um die
gewünschte Zeit, also präcise 10 Uhr Abends, selbstthätig den Gaszufiufs abschliefst und so
das Licht auslöscht.
Das Füllen von Gefäfsen etc. kann auf diese Weise so bewirkt werden, dafs bei richtiger
Einstellung des Hahnes ein Ueberlaufen des zu füllenden Gefäfses nie stattfinden kann.
Dieser Zweck wird erreicht:
1. durch Anordnung einer Rast ο am Schlüssel
des Hahnes oder, am Handrade des Ventils, welcher den Hahn in offener Stellung erhält;
auf diese Rast drückt die Feder /, um ein selbstthätiges
Auslösen (von 0) zu verhindern;
2. durch Combination dieser beschriebenen Einrichtung mit der in Fig. 5 in Vorderansicht
und in Fig. 6 im Durchschnitt dargestellten Uhr.
Das Werk derselben ist mit dem einer gewöhnlichen Uhr identisch, besitzt Stunden-,
Minuten- eventuell auch Secundenzeiger und ein Zifferblatt mit bekannter Theilung.
Diese Uhr hat jedoch zum 1 Unterschied
von anderen ein rotirendes Gehäuse q, Fig. 6, welches vorn mit einem gezahnten Kranz r
versehen ist. Am Gehäuse q ist ein Ausrücker e fest angebracht, welcher mit dem ersteren zusammen
sich bewegt.
Das Uhrwerk setzt die Zeiger s und t in Bewegung, diese nehmen den Zahnkranz r und
mit ihm Gehäuse q und Ausrücker e mit; der letztere wirkt auf die Rast ο und löst dieselbe
aus; die Spiralfeder/, Fig. 2, welche auf den* am Hebel i des Hahnes oder am Handrad des
Ventils befestigten Stift k wirkt, tritt nun in Wirksamkeit und schliefst den Hahn. Um diese
Wirkung von e auf ο hervorzubringen, wird die unbewegliche Unterplatte / der Uhr auf geeignete
Weise (durch Schwalbenschwanz, Fig. 3, oder mittelst angegossener Lappen) befestigt.
Aus der gegebenen Beschreibung geht hervor, dafs- der Ausrücker e nur in gewissen gewünschten
Zeiträumen auf die Rast ο wirken kann und wenn die Zeiger der Uhr einen bestimmten
Weg zurücklegten, was von der Einstellung der Uhr abhängt.
Die Zeiger sind wie ein Taschenmesser an Stelle m, Fig. 7, zusammenklappbar, um nach
Bedürfhifs den einen oder anderen derselben ausschalten zu können. Die Anwendung dieses-Apparates
ist nun die folgende:
Will man nach Ablauf einer gewissen Zeit, z.B. nach 2'/,, 3, 4 etc. Stunden, den Hahn
oder das Ventil schliefsen, so wird das Uhrgehäuse in Richtung der Bewegung der Uhrzeiger
so lange gedreht, bis dessen Zifferblatt um 2]/2, 3, 4 etc. Stundentheilungen von der
Rast absteht.
Zur genaueren Erklärung dieses Vorganges diene der vorerwähnte Fall betreffs des Abstellens
des Gashahnes um · i ο Uhr Abends; ist der Moment der Einstellung ζ. Β. ι Uhr 20 Minuten
Nachmittags, so beträgt die Zeitdifferenz bis ίο Uhr Abends 8 Stunden 40 Minuten. Das Uhrgehäuse
wird also so gedreht, dafs das Gehäuse q mit gezahntem Kranze r 8 Stunden
40 Minuten hindurch sich bewegen mufs, damit die Rast mit dem Ausrücker zusammentreffe.
Beträgt die Zeit der Abstellung weniger als eine Stunde, so können beide Zeiger in Wirkung
gelassen werden; das Gehäuse mufs auf die entsprechende Minutentheilung eingestellt
werden. Man kann jedoch auch den Stundenzeiger auslösen, weil der Minutenzeiger die Bewegung
des Zifferblattes auch allein bewirkt. Beträgt die Zeit der Abstellung mehr als eine
Stunde, so mufs der Minutenzeiger unbedingt ausgelöst werden, weil derselbe sonst den Zahnkranz
in einer vollen Stunde zur Umdrehung und die Rast und Ausrücker in Contact bringen
würde.
Das Zifferblatt der beschriebenen Uhr kann aufser der Stundentheilung auch noch mit Literscala
versehen werden, wodurch die Menge des durch den Hahn oder das Ventil strömenden
Dampfes, Gases oder Flüssigkeit etc. bestimmt werden kann.
Fig. ι ist ein Durchschnitt,
Fig. 2 eine Ansicht von oben,
Fig. 3 eine solche von vorn,
Fig. 4 eine Seitenansicht,
Fig. 5 eine Vorderansicht der Uhr,
Fig. 6 ein Schnitt durch dieselbe,
Fig. 7 ein Detail eines Uhrschlüssels.
Claims (1)
- PatenT-A NSPruch:Eine zur verlangten Zeit selbstthätig wirkende Absperrvorrichtung für Hähne, bestehend aus einem Uhrwerk, dessen Zeiger ί und t das mit Sperrzähnen versehene Uhrgehäuse g drehen und dadurch zu der am Zifferblatt eingestellten Zeit die am Gehäuse befindliche Nase e den Sperrkegel 0 auslösen läfst, so dafs der .Hahnkonus durch eine Feder in die Verschlufsstellung gedreht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE26980C true DE26980C (de) |
Family
ID=303322
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT26980D Active DE26980C (de) | Ablafs- und Durchlafs -Ventil oder -Hahn für Flüssigkeiten, Dampf, Gas mit selbsttätigem, nach einer vorher bestimmten Zeitdauer in Wirkung tretendem Verschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE26980C (de) |
-
0
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