DE266334C - - Google Patents

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DE266334C
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schnitzel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 266334 KLASSE 89 c. GRUPPE
JACOB WOLFF in MERSCH b. JLJLICH.
Verfahren zur Säftgewinnung aus Zuckerrüben u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1912 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verbesserung an Verfahren und Einrichtungen zum Auslaugen, besonders zur Saftgewinnung aus Zuckerrüben durch Diffusion in einem einzelnen Gefäß für ununterbrochenen Betrieb.
Das deutsche Patent 251792 beschreibt ein Auslaugeverfahren zur Saftgewinnung aus Zuckerrüben u. dgl., bei welchem Rübenschnitzel und Auslaugeflüssigkeit einander entgegen im Dauerbetrieb durch ein Gefäß hindurchgeführt werden. Die Schnitzel werden dabei mit Saft vermischt unten in den Diffuseur hineingedrückt, und zwar von Zeit zu Zeit in regelmäßiger Abwechslung mit dem Saftabzug.
Es hat sich nun gezeigt, daß bei dieser Arbeit die Verdrängung der Schnitzel im Diffuseur durch frische Schnitzel nicht immer in gewünschtem Maße erreicht wird. Manchmal bleiben Schnitzel unten im Diffuseur dauernd liegen. Auch kommt es vor, daß durch den Gegendruck der dicht gelagerten Schnitze] im Diffuseur die Schnitzel im Zuführungsrohr zurückgehalten werden und sich in demselben festsetzen.
Nach der Patentschrift können diese Störungen zwar dadurch vermieden werden, daß jedesmal bei der Schnitzeleinführung ein Gitter unten gegen die Schnitzelsäule angedrückt und, nachdem es eine gewisse Höhe erreicht hat, sofort wieder durch das kurz vorher eingeführte Gemisch von Schnitzeln und Saft hindurch nach unten gezogen wird. Diese Einrichtung hat jedoch den Nachteil, daß die Form des Gitters sowie die Gestalt und Größe seiner Öffnungen der jeweiligen Beschaffenheit des Auslaugegutes angepaßt sein müssen, wenn die Arbeit glatt gehen soll.
Die vorliegende Erfindung bietet nun ein neues, einfacheres und für alle Fälle passendes Mittel zur^ Beseitigung der oben erwähnten Schwierigkeiten.
Dasselbe besteht darin, daß nach den einzelnen Diffuseurbeschickungen jedesmal die zuletzt eingeführten Schnitzel aus dem unteren Teil des Diffuseurs nach oben hin aus dem Saft abgesondert werden, bevor dem Diffuseur neue Schnitzel zugeführt werden.
Es wird , dazu ein Diffuseursieb benutzt, welches gehoben und gesenkt werden kann, sich im übrigen jedoch von einem gewöhnlichen flachen Diffuseursieb nicht unterscheidet. .
Bei der Beschickung des Diffuseurs liegt dieses Sieb so tief, daß die Schnitzel über demselben eintreten. Nach der Beschickung wird es gehoben und schiebt dann die kurz vorher eingeführten Schnitzel vor sich her.
Die Zeichnung zeigt den unteren Teil a eines für die neue Arbeit geeigneten Diffuseurs, eingestellt für den Saftabzug.
Das Rohr b für die Zuführung der mit Saft vermischten Schnitzel ist durch die geschlossene Klappe c gegen den Diffuseur abgesperrt. Der Stutzen d für den Saftaustritt ist offen. Das Diffuseursieb befindet sich in seiner höchsten Stellung und dient einstweilen nur dazu, wie ein gewöhnliches Diffuseursieb die Schnitzelsäule zu tragen, ■
Sollen frische Schnitzel eingeführt werden, so wird zuerst d geschlossen, das Sieb e rasch durch den Saft hindurch bis unter die Mündung des Rohres b heruntergezogen und dann sofort die Klappe c geöffnet.
Die Schnitzel können jetzt ungehindert eintreten; denn vor der Mündnng des Rohres b enthält der Diffuseur nur Saft. Sollten in diesem einzelne Schnitzel umherschwimmen,
ίο die sich von der Schnitzelsäule losgelöst haben, so hat das nichts zu bedeuten.
Ist die Bewegung der Massen im Rohre b und im Diffuseur einmal eingeleitet, so geht sie von selbst glatt weiter.
Wesentlich ist, daß der Saftauslauf d geschlossen wird, bevor das Sieb heruntergeht. Andernfalls würde die Schnitzelsäule mit dem Sieb sinken, und der angestrebte Zweck würde nicht erreicht werden.
Sobald Schnitzel in genügender Menge eingeführt sind, wird Klappe c geschlossen und das Sieb in seine höchste Stellung zurückgebracht. Dann beginnt wieder der Saftabzug. Beim Hochgehen nimmt das Sieb die kurz vorher eingeführten Schnitzel mit nach oben und verschafft dadurch den Schnitzeln der nächstfolgenden Beschickung ungehinderten Eingang.
Das beschriebene Verfahren mit Benutzung eines heb- und senkbaren Diffuseursiebes unterscheidet sich wesentlich von der älteren Arbeit mit einem heb- und senkbaren Gitter nach dem oben erwähnten Patent, obwohl es äußerlich einige Ähnlichkeit mit derselben hat.
Bei der neuen Arbeit treten die Schnitzel über dem Diffuseursieb ein. Letzteres hat so enge Lochung, daß die Schnitzel nicht durchtreten können. Am Hochheben der Schnitzelsäule ist das Sieb nicht beteiligt.
Nach dem alten Verfahren dagegen werden die Schnitzel unter dem Gitter eingeführt und müssen durch dasselbe durchtreten. Deshalb sind die Öffnungen des Gitters sehr groß. Beim Hochheben der Schnitzelsäule spielt das Gitter seine Hauptrolle.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Saftgewinnung aus Zuckerrüben u. dgl. durch Auslaugen in Gefäßen, die in regelmäßiger Abwechslung mit dem Saftabzug von Zeit zu Zeit unten mit Saft gemischte frische Schnitzel aufnehmen und oben ausgelaugte Schnitzel ausstoßen, dadurch gekennzeichnet, daß jedesmal, bevor frische Schnitzel eingeführt werden, die Schnitzel der letzten Beschickung aus dem unteren Teil des Diffuseurs nach oben geschoben werden, damit die frischen Schnitzel ungehindert eintreten können.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein heb- und senkbares, beim Saftabzug oberhalb der Schnitzelzuführungsleitung befindliches Diffuseursieb (e) kurz vor der Schnitzeleinführung bei gesperrtem Saftabzug rasch bis unter die Einmündung der Schnitzelzuführungsleitung in den Diffuseur heruntergezogen und nach dem Eintritt einer genügenden Schnitzelmenge wieder in seine erste Stellung gehoben wird, wobei es die oben eingetretenen Schnitzel vor sich herschiebt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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