DE2690C - Neuerungen an Schmiedefeuern - Google Patents

Neuerungen an Schmiedefeuern

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DE2690C
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Germany
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DENDAT2690D
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English (en)
Original Assignee
C. WALSER in Frankfurt am Main
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J19/00Blacksmiths requisites not otherwise provided for
    • B21J19/02Hearths; Air supply arrangements specially adapted therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 49.
KARL WALSER in FRANKFURT a. M. Neuerungen an Schmiedefeuern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1878 ab.
Der Zweck dieses Apparates ist neben grofser Kohlenersparnifs die Erzielung schneller Schweifshitze unter gänzlicher Beseitigung des Zulaufens des Blaseloches durch Schlacken.
Der Schmiedeapparat besteht aus einem cylindrischen gufseisernen Körper, welcher aus zwei !'heilen A und B zusammengesetzt ist, dem Luftregulirimgsventil F, dem Entleerungsventil G. Der obere Theil B bildet die nach aufsen gewölbte Deckelplatte, versehen mit dem Blaseloch a; der untere Theil A hat das Mundstück C für die Einströmung der Luft; geeignete Lappen für die Aufnahme der Hebel E und D sind angegossen. Das Luftregulirungsventil F besteht aus einer runden flachen Scheibe, welche gegen die innere Fläche des Theiles B mittelst des Hebels D gedrückt oder in gewünschter Entfernung gehalten werden kann; dieselbe ist durch die Stege b b im Theile B und unten im Theile A durch den Bolzen c geführt. Der Hebel D greift in eine in dem Bolzen c befindliche Oefihung und dient zur Regulirung des Ventils F. Mittelst des -Ventils G (am Hebel E befestigt) wird der Apparat von Flugasche entleert. Der Bolzen H dient als Umdrehungspunkt der Hebel D und E.
Die beiden Theile A und B werden mittelst eines Bajonettverschlusses zusammengehalten.
Die zum Schweifsen nöthige Hitze wird dadurch schnell erreicht, dafs die Luft, welche ein Ventilator liefert, in dem cylindrischen Apparat stark geprefst wird und gleichmäfsig am Umfange der Ventilscheibe mit Heftigkeit durch die Ausströmungsöffnung a als Wirbelwind entweicht.
Durch die gleichmäfsige Zusammendrückung, welche jedes Lufttheilchen am Umfange der Scheibe erleidet, wird sozusagen ein Luftbüschel gebildet, wodurch die schnelle Hervorbringimg der Schweifshitze erklärlich wird.
Bei frisch angelegtem Feuer kann nach Angabe des Erfinders innerhalb zehn Minuten ein 12 cm dickes Rundeisen in Schweifshitze gebracht werden, was bei den anderen bis jetzt bekannten Esseneisen nie erreicht werden konnte.
Die Verhinderung des Zulaufens des Feuers durch Schlacken wird erzielt durch gleichmäfsige Bestreichung des Umfanges der Oeffhung a durch die Luft. . Dadurch bleibt der Umfang kalt, und es kann eine Schlackenanhäufung nicht stattfinden.
Ferner bezweckt die gewölbte Form des Deckels B das Ansammeln der Schlacken in der tiefsten Stelle, d. h. rings um das Loch, in Form eines Ringes, den man von Zeit zu Zeit heraussticht. Hiermit ist dem Zulaufen des Blaserohrs durch flüssige Schlacke vorgebeugt.
Die Kohlenersparnifs erfolgt nach Meinung des Erfinders aus dem Grunde, weil der gleichmäfsige wirbeiförmige Windbüschel die glühenden Kohlen nicht vor dem Loche wegbläst, sondern auf dem ganzen Umfange des Loches das Feuer gleichmäfsig in Brand hält, und weil in weniger Zeit Schweifshitze erzeugt wird. Es gelangen keine kalten Ströme an die Schweifsstelle, was bei anderen Esseneisen die Ursache ist, dafs die Stücke oft gedreht und verschoben und die Kohlen wieder vor das Blaseloch geschoben werden müssen und Kohlenvergeudung eintritt, da die Erzeugung von Schweifshitze länger dauert.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Der oben beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Schmiedefeuerapparat oder das Esseneisen, bestehend aus einem cylindrischen Gehäuse mit einem aufsen convexen Deckel und rundem, nach aufsen konisch erweitertem Blaseloch, einem scheibenförmigen Regulirungsventil im Innern des Apparates, durch welches der freie Querschnitt der Blaseöffnung regulirt werden kann; ferner aus einem Reinigungsventil; beide Ventile mittelst Hebeln bewegbar.
2. Bei dem oben beschriebenen Schmiedefeuerapparat oder Esseneisen die Zusammensetzung des Gehäuses durch einen einfachen Bajonettverschlufs, um bei vorkommender Nothwendigkeit des Ersatzes nur den oberen Theil neu beschaffen zu müssen.
3. Bei Schmiedefeuerapparaten die Verbindung des nach oben gewölbten Deckels mit einem tellerförmigen Luftregulirungsventil, welches die nach aufsen konisch sich erweiternde Blaseöffnung im Innern des Gehäuses bedeckt und die Stärke des Windes zu reguliren gestattet, wie oben beschrieben und auf beiliegender Zeichnung dargestellt ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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