DE260660C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B15/00—Suppression or limitation of noise or interference
- H04B15/02—Reducing interference from electric apparatus by means located at or near the interfering apparatus
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 260660 KLASSE 21#. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum öffnen und Schließen von elektrischen
Stromkreisen zwischen zwei Punkten, die durch einen elektrolytischen Kondensator
im Nebenschluß verbunden sind.
Bei dem neuen Verfahren liegt das Wesentliche darin, daß die Ein- und Ausschalter in
zwei parallel zu dem Kondensator geschalteten Stromkreisen liegen und der Widerstand oder
ίο Selbstinduktion oder beides enthaltende Stromkreis
zuerst und danach der andere, den" Kondensator kurzschließende Stromkreis geöffnet
oder geschlossen wird. Durch dieses Verfahren wird bezweckt, ein Auftreten von Funken an
den Kontakten oder eine schädliche Erwärmung der Kontakte durch oszillatorische Entladungen
des Kondensators zu verhüten und dadurch ein funkenfreies öffnen und Schließen
des elektrischen Stromkreises zu ermöglichen.
Bekanntlich muß, um einen Stromkreis funkenfrei an einem Schalter öffnen zu können
und schädliche Erwärmungen der Kontakte zu vermeiden, die Potentialdifferenz
zwischen den Schaltkontakten in jedem Augen-
blick der Öffnungsdauer geringer als die Potentialdifferenz sein, die zur Funkenerzeugung
erforderlich ist. Das Ansteigen der Potentialdifferenz zwischen den Kontakten beim öffnen
des Schalters kann dadurch geregelt werden, daß man sie mit den Platten eines Kondensators
verbindet. Wenn die Potentialdifferenz zwischen den Schaltkontakten sowie die Potentialdifferenz
der Kondensatorplatten zu Anfang Null (bei geschlossenem Schalter) ist und die ansteigende Potentialdifferenz der Platten
ununterbrochen dieselbe bleibt wie die zwischen den Schalterkontakten während des
öffnens, so kann man eine funkenfreie Öffnung des Stromkreises erhalten. Bedingung
für die Gleichheit zwischen den beiden Potentialdifferenzen ist, daß der die Kondensatorplatten
verbindende und den Schalter enthaltende Stromkreis praktisch nichtinduktiv und widerstandsfrei ist. Aber wenn schon
ein nichtinduktiver, nicht resistiver Stromkreis im Nebenschluß mit dem Kondensator verbunden
für ein funkenfreies öffnen des Stromkreises am Schalter erforderlich ist, so ist ein
solcher doch ungeeignet für ein funkenfreies Schließen. Angenommen, der Stromkreis sei
am Schalter des nichtinduktiven, nichtresistiven Stromkreises zu schließen. Der Kondensator
ist natürlich geladen. Wenn nun der Schalter geschlossen wäre, so würde der ganze ihn durchfließende Strom gleich der
Summe aus dem Normalstrom im Hauptstromkreis, in dem der Schalter und der Kondensator
parallel geschaltet liegen, plus dem Entladestrom aus dem Kondensator sein. Wenn aber der Stromkreis, durch den der
Kondensator sich entladen kann, praktisch nichtinduktiv und nichtresistiv ist, so wird
der Entladungsstrom des Kondensators stark sein, schnell oszillieren, Funkenbildung an
den Schalterkontakten eintreten und eine starke Erwärmung an den Kontakten des Schalters auslösen. Es ist also, wie gesagt,
der nichtinduktive, nichtresistive Stromkreis
für den Fall nicht geeignet. Die Lösung des Problems ergibt sich bei Anordnung eines
zweiten Schalterstromkreises, der zwar ebenfalls mit dem Kondensator parallel geschaltet
ist, aber Induktanz oder Widerstand oder beides enthält, um dadurch den Entladestrom
des Kondensators im Augenblick des Schließens des Schalters in dem Stromkreise daran
zu hindern, zu oszillieren oder dem Hauptstrom so viel Strom zuzuführen, daß dessen
Gesamtmenge größer ist als die Kontakte des zu schließenden Schalters auszuhalten bestimmt
sind.
In der beiliegenden, die Neuerung schematisch verbildlichenden Zeichnung soll zwischen
den Punkten A und B der Hauptleitung der Strom unterbrochen werden; C ist der elektrolytische
Kondensator, D der nichtinduktive, nichtresistive, E der induktive Schalterstromkreis,
letzterer mit der Induktanz L oder Widerstand oder beiden. Bei Stromschluß
wird zuerst der Schalter E1 geschlossen und
dann der Schalter D1, beim öffnen wird E1
zuerst und dann D1 bedient.
Mit besonderer Vorsicht muß die Induktanz des Stromkreises D auf den geringsten Betrag
herabgesetzt werden, und zu dem Zwecke kann man die Anode und die Kathode des Kondensators C in Form eines oder mehrerer
Paare paralleler Platten dicht nebeneinander im Elektrolyten anordnen und den nichtinduktiven
Stromkreis aus bandartigen Fortsätzen (Streifen) dieser Platten, die durch eine dünne Isolierschicht voneinander getrennt
gehalten werden, bilden, wobei der Kontakt durch Zusammenpressen der Streifen an ihren
Enden gebildet wird, wo sie dann so angeordnet sind, daß sie für gewöhnlich außer Berührung
miteinander stehen. Oder man kann als Leiter des Stromkreises D feine konzentrische
Zylinder oder konzentrische Drahtlagen wählen, die durch eine dünne Isolierschicht
voneinander getrennt gehalten werden. Der Zweck dieser Gestaltung des Leiters ist immer
der, daß der Querschnitt des eingeschlossenen Raumes des Leiters D, einschließlich des Kondensators
als Teil des Stromkreises, so gering als möglich gehalten wird.
Beim Arbeiten mit Gleichstrom wird der Kondensator C mit einer Aluminiumanode
und einer Kathode aus irgendwelchem geeigneten Metall gebildet, bei Wechselstrom dagegen
bestehen beide Platten aus Aluminium oder anderem Material von gleichen elektrolytischen
Eigenschaften. An Stelle eines Kondensators können auch mehrere, vorzugsweise in Parallelschaltung, verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum öffnen und Schließen eines elektrischen Stromkreises zwischen zwei Punkten, die durch einen elektrolytischen Kondensator verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei parallel zu dem Kondensator liegenden, die Ein- bzw. Ausschalter enthaltenden Stromkreisen zuerst der eine, welcher Widerstand oder Selbstinduktion oder beides enthält, und darauf der andere, der in bekannter Weise den Kondensator kurzschließt, geöffnet bzw. geschlossen wird, zum Zweck, ein Auftreten von Funken oder eine schädliche Erwärmung der Kontakte durch oszillatorische Entladungen des Kondensators zu verhüten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260660C true DE260660C (de) |
Family
ID=518290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260660D Active DE260660C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260660C (de) |
-
0
- DE DENDAT260660D patent/DE260660C/de active Active
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