DE2655815C2 - Einrichtung zum Beizen von Draht- oder Blechbunden - Google Patents
Einrichtung zum Beizen von Draht- oder BlechbundenInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Beizen von Draht- oder BlechDunden mit einem Beizhaken,
dessen einer Schenkel an einem Gehänge befestigt und dessen anderer Schenkel als Bundauflager ausgebildet f>o
ist, wobei der am Gehänge befestigte Schenkel und die Unterseite des als Bundauflager ausgebildeten Schenkels
schräg nach unten verlaufend ausgebildet sind und der am Gehänge befestigte Schenkel an der Unterseite
Flansche aufweist.
Einrichtungen dieser Art werden federnd aufgehängt und mit Hilfe von Schwingungserregern oszillieren
gelassen. Dabei gelangt Beizflüssigkeit zwischen die Windungen der Bunde und man erhält sehr gleichmäßige
Beizergebnisse.
Eine Schwierigkeit bei diesen Einrichtungen besteht darin, daß nach dem Herausheben des den Bund
tragenden Beizhakens aus dem Behandlungsbad Beizflüssigkeit oder Kondensationsflüssigkeit von dem
eingetaucht gewesenen Schenkel bzw. von den Verbindungsmitteln zwischen Gehänge und Beizhaken auf das
Behandlungsgut abtropft, wodurch dessen Oberfläche nachteilig beeinflußt wird. Es entstehen Farbänderungen
auf dem Behandlungsgut bzw. können hier Ausgangspunkte für erhöhten Korrosionsangriff entstehen.
Bei sehr empfindlichem Beiz- oder Behandlungsgut hat man sich nicht anders zu helfen gewußt, als den
Schenkel und die sonstigen über dem Bund befindlichen Teile nach dem letzten Eintauchen mit einem Lappen
abzuwischen, um ein Abtropfen auf das Behandlungsgut zu vermeiden. Dies stellt natürlich eine sehr aufwendige
und unzufriedenstellende Lösung des Problems dar, aus welchem Grund man bemüht ist, durch eine verbesserte
Formgebung der Beizhaken die gegebenen Schwierigkeiten zu überwinden.
Aus dem DE-GM 19 08 443 ist eine Einrichtung der eingangs beschriebenen Art bekannt, deren a!s Bundauflager
ausgebildeter Schenkel eine gerade von einem auskragenden Flansch gebildete Oberseite aufweist.
Der am Gehänge befestigte Schenkel ist entweder als ebene Blechplatte oder als Hohlprofil ausgebildet. Mit
einem Haken dieser Art läßt sich ein Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut nicht mit Sicherheit
verhindern, da große vertikale Flächen der Schenkelteile vorhanden sind, die an ihrer Unterseite nicht
abgedeckt sind. Der Flansch des am Gehänge befestigten Schenkels kragt nicht über den Querschnitt
der oberen horizontalen Platte dieses Hakenteiles aus, an der die Befestigungsschrauben für ein Halterungsmittel
des Hakens angeordnet sind, wodurch auch von diesem Teil abtropfende Beizflüssigkeit auf das Beizgut
gelangt.
Weiters ist aus der GB-PS 11 33 663 ein U-förmiger
Beizhaken bekannt, dessen beiden Schenkel an der Unterseite schräg verlaufend ausgebildet sind, jedoch
weist keiner dieser Schenkel über seinen Querschnitt auskragende Abdeckteile auf. Die von den vertikalen
Flächen der Schenkel abrinnende Beizflüssigkeit gelangt daher auf das Beizgut.
Die Erfindung stellt sich somit die Aufgabe, durch eine besondere Formgebung des Beizhakens, d. h. der
Teile des Beizhakens, die über dem Behandlungsgut liegen, einschließlich der Verbindungsmittel zum Gehänge,
ein geführtes Ablaufen von Beiz- oder Kondensationsflüssigkeit zu erreichen, ohne daß ein unkontrolliertes
Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut stattfindet
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß beide Schenkel des U-förmig gestalteten Beizhakens
zur Bildung von Ablaufrinnen an ihrer Unterseite beidseitig mit über ihren Querschnitt auskragenden, im
Querschnitt schwach konisch nach oben verlaufenden flanschartigen Vorsprüngen versehen sind, die ein
Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut verhindern.
Vorzugsweise beträgt die Neigung der auskragenden flanschartigen Vorsprünge 1:14 bis 1 :5 entsprechend
einem Winkel von 4 bis 11°. In diesem Neigungsbereich
erfolgt ein tadelloses Ablaufen der Flüssigkeit ohne Tropfenbildung.
Ein wesentliches Merkmal ist darin zu sehen, daß die Verbindungsmittel zum Gehänge durch eine an diesem
jefestigte, schwach nach unten geneigte Tropfleiste ibgedeckt sind, deren Ende oberhalb einer Ablaufrinne
ingeordnet ist
Vorteilhaft weist der den schrägen Schenkel und das Bundauflager verbindende Querteil des Beizhakens
sinen schwertförmigen Fortsatz auf.
Nach einer bevorzugten Ausführung*form reichen die
rlie Ablaufrinnen bildenden flanschartigen Vorsprunge über das hintere Ende des Beizhakenquerteiles in den
Bereich des schwertförmigen Fortsatzes.
Ein weiteres Merkmal zur Vervollständigung der Abdeckung besteht darin, daß der Beizhakenquerteil
seitliche leistenförmige Fortsätze zur Bildung von Sekundärrinnen aufweist, um von der Unterfläche des
Schenkels ankommende Flüssigkeit an die Außenkontur des Hakens und in den Bereich des schwertförmigen
Fortsatzes zu leiten.
Zweckmäßig weist die Innenfläche des Beizhakenquerteiles eine schmale Anliegeleiste für den Drahtbund
Die Erfindung ist an einer Ausführungsform in der Zeichnung näher erläutert, worin
F i g. 1 eine Ansicht und
Fig.2 eine Draufsicht nach dieser Ausführungsform
darstellen;
F i g. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-11I,
F i g. 4 einen Schniit nach der Linie IV-IV und
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der F i g. 1;
F i g. 6 stellt einen Schnitt gemäß der Linie VI-Vl der F i g. 1 dar.
In den Figuren ist mit 1 der Beizhaken bezeichnet, der
aus dem Schenkel 2, dem als Bundauflager ausgebildeten Schenkel 3 und dem diese Teile verbindenden
Beizhakenquerteil 4 besteht. Der Auflagerteil 3, der den Drahtbund 5 aufnimmt, ist an der Oberseite schwach
gewellt und.hat eine aufragende Randleiste 6, um ein Abrutschen des Bundes zu verhindern. Der Schenkel 2
und die Unterseite des AuflagerteiSes 3 sind zur Ableitung von Flüssigkeit schräg nach unten verlaufend
ausgebildet. Der Schenkel 2 ist mittels Schrauben 7, T und Muttern 8, 8' am Gehänge 9 befestigt, wie aus den
F i g. 1 und 3 zu ersehen ist. Der Beizhaken ist mit einem nicht dargestellten Schwingungserreger, z.B. einem
Unwuchtmotor, verbunden. Die über dem Drahtbund 5 liegenden Teile des Beizhakens sind erfindungsgemäß
mit Abdeckungen versehen, die das darunterliegende Beizgut gegen Abtropfen schützen. Zu diesem Zweck ist
der untere Rand des Schenkels 2 beidseitig durch flanschartige Vorsprünge 10, 10' verbreitert, die
schwach konisch nach oben verlaufen. Auf diese Weise werden die primären Ablaufrinnen 11, 11' gebildet. Die
flanschartigen Vorsprünge überragen den Querschnitt des Schenkels sowie die Erstreckung der Schraubenköpfe
7, T quer zum Schenkel, so daß die davon abtropfenden Flüssigkeilsteilchen 12 in der Ablaufrinne
11' aufgefangen werden. Zur Abdeckung des Gehänges 9 und der Muttern 8, 8' ist unterhalb dieser Teile am
Gehänge eine Tropfleiste 13 befestigt, u. zw. mit Hilfe eines eine Bohrung aufweisenden Schildes 14, wobei die
Schrauben 7 diese Bohrung durchsetzen. Im unteren Teil des Schildes sind Kanäle 15 vorgesehen. Zwischen
ihnen können Rippen 15' angeordnet sein. Die Tropfleiste 13 ist schwach geneigt; sie erstreckt sich
über den Querschnitt der Muttern 8, 8' und den Querschnitt des Gehänges und endigt knapp oberhalb
der Ablaufrinne 11. Vom Gehänge und den Verbindungsmitteln abtropfende Flüssigkeit 12 wird somit
gesammelt und der Ablaufrinne 11 durch die Kanäle 15
κι zugeführt.
Der den Schenkel 2 und das Auflager 3 verbindende Querteil 4 des U-förmigen Beizhakens besitzt einen
schwertförmigen Fortsatz 16. Die Vorsprünge 10, 10' sind über das Ende des Querteiles 14 verlängert und hier
ii zu einer Rinne 17 zusammengefaßt. Vom Ende der
Rinne 17 tropft die Flüssigkeit auf den schwertförmigen Fortsatz 16 und fließt von dort ab.
Um die von der unteren Fläche des Schenkels ankommende Flüssigkeit zusammen- und abzuleiten,
ohne daß der Bund damit in Berührung kommt, ist der Querteil 4 mit einem den U-förmigen Teil 4 umgebenden,
leistenförmigen Fortsatz 18, 18' ausgebildet, wodurch die Sekundärrinnen 19, 19' gebildet werden.
Diese verlaufen schräg von oben nach unten und münden hinter der Außenkontur des Teiles 4 auf den
schwertförmigen Fortsatz 16. An der Innenseite des Querteiles 4 ist noch eine schmale Anliegeleiste 20
vorgesehen. Dadurch wird erreicht, daß die Bundwindungen, die an der Innenseite des Hakens anliegen, nicht
j» mit der ablaufenden Flüssigkeit benetzt werden.
Der geneigte untere Rand des als Bundauflager ausgebildeten Schenkels 3 weist beidseitig flanschartige,
schwach konisch nach oben gerichtete Vorsprünge 21, 21' auf, wodurch ebenfalls primäre Ablaufrinnen 22, 22'
»j gebildet werden. Diese Ablaufrinnen sind bis zur Spitze
des Schwertes 16 geführt. Durch sie wird ein tropffreies Ablaufen der Beiz- und Kondensationsflüssigkeit selbst
dann gewährleistet, wenn die Oberfläche des Schenkels 3 nach längerem Gebrauch rauh und korrodiert ist.
4n Die erfindungsgemäße Einrichtung funktionieit, wie
dargestellt, in der Weise, daß die Abdeckungseinrichtungen die abtropfenden Flüssigkeitsteilchen auffangen,
und zwar zuerst die Tropfleiste 13, die die vom Gehänge und den Verbindungsmitteln abtropfende Flüssigkeit in
j ·. die Ablaufrinne 11 leitet; die Ablaufrinne 11', die die von
Schrauben 7 und den Oberteilen des Schenkels abtropfende Flüssigkeit aufnimmt; die gemeinsame
Rinne 17, die die Flüssigkeit aus den beiden Ablaufrinnen 11,1Γ aufnimmt, die Sekundärrinnen 19,19', die die
>" von der Innenseite des Schenkels ankommende
Flüssigkeit sammeln und ableiten und schließlich die Ablaufrinnen 22,22', die die vom Schenkel 3 ablaufende
Beiz- und Kondensationsflüssigkeit ableiten.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform, wie in
5' F i g. 2 dargestellt, ist der Schenkel gekröpft ausgebildet,
so daß der den Bund aufnehmende Auflagerarm 3 in die
Schwerebene des Bundes zu liegen kommt und keine Biegemomente auf das Gehänge einwirken.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Einrichtung zum Beizen von Draht- oder Blechbunden mit einem Beizhaken, dessen einer
Schenkel an einem Gehänge befestigt und dessen anderer Schenkel als Bundauflager ausgebildet ist,
wobei der am Gehänge befestigte Schenkel und die Unterseite des als Bundauflager ausgebildeten
Schenkels schräg nach unten verlaufend ausgebildet sind und der am Gehänge befestigte Schenkel an der
Unterseite Flansche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schenkel (2, 3) des
U-förmig gestalteten Beizhakens zur Bildung von Ablaufrinnen (11, 11', 22, 22') an ihrer Unterseite
beidseitig mit über ihren Querschnitt auskragenden, im Querschnitt schwach konisch nach obew verlaufenden
flanschartigen Vorspiüngen (10,10', 21, 21')
versehen sind, die ein Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut (5) verhindern.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der auskragenden
flanschartigen Vorsprünge 1 :14 bis 1:5 entsprechend einem Winkel von 4 bis 11 ° beträgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel zum
Gehänge (9) durch eine an diesem befestigte, schwach nach unten geneigte Tropfleiste (13)
abgedeckt sind, deren Ende oberhalb einer Ablaufrinne (11) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, ω dadurch gekennzeichnet, daß der den schrägen
Schenkel (2) und das Bundauflager (3) verbindende Querteil (4) des Beizhakens (1) einen schwertförmigen
Fortsatz (16) aufweist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ablaufrinnen
(11, 11') bildenden flanschartigen Vorsprünge (10, 10') über das hintere Ende des Beizhakenquerteiles
(4) in den Bereich des schwertförmigen Fortsatzes (16) reichen.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Beizhakenquerteil
(4) seitliche leistenförmige Fortsätze (18, 18') zur Bildung von Sekundämnnen (19, 19') aufweist, um
von der Unterfläche des Schenkels (2) ankommende Flüssigkeit (12) an die Außenkontur des Hakens (1)
und in den Bereich des schwertförmigen Fortsatzes (16) zu leiten.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des
Beizhakenquerteiles (4) eine schmale Anliegeleiste (20) für den Drahtbund (5) aufweist.
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Owner name: VOEST-ALPINE INDUSTRIEANLAGENBAU GES.M.B.H., LINZ, |