DE263272C - - Google Patents
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- DE263272C DE263272C DENDAT263272D DE263272DA DE263272C DE 263272 C DE263272 C DE 263272C DE NDAT263272 D DENDAT263272 D DE NDAT263272D DE 263272D A DE263272D A DE 263272DA DE 263272 C DE263272 C DE 263272C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B67/00—Padlocks; Details thereof
- E05B67/06—Shackles; Arrangement of the shackle
- E05B67/08—Padlocks with shackles hinged on the case
- E05B67/10—Padlocks with shackles hinged on the case with devices for securing the free end of the shackle
Landscapes
- Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68«. GRUPPE
FRIEDRICH WILHELM MEWS in MOSKAU.
Schloß mit einer Mittelbruchplatte. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Schlösser mit Mittelbruchblech und bezweckt, neben
einer erheblichen Verbilligung der Herstellungskosten durch möglichst einfache Ausbil-,
5. dung der Teile derart, daß sie sämtlich durch Stanzen und Biegen angefertigt und zusammengestellt
werden können, eine große Sicherheit gegen unbefugtes öffnen zu erreichen.
Zu diesem Zweck besteht die Erfindung im
ίο wesentlichen einerseits in der Anordnung einer
solchen Mittelbruchplatte, die zwischen Stirn- und Rückwand des Gehäuses lose eingelegt
werden kann und dem Riegel. bzw. den Riegeln als Gleitführung dient und den Bartteil
des Schlüssels im Gehäuse stützt, so daß . die üblichen Führungsmittel desselben entfallen,
sowie andererseits in der besonderen Ausbildung und Anordnung des vom Schlüssel
anzugreifenden Teiles des Riegels bzw. der Kiegel in bezug auf den als Eingerichte wirkenden
Teil der Mittelbruchplatte bzw. des Schlüsselbartes in bezug auf seinen mit dem Eingerichte in Eingriff kommenden Teil.
Es wird nachstehend beispielsweise nur ein Vorhängeschloß, und zwar ein solches mit nur einem Riegel beschrieben; statt eines Riegels können aber in bekannter Art auch mehrere parallel zueinander verschiebliche Riegel Anwendung finden. In der, ein Ausführungbseispiel eines Vorhängeschlosses gemäß der Erfindung darstellenden Zeichnung sind Fig. 1 und 2 Stirnansichten des geschlossenen bzw. offenen Schlosses, wobei der Gehäusedeckel abgehoben ist. Fig. 3 ist die linke Seitenansieht der Fig. 1 mit fortgeschnitten gedachter linker Seitenwand des Gehäuses; Fig. 4 und 5 sind Schaubilder des Riegels bzw. der Mittelbruchplatte; Fig. 6 ist ein Schaubild der Feder. Fig. 7 zeigt einen Teil des Gehäusedeckels mit gegenüber derjenigen der Fig.. 1 abweichender Form des Schlüsselloches; Fig. 8 ist die Seitenansicht eines Schlüsselbartes mit dem bekannten durchgehenden Schlitz für die Mittelbruchplatte, Fig. 9 der Querschnitt durch einen gestanzten und in einem Teil gegen den anderen gebogenen Schlüssel, Fig. 10 eine abweichende Ausführungsform der Mittelbruchplatte und des Riegels für Schlüssel nach Fig. 8.
Es wird nachstehend beispielsweise nur ein Vorhängeschloß, und zwar ein solches mit nur einem Riegel beschrieben; statt eines Riegels können aber in bekannter Art auch mehrere parallel zueinander verschiebliche Riegel Anwendung finden. In der, ein Ausführungbseispiel eines Vorhängeschlosses gemäß der Erfindung darstellenden Zeichnung sind Fig. 1 und 2 Stirnansichten des geschlossenen bzw. offenen Schlosses, wobei der Gehäusedeckel abgehoben ist. Fig. 3 ist die linke Seitenansieht der Fig. 1 mit fortgeschnitten gedachter linker Seitenwand des Gehäuses; Fig. 4 und 5 sind Schaubilder des Riegels bzw. der Mittelbruchplatte; Fig. 6 ist ein Schaubild der Feder. Fig. 7 zeigt einen Teil des Gehäusedeckels mit gegenüber derjenigen der Fig.. 1 abweichender Form des Schlüsselloches; Fig. 8 ist die Seitenansicht eines Schlüsselbartes mit dem bekannten durchgehenden Schlitz für die Mittelbruchplatte, Fig. 9 der Querschnitt durch einen gestanzten und in einem Teil gegen den anderen gebogenen Schlüssel, Fig. 10 eine abweichende Ausführungsform der Mittelbruchplatte und des Riegels für Schlüssel nach Fig. 8.
Das Schloßgehäuse ist entweder, wie bekannt, aus einem Stück gegossen, wobei zum
Einführen der Teile die unterhalb des Bügels liegende Seitenwand einschiebbar und bei geschlossenem
Schloß mittels des durch ein Loch dieser Wand greifenden Bügels gegen Herausziehen
gesichert ist, oder aber Rückwand und Seitenwände sind aus einem Stück gegossen und der Deckel, wie üblich, mittels
durch seine Löcher gesteckter Ansätze der Seitenwände vernietbar. Schließlich können
auch Rückwand 1, Deckel 2 und Seitenwände 3 einzelne, gestanzte und gegenseitig vernietbare
Stücke bilden, wie dies in dem dargestellten Ausführungsbeispiele der Fall ist.
Hierbei bestehen die Seitenwände aus einem einzigen gestanzten und entsprechend gebogenen
Blechstreifen 3, dessen Enden vorteilhaft in solchem Abstande voneinander bleiben, daß
ein Durchgang 4 für das freie Ende des Bügels S entsteht, das, wie bekannt, ein Loch 6
für den Eingriff des entsprechenden Teiles 7 des geschlossenen Riegels besitzt. Das andere
Bügel ende ist zu einer Öse 8 gebogen oder mit einer solchen gegossen bzw. gestanzt, durch
welche ein die Rückwand und den Deckel* des Gehäuses verbindender Stift 9 hindurchgeht.
In dem dargestellten Beispiel bildet die Seitenwand 3 ein Dreieck, welches durch die
gegeneinanderlaufenden Seitenflächen an sich das Verschieben der Mittelbruchplatte 10 nach
unten verhindert, die, wie aus Fig. 5 ersichtlieh, derart gestanzt ist, daß beim Umbiegen
der Seitenteile 11 nach hinten gleichzeitig ihre
Ausläufer 12 nach vorn treten und beide die Mittclbruchplatte 10 im fertigen Schloß in bestimmtem
Abstande von der Rückwand 1 bzw. dem Deckel 2 halten. Das Verschieben der
Mittelbruchplatte nach oben wird durch den ähnlich geformten Riegel 13 verhindert.
Auf diese Weise entfallen alle besonderen Haltemittel der Platte το im Gehäuse. Natürlieh
kann dieses aber auch andere Form erhalten, ohne daß diese an sich das Festlegen der
Platte 10 bewirkt, die dann durch Stifte oder durch Eingreifen entsprechender Einbiegungen
der Seitenwände 3 in Schlitze festgehalten wird. Diese Abweichungen verteuern aber
das Schloß unnötig. Die Platte 10 dient dem Schlüssel 14 als alleinige Führung und Sicherung.
Hierzu hat sie entweder, je nachdem der Schlüssel gegossen oder gestanzt ist, einen
dreieckigen oder runden Ausschnitt 15 entsprechend demjenigen des Schlüsselloches 16
(Fig. 7), der nach oben in einen schmalen, offen ausmündenden Schlitz 17 (Fig. 1, 2
und 3) übergeht, in welchem Falle der Schlüsselbart 18 ein Loch 19 (Fig. 3 und 5) hat und
der Schlüssel 20 in Schaft und Bart flach gehalten ist, oder aber eine rings geschlossene
Durchbohrung 21 (Fig. 10), in welchem Falle
der Schlüsselbart 18 in bekannter Weise einen frei ausmündenden, der Materialdicke der
Platte 10 entsprechenden Schlitz 22 (Fig. 8) besitzt und der Schlüsselschaft rund gehalten
sein muß. Im ersteren Falle ist die linke Begrenzungswand 23 des Ausschnittes 15 sowie
des Schlüsselloches 16 entweder bei 24 (Fig. 7) abgesetzt öder bei 25 (Fig. 1, 2
und 5) für eine Längs wulst 26 bzw. Nut des Schlüsselbartes eingekerbt bzw. mit einem Ansatz
versehen, um den Schlüssel bequemer einführen zu können, ohne daß dadurch die Drehung
des Schlüssels behindert ist. Beim Drehen des Schlüssels zum öffnen des
Schlosses tritt der von der rechten Begrenzungswand 27 des Ausschnittes 15 bis zum
Schlitz 17 ragende Vorsprung 28 der Platte 10 in das Loch 19 des Schlüsselbartes (Fig. 5)
und bildet damit eine Besatzung für den Schlüssel, der sich mit seiner stehenden Endkante
29 gegen die Rückwand 1 des Gehäuses sowie mit der parallelen Kante 30 gegen den
Deckel 2 stützt und auf diese AVeise ohne Schlüsselstift fest geführt ist. Bis zu seinem
Einschieben in die Platte 10 wird er in gleicher Weise durch das entsprechend geformte
Schlüsselloch 16 des Deckels 2 geführt. Die rechte Begrenzungswand-27 des Ausschnittes
1.5 bzw. des Schlüsselloches 16 setzt dem Drehen des Schlüssels ein Ziel. Bei Schlössern
nach Fig. 8 tritt zuerst das die Durchbohrung 21 links begrenzende und beim Drehen desselben
auch das übrige Wandmaterial der Platte ic in den Schlitz 22 des Schlüsselbartes. Da
von der mit dem Vorsprung 28 übereinstimmenden Form des Loches 19 bzw. dem Abstande
beider wie auch des Schlitzes 22 von der Rückwand 1 die Möglichkeit des Öffnens
abhängt, ist ohne weiteres verständlich, daß man in. der Veränderlichkeit des Plattenabstandes
von der Rückwand 1 ein einfaches und sicheres Mittel hat, solche Schlösser für eine
größere Zahl verschiedener Schlüssel herzurichten. In der verschiedenen Bemessung der
Materialdicke der Mittelbruchplatte und des Loches 19 bzw. Schlitzes 22 hat man ein weiteres
Mittel, Abarten des Schlosses bei gleieher Grundform herzustellen.
Der Riegel 13 ist, \vie aus Fig. 4 ersichtlich,
ebenfalls aus einem Stück so gestanzt und gebogen, daß bei dem Umbiegen seines oberen
und unteren Teiles 31 nach hinten gleichzeitig deren Ausläufer 32 nach vorn treten, wodurch
auch der Riegel ohne besondere Mittel zwischen der Rückwand 1 und dem Deckel 2 gehalten
wird. Gleichzeitig sichert er dabei die Platte 10, sofern sie lose in das Gehäuse eingelegt
ist, gegen Verschiebung nach oben und erhält andererseits durch den Oberrand der
Platte 10 und die Innenfläche der oberen Seitenwand 3 seine Führung. Der Unterrand des
Riegels ist mit einem winkligen Einschnitt 33 versehen, so daß eine Zunge 34 entsteht, die
dem Schlüsselbart als Angriffsfläche dient. Dadurch, daß man die Zungenspitze mehr oder
weniger von dem Oberrand der Platte 10 in den Einschnitt 33 einspringen läßt und den angreifenden
Schlüsselbartteil entsprechend lang wählt, hat man ein weiteres Mittel, solche
Schlösser für eine größere Zahl verschiedener Schlüssel herzurichten. Andererseits wird
hierdurch auch das Öffnen mittels Dietrichs erschwert. Statt eines Riegels 13 können auch
mehrere Riegel von abnehmender Breite ineinander verschieblich angeordnet werden,. deren
Zungenspitzen 34 verschieden weit vom oberen Rande der Platte 10 abstehen. Für jeden
Riegel muß dann eine besondere Feder vorgesehen werden. Die Feder 35 liegt ebenfalls
lose im Gehäuse und ist vorteilhaft an zwei Stellen gewunden. Ihr Teil 36 drückt entweder
mit einer Aufbiegung gegen den rechten Rand des Riegels 13 oder faßt, wie er ist,
in ein Lager 37 seines nach hinten gebogenen
Unterteiles 31 Zwischen den umgebogenen Teilen 31 geht vorteilhaft der Federteil 38 bis
unter das freie Bügelende, welches beim Eindrücken dan Federteil 38 spannt und von ihm
beim Zurückschieben des Riegels aus dem Gehäuse gedrückt wird.
Für Schlösser, die durch mehrtouriges Drehen des Schlüssels nach Fig. 8 zu öffnen
sind, erhält der Riegel die aus Fig. 10 ersichtliehe
Form, bei welcher sein Unterrand die üblichen, nacheinander von dem Bart anzugreifenden
Flächen 39 bzw. 40 hat, die nicht im Bereich des Schlüsselloches bzw. der Durchbohrung
21, wohl aber in der Drehbahn des Schlüsselbartes liegen.
Da hier der nach oben gebogene Ausläufer 32 am unteren Riegelteil 31 fehlt, der eine
kleine Umbiegung nach hinten hat, um den. Riegel gegen die Mittelbruchplatte abzustützen,
ist zwecks Verhinderung des Überfaliens des Riegels nach vorn an der Platte 10
eine Zunge 41 ausgestanzt, welche den Riegel übergreift und an einer Verschiebung nach der
einen oder anderen Schloßwand hindert. In dem Riegel ist ferner der bekannte Schlitz 42
vorgesehen, in welchen, wie üblich, das Ende des Federteiles 36 greift, der hier von rechts
nach links so geführt ist, daß er von dem hinter der Platte 10 liegenden Schlüsselbartteil
angehoben werden muß, um aus dem rechten Schenkel des Schlitzes 42 herauszutreten und
dem Riegel die Möglichkeit der Verschiebung unter dem Druck des vor der Platte 10 liegenden Schlüsselbartteiles gegen die Flächen 39
bzw. 40 zu geben.
Claims (4)
1. Schloß mit einer Mittelbruchplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelbruchplatte
lose in das Schloßgehäuse eingelegt ist, vorteilhaft zur Führung des
oder der Riegel dient und ohne weitere Mittel den Bartteil des Schlüssels im Gehäuse
stützt.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterrand des
Riegels (13) einen Einschnitt (33) hat, dessen in beliebigem Abstand von dem
Rande gehaltene Zunge (34) als Schlüsselangriffsfläche dient.
3. Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelbruchplatte (10) Und der Riegel (13) aus einem
Stück so gestanzt und erstere in den Seitenteilen (11), letzterer in .Ober- und Unterteil
(31) derart nach hinten gebogen sind, daß gleichzeitig ihre Ausläufer (12
bzw. 32) nach vorn treten, wodurch die Platte (10) sowie der Riegel im Gehäuse
fest gelagert bzw. geführt werden, während das Verschieben der Platte im Gehäuse
in mindestens einer Richtung durch konvergierende Seitenwände (3) des Gehäuses
verhindert wird.
4. Schloß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecköffnung'
der Platte (10) und das vorteilhaft entsprechend geformte Schlüsselloch
(16) mit Mitteln, z.B. Schulter (24) oder Ansatz bzw. Kerbe (25), zum bequemeren
Einführen des Schlüssels ausgestattet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE263272C true DE263272C (de) |
Family
ID=520680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT263272D Active DE263272C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE263272C (de) |
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0
- DE DENDAT263272D patent/DE263272C/de active Active
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