DE260445C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Verändern der Umdrehungszahl
einer Kraftmaschine mittels eines Reglers, dessen Verstellkraft durch Änderung der
Spannung der Reglerfeder durch regelbaren Flüssigkeitsdruck beeinflußt wird..
Nach der Erfindung ist am unteren Ende
der Verstellspindel, an welcher mittels der Muffe die Reglergewichte aufgehängt sind, ein
ίο Kolben befestigt, und auf die untere Fläche
dieses Kolbens wirkt ein der Feder entgegenwirkender regelbarer Luftdruck ein. Um den
durch das Entweichen von Druckluft aus dem Raum unter dem Kolben entstandenen
Verlust auszugleichen, wird nach einer Ausführungsform der Erfindung der Zufluß der
Druckluft nach dem Zylinder des Kolbens durch ein Ventil gesteuert, das durch ein bewegliches Organ (z. B. einen Kolben oder eine
.20 Membran) nach Maßgabe des Druckunterschiedes auf beiden Seiten dieses Organs bewegt
wird. '
Das bewegliche Organ kann so eingerichtet sein, daß es einen Schieber steuert, der die
Verbindung des unteren Zylinderraumes mit der Außenluft durch eine Austrittsöffnung
herstellt, wenn mittels des Hahnes die Druckluft aus dem oberen Zylinderraum abgelassen
wird.
Fig. ι stellt eine zum Teil schematisch gehaltene
und zum Teil im Schnitt gezeigte Ausführungsform einer Regelungseinrichtung
nach dieser Erfindung dar.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach A-A in Fig. 1 und
Fig. 3 ein ähnlicher Schnitt nach B-B in
Fig. i.
Nach der Zeichnung ist die auf Geschwindigkeit ansprechende Vorrichtung im allgemeinen ein gewöhnlicher Fliehkraftregler, der
aber so eingerichtet ist, . daß er sich dem
Zwecke dieser Erfindung anpaßt. Dabei dient eine durch eine Flüssigkeit angetriebene Vorrichtung
zum Ändern des Widerstandes, der dem Ausschlag der Schwunggewichte entgegenwirkt,
wobei die durch die Flüssigkeit angetriebene Vorrichtung von Hand bedient wird,
und die Regelungsvorrichtung in einiger Entfernung von der auf Geschwindigkeit ansprechenden
Vorrichtung aufgestellt ist.
Bei der gezeichneten Ausführungsform befindet sich auf der Hülse 2 des Gehäuses 1
eine drehbare Muffe 3 mit einem flanschartigen Kopfteil 4. Über diesem befindet sich
ein entsprechender Flanschring 5, der um eine Stange 6 drehbar, aber gegen achsiales
Verschieben gesichert ist. Die Stange 6 tritt durch den Oberteil 7 des Gehäuses 1 hindurch
und ist im Lager 8 geführt; ihr vorstehendes Ende 9 ist. mit einem Hebel 10 verbunden,
der bei 11 an einem Arm 12 des Gehäuses
gelagert ist. Das freie Ende 13 des Hebels
10 kann an der gewöhnlichen Ventildrosselvorrichtung oder an einem ölrelais befestigt
sein. An den Flanschen 4 und 5 sind die Gelenke 14 und 15 der Schwuriggewichte 16
befestigt. Am . unteren Ende der Stange 6 befindet sich ein Kolben 17, der in zweckentsprechender
Weise abgedichtet ist und in einem Zylinder 18 gleitet. Dieser bildet nach
der Zeichnung einen Teil des Gehäuses 1.
Ein Absatz 19 der Stange 6 dient als Widerlager für eine innerhalb der Hülse 2 angeordnete
Druckfeder 20; das andere Ende der Feder legt sich gegen den Boden 21 der
Hülse 2. An der Muffe 3 ist mittels Keil 22 ein Zahnrad 23 befestigt, das mit dem Antriebszahnrad 24 der Reglerwelle 25 in Eingriff
steht. Für gewöhnlich drängt die Feder 20 die Spindel 6 und den Kolben 17 nach
unten, um dadurch die Kraftmittelzufuhr und somit dis Geschwindigkeit der Treibmaschine
zu verringern. Wenn aber auf den Kolben von unten ein Druck ausgeübt wird, der der
Feder 20 entgegenwirkt, so wird die Spindel 6 und der Flanschring 5 gehoben und dadurch
die Kraftmittelzufuhr vergrößert. Wenn z. B. die Schwunggewichte 16 zu Anfang die in
voll ausgezogenen Linien angedeutete Stellung einnehmen, würde die Treibmittelzufuhr verringert
sein, und die Treibmaschine hat. das Bestreben, mit geringerer Geschwindigkeit zu
laufen; haben dagegen die Schwunggewichte zu Anfang die in Fig. 1 punktiert angedeutete
Stellung, so hat die Treibmaschine infolge der vermehrten Treibmittelzufuhr das Bestreben,
schneller zu laufen. Durch die Verschiebung der Stange 6 lassen sich also beliebige Geschwindigkeiten
erzielen.
Es soll nun eine Einrichtung beschrieben werden, mittels welcher die Verstellung des
Kolbens durch eine Druckflüssigkeit erzielt wird.
Dem Behälter 26 wird durch ein Rohr 27 Druckluft zugeführt; er kann mit einer Kammer
28 im Gehäuse 29 in Verbindung gebracht werden, um Druckluft durch das Rohr 30 in den Zylinder 18 auf die Unterseite des
Kolbens 17 zu leiten. Die Verbindung zwischen dem Behälter 26 und der Kammer 28
ist für gewöhnlich durch ein Ventil 32 unterbrochen, das durch eine Feder 46 und den
vom Behälter 26 ausgehenden Druck gegen seinen Sitz gehalten wird. Eine Stange 33
des Ventilkörpers 32 ragt in die Kammer 28 hinein, um das Ventil zwangsweise öffnen zu
können. Die Kammer '28 steht mit einem Zylinder 34 in Verbindung, in dem sich ein
Kolben oder eine Membran 36 befindet, auf deren anderer Seite der Druck eines Hilfsbehälters
38 lastet. Beide Räume stehen durch das Rohr 39 in Verbindung. In dem Rohr 41,
das den Hauptbehälter 26 und den Hilfsbehälter 38 verbindet, befindet sich ein Dreiweghahn
40, der den Hilfsbehälter 38 mit der Außenluft oder mit dem Hauptbehälter 26 verbinden kann. Eine mit dem Kolben 36
verbundene Stange 42 trägt einen durch die Feder 45 belasteten Schieber 43, der für gewöhnlich eine in dem Gehäuse 29 befindliche
Austrittsöffnung 44 abschließt.
Läuft die Treibmaschine mit einer gegebenen Geschwindigkeit und soll diese erhöht werden,
so dreht man den Hahn 40 so, daß Druckluft aus dem Hauptbehälter 26 in den Behälter
38 und in die Kammer 37 fließt; der Kolben 36 bewegt sich darin in Richtung des
Pfeiles in Fig. 1. Zunächst sperrt der Schieber 43 die Auslaßöffnung 44 ab, alsdann stößt
die Stange 42 auf den Ventilansatz 33 und drangt das Ventil 32. von seinem Sitz, so daß
Druckluft aus dem Hauptbehälter 26 nach dem Zylinder 28 und durch das Rohr 30 in
den Zylinder 18 unter den Kolben 17 strömt und ihn nebst "Spindel 6 anhebt. Hierdurch
wird das Einlaßventil weiter geöffnet, so daß die Geschwindigkeit der Treibmaschine zunimmt. Sollte im Betriebe ein Druckabfall
in der Kammer 28 eintreten, so wird infolge der Änderung des Druckes in den Kammern 34
und 37 das Ventil 32 von der Stange 42 geöffnet und so lange Druckluft in den Raum 28,
das Rohr 30 und in den Zylinder 18 strömen gelassen, bis hier der im Raum 37 vorhandene
Druck erreicht ist.
Wenn nun die Geschwindigkeit der Treibmaschine verringert werden soll, so dreht man
den Dreiweghahn 40 in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung, so daß aus der Kemmer 37
die Druckluft abgelassen wird; infolgedessen hebt der in der Kemmer 34 vorhandene Druck
den. Kolben 36 und mit ihm den Schieber 43 in einer der Pfeilrichtung entgegengesetzten
Richtung. Hat der Schieber 43 die Austrittsöffnung 44 freigelegt, so entweicht die Druckluft
aus der Kammer 28, dem Rohre 30 und aus dem Zylinder 18. Die Feder 20 drückt
die Stange 6 und die Traverse 5 nach unten, und das Einlaßventil wird geschlossen.
Natürlich kann die hier veranschaulichte Einrichtung in Verbindung mit einer Treibmaschine
beliebiger Art ohne Rücksicht auf die besondere Treibkraft verwedet werden, und es ist somit die Erfindung keineswegs auf die
Verwendung bei irgendeinem besonderen Kraftantrieb oder bei irgendeiner bestimmten Ausführung
der Regelungsvorrichtung beschränkt. Vielmehr lassen sich innerhalb des Rahmens
der Erfindung alle möglichen Änderungen treffen.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum Verändern der Umdrehungszahl einer Kraftmaschine vermittels eines Reglers, dessen Verstellkraft durch Änderung der Spannung der Reglerfeder durch regelbaren Flüssigkeitsdruck beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daßam unteren Ende der Verstellspindel (6), an welcher mittels der Muffe (5) die Reglergewichte (16) aufgehängt sind, ein Kolben (17) befestigt ist, auf dessen untere Fläche ein den Gewichten entgegenwirkender regelbarer Luftdruck einwirkt..
- 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß der Druckluft nach dem Zylinder des Kolbens (17) durch ein" Ventil (32) gesteuert wird, das durch ein bewegliches Organ (Kolben oder Membran) (36) nach Maßgabe des Druckunterschiedes auf beiden Seiten dieses Organs bewegt wird, zum Zwecke, den durch das Entweichen von Druckluft aus dem Raum unter dem Kolben (17) entstandenen Verlust auszugleichen.
- 3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Organ (36) einen Schieber (43) steuert, der die Verbindung des unteren Zylinderraumes (34) mit der Außenluft durch eine Austrittsöffnung (44) herstellt, wenn mittels des Hahnes (40) die Druckluft aus dem oberen Zylinderraum (37) abgelassen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260445C true DE260445C (de) |
Family
ID=518086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260445D Active DE260445C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260445C (de) |
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0
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