DE263333C - - Google Patents

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DE263333C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/14Viewfinders

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 263333 KLASSE 42 h. GRUPPE
SCHNEIDER & CIE in LE CREUSOT, Frankr.
Geschützvisiervorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1909 ab.
Die Erfindung besteht in einer Geschützvisiervorrichtung, die besonders zum Visieren unter sehr großen Höhenwinkeln bestimmt ist. Die Vorrichtung umfaßt, wie die bekannte Anordnung von Grubb, eine feststehende Visiermarke und einen Reflektor für den Eintritt der vom Ziel kommenden Lichtstrahlen, der um eine wagerechte Achse drehbar und derart mit dem Geschützrohr verbunden ist,
ίο daß er sich um einen halb so großen Winkel dreht wie dieses. Der Eintrittsreflektor kann außerdem noch behufs Einstellung der dem Geschütze zu gebenden Erhöhung unabhängig von der Bewegung des Geschützrohres nach einer Teilung verstellt werden.
Bei der bekannten Vorrichtung besteht der Reflektor in einem einfachen, undurchsichtigen Spiegel, der die vom Ziel kommenden Strahlen einem unbeweglichen, halb durchsichtigen Spiegel zusendet, durch welchen hindurch die Visiermarke sichtbar ist. Eine derartige Anordnung liefert aber kein lichtstarkes Bild des Zieles und ist für den praktischen Gebrauch namentlich bei fahrbaren Geschützen ungeeignet, weil sie aus einzelnen, voneinander getrennten und Beschädigungen leicht ausgesetzten Teilen besteht.
Durch die Erfindung ist die bekannte Visiervorrichtung in Vereinigung mit geeigneten optischen Mitteln auch für fahrbare Geschütze brauchbar gemacht worden; sie gestattet das Erbauen eines Instrumentes von geringem Umfange, welches allen heutigen Anforderungen entspricht und namentlich eine für das Beschießen von Luftfahrzeugen praktische Einrichtung bietet. Zu diesem Zwecke wird gegenüber der bekannten Einrichtung die Anordnung der spiegelnden Flächen zueinander derart verändert, daß die Visierrichtung aus einer horizontalen in eine schräg nach unten gerichtete Lage zu liegen kommt; außerdem ist in die Vorrichtung ein Visierfernrohr einge- schaltet, bei dem zur Umkehrung des Bildes eine geeignete Zahl von spiegelnden Flächen in bekannter Weise verwendet wird. Dem Instrument wird hier ein geringer Umfang dadurch gegeben, daß der Strahlengang im Gegensatz zu der Grubbschen Einrichtung nicht in einer und derselben Ebene verläuft, sondern aus der Drehebene des Eintrittsreflektors heraus in das seitlich von diesem Reflektor fest angeordnete Okularrohr geleitet wird. Auf diese Weise ist das Eintrittsspiegelsystem zu einem teleskopischen Visiersystem ergänzt, das wie ein gewöhnliches Fernrohr ein lichtstarkes, vollständig wieder aufgerichtetes Bild liefert.
Die Fig. 1 bis 5 stellen die Erfindung in zwei Ausführungsformen dar. Fig. 1 ist eine Gesamtseitenansicht; sie zeigt die Visiervorrichtung auf einer Lafette aufgebaut und durch ein Gelenkparallelogramm mit dem Schildzapfen des Geschützrohres verbunden. Fig. 2 ist eine Teilseitenansicht, Fig. 3 ein Schnitt nach 3-3 in Fig. 2, Fig. 4 ein Schnitt nach 4-4 in Fig. 3. Er zeigt die Anordnung, vermöge deren der Eintrittsreflektor vom Geschützrohr unabhängig eingestellt werden kann. Fig. 5 ist ein Schema einer zweiten Ausführungsform des optischen Systems.
j Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Vorrichtung enthält als drehbaren Reflektor ein
einfach spiegelndes Prisma f (Fig. 2). Die unbeweglichen Teile des optischen Systems werden durch ein astronomisches Fernrohr gebildet, bestehend aus einem Okular m, I, vor dem ein Fadenkreuzträger k angeordnet ist, und aus einem gewöhnlichen Objektiv g. Zu diesen beiden zusammengehörigen, unbeweglichen Teilen, dem Objektiv und dem Okular, tritt noch, um das von dem drehbaren Reflektor aufgenommene Bild vollständig wieder aufzurichten, eine ungerade Anzahl von unbeweglichen Spiegelflächen. Im gezeichneten Beispiel werden drei Spiegelflächen durch ein einfach spiegelndes Prisma h und ein mit ' diesem verkittetes Dachkantenprisma i dargeboten, die zwischen dem unbeweglichen Objektiv und dem Okular eingeschaltet sind.
Das Okular m, I, k ist in einem Gehäuse a2 untergebracht. Dieses sitzt auf einem Hauptgehäuse α, das alle übrigen optischen Teile der Vorrichtung und die Mittel zur Einstellung des beweglichen Reflektors f für den Eintritt der Lichtstrahlen trägt. Das Objektiv g ist auf dem Hauptgehäuse α parallel dem Okular befestigt. Die verkitteten Prismen h, i sind so in das Hauptgehäuse eingesetzt, daß der Teil der optischen Achse, welchen sie einschließen, wagerecht parallel dem Schildzapfen liegt, wenn der Ständer der Vorrichtung senkrecht steht. Die Austrittsachse, das ist die Achse des Okulars, ist dann schräg nach oben gerichtet.
Das Eintrittsspiegelprisma f ist mit seinem Träger in einer Büchse gelagert, die mit dem Hauptgehäuse α aus einem Stück besteht, daher beim Gebrauch des Instrumentes nicht gedreht wird. Die Drehachse des Prismas liegt parallel dem Verlauf der Lichtstrahlen in den Prismen h, i nach der ersten Reflexion in Prisma h. In der Büchse ist ein Fenster ausgespart für den Zutritt der Lichtstrahlen zum Prisma f.
Das Hauptgehäuse a ■ ist mit Vorsprüngen a1 versehen, um es auf dem gabelförmigen Ende b1 des Ständers zu befestigen, der auf der Lafette δ ruht. Der eine dieser Vorsprünge a1 bildet ein Lager für eine parallel zur Drehachse des Prismas f liegende Welle e, die mittels ihres Zahnrades e1 und eines Zwischenrades η ein Rad 0 antreibt von doppelt so großer Zähnezahl als β1. Das Zahnrad 0 sitzt lose auf einem Zapfen f1, der dem Prismenträger angehört, und steht in Eingriff mit einer Schnecke p, die in dem Träger gelagert ist, und deren Kopf mit einer Teilung für den Erhöhungswinkel versehen ist. Ein auf der Welle e befestigter Hebel (Fig. 4) ist durch einen Lenker d (Fig. 1) mit einem parallelen und ebenso langen Hebel c1 verbunden, der . fest auf dem Schildzapfen c° des Geschützrohres c sitzt. Die Drehbewegungen des Schildzapfens c° werden auf das Zahnrad ο mit um die Hälfte verminderter Geschwindigkeit übertragen. Vermöge des Eingriffes zwischen dem Zahnrad 0 und der Schnecke p drehen sich mit dem Zahnrad 0 der Prismenträger und das Prisma f. Dreht man dagegen die Schnecke mittels des Kopfes p1, der die Teilung trägt, so kann man den Träger und das Prisma f drehen, während das Geschützrohr unbeweglich bleibt.
Hieraus ist ersichtlich, daß man das Geschütz, während man durch das feste Okular m, I beobachtet, durch Handhabung seines Höhenrichtgetriebes so richten kann, daß man in dem Okular das an beliebiger Stelle des Höhenwinkelspielraumes liegende Ziel sieht. Vorher ist selbstverständlich mittels des Kopfes p1 der Erhöhungswinkel einzustellen.
Bei dieser ersten Ausführungsform, die hauptsächlich in der Praxis angewendet werden wird, ist angenommen worden, daß der drehbare Eintrittsreflektor durch ein einfach spiegelndes Prisma dargestellt ist, so daß in Ergänzung des Reflektors zur vollständigen Wiederaufrichtung, des Bildes den unbeweglichen Bestandteilen eines astronomischen Fernrohres (einem Objektiv und einem nicht aufrichtenden Okular) eine ungerade Anzahl von Spiegelflächen (Spiegeln oder Prismen) hinzuzufügen war, von denen zwei in einem Spiegel oder Prisma von Dachform vereinigt sein können. Diese drei unbeweglichen Spiegelflächen brauchen nicht zwischen den Linsen des Objektivs g und denjenigen des Okulars m, I angeordnet zu sein, sondern können auch vor diesen Linsen liegen. Andererseits kann auch die Stellung, welche die Spiegelflächen zueinander einnehmen, von der dargestellten abweichen. So können z. B. die drei Flächen zusammen mit der des Eintrittsreflektors das eine oder das andere der beiden vierteiligen Systeme nach Porro bilden.
Schließlich kann auch ein teleskopisches System, das ein vollständig aufgerichtetes Bild entwirft, auf andere Weise verwirklicht werden. Wenn z. B. der drehbare Eintrittsreflektor mit einfach spiegelnder Fläche ersetzt wird durch einen Reflektor mit zwei Spiegelflächen, die mit gegenseitiger Neigung von 90° ein Dach bilden, wobei die Dachkante in der senkrechten Ebene liegt, in der der Reflektor gedreht wird, so genügt zur Vervollständigung des optischen Systems ein astronomisches Fernrohr mit Fadenkreuz.
Fig. 5 zeigt schematisch diese Ausführungsform.
Das einfach spiegelnde Prisma / des vorhergehenden Beispiels ist hier durch ein Dachkantenprisma q ersetzt, das um eine Achse r (entspricht dem Zapfen Z"1) drehbar ist, die rechtwinklig zu einer Parallelen zur Dachkante
liegt. Die unbeweglichen optischen Teile bestehen aus einem Objektiv s, einem Fadenkreuz t und einem Okular «, v, wobei die optische Achse mit der Dachkante in einer Ebene und beispielsweise wagerecht gelegen ist. Die Drehachse r des Trägers des Prismas q muß natürlich durch ein Getriebe, wie ο, η, β1, e, e°, d, c1 im vorhergehenden Beispiel, mit dem Schildzapfen des Geschützrohres verbunden ίο sein und durch ein Getriebe, wie o, p, p1, unabhängig eingestellt werden können.

Claims (2)

  1. .Patent-Ansprüche:
    i. Geschützvisiervorrichtung mit einem Eintrittsreflektor, der mit dem Geschützrohr zwangläufig derart gekuppelt ist, daß er sich um eine der Schildzapfenachse parallele Achse mit halber Winkelgeschwindigkeit dreht, der ferner um dieselbe Achse auch unabhängig von der Visiervorrichtung und vom Geschützrohr gedreht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Eintrittsreflektor mit unbeweglichen optischen Teilen zu einem teleskopischen System vervollständigt ist, das ein Seitenrichtiges und aufrechtes Bild des Zieles entwirft, und bei dem die Strahlen aus der Drehebene des Eintrittsreflektors heraus in das seitlich von diesem Reflektor fest angeordnete Okularrohr geleitet werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Eintrittsreflektor durch ein Dachkantenprisma gebildet wird, dessen Dachkante in einer zur Drehungsachse des Prismas senkrechten Ebene liegt, und daß ein astronomisches Fernrohr mit Fadenkreuz den unbeweglichen optischen Teil bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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