DE26720C - Vervollkommnungen am System des Elektromagneten, der unter dem Namen d'arlincourt's Elektromagnet bekannt ist - Google Patents

Vervollkommnungen am System des Elektromagneten, der unter dem Namen d'arlincourt's Elektromagnet bekannt ist

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DE26720C
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electromagnet
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L. CH. A. J. G. d'arlincourt in Paris
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/22Polarised relays
    • H01H51/2236Polarised relays comprising pivotable armature, pivoting at extremity or bending point of armature

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
in PARIS.
Elektromagnet bekannt ist.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. April 1883 ab.
Das System des Elektromagnetes nach d'Arlincourt beruht auf der natürlichen Umkehrung, welche die Unterbrechung eines Stromes in dem hinter den Spiralen gelegenen Theil des Elektromagnetes, d. h. am hinteren Theil (oder der' Mittellinie) desselben hervorruft.
Eine von einem der Pole eines Magnetes magnetisirte Platte wird infolge dessen von dem secundären Pol angezogen werden, der unter den Spiralen des Elektromagnetes während des Durchganges des Leitungsstromes sich vorfindet, und bei dem Unterbrechen dieses Stromes kehrt sich der Magnetismus des Elektromagnetes um und die Platte wird kräftig nach der Richtung des anderen Kernes zurückgestofsen.
Dieses System des Elektromagnetes, das auf alle elektrischen Apparate, aber hauptsächlich auf Telephonrelais Anwendung finden kann, umfafst also eine einzige, von dem secundären Pol des Elektromagnetes in Bewegung gesetzte Platte.
Die gegenwärtige Modification, die den Gegenstand des vorliegenden Patentes ausmacht,- bestellt darin, den Apparat mit einer zweiten Platte zu versehen, die am vorderen Theil der Spiralen liegt und die auf derselben Achse befestigt ist wie die erste Platte, die von dem hinteren Theil des Elektromagnetes in Bewegung gesetzt wird. Beide Platten e ex sind also fest mit einander verbunden, und das gleichzeitige Functioniren der beiden Armaturen kann nur statthaben unter der Bedingung der Entwickelung ungleichnamiger, Polaritäten in den Ansätzen, zwischen denen sie sich bewegen. Aber damit die magnetischen Wirkungen in den beiden Ansätzen, welche auf die an derselben Achse befestigten Armaturen wirken sollen, entgegengesetzt sind, ist es nothwendig, dafs der Elektromagnet von einer gewissen elektromotorischen Kraft durchströmt wird. Für einen schwachen Strom ist die im Ansatz d dx des Hintertheiles entwickelte Polarität von gleicher Art wie die im Ansatz des vorderen Theiles/"/1 des Weicheisenkernes α α1 erzeugte. Infolge dessen kann dieser Strom keine mechanische Bewegung der Armaturenachse g hervorrufen, da auf dieselbe ein Paar von Kräften wirkt, die gleich stark und einander entgegengesetzt gerichtet sind.
Die Eigenschaften, welche den d'Arlincourtschen Elektromagneten, die mit zwei zusammenhängenden Armaturen versehen sind, eigenthümlich sind, finden eine unmittelbare Anwendung auf die Kabel, um die störenden Wirkungen der sie durchströmenden natürlichen Ströme zu bekämpfen, deren Intensität man so verringern kann.
Die Ströme werden auf die beiden ■ Armaturen nur in soweit eine Effectivwirkung haben, bis sie die Intensität erreichen, welche zur Erlangung der Umkehrung der Polaritäten im Ansatz des hinteren Theiles nöthig ist, die den am vorderen Theil des Kernes vorhandenen Polaritäten entgegengesetzt sind.
Obgleich die Formen der verschiedenen Theilstücke sowie die Detailanordnungen dieses
Elektromagnetes variiren können, ohne dafs das Wesen der Erfindung geändert wird, so sind in der beiliegenden Zeichnung nur als Probedarstellung zwei Ansichten eines Elektromagnetes oder Relais angegeben, welche mit diesen Modificationen versehen sind.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht des Elektromagnetes.
Fig. 2 stellt die Seitenansicht desselben dar.
α a1 ist der Kern des Elektromagnetes aus weichem Eisen.
b ist der hintere Theil des Elektromagnetes, welcher aus einem permanenten Magnet besteht.
c c1 sind Spiralen von dem Leitungs- oder einem anderen Strom durchströmt.
d d1 sind secundäre Pole des permanenten Magnetes b, welche auf die Platte e wirken.
e el sind eiserne oder Stahlplatten, die an der zwischen Spitzenschrauben gehaltenen verticalen Drehachse befestigt sind.
//' sind Polstücke aus weichem Eisen, welche auf die Platte eJ wirken.
g ist die gemeinsame Drehachse der beiden Platten e e\
Das Zurückdrehen der Platten e e1 beim Aufhören des elektrischen Stromes in den Spiralen cc', welche die weichen Eisenkerne a a' umgeben, wird durch die Abstofsung derselben von den jetzt gleichnamig magnetisirten Polen d d1 des permanenten Magnetes b bewirkt, welche so lange dauert, bis bei Erneuerung des elektrischen Stromes ein Wechsel der Polarität hervorgerufen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Elektromagnetanordnung, charakterisirt durch die gleichzeitige Anwendung zweier weichen Eisenkerne α α1, welche von den Spulen oder Spiralen c c1 umgeben sind, und eines permanenten Magnetes b, wobei die secundären Pole d d* des permanenten Magnetes b auf die Platte e, die Pole//1 der weichen Eisenkerne a a' hingegen auf die Platte e1 einwirken und diese beiden an der leicht drehbaren Verticalachse g befestigten Platten e e1, je nach der Intensität der Ströme, welche die Spiralen c cl durchlaufen, unter dem Einflufs der Wirkung der Pole d d1 des permanenten Magnetes hin- und hergedreht werden, zu dem Zweck, je nachdem stärkere oder schwächere Ströme irgend welcher Richtung die Leitung passiren, die Umkehrung der Polaritäten zu bewirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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