DE26435C - Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen

Info

Publication number
DE26435C
DE26435C DENDAT26435D DE26435DA DE26435C DE 26435 C DE26435 C DE 26435C DE NDAT26435 D DENDAT26435 D DE NDAT26435D DE 26435D A DE26435D A DE 26435DA DE 26435 C DE26435 C DE 26435C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
valve
machine
riveting
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT26435D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. HlGGINSON in Liverpool, England
Publication of DE26435C publication Critical patent/DE26435C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B11/00Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
    • F15B11/08Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. September 1883 ab.
Die von einer Dampf- oder Gasmaschine erzeugte Kraft wird durch eine Wassersäule von der Maschine auf die Stofs- oder Nietmaschine übertragen. Ein in der Flüssigkeitssäule angebrachtes Ventil veranlafst die Flüssigkeit, auf einen Kolben oder Tauchkolben zu wirken, um die in dem Schwungrade der Pumpe aufgespeicherte lebendige Kraft auszunutzen.
Der Behälter a, Fig. 1, dient gleichzeitig als Grundgestell für die aufgeschraubten Lagerböcke b, aufweichen die Kurbelwelle mit aufgekeiltem Schwungrad d gelagert ist. Durch die Gelenkstange wird der im Pumpencylinder g sich bewegende Tauchkolben / bewegt. Man kann zwei oder drei Pumpen von derselben Welle aus in Betrieb setzen, h ist der Saugkanal mit Ventil, i der Abflufskanal mit Ventil, j ein Sicherheits- und Druckregulirventil. Das Ausflufsrohr k mündet hinter dem Kolben η in den Cylinder /, von dem aus das Rückflufsrohr m nach dem Behälter α zurückführt. 0 ist ein Absperrventil, fi eine um die Kolbenstange ί im Cylinder / angeordnete Schraubenfeder, welche den Kolben nach dem hinteren Cylinderende drängt, q ist der Cylinderdeckel, r das an der Kolbenstange ί befestigte Nietengesenk, t das andere an dem den Cylinder / tragenden Ständer u sitzende Gesenk. An Stelle der Gesenke kann auch ein Durchschlag und eine Lochscheibe treten.
Wasser oder eine andere Flüssigkeit wird vom Behälter α durch die Kanäle h i, das Rohr k, den Cylinder /, am Ventil 0 vorbei durch das Rohr m zurück nach dem Behälter α getrieben. Soll der Kolben zum Zweck des Vernietens in Bewegung gesetzt werden, so wird das Ventil 0 durch einen Handhebel ol, Fig. 2, verstellt, wodurch das Rohr m abgeschlossen und der Wasserdurchfiufs nach dem Behälter α verhindert wird. Das durch die lebendige Kraft des Schwungrades im Rohr k vorwärts getriebene Wasser tritt in den Cylinder / ein, wodurch der Kolben η nach vorn getrieben wird, bis das Gesenk r gegen die Niete herankommt und den Kopf bildet. Das Ventil 0 wird dann wieder geöffnet, worauf der Wasserumlauf wieder eintritt und der Kolben η durch die Wirkung der Feder p schnell in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt wird. Wird das Ventil 0 nicht zur rechten Zeit geöffnet, so entweicht das Wasser durch das Ventil j und vermindert so den inneren Druck.
In der durch Fig. 2 dargestellten Abänderung kommt ein Ventil zur Verwendung, welches nach vollendeter Arbeit den freien Wasserumlauf wieder herstellt, gleichviel ob das Ventil ο zur rechten Zeit geöffnet worden ist oder nicht. Die beiden Rohre k und m sind unmittelbar mit dem Ventil ο statt mit dem Cylinder / verbunden.- Von dem Ventil 0 führen die Rohre υ und vl nach den beiden Enden des Cylinders. w ist ein aus einer Oeffnung im Kolben η vorstehendes und dieselbe verschliefsendes Ventil und x ein federnder Hebel zum Oeffnen und Schliefsen des Ventils, r und / sind Durchschlag und Locheisen.
Beim Nichtgebrauclie befindet sich das Ventil 0 in der gezeichneten Stellung, und das Wasser kreist von der Pumpe durch das Rohr k, das Ventil 0 und durch das Rohr m zurück nach dem Behälter«, so dafs die Röhren ν und v1
und beide Cylinderenden mit Wasser angefüllt sind.
Da die Rückseite des Kolbens von gröfserem Flächeninhalt als dessen Vorderseite ist, so befindet er sich für gewöhnlich an dem vorderen Cylinderende, wenn er nicht durch eine Feder oder iii der durch Fig. 3 dargestellten Weise an dem hinteren Ende gehalten wird. Soll ein Loch durchgestofsen werden, so wird das Ventil ο in die in punktirten Linien ersichtliche Stellung gebracht. Das Wasser fliefst durch die Rohre k und vl vor den Cylinder, der dann nach rückwärts geschoben wird, während das1 hinter dem Kolben befindliche Wasser durch die Rohre ν und m nach dem Behälter α zurückfliefst. Erreicht dann der Kolben sein Hubende, so stöfst das Ende des Hebels χ gegen den Cylinderdeckel und öffnet das Ventil w, wodurch eine Verbindung im Cylinder geschaffen wird. Ist die zu durchlochende Platte aufgelegt, so wird das Ventil 0 rechtwinklig zu der punktirten Stellung verdreht, worauf das Wasser durch die Rohre k und ν hinter den Kolben fliefst, der sich dann so lange vorwärts bewegt, bis das Loch durchgestofsen ist. Das Wasser vor dem Kolben fliefst durch die Rohre v1 m nach dem Behälter α zurück. Nach erfolgtem Durchstofsen der Platte wird das Ventil ο in die gezeichnete Anfangsstellung zurückgedreht. Im Falle der Arbeiter unterläfst, das Ventil 0 in die richtige Stellung zu drehen, geht der Kolben so weit, nach vorn, bis das Ventil w gegen die vordere Cylinderwand stöfst und sich öffnet. . ■
Fig. 3 zeigt eine Durchstofsmaschine, bei welcher die Pumpen von einer direct auf die Kurbelwelle c wirkenden Maschine ζ Antrieb erhalten. An einem an der Kolbenstange ί sitzenden Arm 3 ist eine Spindel 1 mit verstellbaren Knaggen 2 befestigt, die auf den Handhebel ol einwirken. Letzterer bewegt das Ventil 0 an jedem Hubende in die gezeichnete Stellung, so dafs das Wasser unmittelbar durch die Rohre k und m strömen kann. Um den Kolben in gehobener Stellung zu halten, ist die Kolbenstange s bei s1 durch, den Cylinderdeckel hindurch geführt und hinter dem Kolben von etwas gröfserem Durchmesser als vor'demselben, so dafs die dem Wasserdruck ausgesetzte Kolbenfläche vor dem Kolben gröfser als hinter demselben ist.
Fig. 4 zeigt die gleichzeitige Anordnung einer Durchstofsmaschine, Maschinenscheere, Niet- und Metallbiegemaschine. Das Wasser fliefst durch die verschiedenen Ventile οοΛΰ2οζ, durch die Rohre k kx P P und vom letzten Ventil o3 durch das Rohr m zurück nach dem Behälter a. Die Rohre vv1. . . . v1 führen von den Ventilen ο οχ ο2 ο Entsprechend nach denCylindern //' PP. Die Kolben sind mit selbsttätigen Ventilen versehen, welche in der bei Fig. 2 und 3 ersichtlichen oder in einer ähnlichen Weise wirken. Auch sind die hinteren Kolbenflächen etwas kleiner als die vorderen Flächen. Irgend eine Maschine dieser Anordnung kann man in Betrieb setzen, ohne den Wasserkreislauf unterbrechen zu müssen, und falls die im Schwungrade aufgespeicherte Kraft grofs genug ist, können gleichzeitig auch zwei oder mehr Maschinen in Betrieb gesetzt werden.

Claims (5)

P atent-An Sprüche:
1. Zum Zweck der Vorwärtsbewegung des Kolbens einer Durchstofs-, Niet-, Scheeren- oder Blechbiegemaschine das Verfahren, die in einem oder mehreren Schwungrädern aufgespeicherte Kraft durch den Kreislauf einer Wassersäule auf den Kolben zu übertragen.
2. In Ausführung dieses Verfahrens die in Fig. 1 dargestellte Anordnung einer Nietmaschine, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Wasserbehälters a, des Schwungrades d, der Pumpe g, der Umlaufrohre km, des Cylinders/· mit dem Druckkolben n, der Feder/ und des Ventils 0.
3. Die Abänderung dieser als Durchstofs-' maschine verwendeten und in Fig. 2 dargestellten Maschine, gekennzeichnet durch die Anordnung der an den beiden Cylinderenden einmündenden Rohre ν vl des im Druckkolben sitzenden Ventils w mit dem Hebel x, um den Kreislauf des Wassers nach vollendeter Arbeit selbstthätig bewirken zu lassen.
4. Zum gleichen Zweck die Abänderung dieser Maschine, gekennzeichnet durch die Anord-, nung der Knaggen 2 und der sich mit dem Kolben bewegenden Spindel 1, durch welche bei vollendetem Hub das Ventil 0 gestellt wird.
5. Die Verbindung einer Durchstofs-, Scheeren-, Niet- und Blechbiegemaschine durch Röhren k /e1 P P mit den Vorrichtungen, eine oder zwei der genannten Maschinen in Betrieb zu setzen, ohne den Kreislauf des Wassers unterbrechen zu müssen, Fig. 4.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT26435D Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen Active DE26435C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE26435C true DE26435C (de)

Family

ID=302816

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT26435D Active DE26435C (de) Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE26435C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2835896A1 (de) * 1978-08-16 1980-02-21 Siempelkamp Gmbh & Co Antriebsaggregat fuer hydraulische pressen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2835896A1 (de) * 1978-08-16 1980-02-21 Siempelkamp Gmbh & Co Antriebsaggregat fuer hydraulische pressen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE26435C (de) Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen
EP0085080A4 (de) Steuerschaltung für einen pneumatisch-hydraulischen druckwandler.
DE47229C (de) Presse, bestehend aus dem Kniehebelmechanismus des Patentes 38701 in Verbindung mit einer Pumpe
DE95297C (de)
DE34962C (de) Vielfache Loch- und Nietmaschine
DE303616C (de)
DE286980C (de)
DE118643C (de)
DE271428C (de)
DE207295C (de)
DE229148C (de)
DE80945C (de)
DE296908C (de)
DE246277C (de)
DE170295C (de)
AT59913B (de) Barrenschere.
DE556205C (de) Hydraulischer Druckuebersetzer fuer durch Druckmittel betriebene Nietmaschinen
DE174815C (de)
DE236277C (de)
DE569403C (de) Rahmenhammer fuer Schuhwerk
DE94547C (de)
DE122085C (de)
DE39208C (de) Neuerung an der unter Nr. 37341 patentirten Einrichtung an hydraulischen Lochmaschinen, Nietmaschinen und Scheeren zur Ersparung von Druckwasser
DE277681C (de)
DE20836C (de) Präzisionssteuerung für Dampfmaschinen