DE2631980B2 - Mittels Elektrode beheizter von einem Hot-Top umgebener Blockkopf - Google Patents
Mittels Elektrode beheizter von einem Hot-Top umgebener BlockkopfInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen mittels Elektrode beheizten Blockkopf, der von einem wärmeisolierenden
Hot-Top umgeben ist, zur Herstellung von Rohblöcken nach dem Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren.
Bei einem solchen bekannten Blockkopf (US-PS 28 93 085) besteht die Forminnenseite aus Stahlblech
und ist mit einem wärmeisolierenden Material hinterfüllt. Wärme wird nicht nur mittels Lichtbogen an den
Kopf des späteren Rohblocks übertragen, sondern auch von der Formaußenseite, und zwar durch Verbrennung
von Kohle. Es kann aber auch eine elektrische äußere Heizeinrichtung vorgesehen sein. Das hinterfüllte
Stahlblech dient also im wesentlichen als Behälter für die Kohlebeschickung. Wie allgemein üblich, wird der
Lichtbogen über das Metallbad geschlossen. Der Blechteil des Hot-Tops wird im allgemeinen' auf beiden
Seiten mit einem feuerfesten Überzug versehen, um ein Durchbrennen zu vermeiden. Es hat sich gezeigt, daß bei
dem durch das Metall geschlossenen Stromkreis infolge der Konvektionsbewegung Schlackenpartikel bis zum
Boden des Rohblocks gefördert werden, wo diese Partikel im gerade verfestigten noch pastenförmigen
Stahl eingefangen werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das Fließen elektrischen Stroms auf einen begrenzten Teil
des Blocks, wo Einschlüsse weniger zu erwarten sind, zu begrenzen und die Wasserstoffaufnahme im Bereich des
Hot-Tops herabzusetzen.
Erreicht wird dies bei einem mittels Elektrode beheizten Blockkopf, der von einem wärmeisolierenden
Hot-Top umgeben ist, zur Herstellung von Rohblöcken nach dem elektrischen Schlacke-Umschmelzverfahren
dadurch, daß über die Innenfläche des Hot-Tops eine Vielzahl gesonderter elektrisch leitfähiger Zonen
verteilt sind, die vom oberen Rand des Hot-Tops wenigstens über 50% seiner Gesamthöhe nach unten
reichen. Bevor auf die Vorteile des Anmeldungsgegenstandes weiter eingegangen wird, sei die folgende
Definition noch eingefügt:
Das Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren besteht darin, eine metallische Elektrode unter Ausnutzung der
durch den Jouleeffekt eines elektrischen Strom:* erzeugten Wärme abzuschmelzen, wobei der Strom
veranlaßt wird, von der sich verbrauchenden Elektrode
ίο zum metallischen Boden einer Blockform durch ein Bad
elektrisch leitfähiger synthetischer Schlacke zu fließen. Dieses Verfahen wird bei sehr großen Blöcken
kombiniert durchgeführt, wobei der größte Teil des Blocks in üblicher Weise aus einer Transportpfanne
vergossen wird und der Gießvorgang nach dem Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren unter Verwendung
einer Metallelektrode gewünschter Zusammensetzung vervollständigt wird.
Solche nach dem Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren hergestellten Rohblöcke weisen nun wesentlich weniger Einschlüsse aufgrund der Tatsache auf, daß im Unterschied zu sämtlichen bekannten Verfahren dem Metallbad keinerlei Energie außer der durch die elektrische, von den Elektroden freigesetzte Energie zugeführt wird. Auch ist keine weitere äußere Energiequelle notwendig.
Solche nach dem Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren hergestellten Rohblöcke weisen nun wesentlich weniger Einschlüsse aufgrund der Tatsache auf, daß im Unterschied zu sämtlichen bekannten Verfahren dem Metallbad keinerlei Energie außer der durch die elektrische, von den Elektroden freigesetzte Energie zugeführt wird. Auch ist keine weitere äußere Energiequelle notwendig.
Durch die elektrisch leitfähigen Zonen auf der Innenfläche des Hot-Tops steht ebenfalls allein die
elektrische Leitfähigkeit im Vordergrund. Es muß keinerlei Material vorgesehen sein, um Wärme freizusetzen.
Im Gegensatz zu den üblichen Verfahren wird nach der Erfindung der elektrische Kreis zwischen der
mittigen Elektrode und den leitfähigen Zonen allein über das Schlackenbad und nicht über das Metall
geschlossen.
Nach der oben erwähnten amerikanischen Patentschrift wird das dünne Stahlblech schnell schmelzen und
dann der Kontakt mit einer größeren Masse schmelzflüssigen Materials hergestellt werden. Dieses wird im
schmelzflüssigen Zustand einerseits durch den Lichtbogen und andererseits durch die Verbrennung der im
konischen Element enthaltenen Kohle oder durch die elektrische Heizeinrichtung gehalten: eine beachtliche
Aufkohlung des Kopfs des Rohblocks ergibt sich hierdurch.
Wenn bei der Maßnahme nach der Erfindung der elektrische Kreis notwendigerweise durch die Schlakkenschicht
und nicht durch das Metall geschlossen wird,
so so ist nicht zu erwarten, daß die sonst durch den durch das Metall gehenden Strom erzeugte Konvektionsbewegung
Schlackenpartikel bis zum Boden des Rohblocks bringt, wo diese sich im noch teigigen Stahl
einfangen lassen. Durch die Maßnahme nach der Erfindung werden Einschlüsse solcher Art, die obligatorisch
bei sämtlichen sogegannten ESU-Verfahren sich bisher einstellten, vermieden.
Bei der Maßnahme nach der Erfindung wird nur eine örtlich begrenzte Konvektionsströmung im schmelzflüssigen
Stahl, und zwar nur an der Oberseite des schmelzflüssigen Bades, wo der Stahl noch sehr heiß und
sehr fluid ist, hervorgerufen. Dies führt andererseits zu einem vorsichtigen Mischen des Stahls, das gerade
ausreicht, um das Entwickeln nachteiliger Seigerungen
b5 zu verhindern und nicht ausreicht, Schlackenpartikel
nach unten zum Boden des Rohblocks zu bringen.
Vorzugsweise werden diese elektrisch leitfähigen Zonen durch einen Teil der Außenfläche sich nicht
verbrauchender Elektroden gebildet, die in der feuerfesten Wandung des Hot-Top eingebettet sind.
Zweckmäßig bestehen diese sich nicht verbrauchenden Elektroden aus Graphitelektroden, können aber
auch als hohle wassergekühlte Metallelektroden ausgebildet sein.
Mit besonderem Vorteil arbeitet man, wenn der
gesamte freiliegende Oberflächenbereich der sich nicht verbrauchenden Elektroden zwischen 5% und 50% des
Gesamtbereichs der Hot-Top-lnnenfläche ausmacht
Die Maßnahmen nach der Erfindung vermindern im übrigen die horizontale Querschnittsfläche am Kopf des
Hot-Tops und setzen so die Wasserstoffaufnahme auf ein Minimum herab. Durch die nur begrenzten
vertikalen Strömungen im schmelzflüssigen Metall wird ein homogener Block erhalten; sämtliche im Schmelzbad vorhandenen Verunreinigungen schwimmen zur
Schlackenschicht auf.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nun mit Bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert Diese zeigt in
F i g. 1 einen horizontalen Querschnitt durch den Hot-Top und in
Fig.2 einen Vertikalschnitt längs der Linie 11-11 der
Fig. 1.
Sich nicht verbrauchende Elektroden 2 sind im feuerfesten, die Wandung des Hot-Tops 1 bildenden
Material in einer Lage eingebettet die es ermöglicht, daß ein Teil ihrer Außenfläche von der Innenfläche 3 des
Hot-Tops vorsteht oder mit diesem fluchtet. Die in den F i g. 1 und 2 dargestellten Elektroden sind von
kreisförmigem Querschnitt; es kann sich aber auch Uin
irgend einen anderen zweckmäßigen Elektrodenquerschnitt (beispielsweise trapezförmig, kreisförmiger
Ringquerschnitt etc.) handeln.
Die sich verbrauchende Elektrode 4, die das schmelzflüssige Metall zum Blockkörper zuführt, ist im
mittigen Hohlraum des Hot-Tops angeordnet. Die sich nicht verbrauchenden Elektroden 2, die nach dieser
Ausführungsform von der Innenfläche des Hot-Tops vorstehen, sind wassergekühlte metallische Elektroden
und parallel zu der sich verbrauchenden Elektrode 4
angeordnet Die tatsächliche Positionierung der sich
nicht verbrauchenden Elektroden 2 in Zuordnung zur sich verbrauchenden Elektrode 4 ist klar in Fig.2
gezeigt
Der mittige Hohlraum des Hot-Tops (siehe Fig.2)
enthält auch das Elektroschlackenbad 5 sowie die
Kopfschicht des Schmelzbades 9; dargestellt ist wie dieses sich bei 7 gegen die Wandung der Form 6
verfestigt Die Spitze der sich verbrauchenden Elektro-
aft taucht in das Elektroschlackebad, während die sich
nicht verbrauchenden Elektroden in Kontakt sowohl mit dem Elektroschlackebad 5 wie mit dem Schmelzbad
9 stehen.
verbrauchende Elektrode 4 und die sich nicht verbrauchenden Elektroden 2 ein; der Kreis wird durch einen
Gleichstrom- oder Wechselstromgenerator 8 hervorgerufen.
Durch die oben beschriebene Elektrodenanordnung
bzw. -ausbildung werden zunächst drastisch Kreisbahnen im schmelzflüssigen Metall (siehe Pfeile in F i g. 2)
vermindert; eine verbesserte sich verfestigende Struktur erzeugt und die Menge an nicht metallischen
Einschlüssen vermindert und schließlich die Reaktanz
und die Impedanz des elektrischen Sekundärkreises
herabgesetzt.
Durch die Verwendung hohler wassergekühlter metallischer sich nicht verbrauchender Elektroden wird
ausreichend Wärme vom Hot-Top abgezogen, um im
jo wesentlichen den Verschleiß auf seiner Innenfläche zu
vermindern. Trotz dieses Kühleffekts zeitigt der Hot-Top alle die Vorteile eines gewöhnlichen nicht
gekühlten Hot-Tops, der vollständig aus feuerfestem Material aufgebaut ist (niedrigerer Strombedarf, ver-
Γ) minderte Wahrscheinlichkeit fester »Brücken«, die sich
innerhalb des Schmelzbades bilden, geringerer gegen die umgebende Atmosphäre freiliegender Oberflächenbereich etc.), da die gesamte Kontaktfläche zwischen
den sich nicht verbrauchenden Elektroden und dem
Elektroschlackenbad und/oder dem Schmelzbad relativ
klein ist.
Claims (5)
1. Mitteis Elektrode beheizter Blockkopf, der von einem wärmeisolierenden Hot-Top umgeben ist, zur
Herstellung von Rohblöcken nach dem Elektroschlaekeumschmelzverfahren,
dadurch gekennzeichnet, daß Ober die Innenfläche des Hot-Top (1) eine Vielzahl gesonderter elektrisch
leitfähiger Zonen (2) verteilt sind, die vom oberen Rand des Hot-Top (1) wenigstens über 50% seiner
Gesamt höhe nach unten reichen.
2. Blockkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese elektrisch leitfähigen Zonen
durch einen Teil der Außenfläche sich nicht verbrauchender Elektroden (2) gebildet sind, die in
der feuerfesten Wandung des Hot-Top (1) eingebettet sind.
3. Hot-Top nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nicht verbrauchenden
Elektroden Graphitelektroden sind.
4. Hot-Top nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich nicht verbrauchenden
Elektroden hohle wassergekühlte Metallelektroden sind.
5. Hot-Top nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte freiligende Oberflächenbereich
der sich nicht verbrauchenden Elektroden zwischen 5% und 50% des Gesamtbereichs der
Hot-Top-Innenfläche ausmacht.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2631980A Granted DE2631980B2 (de) | 1975-07-23 | 1976-07-16 | Mittels Elektrode beheizter von einem Hot-Top umgebener Blockkopf |
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| DE19767622454U Expired DE7622454U1 (de) | 1975-07-23 | 1976-07-16 | Hot-top zur herstellung von bloecken nach einem elektro-schlacke-umschmelzverfahren |
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