DE2646448C2 - Vermessungs-Kreiselkompaß - Google Patents
Vermessungs-KreiselkompaßInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Vermessungs· Kreiselkompaß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art.
Die Genauigkeit eines Kreiselkompasses bei der
Nordsuche hängt im -vesentlichen davon ab, wie weit Drehmomente um seine Vertikalachse verringert sind.
Derartige Drehmomente können durch Reibungskräfte eingeführt werden.
Es ist ein stationärer Kreiselkompaß bekannt (US-PS 62 951), bei dem die Reibung des Vertikalachsen-Hal-
terungssystems dadurch verringert ist, daß ein Teil oder das gesamte Gewicht des Meßelementes um diese Achse
auf einem dünnen Aufhängungsdraht oder -band gehalten wurde. Hierbei ist ein Nachlaufservo erforderlich,
um ein Verdrillen des Halterungsdrahtes soweit wie möglich zu verringern, weil jede Verdrillung unerwünschte
elastische Einspanndrehmomente hervorruft. Diese Technik ist zwar bei der Herstellung von genauen
Kreiselkompassen für Schiffahrts-Navigationszwecke zweckmäßig, doch ergibt ihre gerätemäßige Ausführung
eine beträchtliche Kompliziertheit. Weiterhin beseitigen diese Techniken nicht die Federdrehmomente,
die entweder durch Schleifringe oder Drahtbügel hervorgerufen werden, die erforderlich sind, um die elektrische
Betriebsleitung an das Meßelement zu übertragen, so daß sie nicht vollständig für Vermessungs-Kreiselkompasse
geeignet sind.
Typische Navigations-Pendelkreiselkompasse benötigen
eine beträchtliche Zeit, um auf einem Meridian zur Ruhe zu kommen, wobei eine Zeit von einer Stunde
nicht unüblich ist. Um die Einstell- bzw. Anlaufzeit lediglich durch Änderung der Kreisd-Pendelparameter in
erheblichem Ausmaß zu verri· gern, muß die ausgewählte
Lösung entweder den Drehimpuls des Instrumentes verringern oder die Pendelwirkung des Meßelementes
verringern. Keine dieser Alternativen ergibt vollständig befriedigende Eigenschaften. Jede Lösung
führt zu einem vergrößerten Fehler aufgrund äußerer Schwingungen und die Verringerung des Drehimpulses
führt zu einer geringeren Genauigkeit für ein vorgegebenes Drehmoment um die Vertikalachse. Andere Techniken,
die für eine schnelle Einstellung oder eine geringe Anlaufzeit entwickelt wurden, weisen ebenfalls diese
und andere grundlegende Nachteile auf.
Bei der Verwendung von Kreiselkompassen für Vermessungzwecke
ist es in vielen Fällen zwingend erforderlich, daß eine transportierbare Kreiselkompaß-Bezugseinrichtung
sehr schnell in Betrieb gesetzt werden kann und nach einer sehr kurzen Zeitperiode brauchbare
Da;en liefert. Während die Zeit von einer Stunde, die erforderlich sein kann, um einen Navigations-Kreiselkompaß
in einen zuverlässigen Anzeigezustand zu bringen, auf einem Handelsmarine-Schiff hingenommen
werden kann, weil der Kompaß nach seiner Inbetriebsetzung normalerweise während der Fahrt im Dauerbetrieb
verbleibt, sind derartige extreme Zeitwerte bei Vermessungsinstrumenten in keinem Fall akzeptabel.
Es ist weiterhin ein Kreiselkompaß bekannt (US-PS 34 19 967). bei dem v:ine beträchtliche Verbesserung der
Freiheit und Genauigkeit des Betriebs dadurch erzielt wird, daß das Meßelement im neutralen Schwebefähigkeitszustand
in einem Kompaßgehäuse zum Schwimmen gebracht wird. Hierbei war das Meßelement lediglich
teilweise in die Auftriebsflüssigkeit eingetaucht Das Problem der unerwünschten Einspannkräfte während
des Betriebs des Kompasses wird weiter dadurch verringert,
daß die den Rotor antreibende Batterie in dem das Meßelemeni bildenden Schwimmkörper selbst angeordnet
wurde. Dieser Kompaß ist relativ wenig aufwendig und für bestimmte Vermessungsanwendungen
brauchbar, bei denen eine mäßige Einstellzeit oder Anlaufzeit hinnehmbar ist, doch weist dieser bekannte
Kreiselkompaß noch mehrere Nachteile auf. Wenn dieser Kompaß so aufgebaut ist, daß er eine Pendeiwirkung
aufweist, die niedrig genug ist, um eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber Schwingungen zu erzielen,
so ist die Zeitdauer, die erforderlich ist, um die Nordeinstellung
durchzuführen, sehr lang. Weiterhin wurde festgestellt, daß wenn die Flüssigkeitsdämpfung so eingestellt
ist, daß sich eine brauchbare Einstellzeit ergibt, eine hohe Empfindlichkeit gegenüber einer Bewegung
des Dreifuß-Stativs gegeben ist. Die Anordnung der Batterie in dem schwimmenden Meßelemeni erschwert
die Wartung und ergibt ein schlechtes Drehiinpuls-ZGewichts-Verhältnis.
Weiterhin erfordert das Ablesen des Azimuth-Winkels, daß die Bedienungsperson cine Autoküllimation
einer Spiegeloberfläche an der Schwimmerbaugruppe durchführt.
Es ist weiterhin ein Vermessungs-Kreiselkompaß der eingangs genannten Art bekannt (US-PS 37 06 137) bei
dem das Meßelement schwimmend in einem nach oben hin offenen Behälter angeordnet ist, der sich in beschränktem
Ausmaß um die Vertikalachse drehen kann. Durch die Verwendung eines offenen Behälters besteht
die Gefahr, daß die Dämpfungs- und Auftriebsflüssigkeit aus dem Behälter herausspritzt oder verdampft,
was zu einer Änderung der Eigenschaften des Kompasses führt. Weiterhin wird hierbei ein sehr langes Pendclelement
verwendet, das allerdings zum Transport abgeschraubt werden kann. Durch die Verwendung dieses
extrem langen Pendels ergibt sich zwar eine relativ kurze Einstellzeit, doch ergibt dieses lange Pendel eine unerwünscht
hohe Empfindlichkeit gegenüber Schwingungen in der Horizontalebene.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vcrmessungs-Kreiseikompaß
der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei einfachem Aufbau eine kurze Ein
stellzeit ohne eine unerwünscht hohe Empfindlichkeit gegenüber Schwingungen aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den ünteransprüchen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Vermessungs-Kreiselkompasses
ergibt sich eine sehr starke Verkürzung der Einstellzeit, ohne daß die Empfindlichkeit
gegenüber äußeren Schwingungen ansteigt.
Bei dem erfindungsgemäßen Kreiselkompaß erfolgt eine sehr schnelle automatische Ausrichtung auf die
Nordrichtung, wobei diese Ausrichtung ausgehend von einem anfänglichen Fehlausrichtungszustand in iterativer
Weise mit Hilfe eines kombinierten Abgriff- und Drehmomentgebersystems erzielt wird, das in vorteilhafter
Weise Wirbelstromkräfte verwendet. Dieses einstückig ausgebildete Zentrier-Drehmomenigeber-Abgriffsystem
wirkt mit einer Doppel-Servoschle:rensteuerung
zur schnellen Ausrichtung des Systems zusammen. Eine radiale Zentrierung wird unter Verwendung
von Wirbelstrom-Abstoßungsspulen erreicht, so daß sich eine reibungslose Zentrierung des Meßelementes
ergibt. Weiterhin ist ein Vertikalachsen-Drehmomentgeber vorgesehen, der ebenfalls vom Wirbelstrom-Abstoßungstyp
ist und der die gleichen Wicklungen verwendet, wie die, die das schwimmende Meßelement entlang
einer horizontalen Achse zentrieren. Der Vertikalachsen-Drehbewegungs-Abgriff ist ebenfalls vom Wirbelstromtyp
und er verwendet die gleichen Spulen, die auch das schwimmende Meßinstrument entlang der
zweiten Horizontalachse zentrieren. Daher ergibt sich eine erhebliche Einsparung an Teilen und eine Vereinfachung
des Aufbaus.
Das schwimmende Meßelement ist pendeiförmig ausgebildet und seine Pendelwirkung ermöglicht es, die
Azimuth-Bewegung des schwimmenden Teils unter Verwendung des Vertikalachsen-Drehmomentgebers
zu steuern, ohne daß ein Horizontalachsen-Drehmomentgeber
erforderlich ist. Das von dem Vertikalachsen-Drehmomentgeber
gelieferte Drehmoment ist proportional zur Drehgeschwindigkeit des schwimmenden Mcßelementes um die horizontale Achse, die senkrecht
zur Spin-Achse steht, so daß bei einem Zustand fehlender Drehung des Meßelementes um diese Achse gegenüber
der Vertikalen dieses Drehmoment ein Maß der Winkelabweichung der Spin-Achse gegenüber der
Nordrichtung ist und zur Bestimmung des Antriebswinkcls
verwendet wird, der zur Verringerung des Nordrichtungsfchlers erforderlich ist. Die Kombination dieser
Elemente ist in einem Nachlaufgehäuse eingeschlossen, das einen Servoantrieb um die Vertikalachse aufweist.
Das Nachlaufgehäuse wird während des Nordsuchvorganges schrittweise in Azimuth-Richtung angetrieben,
so daß es zur Bezugseinrichtung für die Messung der Peilw'nkel bezüglich der geographischen
Nordrichtung wird.
Die Auftriebsflüssigkeit ist elektrisch leitend gemacht, um eine Möglichkeit zur Zuführung elektrischer
Leistung an den Antriebsmotor des Kreiselrotors zu schaffen. Bei dem erfindungsgemäßen Kreiselkompaß
entfallen sämtliche mechanischen oder elektrischen Verbindungen zu dem schwimmenden Meßelement, so
daß sich eine hohe Genauigkeit und ein Schwimmen in einer Flüssigkeit mit freier Oberfläche in einer selbstkompensierenden
Anordnung ergibt, die keine Temperatursteuerung oder zugehörige Steuerungen benötigt.
Die Einstellung auf die geographische Nordrichtung wird hinsichtlich der Genauigkeit und der zur Erzielung
der Einstellung benötigten Zeit stark verbessert. Es ist lediglich eine grobe anfängliche Nordausrichfj.ig erforderlich
und dit örtliche Breite muß nicht genau bekannt sein. Weil die grundlegende Betriebsweise des Vermessungs-Kreiseikompasses
automatisch ist, benötigt die Bedienungsperson nur wenig Kenntnisse und sie kann in
kurzer Zeit eingeübt werden, um genaue Ergebnisse zu erzielen.
Aufgrund der unabhängigen Drehbarkeit zwischen den Zielbetrachtungseinrichtungen und den Nachlaufbehältereinrichtungen
ergibt sich weiterhin die Möglichkeit, eine Vielzahl von Azimuth-Winkeln einzustellen
und zu messen, ohne daß das Gerät neu ausgerichtet werden muß.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
noch näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Vermessungs-Kr .-iselkompasses im Anwendungszustand;
Fig.2 eine teilweise quergeschnittene Ansicht des
die Zielbetrachtungseinrichtungen bildenden Fernrohres, des Datengebers und der Steaerabschnitte der Ausführungsform
des Vermessungs-Kreiselkompasses nach Fig.l;
F i g. 3 eine teilweise quergey hnittene Ansicht des
Kreiselkompaßabschnittes der Ausführungsform des Vermessungs-Kreiselkompasses nach Fig. 1;
Fig.4 eine Draufsicht auf einen Teil des Steuerabschnittes
nach F i g. 2;
F i g. 5 eine Querschnittsansichi unter Einschluß der
Schaltung einer Antriebsanordnung für einen Rotor des Kreiselkompasses;
F i g. 6 eine teilweise quergeschnittene Ansicht eines
Teils der Drehmomenterzeuger-Abgriffseinrichtung nach Fig.3;
F i g. 7 eine teilweise quergeschnittene Draufsicht der vollständigen Zentrier-Drehmomenterzeuger-AbgriIT-einrichtung
nach F i g. 3;
Fig. 8 und 9 elektrische Schaltbilder von Teilen der
Einrichtung nach Fig. 7;
Fig. 10 ein Schaltbild, das die elektrischen Bauteile
und deren Verbindungen in dem Doppelschleifen-Servosystem
zeigt, das die Einrichtungen nach den F i g. 7,8 und 9 zur iterativen 3ewegung des Kreisels in Ausrichtung
der geographischen Nordrichtung verwendet;
F i g. 11 ein Zeitsteuerdiagramm;
Fig. 12 eine Tabelle zur Erläuterung des programmierten Betriebs der Einrichtung nach Fig. 10;
Fig. 13 ein Schaltbild einer Schalt-Zeitgeberanordnung zur Steuerung der Schalter nach Fig. 10 entsprechend dem Programm nach den Fig. 11 und 12;
F i g. 11 ein Zeitsteuerdiagramm;
Fig. 12 eine Tabelle zur Erläuterung des programmierten Betriebs der Einrichtung nach Fig. 10;
Fig. 13 ein Schaltbild einer Schalt-Zeitgeberanordnung zur Steuerung der Schalter nach Fig. 10 entsprechend dem Programm nach den Fig. 11 und 12;
Fig. 14 ein Blockschaltbild der Einrichtung für den
Betrieb der Anzeige gemäß Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Vermessungs-Kreiselkompasses dargestell', und es ist das allgemeine Aussehen im Betriebszustand zu erkennen. Es ist zu erkennen, daß der Vermessungs-Kreiselkompaß ein übliches Fernrohr 1 (oder irgendeine andere Betrachtungs- oder Vermessungseinrichtung) einschließt. In der Darstellung der F i g. 1 ist das Fernrohr 1 so gelagert, daß es um eine allgemein horizontale Achse 4 und weiterhin um eine allgemein vertikale Achse 2 geschwenkt werden kann und das Fernrohr ist in zwei gegenüberliegenden Halterungen 3 befestigt, die genauer in F i g. 2 zu erkennen sind. Die Halterungen 3 sind an einem Oberteil eines Datengeberabschnittes5 befestigt, der im folgenden noch anhand der F i g. 2 erläutert wird. Der Datengeberabschnitt 5 ist an einer kreisförmigen Befestigungsplatte 6 gehaltert, an der in ihrer Länge und in ihrem Winkel einstellbare Dreifußstativ-Beine 10 und ii bei Vermessungsgeräten üblicherweise befestigt sind. An der Befestigungsplatte 6 ist ein Steuerabschnitt 9 aufgehängt, der in seinem Inneren Steuerelemente aufweist, die ausführlicher insbesondere in Fig.2 ge zeigt sind. Von dem Gehäuse des Steuerabschnittes 9 hängt ein Verlängerungsabschnitt 12 herab, der bestimmte Kreiseleinrichtungen einschließt, die weiter unten in Verbindung mit F i g. 2 erläutert werden.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Vermessungs-Kreiselkompasses dargestell', und es ist das allgemeine Aussehen im Betriebszustand zu erkennen. Es ist zu erkennen, daß der Vermessungs-Kreiselkompaß ein übliches Fernrohr 1 (oder irgendeine andere Betrachtungs- oder Vermessungseinrichtung) einschließt. In der Darstellung der F i g. 1 ist das Fernrohr 1 so gelagert, daß es um eine allgemein horizontale Achse 4 und weiterhin um eine allgemein vertikale Achse 2 geschwenkt werden kann und das Fernrohr ist in zwei gegenüberliegenden Halterungen 3 befestigt, die genauer in F i g. 2 zu erkennen sind. Die Halterungen 3 sind an einem Oberteil eines Datengeberabschnittes5 befestigt, der im folgenden noch anhand der F i g. 2 erläutert wird. Der Datengeberabschnitt 5 ist an einer kreisförmigen Befestigungsplatte 6 gehaltert, an der in ihrer Länge und in ihrem Winkel einstellbare Dreifußstativ-Beine 10 und ii bei Vermessungsgeräten üblicherweise befestigt sind. An der Befestigungsplatte 6 ist ein Steuerabschnitt 9 aufgehängt, der in seinem Inneren Steuerelemente aufweist, die ausführlicher insbesondere in Fig.2 ge zeigt sind. Von dem Gehäuse des Steuerabschnittes 9 hängt ein Verlängerungsabschnitt 12 herab, der bestimmte Kreiseleinrichtungen einschließt, die weiter unten in Verbindung mit F i g. 2 erläutert werden.
Die Steuerung des Vermessungs-Kreiselkompasses und die Anzeige von Daten, die von diesem erzeugt
werden, erfolgt hauptsächlich durch ein Steuerchassis 14. Im allgemeinen ist der Kompaß batteriebetrieben, so
daß das Steuerchassis 14 mit einer Klappe 15 versehen ist, um das Einsetzen oder Ersetzen von Batterien zu
ermöglichen. Es ist ein Betriebsartenschalter 16 vorgesehen, der die Betriebsart des Kompasses bestimmt und
dieser Schalter 16 ermöglicht (nach Wunsch der Bedienungsperson) den Betrieb des Kompasses, das Laden
der eingebauten Batterien, den Betrieb an den eingebauten Batterien oder den Betrieb von einer äußeren
Spannungsquelle. Der Zustand der eingebauten Batterie kann auf einem üblichen elektrischen Meßinstrument 22
angezeigt werden. Die örtliche Breite wird in den Kompaß manuell unter Verwendung eines Potentiometer-Drehknopfes
21 und einer Anzeigemarke 21a eingegeben, wie dies noch erläutert wird. Es können mehrere
Betriebszustands-Anzeigelampen vorgesehen sein, wobei eine Lampe 17 anzeigt, daß der Kompaß eingeschaltet
wurde, während eine Lampe 18 anzeigt, daß er Kompaß für die tatsächliche Benutzung bereit ist und eine
Lampe 20 eine fehlerhafte Funktion oder eine Fehlausrichtung anzeigt Nach einem geeigneten Zeitintervall
wird die gewünschte Azimuth-Anzeige von einer nume-
rischen Anzeige 19 geliefert. Zusätzlich ist die kreisförmige Befestigungsplatte 6 des Kompasses mit einer
Luftblasen-Nivelliereinrichtung 8 versehen, um es der Bedienungsperson zu Anfang zu ermöglichen, die Platte
6 durch Einstellung der Dreifuß-Beine 10,11 in üblicher Weise in die horizontale Lage zu bringen und weiterhin
ist ein einfacher Magnetkompaß 7 auf dieser Befestigungsplatte 6 angebracht, um eine anfängliche grobe
Ausrichtung des Kompasses bezüglich der Nordrichtung zu ermöglichen.
Wie es noch erläutert wird, werden einige in den Abschnitten 5, 9 und 12 des Kompasses nach Fig. 1 erzeugte
Signale über ein mehradriges elektrisches Kabel 13 an das Steuerchassis 14 übertragen. Andere Signale
und die Betriebsleitung können über das gleiche Kabel 13 von dem Steuerchassis 14 auf die Kreiselabschnitte
des Kompasses übertragen werden.
Wie es insbesondere aus F i g. 2 zu erkennen ist, ist das Fernrohr 1 um die horizontale Achse 4 drehbar
gelagert und es ist durch die Halterungen 3 über einer oberen Platte 30 des Datengeberabschnittes5 befestigt,
wobei die Platte 30 eine Mittelöffnung aufweist, die durch eine Abdeckplatte 31 geschützt ist. Von der Platte
30 erstreckt sich eine zylindrische Schale 32 nach unten, die an der oberen Platte 30 mit Hilfe üblicher Befestigungseinrichtungen
wie z. B. einer Gewindeschraube 33 befestigt ist. Die obere Befestigungsplatte 30 und die
zylindrische Schale 32 bilden einen Teil eines Gehäuses für den Datengeberabschnitt 5, der eine Welle 35 einschließt,
die den beweglichen Teil eines Selsyns oder eines anderen Datengebers üblicher Art halten. Die
Welle 35 ist für die Durchführung mehrerer primärer Funktionen des Kompasses von Bedeutung weil sie mit
dem Geber des Datengeberabschnittes 5 und mit den Steuerelementen des Steuerabschnittes 9 zusammenwirkt
und weil sie weiterhin wie dies aus F i g. 3 zu erkennen ist, die Kreiselemente des Kompasses halten.
Die scheibenförmige Befestigungsplatte 6 ist mit einer öffnung versehen und halten ein in der Mitte angeordnetes
Kugelllager 43. in dem sich die Welle 35 drehen kann. Die Welle 35 ist weiterhin in einem Lager 86
in dem Steuerabschnitt 9 gelagert, wie dies weiter unten erläutert wird. Die Welle 35 ist daher f. ei drehbar gelagert,
so daß sie ihrerseits einen Rotor des Datengebersystems 5 für eine Drehung um die Vertikalachse 2 haltern
kann. Zu diesem Zweck ist die obere Platte 30 des Datengeberabschnittes 5 mit einer Öffnung versehen, in
der ein Teil eines Kugellagers 34 gehaltert ist, dessen
zweiter Teil auf dem oberen Ende der Welle 35 befestigt ist. Ein Teil des Datengeberabschnittes 5 wird von einem
schaienförmigen Teil 40 getragen, das weiterhin den unteren Teil des Gehäuses für den Datengeberabschnitt
5 bildet. Das schalenförmige Teil 40 weist eine Mittelöffnung auf und ist mit Hilfe eines Kugellagers 41
frei drehbar auf der Welle 35 gelagert. Auf diese Weise können die Teile des Datengeberabschnittes 5 und des
Fernrohrs 1 manuell von der Bedienungsperson in Azimuthrichtung gedreht werden.
In dem Datengeberabschnitt 5 sind Einrichtungen zur elektrischen Messung des Winkels zwischen der Welle
35 und dem Justiergerät des Fernrohrs 1 vorgesehen. Diese Meßeinrichtungen schließen einen Selsyn oder
einen anderen üblichen Datengeber ein, der zwischen der oberen Platte 30 und dem schaienförmigen Teil 40
liegt Der übliche mangetische Aufbau 36 eines, mechanisch unabhängigen Abschnittes des Selsyns bildet einen
Rotor und ist an der Welle 35 mit dieser zusammen mit einer kreisringförmigen Selsynwicklung 37 drehbar
befestigt. Der zweite Abschnitt 39 des Selsyns, der gegenüber dem ersten Abschnitt 36 drehbar ist, ist von
dem schaienförmigen Teil 40 in der zylindrischen Schale 32 festgeklemmt. Beispielsweise kann der zweite Abschnitt
39 des Selsyns von dem schaienförmigen Element 40 gegen einen ringförmigen Flansch un der Innnenoberfläche
der Schale 32 geklemmt werden. Der kreisringförmige magnetische Kreis des Abschnittes 39
und die hiervon gehalterte kreisringförmige Selsynwicklung 38 sind daher gegenüber der Welle 35 drehbar
und sie werden gedreht, wenn die Bedienungsperson das Fernrohr 1 in Azimuthrichtung dreht.
Der Steuerabschnitt 9 nach Fig. 2 umfaßt einen zylindrischen
Mantel oder ein äußeres Gehäuse 44, das von der Befestigungsplatte 6 herabhängt und an dieser mit
Hilfe üblicher Befestigun£seinrichtungen, wie z. B. Gewindeschrauben
60 befestigt ist. Der Steuerabschnitt 9 gemäß F i g. 2 schließt eine Verlängerung 35;i der Weile
35 ein und diese Verlängerung 35a läuft bis zum Abschnitt 12 nach F i g. 3 und halten die Kreiseleinrichtungen.
Wie es weiter oben erwähnt wurde, ist die Welle 35 mechanisch in dem Steuerabschnitt 9 gelagert und diese
Lagerung wird teilweise durch das Kugellager 43 erreicht, das in der Mittelöffnung der Befestigungsplatte
angeordet ist. Eine weitere Lagerung der Welle 35 ist in dem unteren Abschnitt der Fig.2 durch eine Befestigungsplatte
85 erzielt, die an der Innenoberfläche des äußeren Gehäuses 44 mit Hilfe üblicher Befestigungseinrichtungen, wie z. B. Gewindeschrai'ben 88 befestigt
ist. Eine an einer in der Mitte liegenden c'ellc vorgesehene
öffnung in der Befestigungsplatte 85 nimmt ein Kugellager 86 auf, das ebenfalls die Welle 35 lagert.
Wie es aus den F i g. 2 und 4 zu erkennen ist, trägt die Welle 35 ein Sektorzahnrad 45, das mit einem Ritzel 63
in Eingriff steht, wobei das Sektorzahnrad 45 mit einer Nabe verbunden ist, die an der Welle 35 mit Hilfe einer
Schraube 46 befestigt ist. An einer bogenförmigen Seite des Sektorzahnrades 45 sind Zähne 59 vorgesehen, die
mit dem Ritzel 63 kämmen und auf der gegenüberliegenden Seite des Sektorzahnrades 45 ist ein bogenförmiger
Schlitz 49a vorgesehen. Ein Anschlag in Form einer vertikalen Stange 49 erstreckt sich durch den bogenförmigen
Schlitz 49a und der Stab 49 ist an dem Gehäuse 44 mit Hilfe von Haltearmen 47, 48 befestigt.
Weil der Mittelpunkt des den Schlitz 49a bildenden Bogens mit dem Drehmittelpunkt der Welle 35 zusammenfällt,
kann sich das Sektorzahnrad 45 (mit der Welle 35) über einen begrenzten Winkelbereich frei drehen. Es ist
zu erkennen, daß andere Arten von Winkelanschlägen
verwendet werden können. ^
Wie es erwähnt wurde, kämmen die Zähne 59 des Sektorzahnrades 45 mit dem Ritzel 63; das Ritzel 63 ist
an einer vertikalen Welle 62 befestigt, die in Kugellagern 61 und 89 gelagert ist, die jeweils in Ausnehmungen
der Befestigungsplatte 6 bzw. der Befestigungsplatte 85 befestigt sind. Die Welle 62 und damit das Sektorzahnrad
45 werden gedreht, wenn ein Motor 81 durch Zuführung geeigneter Befehlssignale an die Motorleitungen
80 mit Energie versorgt wird. Zu diesem Zweck ist eine Antriebswelle 82 des Motors 81 mit einer Antriebsschnecke
83 versehen, die ein damit zusammenwirkendes Schneckenzahnrad 68 antreibt, so daß die
Welle 62 gedreht wird. Damit der Motor 81 nicht überiastet
wird, wenn der Anschlag 49 mit einem der Enden des Schlitzes 49a in Eingriff kommt, ist eine Rutschkupplung
zwischen dem Zahnrad 68 und der Weile 62 vorgesehen. Obwohl verschiedene Konstruktionen von
Rutschkupplungen verwendet werden können, schließt
die dargestePte Rutschkupplung eine mit der Welle 62
.erstiftete Planscheibe 70 ein. Über dem Zahnrad 68 befindet sich eine zweite Planscheibe 67, die frei drehbar
auf der Welle 62 befestigt ist. Schließlich ist ein Bundring 65 vorgesehen, der bei 64 an der Welle 62 befestigt
ist und eine Planscheibenoberfläche zum Zusammendrücken einer Schrauben-Druckfeder 66 gegen die obere
Oberfläche der Planscheibe 67 aufweist. Das Zahnrad 68 und die Welle 62 drehen sich normalerweise zusammen.
Wenn der mechanische Begrenzungsanschlag jodoch erreicht ist, wird die Drehung der Welle 62 gestoppt
und das Zahnrad 68 treibt die Welle 62 nicht mehr an. Ein übliches (in F i g. 2 nicht gezeigtes) Tachometerelement
ist auf der Welle 82 in dem Gehäuse des Motors 81 befestigt und liefert eir Geschwindigkeits-Ausgfingssignal
an den Leitungen 79, wie dies noch näher erläutert wird.
Wie es weite/ oben erwähnt wurde, erstreckt sich die Welle 35 nach Ψ i g. 2 über die Verlängerung 35a in den
Krciselkompaßabschnitt 12 nach Fig.3 und trägt eine allgemein zylindrische abgedichtete Behältergruppe mit
zusammenpassenden Schalenteilen 104 und 111, die durch eine Bodenwand 119 abgeschlossen sind, um die
schwimmende Kreiselkompaßbaugruppe aufzunehmen. Im einzelnen ist eine obere Deckplatte 101 dieser abgedichteten
Nachlaufbaugruppe an dem unteren Ende der Verlängerung 35a in irgendeiner geeigneten Weise befestigt,
beispielsweise durch eine Gewindeschraube 100, die durch eine Nabe 102 der Platte 101 geschraubt ist.
Der obere zylindrische Behälterteil 104 der Nachlaufbaugruppe ist mit Hilfe irgendwelcher geeigneter Einrichtungen
bei 103 an der Platte 101 befestigt und erstreckt sich nach unten in den unteren Teil 44a des Gehäuses
44. Der Teil 44a weist die Form eines sich nach unten verjüngenden konischen Kegelstumpfmantels
auf. der an seinem unteren Ende durch eine Wand 120 verschlossen ist. Das äußere Gehäuse 44 ist gegen Staub
und Flüssigkeiten geschützt, um die darin enthaltenen Mechanismen zu schützen.
In den Teilen 104 und 111 ist eine schwimmende Kreiselkompaßbaugruppe
angeordnet. Die Kreiselkompaßbaugruppe schwimmt in einer geeigneten Kreisel-Schwimmflüssigkeit,
die das Innere der Teile 104, 111 bis zu dem Pegel füllt, der bei 108c angedeutet ist. Das
Schwimmcrelement, das den Kreisel umschließt, schließt einen oberen Teil 107 in Form eines flachen
Kegels ein. Wie es weiter unten beschrieben wird, trägt der Kegel 107 ein elektrisch aktives kreuzförmiges Element
105 mit ersten und zweiten zueinander senkrechten Flügeln und dieses Element 105, das ausführlicher
anhand der F i g. 6 bis 9 erläutert wird, befindet sich im Normalbetrieb im wesentlichen in der Mitte zwischen
Paaren von elektromagnetischen Abnehmer- und Drehmomenterzeuger-Einrichtungen (wie dies allgemein bei
106 angedeutet ist) die zusätzlich zur Ausübung von Zentrierkräften auf das kreisförmige Element 105 dienen,
wie dies weiter unten erläutert wird. Es ist zu erkennen,
daß die Paare von Abnehmer-Drehmomentgeber-Zentriereinrichtungen 106 durch eine Anzahl von haltearmförmigen
Halterungselementen gehalten sind, die von der Innenoberfläche der Deckplatte 101 herabhängen.
An dem Kegel 107 des Schwimmerelementes ist ein sich nach unten erstreckender dünnwandiger Mantel
108 mit allgemein zylindrischer Form befestigt, der einen abgedichteten Teil bildet und in dem eine normalerweise
horizontale Tragplattform 109 angeordnet ist. Das Schwimmerelement wird durch eine dünnwandige
symmetrische halbkugelförmige Schale 115 vervollständigt, die an dem zylindrischen Mantel 108 an der Plattform
109 befestigt ist.
Ein k>-eisringförmiger nach innen vorspringender Teil
111 des Nachlauf-Gehäuseteils 104 springt nach iwnen in
Richtung auf den zylindrischen Mantel 108 vor, so daß ein kleinerer kreisringförmiger Spalt 108/j zwischen den
Elementen 108 und 111 erzielt wird. Weil das Innere der
Behälterteile 104, 111 mit einer Auftriebsflüssigkeit bis
zum Pegel 108c gefüllt ist, enthält auch der Spalt 1086
ίο diese Flüssigkeit. Wie es weiter unten erläutert wird,
sind elektrisch leitende Elektroden in die aufeinandergerichteten Oberflächen eingesetzt, die den Spalt 1080
bilden, so daß bei Vorhandensein einer elektrisch leitenden Auftriebsflüssigkeil: die elektrische Betriebsleistun»;
von dem Steuerschassisi 14 über den Spalt 108£>
geleitet wird, um den Kreiselrotor anzutreiben. Es ist festzustellen,
daß das obere Ende des schmalen Spaltes 1086 etwas unter dem normalen Pegel 108c der Auftriebsflüssigkeit
liegt. Hierdurch werden alle nachteiligen Drehmomentwirkungen beseitigt, die ansonsten auf Grund
der Oberflächenspannungseffekte in einer Verlängerung des engen Spaltes 108f>
vorhanden sein würden. Um die Flüssigkeit zu liefern, die zum Füllen des erweiterten
Teils 108a des Spaltes erforderlich ist, ist ein relativ großer Vorratsraum 121 unter der Schwimmerbaugruppe
vorgesehen.
Eine Öffnung der Plattform 109 ermöglicht den Einbau des empfindlichen oder des Meßelementes des
Kreiselkompasses, das in F i g. 3 allgemein so dargestellt ist. als ob es zumindest einen Kreiselrotor 110 einschließt,
der auf einer Welle 114 zwischen zwei mit Abstand angeordneten Jochen 113 drehbar gelagert ist, die
von der Plattform 109 getragen werden, wobei die Drehachse der Welle 114 während des Betriebs des Systems
normalerweise in einer horizontalen Ebene liegt.
Eine grobe Zentrierung und Kreiseiarretierung des Schwimmerelementes beim Transport wird durch die
Verwendung eines in der Mitte angeordneten Anschlages erreicht, der an der Bodenwand 119 des Nachlaufbehälterteils
111 befestigt ist. Dieser Anschlag besteht aus einem Rohr 117, das an der Innenoberfläche der Wand
119 befestigt ist und eine zylindrische Bohrung IVJ aufweist,
die lose einen Stift 116 aufnimmt, der von einer mittleren Stelle der halbkugelförmigen Schale 115 nach
unten in die Bohrung 118 vorspringt.
Die schwimmende Kreiselkompaßbaugruppe befindet sich in neutralem Auftriebszustand in einer hermetisch
abgedichteten schwimmenden Schale, die hauptsächlich aus dem Kegel 107, dem dünnwandigen Mantel
108 und der halbkugelförmigen Schale 115 gebildet ist, wobei diese Teile jeweils aus einem Material mit geringem
Gewicht hergestellt sein können, wie z. B. aus einem glasfaserverstärkten Epoxy-Material, das zur Herstellung
entsprechender Formteile verwendet wird. Die abgedichtete Schale kann mit einer Atmosphäre aus einer
Mischung von Gasen wie z. B. Helium und Stickstoff gefüllt sein, um die Luftreibungsverluste des Kreiselrotors
110 zu verringern und um einen Kühlweg von dem Rotor zur Umgebung des Instrumentes zu bilden. Das
Gewicht der schwimmenden Kreiselbaugruppe, die den Kreisel 110 einschließt und die Dichte der Auftriebsflüssigkeit
in dem Vorratsbehälter 121 und dem Spalt 1086 sind so ausgewählt, daß die Außenoberfläche des Kegels
107 normalerweise über der freien Oberfläche der Flüssigkeit am Pegel 108c liegt. Die Form und der Scheitelwinkel
des Kegels 107 sind zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß Kondensationstropfen auf der konischen
Oberfläche stehenbleiben, so daß die genannte Oberflä-
ehe automatisch von irgendwelchen Flüssigkeitstropfen
befreit wird, die sich auf dieser Oberfläche beim Transport des Kreiselkompasses ansammeln könnten.
Die Pendelwirkung der schwimmenden Kreiselkompaßbaugruppe
ist auf einen normalen Wert dadurch eingestellt daß der Kreiselrotor 110, in dem die größte
Masse der Baugruppe konzentriert ist, unter den Auftriebsmjuelpunkt
des Schwimmerteils gelegt wird. Bisher wurden in vielen Fällen Versuche gemacht den Auftrieb
des Schwimmers und sein Gewicht genau gegeneinander auszubalancieren und ein derartiges Ergebnis
ist sehr schwierig zu erzielen weil sich hierbei schwere Temperaturkompensationsprobleme ergeben. Bei der
beschriebenen Ausführungsform werden Probleme dieser Art dadurrh vermieden, daß sichergestellt ist daß
der Kegel 107 der Schwimmerbaugruppe immer über die freie_ Flüssigkeitsoberfläche am Pegel 108c vorspringt
Änderungen der Temperatur, die eine VoIumenvsrkleinerung
oder Volumenvergrößerung der Auftriebsflüssigkeit zur Folge haben, bewirken lediglich,
daß das tatsächlich zum Auftrieb gebrachte Volumen sich direkt proportional der Änderung der Flüssigkeitsdichte
ändert so daß die Schwimmerbaugruppe im wesentlichen in einer konstanten Position gegenüber
der Nachlauf-Gehäusedeckplatte 101 bleibt Auf diese Weise wird ein Ausgleichseffekt hervorgerufen, durch
den ier Anstieg des Flüssigkeitssptegels bei 108c bei steigender Temperatur im wesentlichen die Verringerung
des Wertes des Vorspringens des Schwimmers über den Pegel 108c ausgleicht der durch die Verringerung
der Flüssigkeitsdichte mit ansteigender Temperatur hervorgerufen wird und umgekehrt Die Höhenlage
des Kegels 107 gegenüber der Nachlaufbehälter-Deckplatte 101 bleibt daher über den Betriebstemperaturbereich
des Kreiselkompasses im wesentlichen konstant Daher wird ein perfektes Schwimmen ohne die Notwendigkeit
irgendeiner Temperatur-, Flüssigkeitsdichten- oder Schwimmervolumen-Steuerung erzielt. Entsprechend
ergibt sich keine relative Vertikalbewegung des Kegels 107, dit· eine unerwünschte mechanische Unterbrechung
des Abgriffsystems 106 hervorrufen würde. Praktisch ausgeführte Versuche zeigen, daß die Betriebsweise
des Abgriff- und Drehmomenterzeugersystems, das im folgenden noch näher beschrieben wird,
relativ unempfindlich gegenüber Änderungen der Vertikalposition des Kegels 107 über einen weiten Bereich
von Betriebstemperaturen ist.
Es ist zu erkennen, daß eine Vielzahl von bekannten Möglichkeiten zur Verfügung steht, um elektrische Antriebsleistung
zum Betrieb des Kreiselrotors 110 zuzuführen, und zwar unter Einschluß von Schleifringen
oder flexiblen Leitungen. Das schwimmende Kreiselmeßelement ist jedoch vorzugsweise frei von unerwünschten
Einspanndrehmomenten um die Vertikalachse ausgebildet, indem eine Auftriebsflüssigkeit verwendet
wird, die zusätzlich eine elektrische Betriebsleistung übertragen kann. Entsprechend sind die Schwimmerbaugruppe
des Kreiselkompaß-Meßelementes und der Nachlaufbehälter aus den Elementen 104, 111 und
119 aus isolierendem Material hergestellt, wobei gegenüberliegende
zusammenwirkende elektrisch leitende Elektroden an dem Spalt 108fa vorgesehen sind, die aus
korrosionsbeständigem Material, wie z. B. Platin, bestehen.
Die Auflriebsflüssigkeit kann beispielsweise eine Äthanol-Wasscrmischung
sein, dem Jodkaüum hinzugefügt ist. um die gewünschte Leitfähgikeil zu erzielen,
wobei zumindest 55 Gewichtsprozente der Mischung Äthanol sind, wenn ein Einfrieren unterhalb von —400C
verhindert werden muß. Eine Spur von Natriumtetraburat kann zur pH-Steuerung hinzugefügt werden. Die
Leitfähigkeit der Flüssigkeit ist so eingestellt, daß elektrische Leistungsverluste in dieser Flüssigkeit so weit
wie möglich verringert werden, beispielsweise auf ungefähr den Wert von 2 Watt
Fig.5 zeigt die Antriebswicklungen des Kreiselrotors
110 in den zusammenwirkenden Kunststoff-Mantelteilen
108 und 111, die den leitenden flüssigkeitsgefüllten kreuzringförmigen Spalt 1086 umgrenzen. Das
magnetische Antriebsfeld für den Kreiselrotor 110 wird von einem Motorwicklungssystem geliefert, das allgemein
mit HOa bezeichnet ist und die üblichen Wicklungen 136,137 und 138 einschließt die in Sternschaltung
an einem Verbindungspunkt 140 zusammengeschaltet sind. Um den Kreiselrotor 110 in üblicher Einphasen-Betriebsweise
betreiben zu können, ist ein Festwert-Kondensator 139 längs der Anschlüsse der Wicklungen
137, 138 angeschaltet Die Antriebsleitung von einer Wechselstromquelle 134, die in dem Steuerschassis 14
nach F i g. 1 angeordnet sein kann, wird zum Antrieb des Rotors 110 zugeführt Zu diesem Zweck ist an einer
Seite des Rotors innerhalb des Spaltes 1086 ein Paar von langgestreckten Metallelektroden 130, 131 angeordnet,
während auf der direkt gegenüberliegenden Seite des Systems ein zweites gleiches Paar von langgestreckten
Metallelektroden 132, 133 angeordnet ist Wenn ein Schalter 135 geschlossen wird, wird ein Wechselstrom
über eine Leitung 143 der Elektrode 132 zugeführt und dann über den Spalt 108i>
zur Elektrode 133 und an den Wicklungs-Verbindungspunkt 141 geleitet.
Von dem Verbindungspunkt 141 fließt der Strom direkt durch die Wicklung 138 und über den Kondensator 139
und die Wicklung 137 zum Vefbindungspunkt 140. von
wo aus er durch die Wicklung 136 zur Elektrode 131 fließt. Der elektrische Kreis wird durch die leitende
Flüssigkeit in dem Spalt 1080 geschlossen, so daß der Strom dann zur Elektrode 130 und über eine Leitung
142 zurück zur Leistungsquelle 134 fließt
Im normalen Betrieb ist der Winkelausschlag des dünnwandigen Mantels 108 gegenüber der Neutralstellung
gemäß der Zeichnung gegenüber dem ringförmigen nach innen vorspringenden Teil 111 klein, so daß ein
ausreichender Strom zum Antrieb des Rotors 110 immer zur Verfügung steht. Weiterhin sind auf Grund der
scheinbaren Symmetrie der Geometrie der Anordnung nach F i g. 5 die Potentialabfälle längs der gegenüberliegenden
Flüssigkeitsspalte ausgeglichen und im wesentlichen symmetrisch. Es wird eine geringe Stromdichte
beispielsweise in der Größenordnung von 0,04 Ampere pro Quadratzentimeter verwendet, um ein Zersetzen
oder eine Verschlechterung der Eigenschaften der leitenden Flüssigkeit sowie eine Erosion der Elektroden so
weit wie möglich zu verringern.
Die Einrichtung zur Durchführung der wesentlichen Funktionen der Zentrierung der Schwimmerbaugruppe
in dem Nachlaufbehälter, der Messung des Azimuthwinkels zwischen den beiden gleichen Elementen und der
Zuführung eines korrigierenden Azimuth-Drehmomentes an den schwimmenden Behälter wurde, kurz in Verbindung
mit F i g. 3 erwähnt. Die Merkmale des einstükkigen Systems zur Durchführung dieser drei Funktionen
werden nun ausführlicher anhand der Fig.6 bis 10 cr-
b5 läutert.
Die drei notwendigen Funktionen werden durch eine Anordnung ausgeführt, die Wirbelstromerscheinungen
ausnutzt, wobei die Betriebsweise auf der Tatsache be-
ruht, daß die Induktivität einer Spule in der Nähe einer
Platte aus elektrisch leitendem Material eine Funktion des Spaltes zwischen der Spule und der Platte ist, unter
der Annahme beispielsweise, daß die Ebene der Platte im wesentlichen unter rechten Winkeln zur Spulenachse
steht. Es ist gut bekannt, daß dieser Einfluß sich daraus
ergibt, daß Wirbelströme in der leitenden Platte durch
irgendeinen sich zeitlich ändernden Magnetfluß von der Spule induziert werden mit der Folge, daß eine magnetomotorische
Kraft mit einer Polarität erzeugt wird, die versucht, jeder Änderung des Magnetflusses entgegenzuwirken.
Wenn die Erregungsfrequenz der Spule relativ hoch ist und wenn die Platte ein guter elektrischer
Leiter mit ausreichender Dicke ist, wird ein wechselnder Fluß fast vollständig vom Inneren der Platte ausgeschlossen.
Für einen sehr großen Abstand zwischen der Spule und der leitenden Platte ergibt sich nur eine geringe
Änderung· der Gesamt-Reluktanz des magnetischen Kreises; wenn jedoch die leitende Platte näher an ein
Ende der Spule gebracht wird, wird das Volumen des Raumes zwischen der Spule und dem Leiter verringert
und die effektive Induktivität der Spule wird entsprechend verringert Wenn der Spalt zwischen der Spule
und der Platte etwas vergrößert wird, wird die effektive
Induktanz der Spule entsprechend vergrößert. Dieser nützliche Effekt wird verstärkt, wenn ein magnetischer
Kern der Spule zugeordnet wird, beispielsweise der Kern 172 na.ch F i g. 6, der an einem Ende offen ist und
so auf die leitende Platte, wie z. B. die Platte 151 gerichtet ist, so daß lediglich in dem engen Spalt zwischen der
gegenüberliegenden Fläche des Kerns 172 und der Oberfläche der Platte 151 ein bedeutsamer Magnetfluß
außerhalb des tatsächlichen Kerns vorhanden ist Derartige Ferritkerne weisen üblicherweise ein offenes
kreisringförmiges Innenvolumen zwischen einer in der Mitte angeordneten Säule und einem äußeren kreisringförmigen
Mantel auf, wie dies in F i g. 6 gezeigt ist. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird der kreisringförmige
Raum zur Aufnahme von zwei konzentrischen Wicklungen 173 und 174 verwendet, die mit entsprechenden
elektrischen Leitungspaaren 146 und 147 versehen sind.
Wie es in F i g. 7 gezeigt ist, sind vier Paare derartiger Wicklungen jeweils den leitenden Metallarmen 150,151,
152, 153 eines kreuzförmigen Elementes 105 zugeordnet. Gegenüberliegende Spulen wie z. B. die, die den
Kernen 172 und 175 zugeordnet sind, sind so gehaltert, daß sich kleine Spalte mit einer Breite g bezüglich des
leitenden Armes 151 ergeben. Die verschiedenen Paare von Kernen, wie z. B. die Kerne 172,175 sind jeweils an
der Nachlaufbehälter-Deckplatte 101 durch die dargestellten Haltearme 144,145 gehaltert. Es ist verständlich,
daß das kreuzförmige Element 105 so geformt ist, daß es in irgendeiner geeigneten Weise an dem Kegel 107 der
Schwimmerbaugruppe des Kreiselkompasses befestigt werden kann.
Es kann gezeigt werden, daß eine Spule wie die Spule 173 bei Erregung mit einer relativ hohen Frequenz und
bei Anordnung gegenüber einer Aluminiumplatte mit einer Dicke von beispielsweise 1,6 mm eine Induktivität
aufweist, die angenähert durch die folgende Gleichung (1) ausgedrückt werden kann:
go+g
worin Lo, k und go Konstanten sind und g wieder die
mechanische Spaltabmessung nach F i g. 6 darstellt.
Es ist aus den Fig.3 und 7 zu erkennen, daß die
komplette Baugruppe derart ist, daß der auf die Oberseite des Kegels 107 der Schwimmerbaugruppe 4 angeordnete
Aufbau im wesentlichen gleich dimensionierte Arme 150, 151, 152, 153 aufweist, die jeweils an dem
Kegel 107 befestigt sind und denen jeweils gegenüberliegende und entgegengesetzt gerichtete Spulen der in
Fig.6 gezeigten Art zugeordnet sind. Beispielsweise
steht der Arm 152 mit dem Kem 154 und dem entgegengesetzt gerichteten Kern 157 in Wechselwirkung und
diese Kerne schließen jeweils Wicklungen 155,156 bzw. 158,159 ein. Der Arm 150 ist den entgegengesetzt gerichteten
Kernen 166 und 169 zugeordnet, die jeweils mit Paaren von konzentrischen Wicklungen 167, 168
bzw. 170, 171 zusammenwirken. In gleicher Weise ist der Arm 153 des kreuzförmigen Elementes 105 des, entgegengesetzt
gerichteten Kernen 160, 163 zugeordnet, die jeweils mit Paaren von darin angeordneten Wicklungen
161,162 bzw. 164,165 zusammenwirken. Es ist verstär.diich,
daß die verschiedenen Kerne und die darin eingeschlossenen Wicklungen starr an der Nachlaufbehälter-Deckplatte
101 gehaltert sind, so daß sich alle gegenüber dem kreuzförmigen Element 105 bewegen,
wenn eine Relativbewegung zwischen der Nachlaufbehälter-Deckplatte
101 und dem Kegel 107 auftritt.
Mit den diametral gegenüberliegenden leitenden Armen 152 und 153 des kreuzförmigen Elementes 105 arbeitet
ein Erregungs- und Drehmomenterzeuger-System zusammen, das die Wicklungen einschließt, die in
Fig.7 den Kernen 154, 157, 160 und 163 zugeordnet
sind. Die Drehmomenterzeuger-Steuereingangsanschlüsse 178 und 179 sind mit einer Serienschaiiung verbunden,
die die Wicklung 155 des Kerns 154, die Wicklung 158 des Kerns 157, die Wicklung 164 des Kerns 163
und die Wicklung 161 des Kerns 160 einschließt. Den Anschlüssen 178 und 179 wird ein Drehmomenterzeuger-Steuerstrom
zugeführt, der in einer anhand der Fig. 10 zu beschreibenden Weise erzeugt wird. Dieser
eine veränderliche Phase aufweisende Drehmomenterzeuger-Steuereingangsstrom wirkt mit einem eine feste
Phase aufweisenden Hochfrequenz-Bezugsstrom zusammen, der an den Anschlüssen 180 und 181 zugeführt
wird. Dieser letztgenannte eine feste Amplitude und Phase aufweisende Strom wird in Serie durch die Wicklung
165 des Kerns 163 und durch die Wicklung 159 des Kerns 157 geleitet, bevor er zum Anschluß 180 zurückgeführt
wird. Der gleiche Strom wird weiterhin durch eine parallel angeschaltete Schaltung geleitet, die die
Wicklungen 156 und 162 einschließt, so daß der Strom durch die Wicklung 162 des Kerns 160 und dann durch
die Wicklung 156 des Kerns 154 fließt bevor er zum Anschluß 180 zurückkehrt. Es ist zu erkennen, daß jeweilige
Wicklungspaare magnetisch durch die Kerne 154, 157, 160 und 163 miteinander gekoppelt sind, wie
dies weiter oben in Verbindung mit den F i g. 6 und 7 beschrieben wurde. Es ist zu erkennen, daß diese verschiedenen
Kerne in Abhängigkeit von der Art des veränderlichen Drehmomentgeber-Steuerstromes, der den
Anschlüssen 178 und 179 zugeführt wird, in brauchbarer
Weise die Drehmomente beeinflussen, die von den verschiedenen Kernen auf die leitenden Arme 152,153 ausgeübt
werden, um die Azimuth-Position des Kreuzförmigen Elementes 105 zu steuern. Es ist zu erkennen, daß
der Drehmomenterzeuger-Steuerstrom in einer ersten Richtung durch die Wicklungen 155 und 158 und in entgegengesetzter
Richtung durch die Wicklungen 164 und 161 fließt. Andererseits fließt der eine feste Phase aufweisende
Feldstrom in der gleichen Richtung durch die
Wicklungen 159 und 165, jedoch in entgegengesetzter Richtung durch die Wicklungen 156 und 162, wie dies in
der Zeichnung angedeutet ist
Wie es aus F i g. 9 zu erkennen ist, wird eine der Schaltung
nach F i g. 8 sehr ähnliche Schaltung für Azimuth-Winkel-Abnehmerzwecke verwendet In F i g. 9 ist ein
mit den diametral entgegengesetzten leitenden Armen 150 und 151 des kreuzförmigen Elementes 105 zusammenwirkendes
Erregungs- und Abgriffsystem gezeigt, das die in Fig.7 den Kernen 166, 169, 172 und 175
zugeordneten Wicklungen umfaßt. Die Abgriffanschlüsse 190 und 191 sind mit einer Serienschaltung verbunden,
die die Wicklung 174 des Kerns 172, die Wicklung 177 des Kern>; 175, die Wicklung 167 des Kerns 166 und
die Wicklung 170 des Kerns 169 einschließt Die An-Schlüsse 190 und 191 liefern ein Abgriffsignal in einer
Weise, die im folgenden anhand der F i g. 10 beschrieben wird, wobei die Abgriffsignale zusammenwirkend durch
das Vorhandensein eines festen Hochfrequenz-Bezugsstromes erzeugt werden, der den Anschlüssen 192,193
zugeführt wird Der letztgenannte eine feste Amplitude und Phase aufweisende Strom wird in Serie durch die
Wicklung 16:3 des Kerns 166 und durch die Wicklung
176 des Kerns 175 geleitet bevor er zum Anschluß 193 zurückkehrt Der eine feste Amplitude und Phase aufweisende
Strom wird weiterhin durch die parallelgeschaltete Schaltung hindurchgeleitet, die die Wicklungen
171 und 173 einschließt, so daß der Strom durch die Wicklung 171 des Kerns 169 und dann durch die Wicklung
173 des Kerns. 172 fließt, bevor er zum Anschluß 193 zurückkehrt. Es ist zu erkennen, t?iß jeweilige Paare
von Wicklungen durch die Kerne 166,169,172 und 175 miteinander gekoppelt sind, wie dies w-;ter oben in Verbindung
mit den F i g. 6 und 7 beschrieben wurde. Es ist weiterhin zu erkennen, daß diese verschiedenen Kerne
in Abhängigkeit von ihrer Nähe zu den damit zusammenwirkenden Armen 150,151 brauchbare Fehler-Ausgangssignale
proportional zum Fehler der Azimuth-Position des kreuzförmigen Elementes ergeben. Es ist zu
erkennen, daß der Abgriff-Strom in einer ersten Riehtung durch die Wicklungen 174 und 177 und in entgegengesetzter
Richtung durch die Wicklungen 167 und 170 fließt. Andererseits fließt der feste Feldstrom in der
gleichen Richtung durch die Wicklungen 168 und 176, jedoch in entgegengesetzter Richtung durch die Wicklungen
171 und 173, wie dies in F i g. 9 gezeigt ist.
Die drei wichtigen Funktionen, die von dem integrierten Zentrierungs-Drehmomentgeber-Abgriff-System
nach den F i g. 7,8 und 9 ausgeführt werden, werden am einfachsten getrennt erläutert. Im folgenden wird zunächst
der Vorgang erläutert, der beim Zentrieren der Schwimmerbaugruppe und der Zentrierung des dünnwandigen
Mantelteils 108 dieser Baugruppe gegenüber dem Teil 111 der Nachlaufbaugruppe auftritt, um zu
erreichen, daß der kreisringförmige Spalt 1086 im wesentlichen
gleichförmig gehalten wird.
Zum Verständnis des Zentrierungsvorganges der Schwimmerbaugruppe ist die folgende Untersuchung
von Interesse. Die Wicklungs-Kern-lnduktivitätskombinationen,
die in dem System verwendet werden, werden üblicherweise als Energiespcicherelemente betrachtet,
wobei die mittlere gespeicherte Energie in einer derartigen Induktivität gleich:
\,'2LI2
(2)
ist, worin Win Coulomb ist, wenn L in Henry und / in
Ampere eingesetzt wird. Wenn die Stromquelle an den
Anschlüssen 180,181 einen Wechselstrom mit konstanter
Amplitude und Phase liefert, so ist die Änderungsgeschwindigkeit der mittleren gespeicherten Energie bei
sich ändernder Spaltabmessung £■ gleich:
dg
1/2 P
1/2/
dg
(g+gof
Die Rückstoßkraft, die zwischen einem der leitenden Arme und der damit zusammenwirkenden Wicklungsund
Kern-Induktivitätsbaugruppe wirkt, ist daher:
F = 1/2
(g+gof
χ 107 Dyη
worin g und go in Zentimetern angegeben, sind und ihre
Summe die effektive Abmessung des Spaltes darstellt
Wenn zusammenwirkende gegenüberliegende in gleicher Weise erregte Wicklungs- und Kern-Induktivitätsgruppen
auf den Seiten der leitender·. Platte angeordnet sind, wie z. B. dem Ann 151 nach F i g. 6, wobei kleine
jedoch gleiche Spalte g auf beiden Seiten des Arms 151 entstehen, so sind die erzeugten Abstoßungskräfte genau
gleich und entgegengesetzt, so daß sie einander genau ausgleichen. Wenn das Innere des Arms 151 in
Fig.6 näher an den Kern 175 als an den Kern 172 bewegt wird, so wächst die Abstoßungskraft auf der
Seite mit dem geringeren Spalt, doch sinkt sie notwendigerweise an der Seite mit dem größeren Spalt ab. Daher
wird eine resultierende Rückstellkraft erzeugt, die bestrebt ist, das Ende des Arms 151 sofort in eine Position
zurückzubewegen, in der dieser genau zwischen den Wicklungen 172,175 zentriert ist Es ist leicht zu zeigen,
daß für sehr kleine Bewegungen des Arms 151 aus seiner zentrierten Position heraus die Zentrierungskraft-Federrate
K 2
4F
go+g
107
Dyn pro Zentimeter ist
Die Zentrierkraft wird bei der bevorzugten Ausführungsform nach F i g. 7 vergrößert, bei der vier Paare
von Wicklungsanordnungen den Armen des kreuzförmigen Elementes 105 zugeordnet sind. Weil jeder Satz
von Wicklungspaaren in der vorstehend beschriebenen Weise wirksam ist, ist zu erkennen, daß die Anordnungen
nach den F i g. 8 und 9 eine genaue Zentrierung des schwimmenden Meßelementes in dem Nachlaufbehälter
entlang zweier zueinander senkrechter Achsen ergeben. Weiterhin ergeben diese Anordnungen bei vollständiger
Kompatibilität jeweils die gewünschten Azimuth-Drehmomenterzeuger- und Azimuth-Fehlerabgriffunktionen,
die noch weiter unten ausführlich beschrieben werden.
In F i g. 8 wird die Ausübung des Drehmomentes auf das schwimmende Element sowie dessen Zentrierung in
der Vorrichtung durchgeführt. Zur Ausübung eines Drehmomentes auf das kreuzförmige Element 105 derart,
daß es in seine richtige Position gebracht wird, wird ein eine konstante Phase aufweisender Strom mit geeigneter
hoher Frequenz und Amplitude wieder in jeder der acht Wicklungen aufrechterhalten, wobei jeweils ei-
ne der acht Wicklungen in einer der acht Wicklungs-Kern-Induktivitätsbaugruppen
angeordnet ist (Wicklungen 156, 159, 162, 165, 168, 171, 173, 176). Für das
Zusammenwirken mit den Wicklungen 156, 159, 162, 165 ist eine zusätzliche Wicklung in jeden der vier Kerne
154,157,160,163 eingebracht, die entlang einer Achse
des Systems allgemein senkrecht zu den Armen 152, 153 liegen. Dies srad die jeweiligen Drehmomenterzeuger-Wicklungen
155,158,161,164, die in F i g. 8 in Serie
geschaltet sind. Wenn ein seine Phase ändernder Strom durch die Wicklungen 155,158,164,16t geleitet wird, so
wird die in jedem wirksamen Induktor gespeicherte mittlere Energie geändert. Die Energie wird in den beiden
Induktoren, in denen die magnetomoiorischen Kräfte entgegengesetzt sind, abgessnkt und sie wird in
den beiden Induktoren, in denen die magnetomotorischen Kräfte einander unterstützen, vergrößert wenn
ein Drehmomenterzeuger-Steuerstromeingang mit einer bestimmten Phase in den Anschlüssen 178, 179 in
der durch die Pfeile angedeuteten Weise fließt; für die umgekehrten Phasenbedingungen wird diese Yt'irkung
umgekehrt. Wie es weiter oben angedeutet wurde, ändern sich die auf jede Seite der Arme 152, 153 wirkenden
Abstoßungskräfte entsprechend der Änderung der gespeicherten Energieverteilung. Weil die Mittelpunkte
der Wicklungs-Kern-Baugruppen um eine Entfernung R von dem Mittelpunkt des kreuzförmigen Elementes
105 entfernt sind, ergibt sich ein resultierendes Drehmoment
T, das auf eine Drehung des Elementes 105 hinwirkt:
Γ= 2 R (F,-F2)
worin F\ wie oben angegeben die Kraft ist, die von jeder der Induklorbaugruppen erzeugt wird, die den Kernen
157 und 160 nach Fig.8 zugeordnet sind, während F2
wiederum die Kraft ist die von jeder der Induktorbaugruppen erzeugt wird, die den Kernen 154 und 163 zugeordnet
sind. Wenn beispielsweise angenommen wird, daß eine gleiche Windungszahl bei allen Wicklungen
vorliegt und daß dL/dg in Henry pro Zentimeter angegeben
ist, während Z in Ampere und Z? in Zentimetern angegeben ist, so ist:
F1 - 1/2 %r (h + Z2)2 x 107Dy η (9)
F2 = 1/2-^(Z1-Z2)ZyIO7 Dyn (10)
F1-F7 = 2/, /2-gjx 107 Dyn
Γ=4Ζ?Ζ,/2-^ χ 107 Dyn Zentimeter (12)
T= 2Rh Z2-
χ 107 Dyn Zentimeter (13)
Wenn /1 konstant gehalten wird, so ist zu erkennen, daß das resultierende Drehmoment linear von I2 abhängt.
Weiterhin ist es aus den Gleichungen (6) und (13) zu erkennen, daß die mechanischen Abmessungen des
Spaltes £· und der effektive Spalt (go+g)k\e'm gehalten
werden. Der Wert go wird durch symmetrische Konstruktionen
des Drehmom« nterzeugers und durch Verwendung des Hochfrequenz-Erregungsstromes klein
eemacht. Weiterhin ist zu erkennen, daß als Alternative
zur Verwendung von zwei Wicklungen in Verbindung mit jedem Kern das gleiche wünschenswerte Ergebnis
dadurch erzielt werden kann, daß d.e beiden Ströme in einer üblichen Summierschaltung summiert werden, bevor
die Summe einer einzigen Wicklung in jedem Kern zugeführt wird.
Die Betriebsweise der Winkelpositions-Abgriffbaugruppe nach F i g. 9 bezieht sich auf ein System, dessen
Aufbau sehr ähnlich dem nach Fig.8 ist und dieses
System kann als ein hierzu analoges oder reziprokes System betrachtet werden. Das heißt mit anderen Worten,
daß das System nach Fi g. 8, das in Verbindung mit den leitenden Armen 150, 151 des kreuzförmigen Elementes
105 arbeitet, ein einen Positionsfehler korrigierendes Drehmoment unter Verwendung eines Fehlereinganges
erzeugt, während das analoge physikalisch identische System nach Fig.9 ein Maß des durch die
Wirkung eines Drehmomentes hervorgerufenen Positionsfehlers als Ausgang erzeugt.
In F i g. 9 beruht die Erzeugung des V/inkelfehler-Signals
auf der Tatsache, daß, wenn eine Relativdrehung zwischen den Armen 150,151 und den zugehörigen Induktoren
auftritt, zwei diagonal entgegengesetzte Spalte verkleinert werden, während die beiden anderen
Spalte vergrößert werden. So könnten beispielsweise die den Kernen 166 und 172 zugeordneten Spalte kleiner
werden während die den Kernen 169 und 175 benachbarten Spalte größer werden. Die wirksamen Induktivitäten
der Wicklungs-Kernsysteme verringern sich wenn die Größe des Spalts abnimmt und umgekehrt
In dem Beispiel kann dieser Vorgang zu einem Anstieg der Spannung längs der beiden Primärwicklungen
171 und 176 und zu einer Verringerung der Spannung längs der anderen beiden Primärwicklungen 168
und 173 führen.
Weil jede Primärwicklung 168,171,173, 176 eng mit
einer entsprechenden Sekundärwicklung 167, 170, 174 und 177 gekoppelt ist, werden entsprechende Änderungen
längs jeder jeweiligen Sekundärwicklung induziert.
Diese Sekundärwicklungs-Potentialänderungen werden auf Grund der Serienschaltung der Sekundärwicklungen
174,177,167,170 summiert und das Endergebnis ist
eine Ausgangsspannung an den Anschlüssen ;90, 191,
die gleich 0 ist, wenn alle wirksamen Spake gleich sind.
Die Ausgangsspannung weist eine Phase für eine Richtung der Azimuthdrehung des kreuzförmigen Elementes
105 und die entgegengesetzte Phase für die entgegengesetzte Richtung der Azimuthdrehung des kreuzförmigen
Elementes 105 auf.
Die Primärwicklungen 168, 171, 173, 176 sind in F i g. 9 in Serien-Parallelschaltung geschaltet. Obwohl
andere Anordnungen verwendet werden können, ergibt diese Serien-Parallel-Schaltung eine günstige radiale
Zentriersteifigkeit für eine vorgegebene Drehsteifigkeit. Wenn eine reine Translationsbewegung auftritt,
vergrößern beide Primärwicklungen eines Serienpaares, wie z. B. die Wicklungen 168, 176 ihre Induktivität
auf der Seite des größeren Spaltes, während die Induktivität der Wicklungen 171,173 abnimmt und umgekehrt.
Die resultierenden Änderungen der Primärströme vergrößern in wünschenswerter Weise die Zeniriersteifigkeit
des Systems. Wenn lediglich eine reine Relativdrehung auftritt, werden die Primärströme im wesentlichen
nicht geändert, weil die induktivität einer Wicklung ansteigt, während die Induktivität der damit zusammenwirkenden
Wicklung abnimmt, so daß beispielsweise die Induktivität der Wicklung 171 ansteigt, während die Induktivität
der Wicklung 173 entsprechend verringert
wird.
Die Drehmomenterzeuger-Zentriereinrichtung 185 nach Fig.8 und die Abgriff-Zentriereinrichtung 186
nach Fig.9 werden zusammen in dem Doppelschleifensystem
nach Fig. 10 zum Betrieb des Servomotors • 81 verwendet. Der Motor 81 kann, wie dies weiter oben
erläutert wurde, eine Neueinstellung des Nachlaufbehälters und daher der acht Wicklungs-Kern-Induktorbaagruppen
nach F i g. 7 bewirken. Zu diesem Zweck liefert ein Oszillator oder Bezugsgenerator 200 ein
Wechselstrom-Erregungssignal an die Anschlüsse 192, 193 der Abgriff-Zentriereinrichtung 186. Der Wechselstromfehlerausgang
dieser Einrichtung wird an den Ausgangsanschlüssen 190, 191 an einen Kondensator
oder eine Kompensationsimpedanz 202 angelegt, deren Funktion weiter unten erläutert wird. Die Anschlüsse
190, 191 dienen weiterhin als Eingänge für einen eine hohe Etngangsimpedanz aufweisenden Wechseisironiverstärker
203, dessen Ausgang in einem Schmalbandfilter 204 gefiltert wird, bevor er einem Demodulator 205
zugeführt wird. Ein zweiter oder Bezugseingang des Demodulators 205 ist der Ausgang des Bezugsgenerators
200, der über eine Leitung 201 dem Demodulator 205 als Bezugssignal zur Umwandlung des Fehlersignal-Ausgangs
des Filters 204 in ein Gleichstromfehlersignal mit umkehrbarer Polarität zugeführt wird. Obwohl das
Ausgangssignal von dem Bezugsgenerator 200 so ausgewählt werden kann, daß es irgendeine Frequenz eines
weiten Frequenzbereichs aufweist, ist eine typische Frequenz gleich 20 kHz.
Der Ausgang des Demodulators 205 wird über eine Leitung 208 und einen Widerstand 220 einem Signalformungsnetzwerk
zugeführt, das aus der Parallelschaltung eines Widerstandes 221 und eines Kondensators
222 besteht. Der Ausgang des Signalformernetzwerkes wird über einer· Gleichstromverstärker 223 einem Moduiator
225 und außerdem über eine Zweigleitung 224 einer noch zu beschreibenden Einrichtung zugeführt.
Der Gleichistromsignaleingang an den Modulator 225 wird auf Grund der Zuführung des Bezugssignalausganges
des Generators 200 über die Leitung 201 an den Modulator 225 in ein Wechselstromsignal umgewandelt.
Dieses umgewandelte Wechselstromsignal wird einem eine niedrige Ausgangsimpedanz aufweisenden Leistungsverstärker
227 zugeführt, dessen verstärkter Wechselstromsignalausgang über einen Kondensator
228 oder eine Kompensationsimpedanz den Eingangsanschlüssen 178 und 179 der Drehmomenterzeuger-Zentnereinrichtung
185 nach F i g. 8 zugeführt wird. Auf diese Weise wird eine erste oder innere Servoschleife
gebildet, und es ist zu erkennen, daß diese Servoschleife die dynamischen Eigenschaften zwischen dem Schwimmerelement
und dem Nachlaufgehäuse steuert, wobei das Signalformungsnetzwerk 221,222 die Betriebsweise
dadurch unterstützt, daß es ein schnelles Einschwingen und eine gute Stabilität ergibt. Die Eingangsanschlüsse
180,181 der Drehmomenterzeuger-Zentriereinrichtung 185 werden außerdem mit dem gleichen Ausgang von
dem Bezugsgenerator 200 gespeist wie er zur Erregung der Einrichtung 186. des Demodulators 205 und des Modulators
225 verwendet wird. Ein Ausgang des Bezugsgenerators 200 an der Leitung 253 wird weiterhin als
Bezugsspannung an anderer Stelle in einem Modulator 247 und ir. einem Demodulator 250 verwendet, die noch
zu beschreiben sind.
Zum Betrieb des Servomotors 81 in der zweiten oder äußeren Servoschleife zum Antrieb des Nachlaufbehälters
in Ausrichtung mit der Nordrichtung wird der geformte Gleichstromfehlersignalausgang des Verstärkers
223 über die Leitung 224 dem Tiefpaßverstärker 235 zugeführt, dessen Ausgang wiederum über einen
Schalter 51 bei geeigneter Betätigung einer üblichen
Integratorschaltung zugeführt wird. Die Schalter 5 1, 52 und 53 sind in Fig. 10 aus Gründen der Klarheit als
einfache mechanische Schalter dargestellt, es ist jedoch verständlich, daß gut bekannte elektronische Schalter
unter Einschluß von Transistorschaltern ohne weiteres verwendet werden können. Wenn der Schalter 5 1 über
den den Anschluß 233 und die Leitung 236 einschließenden Pfad leitend ist, wird das Fehlersignal über den Integrator
239 und über eine Leitung 243 einer üblichen Summierschaltung 244 zugeführt. Um den Integrator
239 herum ist ein Kurzschlußweg 237 angeschaltet, der geschlossen oder offen sein kann, und zwar in Abhängigkeit
davon, ob der leitende Pfad des Schalters 52 geschlossen oder unterbrochen ist. Das Signa! an der
Leitung 243 und irgendein Signal an einer Leitung 246 werden algebraisch in der Summier~inrichtung 244
summiert und dann als Gleichstromsignal dem weiter oben erwähnten Modulator 247 zugeführt. Jeder Wechselstromausgang
von dem Modulator 247 wird bei leitendem Zustand des Schalters 63 über einen üblichen
Leistungsverstärker 251 und die Eingangsleitung 80 weitergeleitet, um den Servomotor 81 anzutreiben. Es
ist zu erkev-ien, daß der Servomotor 81 mit der Welle 62
gekoppelt ist, die außerdem in F i g. 2 dargestellt ist. Es ist verständlich, daß das Rutschkupplung*- und Anschlagsystem
gemäß F i g. 2 ohne weiteres in dieser Anordnung eingefügt werden kann.
Mit dem Rotor des Motors 81 ist direkt der Rotor eines üblichen Tachometers 252 verbunden, das beispielsweise
einen Wechselstromausgang mit eine." Amplitude liefert, die proportional zur Drehgeschwindigkeit
des Motors 81 ist. Dieser Ausgang wird über eine Leitung 79 (siehe auch F i g. 2) dem Demodulator 250
zugeführt, dem außerdem ein Bezugsfrequenzausgang von dem Bezugsgenerator 200 über die Leitungen 253
und 249 zugeführt wird. Die letztere Verbindung ist derart, daß das Signal an der Leitung 79 in ein Gleichstromsignal
umgewandelt wird und dann über die Leitungen 248 und 246 dem weiter oben erwähnten zweiten Eingang
der Summiereinrichtung 244 zugeführt wird. Der Demodulator 250 ist nicht erforderlich, wenn das Tachometer
252 ein Gleichstrom-Geschwindigkeitssignal liefert. Der Ausgang des Demodulators 250 wird weiterhin
über eine Leitung 242 einem Potentiometer 241 zugeführt. Das Potentiometer 241 wirkt als Funktionsgenerator
und weist einen Schleifer 240 auf, der eingestellt werden kann, wenn die Bedienungsperson den Drehknopf
21 nach Fig. 1 entsprechend dem Kosinus der örtlichen Breite einstellt, bei der der Vermessungsvorgang
durchgeführt werden soll. Daher kann das demodulierte Signal modifiziert mit dem Kosinus der örtlichen
Breite über die Leitung 238 dem zweiten Anschluß 234 des Schalters S1 zugeführt werden. Es ist verständlich,
daß der Servomotor 81 und das Tachometer 252 mit einer geeigneten festen Felderregung in üblicher
Weise über die Leitungen 254 und 255 aus dem Bezugsgenerator 200 gespeist werden können.
Aus der vorstehenden Beschreibung der F i g. 7,8 und
9 ist zu erkennen, daß irgendeine wesentliche Drehfederwirkung, die in unerwünschter Weise in der Drehmomenterzeuger-Einrichtung
185 oder der Abgriffeinrichtung 186 vorhanden ist, unerwünscht ist, weil sie zu einem Koerzitivdrehmoment führen würde, das nicht
durch eine Komponente des Kcrrekturstromes darge-
stellt ist, der durch die Drehmomenierzeugerwicklungcn
fließt und an den Ausgangsanschlüssen 190, 191 erscheint. Bei Betrachtung der Fig.9 und IO kann der
Ausgang der Einrichtung 186 an den Anschlüssen 190,
191 so betrachtet werden, als ob er an eine wirksame äußere elektrische Impedanz geliefert wird. Wenn eine
relativ·; drehbewegung der Schwimmerbaugruppe auftritt,
erzeugt die Einrichtung 186 eine Ausgangsspannung und der resultierende Strom würde durch diese
äußere Impedanz fließen; dieser Strom wird weiterhin induktiv durch die Kerne auf die Sekundärwicklungen
der Einrichtung 186 eingekoppelt. Die Innenverbindungen der Abgriffeinrichtung 186 sind identisch zu den
Innenverbinclungen der Drehmomenterzeugungseinrichtungen ISS, so daß ein Drehmoment erzeugt wird,
Has proportional zum induktiv gekoppelten Strom ist
und dieses Drehmoment ist von seiner Eigenart her proportional 7ü der oben erwähnten Drehbewegung. Wem
dieses Drehmoment gleich und entgegengesetzt zu dem Drehmoment sein würde, das sich ergeben würde, wenn
die Ausgangsanschlüsse 190, 191 in Leerlauf betrieben werden, würde sich für die gleiche Drehbewegung ein
Kompensationseffekt ergeben und die resultierende Fedcrkonstante
würde in wünschenswerter Weise gleich 0 sein. Entsprechend ist zu erkennen, daß der an die Anschlüsse
190, 191 angeschaltete Kondensator 202 den gewünschten Kompensationseffekt ergibt, wenn er experimentell
so eingestellt ist, daß die richtige Ausgangsimpedanz erzielt wird. Der Kompensationskondensator
wird taisächlich manuell eingestellt, um geringere Abweichungen von Konstruktionsparametern der Abmessungen
der Abgriffeinrichtung 186 während des Zusammenbaus des Kreiselkompasses zu kompensieren.
Der in Reihe geschaltete Kondensator 228 dient in entsprechender Weise zur Kompensation der Drehmomenterzeugungseinrichtung
185. wobei dieser Kondensator 228 in Serie zwischen den Anschluß 178 und den
Ausgang des Leistungsverstärkers 227 geschaltet ist. Der Verstärker 227 weist eine sehr starke Gegenkopplung
auf. so daß er eine sehr niedrige Ausgangsimpedanz aufweist und daß der Strom durch die Drplimomcnierzeuger-Steuerwicklungen
die Summe c'tr Ströme
ist, die sich auf Grund des Einganges an & η Verstärker
227 und auf Grund einer tatsächlichen v/inkelbewegung
des Drehmomenterzeugers ergroen. Die gewünschte Kompensation wird wiederuu zusammen mit
der gewünschten geringen Federsteifi ^keit durch experimentelle Einstellung des Kondensat' /rs 228 erreicht.
Die Betriebsweise der inneren ScMeife nach Fig. 10
und der Wechselwirkung zwischer der Abgriff-Zentriereinrichtiung 186 und der Dre '.Tiomenterzeuger-Zentriereinrichtung
185 ist aus der ve stehenden Erläuterung erkennbar und es ist verständi 'h, daß der Vermessungs-Kreiselkompaß,
wie in F i g. 1 *u erkennen ist, zunächst auf ein Dreifußstativ aufgesetzt \ -ird und dann
so gut wie möglich unter Verwendung de. einfachen Magnetkompasses 7 auf die Nordrichtung aust-erichtet
wird und unter Verwendung der Luftblasenlibeu^ 8 in die ebene Lage gebracht wird. Weiterhin wird die Brti
tengrad-Korrektur durch Betätigung des Drehknopfes 21 eingestellt. Nachdem der Kreiseirotor 110 auf die
Betriebsdrehzahl angelaufen ist, wird die Schwimmerbaugruppe automatisch nach Erregung der Einrichtungen
185 und 186 durch den Generator 2CO zentriert, um irgendwelche Transiationsverstellungen bezüglich der
Wicklungsbaugruppe zu beseitigen. Irgendein Azimuth-Ürehfehler
zwischen der Kern-Wicklungs-Induktor-Saugruppe und dem kreuzförmigen Element 105 wird
sofort festgestellt und ein Fehlersignal wird von dem Abgriffsystem der Einrichtung 186 geliefert, um die
Drehmomenterzeugerwicklungen der Einrichtung 185 sofort so zu erregen, daß der Fehler auf 0 verringert
wird. Entsprechend ist die Spinachse des Kreiselrotors 110 ebenfalls in eine angenähert nördliche Richtung
ausgerichtet und das Schwimmerelement versucht genau, auf der Azimuthposition des Nachlaufbehälterelementes
zu bleiben, und zwar auf Grund der Rückführungswirkung in der inneren Schleife. Irgendein Störeffekt
des Kreisels wird in der äußeren Schleife nach Fig. 10 dazu verwendet, das Nachlaufsystem neu auszurichten,
so daß es schließlich auf die wahre Nordrichtung ausgerichtet ist. Ein anhaltendes Fehlersignal, das
an der Leitung 224 erscheint, wird, wie dies weiter beschrieben wird, zum Drehen der Welle 62 in eine Ausrichtung
mit der Nordrichtung und damit zur Bewegung der Seisynabschnitte 36, 39 nach Fi g. 2 und der Nachlaufbehälter
selbjt in die Nordausrichtung verwendet.
Wie dies noch beschrieben wird, erfolgt die Drehung auf die Nordrichtung in vorteilhafter Weise schrittweise
und der Nachlaufbehälter wird in iterativer Weise auf den Azimuthwinkel angetrieber, bei dem kein mittleres
Drehmoment erforderlich ist, um eine Ausrichtung zwisehen der Schwimmerbaugruppe und dem Nachlaufbehälter
aufrechtzuerhalten und die Spinachse des Rotors 110 ist dann auf die Nordrichtung ausgerichtet.
Am Ende der Schritte dieses Vorganges wird die äußere Servoschleife, die den Servomotor 81 betätigt,
blockiert und die innere Rückführungsschleife ergibt lediglich eine Dämpfung.
Die Fig. 11. 12 und 13 werden zur Eriäuterunc der
aufeinanderfolgenden Schritte verwendet, die beim Betrieb der äußeren Schleife und der verschiedenen Betriebsarten
dieser Schleife entsprechend dem Zustand der Schalter Sl. S2 und 53 verwendet werden. In
F i g. 11 wird die Betriebsleistung zum Betrieb des Vermessungs-Kre'c~!:....upasses
zum Z-'tounkt 0 eingesch»'·-:,
ao daß für die folgende Zeitpeiirde von bei-
■m spielsweise einer Minute der Kreiselrotor 110 «'f seine
Betriebsdrehzahl gebracht wird. Die Periode von vJner
Minute ist typisch für einen speziellen Kreiselrotor ui-Ί
es können selbstverständlich andere Zeitintervalle für Rotoren mit anderen Eigenschaften verwendet werden.
Die einzelnen Vorfälle werden so beschrieben, als ob sie bei repräsentativen Zeiten auftreten, die in Minuten und
Sekunden ausgdrückt sind. So wird es am Ende der Zeit 1:00 der inneren Schleife ermöglicht, sich einzustellen
und dieser Vorgang endet zur Zeit 1 -30. Die Integration wird während der Zeiten 130 und 1-A5 durcngeführt.
Das Ergebnis des Integrationsvorganges wird zum Antrieb des Servomotors 81 in d".m Intervall zwischen 1:45
und 1:49 verwendet wodurch der erste Schritt vervollständigt wird. Die Antriebsleistung wird abgetrennt und
es wird der inneren Schleife ermöglicht, sich wieder zwischen den Zeiten 1:49 und 2:49 einzustellen. Die Integration
und der Antrieb des Motors 81 erfolgt erneut zwischen den Zeiten 2:49 und 3:04 und 3:08, so dsß der
zweite Schritt beendet wird. Der dritte Betriebsschritt -"Hließt wiederum das Einstellen, die Integration und
den Ai.;-:°b zwischen den Zeiten 3:08 und 4:08,4:08 und
5:08 bzw. 5l»o -M 5:12 ein. Der Winkelausgang des
Instrumentes, der an vlrr Anzeige 19 nach Fig. 1 erscheint,
kann dann von eimern Betrachter abgelesen
werden.
LIm diesen dreischrittigen Vorga. <i durchzuführen,
werden die Schalter 51, 52 und 53 ii. der in Fig. 12
gezeigten Weise durch eine übliche Zeu'teueranord-
nung programmiert, wie sie beispielsweise in Fig. 13 dargestellt ist. Ein Zeitgeber 260 ist eine übliche Zeitgeber-Mikroschaltung,
die im Handel erhältlich ist, ebenso wie ein Zähler und eine Logikschaltung 261, die von
dem Zeitgeber 260 ar.getrieben werden. Der Zähler und die Logikschaltung 261 arbeiten in üblicher Weise zur
Lieferung von Schaltsignalen an den Schalter 135 nach Fig.5 und an die Schalter 51, S2 und 53 der äußeren
Schleife. Die in Fig. 13 dargestellte Zeitgeber-Steuerkombination
arbeitet in üblicher Weise, um die verschiedenen Schalter entsprechend dem Programm in
der Tabelle nach F i g. 12 zu öffnen und zu schließen. Es ist verständlich, daß das elektronische Schaltsystem
nach Fig. 13 das Äquivalent einer motorbetriebenen Schleifring-Schalteinrichtung von üblicher mechanischer
Art ist.
Wie es aus Fig. 13 unter Bezugnahme auf das Programm
nach Fig.!2 zu erkennen ist, werden die Schalter
51,52 und 53, die der äußeren Schleife rugeordnet
sind während des Anlaufens des Kreiselrotors 110 in bestimmte Stellungen gebracht. Dann wird der Schalter
5 1 mit dem Anschluß 233 in Kontakt gebracht, der Schalter 52 wird geschlossen und der Schalter 53 ist
offen. Während jeder der Einstellperioden steht der Schalter 51 mit dem Anschluß 233 in Kontakt, der
Schalter 52 ist geschlossen und der Schalter 53 ist offen. Während der verschiedenen Integrationsintervalle
steht der Schalter 51 mit dem Anschluß 233 in Kontakt
und die Schalter 52 und 53 sind beide normalerweise offen. Wenn der Servomotor 81 angetrieben wird, steht
der Schalter S 1 mit dem Anschluß 234 in Kontakt, der Schalter 52 ist offen und der Schalter 53 ist geschlossen.
Wenn schließlich die aufeinanderfolgenden Schritte beendet wurden und die Anzeige 19 abgelesen werden
kann, steht der Schalter 51 mit dem Anschluß 233 in Kontakt, der Schalter 52 ist geschlossen und der Schalter
5 3 ist offen.
Zum Zeitpunkt der Ablesung der Anzeige 19 wird die Einrichtung nach F i g. H verwendet. Es ist verständlich,
daß der Datenübertragungsa.bschnitt 5 nach Fig.2
dann Selsyn-Winkelpositio^s-lnformationen an einen
üblichen Datengeber-zOigitalkonverter 265 liefert, der
Betriebssignale in irgendeiner üblichen Weise über das Bündel von elektrischen Leitungen 266a an eine übliche
Anzeige 266 liefert. Diese Anzeige 266 liefert dann eine direkte Anzeige des Winkels zwischen der Welle 35 und
der Azimutheinstellung des Fernrohrs 1 in numerischen Symbolen auf dem Anzeigefeld 267 und das Fernrohr
wird von dem Benutzer in üblicher Weise beispielsweise zur Messung von Zielwinkeln bezüglich der wahren
Nordrichtung verwendet.
Aus den Fig. 11 und 12 und der Betriebsweise der äußeren Schleife nach Fig. 10 während der aufeinanderfolgenden
Einstellbetriebsweisen des Kreiselkompasses ist zu erkennen, daß der Fehlerausgang an der
Leitung 224 über den Schalter 51 und de.i Integrator
239 läuft, daß jedoch der Schalter 53 offen ist, so daß der Motor 81 nicht angetrieben wird. Zu Beginn jeder
aufeinanderfolgenden Integrationsperiode liefert der Schalter 51 immer noch einen Stromweg an den Integrator
239. Der Schalter 52 bleibt lediglich vorübergehend geschlossen, um sicherzustellen, daß der Integrator
239 eindeutig an dem eigentlichen Beginn der Integrationsperiode auf 0 zurückgesetzt wird und er wird
dann geöffnet, so daß die Integrationsfunktion nun durchgeführt wird. Der Schalter 53 ist wiederum offen
und der Servomotor der äußeren Schleife wird nicht angetrieben. Der resultierende integrierte Ausgang ist
ein Maß der Abweichung der Spinachse des Kreiselrotors 110 gegenüber der wahren Nordrichtung.
Während jeder der aufeinanderfoglenden Antriebsbetriebsarten wird das Eingangsfehlersignal abgeschaltet
weil der Schalter 51 zum Anschluß 234 bewegt wird, wodurch der Eingangsweg des Fehlersignalflusses unterbrochen
wird. Der Schalter 52 bleibt offen. Von Bedeutung ist weiterhin die Tatsache, daß der Schalter 53
leitend gemacht wird, so daß das integrierte Signal über
ίο den Verstärker 251 an den Servomotor 81 geleitet wird,
so daß dieser die Welle 62 antreibt. Der Betrieb des Servomotors 81 erzeugt weiterhin einen Geschwindigkeitssignalausgang
an der Leitung 79 des Tachometers 252, der demoduliert und algebraisch zum Ausgang des
Integrators 239 hinzuaddiert wird. Das Geschwindigkeitssignal an der Leitung 242 wird weiterhin über das
Breitengrad-Potentiometer 241 zum Eingang des Integrators 239 zurückgeführt. Der Betrieb des Servomotors
80 wird daher automatisch fortgesetzt, bis der Ausgang
des Integrators 239 durch den Ausgang des Tachometers 252 auf 0 gebracht wird. Der resultierende Antriebswinkel
wird genau gleich dem gemessenen Winkel von der Nordrichtung aus gemacht, und zwar durch
übliche Maßstabsbildung, so daß der anfängliche Nordrichtungsfehler stark verringert wird. Die ersten, zweiten
und dritten Schritte der iterativ durchgeführten Schritte erfolgen so, daß der Richtungsfehler unmittelbar
vor dem Ablesen im wesentlichen 0 ist.
Die bei dem iterativen Vorgang verwendeten Prinzipien können in einer weiteren einfachen Weise erläutert
werden. Es sei angenommen, daß sich der Kreiselrotor HO an einer örtlichen Breite A befindet, wobei seine
Spinachse unter einem Winkel θ bezüglich der wahren geographischen Nordrichtung ausgerichtet ist. Wenn
die Achse diese Ausrichtung beibehalten soll, ist es verständlich, daß auf Grund der Erddrehung ein Drehmoment
auf den Rotor um die Vertikalachse aufrechterhalten werden muß, das durch die folgende Gleichung (14)
angegeben ist:
T= ΏΗ cos Asm θ
worin f/der Drehimpuls des Rotors und A die Erd-Drehgeschwindigkeit
ist Bei dem tatsächlichen Ausführungsbeispiel des Kreislkompasses wird die Gleichung (14)
durch eine mechanische Ausführung verwendet, bei der ein pendeiförmiges Kreiselgerät dadurch auf eine feste
Richtung ausgerichtet gehalten wird, daß das erforderliche Drehmoment um die vertikale Achse aufgebracht
wird. Dieses Drehmoment ist ein Maß des Winkels zwischen der Rotordrehachse und der Nordrichtung und
der Kreisel kann über diesen Fehlerwinkel gedreht werden, um ihn auf die Nordrichtung auszurichten. Weil die
Beziehung zwischen der Geschwindigkeit und dem Winkel den Faktor cos A einschließt muß eine Korrektur
für den Wert des Breitengrades erfeigen.
Es ist zu erkennen, daß für große Werte des Winkels θ der zulässige prozentuale Fehler bei der Durchführung
der Messungen sehr klein sein muß wenn der endgültige Richtungsfehler klein sein soll. Weiterhin muß
eine Korrektur der Tatsache erfolgen, daß das Drehmoment proportional zu sin θ und nicht direkt zu θ ist. Als
Beispiel würde, wenn der Anfangswert von 0=30° ist, ein endgültiger Richtungsfehler von einer halben Minute
eine Gesamtgenauigkeit von ungefähr 0,03% erfordern; dies wäre nur unter großem Aufwand zu erreichen
und würde eine genaue Einstellung des Breitengradwertes voraussetzen. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen.
27
wird das iterative Verfahren zur Verringerung großer anfänglicher R.ichtungsfehler auf kleine Werte verwen-•
:t, so daß eine praktisch erreichbare Genauigkeit befriedigend ist. Beispielsweise erfordert eine Verringerung
eines Anfangsfehlers von 30° auf einen endgüliigen Richtungsfehler von einer halben Minute in drei
Schritten eine Genauigkeit für jeden Schritt von ungefähr
6%; dies ermöglicht die Verwendung des näherungsweisen Ersatzes von sin θ durch θ selbst und die
Verwendung einer Breitengradeinstellung, die eine grobe Genauigkeit von 2° aufweist. Weiterhin ergeben sich
auf diese Weise keine undurchführbaren Beschränkungen für andere Merkmale der mechanischen Ausführung.
Daher ist während des Anlaufens des Kreiselrotors 110 und während des Einstellteils Hes ersten Annäherungsschrittes
(F i g. 11) der Kreiselrotor auf seine normale ßetriebsdrehzahl gekommen und die innere
Schleife des Systems hat die Schwimmerbaugruppe elektronisch stabilisiert. Zu diesem Zeitpunkt ist der
Nachlaufbchälter üblicherweise nicht genau in der Nordrichtung ausgerichtet. Das Schaltsystem schaltet
dann die äußere Schleife in ihre Integrationsbetriebsweise und dann in eine Antriebsbetriebsweise. Als Folge
hiervon wird das Nachlaufbehältergehäuse mehr auf die Nordrichtung ausgerichtet. Im zweiten Schritt wird
nach der Einstellung der Integrations- und Antriebsvor gang wiederholt, um wiederum das Nachlaufbehältergehäuse
näher an die genaue NordricMung heranzubewegen. Der dritte Schritt ist so ausgebildet, daß der Nachlaufbehälter
genau auf die Nordrichtung ausgerichtet wird, wodurch die Betriebsperiode vollendet wird.
Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Zeitsteuerschaltungen die äußere Schleife auf die Antriebsbetriebsweise schalten,
wird der Ausgang des Integrators 239 in dem Modulator 247 durch die Bezugssinusschwingung moduliert \
und der Eingang des integrators 23S wird auf den Ausgang
des Tachometers 252 geschaltet. Der Motor 81 treibt daher die Welle 62 über einen Winkel an, der
proportional zu der Ladung ist, die anfänglich während der Integrationsbetriebsweise in dem Integrator 239 gespeichert
wurde. Die effektive Verstärkung der Rückführungsschleife wird durch die Einstellung des Schleifers
240 des Breitengrad-Potentiometers 241 so eingestellt, daß die Breitengradkompensation recht ausreichend
durchgeführt wird, selbst wenn die manuell eingegebene Korrektur normalerweise lediglich eine angenäherte
Korrektur ist. Die kleineren in dem System vorhandenen Störsignale werden im Ergebnis ebenfalls
durch den Integrationsvorgang reduziert, so daß das gemessene Drehmoment über eine ausreichende Zeitperiode
gemittelt wird, so daß die Störsignale auf einen annehmbar niedrigen Pegel verringert werden, damit
das Ergebnis der Integration genau ein Maß des Winkels θ ist.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
60
65
Claims (19)
1. Vermessungs-Kreiselkompaß mit Halterungseinrichtungen,
mit an den Halterungseinrichtungen befestigten äußeren Gehäuseteilen, mit Nachlaufbehältereinrichtungen
in den äußeren Gehäuseteilen, die um eine Drehung um eine normalerweise vertikale
Achse gelagert sind, mit Kreiselbaugruppeneinrichtungen, die in den Nachlaufbehältereinrichtungen
gehaltert sind, mit Kreiselrotorelementen, die um eine normalerweise horizontale Achse in den
Kreiselbaugruppeneinrichtungen gelagert sind, mit Abgriffeinrichtungen, die auf die Differenz zwischen
der Azimuth-Position der Kreiselbaugruppeneinrichtungen und der Nachlaufbehältereinrichtungen
ansprechen und ein Steuersignal an Ausgangsanschlüssen erreiigen, mit Antriebseinrichtungen, die
auf die Differenz der Azimuth-Position der Kreiseibaugruppeneinrichtungen
und der Nachlaufbehältereinrichtungen ansprechen, um die Nachlaufbehältereinrichtungen
in Richtung auf eine Ausrichtung mit den Kreiselbaugruppeneinrichtungen anzutreiben,
und mit Zielbetrachtungscinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreiselbaugruppeneinrichiungen
durch schwimmende Kreiselbaugruppeneinrichtungen (108, 115) gebildet sind,
die schwimmend in einer Flüssigkeit in den Nachlaufbehälterein. ichtungen (101, 104) gelagert sind,
daß Drehmomentgeber ',185) srf das Steuersignal der Abgriffeinrichtungen /186) ansprechen, um die
schwimmend gelagerten Kreiselb^jgruppeneinrichtungen
(108,115) dauernd in Dreh- und Translations-Richtung
zu zentrieren, daß die Zielbetrachtüngscinrichtungen
(1) für eine freie Drehung gegenüber den Nachlaufbehältereinrichtungen (101, 104) gelagert
sind, daß Winkelabgriffeinrichtungen (36—39) auf die Differenz zwischen der Azimuth-Position der
Nachlaufbehältereinrichtungen (101, 104) und den Zielbetrachtungseinrichtungen (1) ansprechen und jo
daß Ziffernanzeigerichtungen (19) auf das Ausgangssignal der Winkelabgriffeinrichtungen ansprechen.
2. Kreiselkompaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Welle (35) gegenüber den
äußeren Gehäuseteilen (6,9,12) drehbar gelagert ist und die Nachlaufbehältereinrichtungen (101, 104)
trägt, daß die Antriebseinrichtungen (81) die Welle (35) antreiben, da3 mechanische Anschlageinrichtungen
(45, 49) zur Begrenzung der Winkeldrehung der Welle (35) vorgesehen sind und daß nachgiebige
Einrichtungen (67, 68, 70) vorgesehen sind, die eine fortgesetzte Drehung der Antriebseinrichtungen
(81) ermöglichen, wenn die mechanischen Anschlageinrichtungen (45, 49) die Drehung der Welle (35)
begrenzen.
3. Kreiselkompaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmomentgebereinrichtungen
erste F'ügelelemente (152, 153) einschließen, die symmetrisch an den schwimmenden
pendelartigen Kreiselgruppeneinrichtungen (108,
115) angeordnet sind und erste jeweils gegenüberliegende
elektrisch leitende Oberflächenelemente an einem ersten Teil aufweisen, und daß ein erstes Paar
von Induktoreinrichtungen (154, 157) in die Nachlaufbehältereinrichtungen
(101, J04) an diesem ersten Teil herabhängt, um ein erstes Paar von gegenüberliegenden
Spalten zur Erzeugung von Wirbelstromflüssen in den jeweiligen gegenüberliegenden
elektrisch leitenden Oberflächenteil an dem ersten Teil bei ihrer Erregung zu erzeugen, so daß bei ungleichen
Spaltabmessungen eine differenzielle Rückstellkraft erzeugt wird, die in Richtung eines
Ausgleichs der Abmessungen des ersten Paares von gegenüberliegenden Spalten wirkt
4. Kreiselkompaß nach Ansrpuch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmomentgebereinrichtungen
(185) weiterhin zweite jeweils gegenüberliegende elektrisch leitende Oberflächenteile an einem
zweiten Teil der ersten Flügelelemente (152, 153) einschließen, und daß ein zweites Paar von Induktoreinrichtungen
(160,163), die in die Nachlaufbehältereinrichtungen (101,104) an dem zweiten Teil hineinhängen,
ein zweites Paar von gegenüberliegenden Spalten zur Erzeugung von Wirbelstromflüssen in
den jeweiligen gegenüberliegenden elektrisch leitenden Oberflächenteilen an dem zweiter. Teil erzeugen,
wenn diese Induktoreinrichtungen erregt werden, wobei diese Wirbelstromflüsse in Richtung
auf einen Ausgleich der Abmessungen des zweiten Paares von gegenüberliegenden Spalten wirken.
5. Kreiselkompaß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmomentgebereinrichtungen
(185) weiterhin zweite Flügelelemente (150, 151) einschließen, die im wesentlichen unter
rechten Winkeln zu den ersten Flügelelementen (152,153) an den eine Pendelwirkung aufweisenden
schwimmenden Kreiselbaugruppeneinrichtungen (108,115) angeordnet sind.
6. Kreiselkompaß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin dritte und vierte mit
Abstand angeordnete Paare von Induktoreinrichtungen (169,166,172,175) in die Nachlaufbehältereinrichtungen
(101,104) hineinhängen und jeweilige dritte und vierte Paare von Spalte.'! gegenüber den
zweiten Flügelelementen (150,151) bilden, um Wirbeistromflüsse an elektrisch leitenden Oberflächen
der zweiten Flügelelemente (150, 151) zu erzeugen, die im Sinne einer Zentrierung der zweiten Flügclelemente
(150, 151) wirken, so daß die ersten und zweiten Flügelelemente (152, 153,150, 151) und die
ersten, zweiten, dritten und vierten Paare von Induktoreinrichuingen
(154, 157, 160, 163, 169, 166, 172, 175) zur Dreh- und Translations-Zentrierung der
schwimmenden Kreiselbaugruppeneinrichtungen (108, 115) in den Nachlaufbehältereinrichtungen
(101,104) zusammenwirken.
7. Kreiselkompaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abgriffeinrichtungen (186) durch das dritte Paar von Induktoreinrichtungen (169, 166) gebildet sind, daß
Bezugssignalgeneratoreinrichtungen (200) zur Erregung des dritten Paares von Induktoreinrichtungen
(169, 166) in Parallelschaltung derart vorgesehen sind, daß sich die jeweiligen Induktivitäten dieser
Induktoreinrichtungen differenziell in Abhängigkeit von der Richtung der Drehabweichung der zweiten
Flügelelemente (150, 151) gegenüber dem dritten Paar von Induktoreinrichtungen (169, 166) ändern,
und daß erste in Serie geschaltete Meßfühlereinrichtungen (170,167) auf die differenzielle Induktivitätsänderung
ansprechen und ein erstes eine reversible Phase aufweisendes Wechselspannungssteuersignal
erzeugen, dessen Phase durch die Richtung der Drehabweichung bestimmt ist.
8. Kreiselkompaß nach Anspruch 7, dadurch gc-
kennzeichnet, daß die Bezugssignalgeneratoreinrichtungen
(200) zusätzlich das vierte Paar von Induktoreinrichtungen (152,175) parallel derart erregen,
daß sich die jeweiligen Induktivitäten differenziell in Abhängigkeit von der Richtung der Drehabweichung
der zweiten Flügelelemente (150, 151) gegenüber dem vierten Paar von Induktoreinrichtungen
(172, 175) ändern, und daß zweite in Serie geschaltete Meßfühlereinrichtungen (174,177) auf das
vierte Paar von Induktoreinrichtungen (172,175) ansprechen, um ein zweites, eine reversible Phase aufweisendes
Wechselspannungssteuersignal zu erzeugen, dessen Phase durch die Richtung der Drehabweichung
gegenüber dem vierten Paar von Induktoreinrichtungen (172,175) bestimmt ist und daß die
ersten und zweiten in Serie geschalteten Meßfühlereinrichtungen (170, 167, 174, 177) miteinander gekoppelt
sind, um ein eine vergrößerte Amplitude und eine reversible Phase aufweisendes Wechselspanntingssteuersignal
zu erzeugen, das gegenüber einer reinen Translationsbewegung der zweiten Flügelelemente
(150,151) unempfindlich ist
9. Kreiselkompaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch erste auf das
Steuersignal von den Abgriffeinrichtungen (186) ansprechende Demodulatoreinrichtungen (205) eine
Widerstands-Kondensator-Parallelschaltung enthaltende Signalformungs-Netzwerkeinrichtungen (220,
221,222), die auf die ersten Demodulatoreinrichtungen (205) ansprechen und erste Modulatoreinrichtungen
(225) zur Lieferung eines modulierten Signals in Abhängigkeit von den Signalformer-Netzwerkeinrichtungen
(220,221,222).
10. Kreiselkompaß nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch erste Kompensationsimpedanzelemente
(202) im Nebenschluß längs der Ausgangsanschlüsse der Abgriffeinrichtungen (186) und zweite Kompensationsimpedanzelemente
(228) in Serienschaltung zwischen den ersten Modulatoreinrichtungen (225)
und den Drehmomentgebereinrichtungen (185).
11. Kreiselkompaß nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bezugssignalgeneratoreinrichtungen (200) den ersten Demodulatorein
richtungen (205) und den ersten Modulatoreinrichtungen (225) ein Bezugssignal zuführen und die ersten
Hauptgriffeinrichtungen (186) und die Drehmomentgcbereinrichtungen
(185) speisen.
12. Kreiselkompaß nach einem der Ansprüche 9—11, gekennzeichnet durch erste Schalterelemente
(Si) mit einem ersten Eingangsanschluß (233) zur
Zuführung des Ausganges der Signalformer-Netzwerkeinrichtungen (220, 221, 222) an Integratoreinrichtungen
(239), Einrichtungen (S2) zum Rücksetzen der Integratoreinrichtungen (239), Summiereinrichtungen
(244), die mit einem ersten Eingangsanschluß (243) an die Integratoreinrichtungen (239) angeschaltet
sind, und zweite Schalterelemente (S3) zur Zuführung des Ausganges der Summiereinrichtungen
(244) an die Antriebseinriehtungen (81).
13. Kreiselkompaß nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Geschwindigkeitssignal-Generatoreinrichtungen
(252), die auf die Antriebseinriehtungen (81) ansprechen und das Geschwindigkeitssignal
an einen zweiten tüingangsanschluß (246) der Summiereinrichtungen
(241Miefern.
14. Kreiselkompaß nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Funktionsgeneratoreinrichtungen
(241) zur Modifikatioi Mes Geschwindigkeitssignals mit einer Funktion der örtlichen Breite zur Zufuhrung
an einen zweiten Eingangsanschluß (234) der ersten Schaltereiemente (S 1).
15. Kreiselkompaß nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch zweite Modulatoreinrichtungen
(247) in Serienschaltung zwischen den Summiereinrichtungen (244) und den zweiten Schalterelementen
(S3), zweite Demodulatoreinrichtungen (250) in Serienschaltung zwischen den Geschwindigkeitssignalgeneratoreinrichtungen
(252) und den Summiereinrichtungen (244), wobei die Bezugssignalgeneratoreinrichtungen
(200) ein Bezugssignal an die zweiten Modulatoreinrichtungen (247) und an die zweiten
Demodulatoreinrichtungen (250) liefern und die Abis griffeinrichtungen (186), die Drehmomentgebereinrichtungen
(185), die Antriebseinriehtungen (81) und die Geschwindigkeitsgeneratoreinrichtungen (252)
speisen.
16. Kreiselkompaß nach einet;, der Ansprüche 12—15, gekennzeichnet durch Zeitstewreinrichtungen
(260), die während einer ersten Betriebsweise des Kreiselkompasses die Integrator-Rücksetzeinrichtungen
(S 2) für ein erstes vorgegebenes Zeitintervall betätigen.
17. Kreiselkompaß nach Ansprach 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeitsteuereinrichtungen (260) während einer zweiten Betriebsweise des Kreiselkompasses,
die auf die erste Betriebsweise folgt, die Integrator-Rücksetzeinrichtungen (S 2) abschalten
JO und die Integrationseinrichtungen (239) in Betrieb
setzen, um den Ausgang der Signalformer-Netzwerkeinrichtungen (220, 221, 222) für ein zweites
vorgegebenes Zeitintervall zu integrieren, um ein integriertes Ausgangssignal zu erzeugen.
18. Kreiselkompaß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet
daß die Zeitsteuereinrichtungen (260) während einer dritten auf die zweite Betriebsweise
folgenden Betriebsweise des Kreiselkompasses und ffir ein drittes vorgegebenes Zeitintervall die zweiten
Schalterelemente (S3) leitend machen und das integrierte Ausgangssignal den Antriebseinriehtungen
(81) zuführen sowie die ersten Schalterelemente ('S 1) betätigen, um lediglich den zweiten Eingangsanschluß (234) der ersten Schalterelemente (Si) der-
art anzuschalten, daß der Ausgang der Funktionsgeneratoreinrichtungen (241) den Integratoreinrichtungen
(239) zugeführt wird.
19. Kreiselkompaß nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitsteuereinrichtungen (260)
eine zumindest einmalige Wiederholung der ersten, zweiten, dritten Betriebsweisen in vierten, fünften
uno sechsten vorgegebenen Zeitperioden durch den Kreiselkompaß bewirken, die auf die dritte vorgegebene
Zeitperiode folgen.
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| US05/621,907 US4033045A (en) | 1975-10-14 | 1975-10-14 | Portable surveying gyrocompass apparatus |
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|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SPERRY CORP., 10104 NEW YORK, N.Y., US |
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