DE266663C - - Google Patents

Info

Publication number
DE266663C
DE266663C DENDAT266663D DE266663DA DE266663C DE 266663 C DE266663 C DE 266663C DE NDAT266663 D DENDAT266663 D DE NDAT266663D DE 266663D A DE266663D A DE 266663DA DE 266663 C DE266663 C DE 266663C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gases
boiler
nitrogen
hydrogen
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT266663D
Other languages
English (en)
Publication of DE266663C publication Critical patent/DE266663C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
"- Λ*266663 KLASSE 26 A GRUPPE
JAMES AHMUTY FEARON in LONDON.
gewonnen sind.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1912 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entschwefeln von Gasen, die durch trockene Destillation von Mineralölen gewonnen sind. Gemäß der Erfindung werden die Gase in einem beheizten Kessel mit Wasserstoff und Stickstoffoxydul innig vermischt und dann durch geeignete Kondensations- und Absorptionsapparate in an sich bekannter Art geleitet. Das Stickstoff oxy dul kann in dem
Lo Reaktionskessel durch Einleiten von Ammoniumnitratlösung erzeugt werden. Durch das neue Verfahren wird ein flüssiger Kohlenwasserstoff gewonnen, welcher frei von Schwefel ist.
L5 Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar ist
Fig. ι ein teilweiser Aufriß des Apparates und
so Fig. 2 ein Grundriß des Kessels.
Für die Ausführung des neuen Verfahrens, welches in der Reinigung oder Entschwefelung der Kohlenwasserstoffgase oder -dämpfe durch Behandlung derselben mit Wasserstoff und Oxyden von Stickstoffgas bei hoher Temperatur besteht, werden die Kohlenwasserstoffdämpfe, welche durch die Destillation des Schwefel enthaltenden Petroleums o. dgl. gewonnen werden, in einen geschlossenen und beheizten Kessel eingeleitet, dessen Temperatur ungefähr 250 bis 4000 C. beträgt. In diesen Kessel leitet man oder in ihm erzeugt man Wasserstoff und Oxyde des Stickstoffs ■ in den zur Behandlung der Kohlenwasserstoffgase oder -dämpfe erforderlichen Mengen. Der Schwefel befindet sich in dem Gas oder in dem Dampf, wenn letztere von der Retorte in den beheizten Kessel strömen, wo der Wasserstoff sich mit dem Schwefel verbindet und Schwefelwasserstoff bildet; die Oxyde des Stickstoffes oxydieren dann den Schwefelwasserstoff, dessen Schwefel sich in Form von Schwefelsäure mit einem Teile des Ammoniaks verbindet, welches in den Kohlenwasserstoffgasen enthalten ist. Nimmt man an, daß die Bildung der Schwefelverbindungen durch die allgemeine Formel Cx Hy S dargestellt wird, so dürften die in der Retorte α sich abspielenden chemischen Verbindungen in folgender Weise-entstehen: .
Cx Hy S + 4H = Cx Hy + 2-\- H2S H2S+ 2NH3 + 4N2O = (NHJ2 SO, + 4N2.
Die schweren Kohlenwasserstoffe werden dann kondensiert. Die leichten Dämpfe und Gase treten etwa mittels eines Ventilators durch einen Skrubber hindurch, darauf durch einen mit Eisenoxyd angefüllten Turm und von dort in einen Behälter, welcher Schwefelsäure enthält. Diese absorbiert das Ammoniak. Die Reaktion in dem Turm ist folgende :
Fe2O3 + 3 H2S = 2 Fe S + 3 H2O + S.
Die Oxyde des Stickstoffes werden aus einer Lösung von Ammoniumnitrat gewonnen. Diese Flüssigkeit wird in die erhitzte Kammer entsprechend der Menge der zu behandelnden
Kohlenwasserstoffgase eingeleitet. Wenn sie mit der erhitzten Oberfläche der Kammer in Berührung kommt, so verdampft die Flüssigkeit sofort. Teile des Dampfes werden in 5 Oxyde des Stickstoffgases umgewandelt, wobei die Reaktion ist:
NHtNO3 = N2O + 2H2O
N2O + 8H = 2 NH3 + H2O.
Die Einrichtung für die Ausführung dieses Verfahrens besteht aus einem geschlossenen Kessel a, der mit einer von der Retorte c kommenden Einlaßleitung b versehen ist. Diese Retorte befindet sich in dem Ofen d. Ferner weist der Kessel eine Auslaßleitung β zu dem Skrubber oder der Kondensationsanlage f auf. Der Turm g enthält Eisenoxyd, und das Gefäß g1 enthält Schwefelsäure. Der Kessel a befindet sich in dem Ofen oder in der Bahn der Heizgase, so daß er in dem erforderlichen Maße, also etwa bis 250 bis 400° C. erwärmt wird. Unterhalb des Kessels α oder in Verbindung mit ihm ist eine röhrenförmige oder ähnliche Kammer h angeordnet, welche mit Eisenspänen angefüllt ist. Diese Kammer h liegt oberhalb oder in der Höhe des Feuers des Ofens, so daß sie glühend wird. Eine Leitung i führt von dieser Kammer zu einem Wasserbehälter, und eine Leitung i1 führt zu dem geschlossenen Kessel a, und zwar zweckmäßig nahe dem Boden. Der Wasserabfluß aus dem Kessel j wird durch ein Ventil k geregelt. Das Wasser tropft in die Leitung i hinab und fließt abwärts in die rotglühende Kammer h, welche die Eisenspäne enthält. Dort wird es umgewandelt in Wasserstoff, welcher in die beheizte Kammer ά gelangt.
Die Ammoniumnitratlösung tropft vom Kessel m durch ein Ventil η in die Leitung p und gelangt so in die beheizte Kammer a. Zweckmäßig ist ein Pyrometer q an der beheizten Kammer α angeordnet, r ist ein Auslaß für die schweren Kohlenwasserstoffe, die sich aus dem Gas abscheiden. Durch diesen Auslaß kann auch das Ammoniumsulfat, welches sich in dem Kessel α gebildet hat, entfernt werden, s und t sind Auslässe für die leichteren Kondensate, wobei alle diese Auslaßleitungen zu getrennten Behältern führen, u ist schließlich ein Auslaß für die Gase, welche bis zu dem Behälter g1 gelangen, der Schwefelsäure enthält. Diese absorbiert ' den Rest des Ammoniaks, so daß sich Ammoniumsulfat in Form von Kristallen bildet, welche von Zeit zu Zeit entfernt werden können.
Auf diese Weise können Kohlenwasserstoffe verschiedener spezifischer Schwere gewonnen werden, welche frei von Schwefel sind.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Entschwefeln von Gasen, die durch trockene Destillation von Mineralölen gewonnen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in einem beheizten Kessel mit Wasserstoff und Stickstoffoxydul innig vermischt und dann durch geeignete Kondensations- hind Absorptionsapparate an sich bekannter Art geleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stickst off oxydul in dem Reaktionskessel durch Einleiten von Ammoniumnitratlösung erzeugt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT266663D Active DE266663C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE266663C true DE266663C (de)

Family

ID=523785

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT266663D Active DE266663C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE266663C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0975414A1 (de) Verfahren zum regenerieren einer beladenen waschflüssigkeit aus einer anlage zur gasentschwefelung
DE266663C (de)
DE102014116719A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Sauergas aus Kokereien und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE2510240C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefel nach dem Claus-Verfahren
DE2837416C3 (de) Vorrichtung zur Weiterverarbeitung von Kohleentgasungsrohgas
DE3311372A1 (de) Verfahren zur gewinnung von schwefel nach dem claus-verfahren aus den schwaden der reinigung von kokereigas
DE1901171A1 (de) Verfahren zum Entziehen von Schwefeldioxyd aus Abgasen
DE2235155A1 (de) Verfahren zur gewinnung von schwefeldioxid und/oder schwefel aus einem ammoniumsalz einer schwefelsauerstoffsaeure
AT82464B (de) Verfahren zum Entschwefeln von durch trockene Destillation von Mineralölen gewonnenen Gasen.
DE1948426B2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak aus einer wässrigen Lösung
DE2539810A1 (de) Verfahren zur reinigung von synthesegas und heizgas
US2229166A (en) Process for removing carbonic oxide from combustible gases
DE143307C (de)
DE906844C (de) Verfahren zur Reinigung von Gasen, die Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure und gegebenenfalls Ammoniak enthalten
DE455522C (de) Verfahren zur Entschwefelung von Teeroelen und aehnlichen Rohkohlenwasserstoffen unter gleichzeitiger Erhoehung ihres Gehaltes an Benzinkohlenwasserstoffen
DE622042C (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungenaus ammoniakhaltigen Gasen
DE2122000A1 (de) Verfahren zur Umwandlung von Schwe felwasserstoff in freien Schwefel
DE694417C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus teer- und cyanfreien Kohledestillationsgasen
DE659694C (de) Verfahren zur Raffination von Kohlenwasserstoffoelen
DE28067C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefelwasserstoff aus Calciumsulfhydratlaugen durch Erhitzen
US2001185A (en) Process of eliminating impurities from gasoline
DE275453C (de)
DE567607C (de) Verfahren zur Gewinnung niedrigsiedender Kohlenwasserstoffe aus festem kohlenstoffhaltigem Material
DE597257C (de) Verfahren zur Entfernung oder Vermeidung von Abscheidungen bei Umsetzungen im elektrischen Lichtbogen
DE75610C (de) Apparat zur Herstellung von Ammoniak aus Natronsalpeter