DE26307C - Neuerung an Koks¦fen mit senkrechten Wandkan{len, mit ohne Gewinnung von Theer und Ammoniak. - Google Patents

Neuerung an Koks¦fen mit senkrechten Wandkan{len, mit ohne Gewinnung von Theer und Ammoniak.

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DE26307C
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Germany
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coke ovens
tar
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vertical wall
filling
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Application number
DE188326307D
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English (en)
Inventor
Ruppert Ottomar
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B29/00Other details of coke ovens

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
und Ammoniak.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1883 ab.
Da erfahrungsgemäfs in den senkrechten Kanälen der Coppe"-Oefen infolge des sehr grofsen Querschnittes derselben und der sehr ungleichen Entfernungen der Kanalmündungen vom: Gasabzugskanal eine ziemlich ungleichmäfsige Vertheilung der Gase stattfindet, so zerlege ich die Kanäle in zwei, drei oder eventuell vier und sechs einzelne, für sich regulirbare Zugsysteme, und ordne demgemäfs auch zwei, drei, vier oder sechs Gasabzugsöffnungen in der Decke der Oefen an, oder ich speise zwei Nachbarsysteme durch eine Abzugsöffnung, so dafs ich dann mit einer, zwei oder mehreren Abzugsöffnungen ausreiche und dazu eventuell die Kohlenfüllöffhungen der Oefen benutzen kann.
In der beiliegenden Zeichnung sind in Fig. 1 besondere Abzugsöffnungen α angegeben, in Fig. 2 sind die Füllöffnungen k dazu benutzt.
Von α und k vertheilen sich die Gase aus den horizontalen, über den Gewölben der Oefen liegenden Kanälen b in die einzelnen senkrechten Windkanäle c und d, nachdem sie durch die auf der Zeichnung besonders dargestellte Luftvorwärmvorrichtung oder in der gewöhnlichen, bisher üblichen Weise mit Verbrennungsluft gespeist worden sind. In diese Kanäle wird bei der Verwerthung der Nebenproducte auch das von diesen gereinigte Gas in beliebiger Weise geleitet.
Die Wandkanäle c und d münden abwechselnd in die neben der Ofenwand liegenden zwei Sohlkanäle e und f und können dadurch die Gase einen beliebig langen Weg um verschiedene Oefen machen, indem sie, durch verschiedene Wände auf- und absteigend, um und unter entferntere Oefen geführt werden.
Jedes System ist nun für sich abgetheilt und hat seinen besonderen, nach dem Hauptgasabzugskanal i führenden Fuchs h, so dafs es hierdurch und durch den in jedem Fuchs h liegenden Absperrschieber g möglich ist, den Durchgang der Gase in jedem System beliebig zu reguliren und den Abzug der Gase aus beliebigen Sohlkanälen zu gestatten.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Anordnung mit zwei, Fig. 2 mit drei Kanalsystemen und verlängerter Zugführung; Fig. 3 und 4 zeigen verschiedene Schnitte und Grundrisse für diese beiden Anordnungen, für welche ■nur ein unterirdischer Hauptkanal i angeordnet ist; in der gleichen Weise wird die Anordnung von vier und sechs Kanalsystemen erfolgen, nur dafs hierbei eventuell an jeder Stirnseite der Oefen ein Hauptkanal i, sei es nun, dafs derselbe über oder unter den Oefen liegt oder dafs ein gemeinschaftlicher Mittelhauptkanal i angeordnet wird, in welchen von jeder Seite aus zwei oder eventuell drei Füchse münden.
Die Fig. 5 bis 8 zeigen die Luft vor wärmvorrichtungen in gröfserem Mafsstabe. Die ganze Construction besteht aus zwei Theilen, einem Stopfen α mit direct angegossener Luftcirculationshülse b und einem Deckel c; der Stopfen α schliefst die Füllöffnung ab, ist mit Chamotte ausgefüttert und konisch geformt. Die Lufthülse b hat einmal unten eine Luftdurchgangsöffnung d, das andere Mal eine gleiche e oben.
Die Hülsenwände haben an der Wand nach e hin noch Führungsschlitze, in denen ein dem Umfang der Füllöffnung entsprechender Schieber/ durch Kette g und Haken h verstellbar zu bewegen ist, wodurch der Luftzutritt nach den Gaskanälen regulirt wird. Dieser Schieber wird bei Füllung der Oefen mit Kohlen etwas in den Falz i und die Luftzuführungsöffnung k zurückgedrückt, um, nachdem der Stopfen herausgenommen ist, den Eintritt von Kohle in den Kanal k zu verhindern.
Die Hülse b bildet, wenn der Deckel c aufgelegt wird, mit den Umfassungen der Füllöffnungen auf- und absteigende Kanäle, in denen sich die durch den Ausschnitt / des Deckels c eintretende Luft stark vorwärmt. In den Ausschnitt / ist ein zweiter Deckel mit Lufteintrittsöffnungen m eingepafst, der durch Stifte η höher oder niedriger zu stellen ist, und der Luft nach Bedarf Zutritt läfst. Dieser Deckel kann event, auch durch einen flachen, auf dem dann durchbrochenen Deckel c hin- und herschiebbaren Schlitzschieber ersetzt werden.
Sollen die Gase aus den Oefen durch die Füllöffnungen abziehen, so wird Stopfen α mit b am Haken / herausgehoben und Deckel c mit /, gut mit Lehm verschmiert, aufgelegt. Steinschieber ο kann eventuell eingelegt und zur Gaszugregulirung benutzt werden.
Um bei der Verwerthung der Nebenproducte den an den Thüren befindlichen Theil der Kohlenfüllung besser zu verkoken, ordne ich nach Fig. 9 bis 11 eine Abtrennung der Kopftheile der Oefen an, indem ich in die Kohlenfüllung von oben eine Scheidewand s ziemlich tief einsenke, die in einem Falz α der Ofenwände b Führung hat. Diese Scheidewand kann nun entweder ein feuerfester Stein oder besser, wie Fig. 9 bis Ii zeigen, ein eiserner Hohlkörper c sein, dessen Temperatur durch in seinem Innern circulirendes Wasser ziemlich niedrig gehalten wird.
Die Gase aus dem abgeschlossenen Kopftheil des Ofens werden direct in die Wandkanäle geleitet und verbrannt, während die sich in dem anderen Theil des Ofens entwickelnden Gase abgeführt werden; bei weiter vorgeschrittener Garung der Ofenköpfe kann der Scheider entfernt werden.
■ In Fig. ι ist die Anordnung des Ofens mit den beiden Scheidern ί an den Kopfenden dargestellt.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche: Die Gesammtanordnung an Koksöfen, genau wie in der Zeichnung erläutert, namentlich:
1. Die Trennung der Heizung von Koksöfen in zwei, drei, vier oder sechs Kanalsysteme, von welchen jedes einzelne einen besonderen Fuchs mit eigener, von den anderen unabhängiger Regulirung und Gas-Zn- und -Abführung erhält und welche direct oder in-| direct mit den Kohlengasen zu beheizen sind.
2. Die Luftvorwärmung in den Füllöffnungen mittelst des Stopfenverschlusses a, der Circulationshülse b und der Regulirschieber bezw. Deckel, von denen der Schieber / gleichzeitig als Verschlufs dient (s. Fig. 5 bis 8).
3. Die Abtrennung der Kopftheile der Ofenfüllung durch eine in die Kohlen einzusenkende Scheidewand zum Zweck der besseren Verkokung , und die Wasserkühlung dieser Scheidewand (s. Fig. 9 bis 11).
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE188326307D 1883-01-17 1883-01-17 Neuerung an Koks¦fen mit senkrechten Wandkan{len, mit ohne Gewinnung von Theer und Ammoniak. Expired DE26307C (de)

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