DE26760C - Operations- und Verbandwagerii - Google Patents

Operations- und Verbandwagerii

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DE26760C
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DE
Germany
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slats
seat
seat box
bandage
backrest
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Active
Application number
DENDAT26760D
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English (en)
Original Assignee
Dr. med. et chir. Sanitäts-Rath W. MENCJ^e jn "Wüster, Schleswig-Holstein
Publication of DE26760C publication Critical patent/DE26760C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G3/00Ambulance aspects of vehicles; Vehicles with special provisions for transporting patients or disabled persons, or their personal conveyances, e.g. for facilitating access of, or for loading, wheelchairs
    • A61G3/001Vehicles provided with medical equipment to perform operations or examinations

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Operations- und Verbandwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1883 ab.
Mein Operations- und Verbandwagen für das Feld (s. Fig. 11 und 12) ist ein vierrädriger Wagen mit Vorder- und Hintersitz für je zwei Personen. Jeder dieser Sitze kann in wenigen Augenblicken in einen Operationstisch verwandelt werden. Der Sitzkasten und ein an der Rücklehne befestigter Koffer enthalten alles Material für Operationen und Verbände, soweit es die Kriegschirurgie erfordert.
Der Gedanke, den Militairarzt in den Stand zu setzen, auf offenem Felde überall dasselbe zu leisten, wie der Chirurg in seinem Operationszimmer, ist bei der Herstellung dieses Wagens mafsgebend gewesen, und die ganze Einrichtung bis in die kleinsten Einzelheiten hinein ist darauf berechnet. Der Feldarzt soll nicht mehr abhängig von seinem Operationstisch in irgend einem Packwagen, wo er sich auch befinden mag, sein, sondern wo der Militairarzt ist, da soll auch bei ihm alles sein, was er gebraucht, um seine Hülfe sofort und so ausreichend zu leisten, dafs sie Aussicht auf Erfolg gewährt. Bisher war die Kriegschirurgie nicht im Stande; im Felde auszuführen, was die heutige wissenschaftliche Chirurgie im gegebenen Falle verlangt. ,
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des ganzen Wagens,
Fig. 2 den Grundrifs des halben Gestelles,
Fig. 3 einen Querschnitt des Vordergestelles,
Fig. 4 die untere Fläche des Sitzkastens mit dem Raum für die Schubkasten,
Fig. s das Blatt von oben,
Fig. 6 und 7 dasselbe aufgestellt als Sitz bezw. ausgezogen als Lager,
Fig. 8 die Seitenansicht mit Rücklehne und Koffer.
In Fig. 9 und 10 ist der Tisch zusammengeklappt.
In Fig. 11 und 12 sind Operations- und Verbandwagen zusammengestellt bezw. aus einander genommen perspectivisch dargestellt.
Die vordere und hintere Abtheilung des Wagens sind ganz gleich; beide werden durch einen Langbaum C, Fig. 1 und 11, zusammengehalten und stehen so weit von einander ab (114 cm, wenn der Wagen in natürlicher Gröfse ausgeführt ist), dafs Aerzte, ohne sich gegenseitig zu stören, an beiden zugleich an jeder Seite ihre Thätigkeit entfalten können.
Das Untergestell des Wagens, Fig. 1, 3, 11 und 12, ist wie das jedes einfachen Blockwagens, nur ist vorn die Einrichtung, dafs sich die Vorderräder seitwärts nicht allein, sondern mit dem Sitzkasten drehen.
Auf den Achsen befindet sich ein Gestell zur Aufnahme der Sitzkasten A, indem sich auf jeder Seite drei Löchert, Fig. 2, zur Aufnahme entsprechender , Zapfen am Sitzkasten befinden, durch welche eine Stange geschoben werden kann, die hinten gegen das verschlossene Ende des Kanals stöfst und vorn durch einen Ueberfall befestigt wird. Auf diese Weise kann der Sitzkasten, wenn die Stangen ausgezogen sind, von dem Unterwagen abgenommen werden.
Zwischen den Rädern, vorn und hinten, bebefinden sich die zweiseitigen Sitzkasten A, Fig. 1,
8 und 11, mit Rückenlehne und vier Seitenlehnen. An der Rückenlehne ist hinten ein grofser Koffer B angeschnallt, der eine Wasserflasche, Verbandschalen, Douchen, Schienen, Verbandmaterial u. s. w. enthält. Die vier Seitenlehnen E entspringen aus der Rückenlehne D und greifen mit Haken in entsprechende Oesen der Seiten des Sitzkastens A und der Seiten der Schlagleiste /, Fig. 5 bis 7, von vorn nach hinten, während in der Mitte zwischen den beiden Seitenlehnen an der untersten Leiste der Rücklehne ein beweglicher Zapfen (Schnepper) O, Fig. 8, vorhanden ist, welcher, sobald die ganze Lehne mit dem Koffer von vorn nach hinten aufgeschoben wird und die Haken in die Oesen greifen, in eine Oeffnung JV, Fig. 5, in der Schlagleiste springt und so die ganze Lehne festhält.
In dem Raum zwischen den zwei zusammengehörigen Seitenlehnen einerseits und der Oberfläche des Sitzkastens anderseits liegt ein gepolstertes Kissen ganz bis zum äufseren Rande des Koffers, darauf ein zweites, welches an der Rücklehne in die Höhe geschlagen ist und vorn die Kante des Sitzes bedeckt.
Hebt man den beweglichen Zapfen O, Fig. 8, in die Höhe und zieht die Lehne nach vorn, so kann man mit einem Zuge alles entfernen, was sich oben auf dem Sitzkasten befindet, mit Einschlufs des Koffers und der Kissen.
Die obere Fläche des hölzernen Sitzkastens ist aus gleich breiten, parallel laufenden Holzplatten gebildet, deren eine Hälfte G, Fig. 5, die ganze Breite des Sitzkastens wie eine Gartenbank bekleidet und festliegt, während die andere Hälfte H der Latten in der Mitte durchschnitten zwischen den ganzen Latten liegt. Diese halben Latten sind rechts am Aufsenende der rechten Seite des Sitzkastens auf einer Eisenstange K, welche sämmtliche Latten durchzieht, scharnierartig beweglich und wo die halben Latten in der Mitte enden, durch eine Schlagleiste verbunden, so dafs sie zusammen aufgehoben und als Kopfende zurückgeklappt werden können. Die halben Latten H2 der linken Seite sind in der Mitte unter der Schlagleiste und unter den festen Latten durch eine eiserne Stange L1 Fig. 5, verbunden und auf der Seite aufsen so an einer Leiste befestigt, dafs sie ausgezogen zur Verlängerung des Lagers links als Fufsende dienen. Auf einem im Wagen befindlichen Träger Q, Fig. 7, wird das Kopfende in schräger Richtung fixirt und, der ursprüngliche Sitz auf diese Weise durch die halben Latten nach rechts und links hin zu einem Lager von ca. 1,940 m verlängert. Die zur Verlängerung des Lagers dienenden coulissenartigen Latten H2 gehen über die Räder hinweg, so dafs hier zum ersten Male für die Länge des menschlichen Körpers die Breite des Wagens als Lager benutzt ist.
Auf dieses Lattenbett werden die Sitzkissen gelegt, mit einem wasserdichten Stoff bedeckt, und der Operationstisch ist fertig.
Das Innere des Sitzkastens enthält Schiebladen, Fig. 4, 8 bis 10 und 12, zur Aufnahme von Instrumenten und Verbandstoffen, sowie von allem, was zu Operationen gebraucht wird. Diese Schiebladen sind an der Hinter- oder Vorderfläche durch eine grofse Klappe P, Fig. 4, 9 und 12, verschlossen, welche, mit eingeschlagenen Beinen versehen, die Stelle eines Tisches vertreten kann, wenn sie aus ihren Angeln gehoben ist.
Zur Bequemlichkeit für die Fahrenden ist vorn am Sitzkasten ein Fufsbrett, Fig. 11, angebracht, welches leicht entfernt werden kann. An diesem sind zugleich vier gedrechselte Beine festgelegt, welche,, wenn der Sitzkasten vom Wagen abgenommen ist, unter demselben festgeschraubt werden körinen, wenn der Operationstisch im Zimmer gebraucht werden soll. Die Räder haben die vorschriftsmäfsige Spurweite.
Der zur Action hergerichtete Operationstisch hat die in chirurgischen Kliniken übliche Höhe von 86 cm.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Operations- und Verbandwagen für das Feld, unter freiem Himmel und im Hause zu gebrauchen, bestehend aus einer Vereinigung von Vorder- und Hintersitz mit abnehmbaren Rückenlehnen, wobei jeder Sitz so construirt ist, dafs er aus durchgehenden Latten G und getheilten Latten /7 gebildet wird, von denen die Latten ZT1 in K drehbar, die Latten H2 aber sowohl verschiebbar wie auch in L drehbar sind. Durch den Mechanismus der Latten wird die Verlängerung des Sitzes zum Lager, und zwar seitlich über die Räder hinweg hergestellt, indem die Breite des Wagens für die Länge des menschlichen Körpers benutzt ist. Die Sitzkasten sind durch eine Klappe verschlossen, die nach Abnahme und Aufklappen der Beine als Hülfstisch dient.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT26760D Operations- und Verbandwagerii Active DE26760C (de)

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