DE26435C - Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche MaschinenInfo
- Publication number
- DE26435C DE26435C DENDAT26435D DE26435DA DE26435C DE 26435 C DE26435 C DE 26435C DE NDAT26435 D DENDAT26435 D DE NDAT26435D DE 26435D A DE26435D A DE 26435DA DE 26435 C DE26435 C DE 26435C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- valve
- machine
- riveting
- water
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004080 punching Methods 0.000 title 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 21
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 claims 1
- 238000010008 shearing Methods 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 239000000109 continuous material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B11/00—Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
- F15B11/08—Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
- Looms (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. September 1883 ab.
Die von einer Dampf- oder Gasmaschine erzeugte Kraft wird durch eine Wassersäule von
der Maschine auf die Stofs- oder Nietmaschine übertragen. Ein in der Flüssigkeitssäule angebrachtes
Ventil veranlafst die Flüssigkeit, auf einen Kolben oder Tauchkolben zu wirken, um
die in dem Schwungrade der Pumpe aufgespeicherte lebendige Kraft auszunutzen.
Der Behälter a, Fig. 1, dient gleichzeitig als
Grundgestell für die aufgeschraubten Lagerböcke b, aufweichen die Kurbelwelle mit aufgekeiltem
Schwungrad d gelagert ist. Durch die Gelenkstange wird der im Pumpencylinder g sich bewegende
Tauchkolben / bewegt. Man kann zwei oder drei Pumpen von derselben Welle aus in Betrieb setzen, h ist der Saugkanal mit
Ventil, i der Abflufskanal mit Ventil, j ein Sicherheits- und Druckregulirventil. Das Ausflufsrohr
k mündet hinter dem Kolben η in den Cylinder /, von dem aus das Rückflufsrohr m
nach dem Behälter α zurückführt. 0 ist ein Absperrventil, fi eine um die Kolbenstange ί im
Cylinder / angeordnete Schraubenfeder, welche den Kolben nach dem hinteren Cylinderende
drängt, q ist der Cylinderdeckel, r das an der Kolbenstange ί befestigte Nietengesenk, t das
andere an dem den Cylinder / tragenden Ständer u sitzende Gesenk. An Stelle der Gesenke
kann auch ein Durchschlag und eine Lochscheibe treten.
Wasser oder eine andere Flüssigkeit wird vom Behälter α durch die Kanäle h i, das Rohr k,
den Cylinder /, am Ventil 0 vorbei durch das Rohr m zurück nach dem Behälter α getrieben.
Soll der Kolben zum Zweck des Vernietens in Bewegung gesetzt werden, so wird das Ventil 0
durch einen Handhebel ol, Fig. 2, verstellt, wodurch das Rohr m abgeschlossen und der
Wasserdurchfiufs nach dem Behälter α verhindert wird. Das durch die lebendige Kraft des
Schwungrades im Rohr k vorwärts getriebene Wasser tritt in den Cylinder / ein, wodurch der
Kolben η nach vorn getrieben wird, bis das Gesenk r gegen die Niete herankommt und den
Kopf bildet. Das Ventil 0 wird dann wieder geöffnet, worauf der Wasserumlauf wieder eintritt
und der Kolben η durch die Wirkung der Feder p schnell in seine ursprüngliche Lage
zurückgeführt wird. Wird das Ventil 0 nicht zur rechten Zeit geöffnet, so entweicht das
Wasser durch das Ventil j und vermindert so den inneren Druck.
In der durch Fig. 2 dargestellten Abänderung kommt ein Ventil zur Verwendung, welches
nach vollendeter Arbeit den freien Wasserumlauf wieder herstellt, gleichviel ob das Ventil ο zur
rechten Zeit geöffnet worden ist oder nicht. Die beiden Rohre k und m sind unmittelbar
mit dem Ventil ο statt mit dem Cylinder / verbunden.- Von dem Ventil 0 führen die Rohre υ
und vl nach den beiden Enden des Cylinders. w ist ein aus einer Oeffnung im Kolben η vorstehendes
und dieselbe verschliefsendes Ventil und x ein federnder Hebel zum Oeffnen und
Schliefsen des Ventils, r und / sind Durchschlag
und Locheisen.
Beim Nichtgebrauclie befindet sich das Ventil 0 in der gezeichneten Stellung, und das Wasser
kreist von der Pumpe durch das Rohr k, das Ventil 0 und durch das Rohr m zurück nach
dem Behälter«, so dafs die Röhren ν und v1
und beide Cylinderenden mit Wasser angefüllt sind.
Da die Rückseite des Kolbens von gröfserem Flächeninhalt als dessen Vorderseite ist, so befindet
er sich für gewöhnlich an dem vorderen Cylinderende, wenn er nicht durch eine Feder
oder iii der durch Fig. 3 dargestellten Weise an dem hinteren Ende gehalten wird. Soll ein
Loch durchgestofsen werden, so wird das Ventil ο in die in punktirten Linien ersichtliche
Stellung gebracht. Das Wasser fliefst durch die Rohre k und vl vor den Cylinder, der dann
nach rückwärts geschoben wird, während das1
hinter dem Kolben befindliche Wasser durch die Rohre ν und m nach dem Behälter α zurückfliefst.
Erreicht dann der Kolben sein Hubende, so stöfst das Ende des Hebels χ gegen
den Cylinderdeckel und öffnet das Ventil w, wodurch eine Verbindung im Cylinder geschaffen
wird. Ist die zu durchlochende Platte aufgelegt, so wird das Ventil 0 rechtwinklig zu der
punktirten Stellung verdreht, worauf das Wasser durch die Rohre k und ν hinter den Kolben
fliefst, der sich dann so lange vorwärts bewegt, bis das Loch durchgestofsen ist. Das Wasser
vor dem Kolben fliefst durch die Rohre v1 m
nach dem Behälter α zurück. Nach erfolgtem Durchstofsen der Platte wird das Ventil ο in
die gezeichnete Anfangsstellung zurückgedreht. Im Falle der Arbeiter unterläfst, das Ventil 0
in die richtige Stellung zu drehen, geht der Kolben so weit, nach vorn, bis das Ventil w
gegen die vordere Cylinderwand stöfst und sich öffnet. . ■
Fig. 3 zeigt eine Durchstofsmaschine, bei welcher die Pumpen von einer direct auf die
Kurbelwelle c wirkenden Maschine ζ Antrieb erhalten. An einem an der Kolbenstange ί
sitzenden Arm 3 ist eine Spindel 1 mit verstellbaren Knaggen 2 befestigt, die auf den
Handhebel ol einwirken. Letzterer bewegt das Ventil 0 an jedem Hubende in die gezeichnete
Stellung, so dafs das Wasser unmittelbar durch die Rohre k und m strömen kann. Um den
Kolben in gehobener Stellung zu halten, ist die Kolbenstange s bei s1 durch, den Cylinderdeckel
hindurch geführt und hinter dem Kolben von etwas gröfserem Durchmesser als vor'demselben,
so dafs die dem Wasserdruck ausgesetzte Kolbenfläche vor dem Kolben gröfser als hinter demselben
ist.
Fig. 4 zeigt die gleichzeitige Anordnung einer Durchstofsmaschine, Maschinenscheere, Niet-
und Metallbiegemaschine. Das Wasser fliefst durch die verschiedenen Ventile οοΛΰ2οζ, durch
die Rohre k kx P P und vom letzten Ventil o3
durch das Rohr m zurück nach dem Behälter a. Die Rohre vv1. . . . v1 führen von den Ventilen
ο οχ ο2 ο Entsprechend nach denCylindern //' PP.
Die Kolben sind mit selbsttätigen Ventilen versehen, welche in der bei Fig. 2 und 3 ersichtlichen
oder in einer ähnlichen Weise wirken. Auch sind die hinteren Kolbenflächen etwas
kleiner als die vorderen Flächen. Irgend eine Maschine dieser Anordnung kann man in Betrieb
setzen, ohne den Wasserkreislauf unterbrechen zu müssen, und falls die im Schwungrade
aufgespeicherte Kraft grofs genug ist, können gleichzeitig auch zwei oder mehr Maschinen
in Betrieb gesetzt werden.
Claims (5)
1. Zum Zweck der Vorwärtsbewegung des Kolbens einer Durchstofs-, Niet-, Scheeren- oder
Blechbiegemaschine das Verfahren, die in einem oder mehreren Schwungrädern aufgespeicherte
Kraft durch den Kreislauf einer Wassersäule auf den Kolben zu übertragen.
2. In Ausführung dieses Verfahrens die in Fig. 1
dargestellte Anordnung einer Nietmaschine, gekennzeichnet durch die Verbindung eines
Wasserbehälters a, des Schwungrades d, der Pumpe g, der Umlaufrohre km, des Cylinders/·
mit dem Druckkolben n, der Feder/ und des Ventils 0.
3. Die Abänderung dieser als Durchstofs-' maschine verwendeten und in Fig. 2 dargestellten
Maschine, gekennzeichnet durch die Anordnung der an den beiden Cylinderenden einmündenden Rohre ν vl des im
Druckkolben sitzenden Ventils w mit dem Hebel x, um den Kreislauf des Wassers
nach vollendeter Arbeit selbstthätig bewirken zu lassen.
4. Zum gleichen Zweck die Abänderung dieser Maschine, gekennzeichnet durch die Anord-,
nung der Knaggen 2 und der sich mit dem Kolben bewegenden Spindel 1, durch welche
bei vollendetem Hub das Ventil 0 gestellt wird.
5. Die Verbindung einer Durchstofs-, Scheeren-, Niet- und Blechbiegemaschine durch Röhren
k /e1 P P mit den Vorrichtungen, eine oder
zwei der genannten Maschinen in Betrieb zu setzen, ohne den Kreislauf des Wassers unterbrechen
zu müssen, Fig. 4.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE26435C true DE26435C (de) |
Family
ID=302816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT26435D Active DE26435C (de) | Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE26435C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2835896A1 (de) * | 1978-08-16 | 1980-02-21 | Siempelkamp Gmbh & Co | Antriebsaggregat fuer hydraulische pressen |
-
0
- DE DENDAT26435D patent/DE26435C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2835896A1 (de) * | 1978-08-16 | 1980-02-21 | Siempelkamp Gmbh & Co | Antriebsaggregat fuer hydraulische pressen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE26435C (de) | Vorrichtung zum Uebertragen von Betriebskraft für Stanz-, Niet- und ähnliche Maschinen | |
| EP0085080A4 (de) | Steuerschaltung für einen pneumatisch-hydraulischen druckwandler. | |
| DE47229C (de) | Presse, bestehend aus dem Kniehebelmechanismus des Patentes 38701 in Verbindung mit einer Pumpe | |
| DE95297C (de) | ||
| DE34962C (de) | Vielfache Loch- und Nietmaschine | |
| DE303616C (de) | ||
| DE286980C (de) | ||
| DE118643C (de) | ||
| DE271428C (de) | ||
| DE207295C (de) | ||
| DE229148C (de) | ||
| DE80945C (de) | ||
| DE296908C (de) | ||
| DE246277C (de) | ||
| DE170295C (de) | ||
| AT59913B (de) | Barrenschere. | |
| DE556205C (de) | Hydraulischer Druckuebersetzer fuer durch Druckmittel betriebene Nietmaschinen | |
| DE174815C (de) | ||
| DE236277C (de) | ||
| DE569403C (de) | Rahmenhammer fuer Schuhwerk | |
| DE94547C (de) | ||
| DE122085C (de) | ||
| DE39208C (de) | Neuerung an der unter Nr. 37341 patentirten Einrichtung an hydraulischen Lochmaschinen, Nietmaschinen und Scheeren zur Ersparung von Druckwasser | |
| DE277681C (de) | ||
| DE20836C (de) | Präzisionssteuerung für Dampfmaschinen |