DE264584C - - Google Patents

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DE264584C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60SSERVICING, CLEANING, REPAIRING, SUPPORTING, LIFTING, OR MANOEUVRING OF VEHICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60S1/00Cleaning of vehicles
    • B60S1/02Cleaning windscreens, windows or optical devices
    • B60S1/04Wipers or the like, e.g. scrapers
    • B60S1/06Wipers or the like, e.g. scrapers characterised by the drive
    • B60S1/14Wipers or the like, e.g. scrapers characterised by the drive personally driven

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cage And Drive Apparatuses For Elevators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63 c. GRUPPE
HEINRICH Prinz von PREUSZEN in KIEL
und HEINRICH WOLLHEIM & OSSENBACH,
INDUSTRIE-GES. μ. β. H. in «BERLIN.
Scheibenreiniger. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1913 ab.
Bei den bekannten Scheibenreinigern wird der Reinigungsapparat meist zwangläufig über die Scheibenfläche geführt. Solche Bauarten haben verschiedene Nachteile. Sie ergeben sich daraus, daß die Scheibenreiniger dauernd an den Fensterscheiben angebracht sind, trotzdem ihre Anwesenheit doch nur in bestimmten Fällen, beispielsweise bei regnerischem Wetter oder schmutziger Landstraße, erforderlich ist.
ίο Neben der Kompliziertheit des Anbaues an die Scheibe, der übrigens vielfach die Glasscheibe zu gefährden in der Lage ist, wird das Hervortreten einzelner Teile aus der Ebene und über den Rahmen der Scheibe hinaus störend empfunden. Auch lockern sich mit der Zeit die Teile des Apparates und verursachen während der Fahrt ein klapperndes Geräusch. Solche Reiniger können auch nur an Schutzscheiben angebracht werden, die aus einem einzigen Stück bestehen; wenn aber die Schutzscheibe zusammenklappbar ist, so wird die Verwendung dieser Art von Reinigern unmöglich, da die erforderlichen Führungen oder Zapfen, welche meist seitlich am Führungsrahmen befestigt sind, einem Zusammenklappen nicht folgen können.
Zwar sind schon. Reiniger ausgeführt worden, welche diese Nachteile zu vermeiden suchen. Man hat dieselben so gestaltet, daß sie unabhängig von irgendwelchen Führungsteilen der Scheibe auf dieselbe nach Bedarf aufgesetzt und von ihr abgenommen werden können. Aber diese Ausführungen haben dafür andere Nachteile im Gefolge; diese sind hauptsächlich in der übergroßen Reibung, zu suchen, welche das Abstreichmaterial beim Gleiten über die Scheibenflächen hervorruft, sodann darin, daß die Bewegung des Reinigers nicht ohne starkes Ecken hervorgerufen werden kann; die Vermeidung desselben ist aber nur durch besonderen Kraftaufwand möglich.
Alle diese Fehler werden durch die vorliegende Erfindung vermieden. Der Reiniger kann nach Bedarf auf die Glasscheibe leicht aufgesetzt und von derselben wieder abgenommen werden. Seine Bauart ist die denkbar einfachste. Die Reibung, welche durch seine Bewegung auf der Glasscheibe entsteht, ist sehr gering, denn nur das Abstreichmittel wird der gleitenden Reibung unterworfen, der andere Teil aber, der die Anpressung dieses Reinigungsmittels an die Scheibe erwirkt und die Führung übernimmt, unterliegt der rollenden Reibung. Dabei wird ein sicheres Anliegen des Abstreichmittels auf seiner ganzen Länge erzielt. Ferner ergreift die Hand im Widerstandsmittel den Reiniger. Dadurch erreicht man, daß die Widerstandskräfte zu beiden Seiten der Antriebskraft gleich groß sind und daß so die Bewegung der Abstreiffläche zu einer gleichmäßigen wird. Das
Ecken wird mit Sicherheit vermieden, und der Kraftaufwand wird ausschließlich zur Bewegung des Reinigers verwendet.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung wiedergegeben.
Fig. ι zeigt den Scheibenreiniger in der Seitenansicht, die Glasscheibe selbst im Schnitt;
Fig. 2 ist ein Seitenriß hierzu in Ansicht
ίο vom Führersitz aus gesehen und
Fig. 3 ein Grundriß hierzu im Schnitt.
Der Reiniger besteht aus zwei Schenkeln a und b, die oben mittels eines federnden Ringes c zu einem Ganzen verbunden sind. Die ringförmige Gestaltung des oberen Teiles c hat den Zweck, neben einer guten Federwirküng das Umgreifen des Rahmens d zu ermöglichen, welcher auf der oberen Kante der Glascheibe e befestigt ist. Der eine Sehen-.
ao kel b des Reinigers ist geradlinig ausgeführt und mit einem Gummieinsatz / oder Bekleidung versehen, der von dem Schenkel gegen die Glasscheibe . hin hervortritt. Der . andere Schenkel α trägt einen Handgriff g, der quer zum Schenkel sich erstreckt und in der Mitte des Reinigungsmittels angebracht ist, und läuft in einen Fortsatz h aus, der zur Aufnahme einer Führungsrolle i dient.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Scheibenreiniger wird, wenn ein Aufschieben desselben von der Seite her nicht möglich ist, so weit auseinandergezogen, daß er über den Scheibenrahmen d hinübergeschoben werden kann. Durch seine Federkraft legt er sich sodann mittels . Rolle und Abstreichsehenkel zu beiden Seiten an die Glasscheibe an. Der Handgriff g ist dabei dem Wagenführer zugekehrt. Man ergreift den Griff g und schiebt durch Bewegung desselben ! den Scheibenreiniger nach rechts und nach links oder auch, wenn er beispielsweise nicht über die obere Kante der Glasscheibe, sondern über eine ihrer Seitenkanten aufgeschoben worden ist, tief und hoch; dadurch entfernt der Abstreichgummi auf der äußeren Scheibenfläche alle Unreinigkeiten, die sich im Laufe der Fahrt angesammelt haben. Kann man auf den Scheibenreiniger bei guter Land-. straße und gutem Wetter auf längere Zeit verzichten, so kann er mit Leichtigkeit abgenommen'werden, so daß er in'keiner Weise eine störende öder hindernde Wirkung hervorbringen kann. Aber auch wenn er aufsitzt, ist ein Klappern desselben während der Fahrt ausgeschlossen, denn irgendwelche losen Teile sind nicht vorhanden, vielmehr stehen alle unter der Einwirkung der Federkraft, die für ein sicheres Anpressen derselben an die Glasscheibe sorgt. Endlich verhindert der Scheibenrahmen d, daß der Reiniger bei Ungeschickter -Führung nach oben von der Glasscheibe abgleitet, wie er auch anderseits durch seine Oberflächenwölbung in Berührung mit der Innenwölbung des Teiles c dem Reiniger eine bequeme Führung erteilt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Scheibenreiniger mit halbringförmig um den Fensterpfosten herumgebogener Feder, deren einer Schenkel zum Halten des Reinigungsmaterials dient, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Schenkel (a) vor der Mitte des gegenüberstehenden Reinigungsmaterials (f) mit einem quer zur Feder sich erstreckenden Handgriff (g) versehen ist und am Ende in bekannter Weise eine auf der Scheibe laufende Rolle (i) trägt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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