DE259282C - - Google Patents

Info

Publication number
DE259282C
DE259282C DENDAT259282D DE259282DA DE259282C DE 259282 C DE259282 C DE 259282C DE NDAT259282 D DENDAT259282 D DE NDAT259282D DE 259282D A DE259282D A DE 259282DA DE 259282 C DE259282 C DE 259282C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
loading
height
angle
base
goods
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT259282D
Other languages
English (en)
Publication of DE259282C publication Critical patent/DE259282C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D3/00Charging; Discharging; Manipulation of charge
    • F27D3/0033Charging; Discharging; Manipulation of charge charging of particulate material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 259282 KLASSE 80 c. GRUPPE
FRIEDRICH C.W.TIMM in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. November 1911 ab.
Beim Brennen von kleinstückigem oder mehligem Gute, welches durch Anfeuchten zu Krümeln zusammengeballt wurde, haben Ungleichförmigkeiten in der Verteilung der Zwischenräume bei Ausführung des Brandes durch in der Beschickung fein verteilten Brennstoff trotz geringer Höhe der Beschickung ein mangelhaft gebranntes Erzeugnis zur Folge, und zwar besonders dann, wenn es sich um Stoffe mit
ίο hohem Wärmebedarf handelt, z. B. Zement, Kalk, Magnesit, Dolomit o. dgl. Bei diesen Stoffen verlangt die Austreibung der Kohlensäure so viel Wärme und eine entsprechend lang andauernde Erhitzung der Beschickung, daß dichter gelagerte Stellen mit geringerem Durchtrittsquerschnitt für die Gase mehr und mehr zurückbleiben und nicht richtig gar gebrannt werden.
Es hat sich nun herausgestellt, daß Fehlbrande auf Grund der genannten Ursache vermieden werden können, wenn die Beschickung so erfolgt, daß die Endfläche des Gutes (die Beschickungsfläche) unter einem Winkel geneigt ist, der kleiner als der Böschungswinkel ist, und wenn dabei die Zuführung auf die ganze Beschickungsfläche erfolgt.
Erfolgt die Beschickung auf einer Länge I (Fig. 1) beispielsweise durch ein feststehendes Sieb, und nennt man c die Guthöhe, die auf der Brennunterlage G in einer Sekunde sich ansammelt, ferner ν die Geschwindigkeit, mit der sich die Brennunterlage bewegt, und d die gesamte Schütthöhe, so ergeben sich zwischen diesen Größen folgende Beziehungen:
Der Punkt A, in dem die Beschüttungshöhe noch =0 ist, braucht zum Zurücklegen der Strecke Z die Zeit t:
In dieser Zeit t fällt auf ihn dauernd Gut, so daß sich seine Schütthöhe in jeder Sekunde um c vergrößert. In der Zeit t beträgt die Gesamtschütthöhe d:
d = c-t = C'
40
45
Der Winkel a, den die Fläche A B (die Beschickungsfläche) mit der Unterlage bildet, ist bestimmt durch
Aß.
Erfolgt die Beschickung nicht durch ein feststehendes Sieb, sondern durch eine hin und her gehende Vorrichtung, wie z. B. in Fig. 2 dargestellt ist, so ändert sich an obigen Beziehungen nichts, wenn man unter c die Guthöhe versteht, die sich durchschnittlich in einer Sekunde auf der Unterlage ansammelt. Durch Änderung der Größen I, c oder ν hat man es in der Hand, bei gleichbleibender Gesamtschütthöhe d den Winkel α zu ändern.
Die Abbildung in Fig. 2 veranschaulicht beispielsweise eine Vorrichtung zur Ausführung eines derartigen Beschickungsverfahrens. Die Beschickung wird aus dem Behälter A durch einen Rüttelschuh B o. dgl. entnommen, auf
eine feste Rutsche C und von dieser auf eine an Stangen E aufgehängte bewegliche Rutsche!) geleitet. Die Bewegung von D in die Lage D' (D D' ist der Beschickungsweg) und umgekehrt erfolgt durch ständigen Hin- und Hergang eines Seiles F. Dadurch breitet sich die Beschickung auf der Unterlage G unter dem kleineren Winkel aus, wenn entweder G in der Pfeilrichtung oder die gesamte Zuteilung in
ίο entgegengesetzter Richtung bewegt wird. G ist die Unterlage, auf der die Beschickung gebrannt wird.
Durch Ausführung der Beschickung nach dem beschriebenen Verfahren vermeidet man ein regelloses Vorrollen der auf der Unterlage G ruhenden Masse, wie solches sonst wegen der unvermeidlichen Erschütterungen eintritt. Die Folge eines solchen Vorrollens ist aber eine verschieden dichte Lagerung der Be-Schickung und damit der eingangs beschriebene Fehlbrand. Gerade bei feinkörnigem, angefeuchtetem Gute macht sich dann, wenn die Beschickung steiler liegt, die Erscheinung nachteilig bemerkbar, daß sich größere Zusammenballungen bilden und als solche herunterrollen. Eine solche Zusammenballung ist an der neuen Stelle, wo sie zur Ruhe kommt, mit verhältnismäßig viel leerem Raum umgeben, der die Gase nur zum Umspülen, aber nicht zum Eindringen in das Innere veranlaßt. Deshalb muß das Auftreten einer solchen Erscheinung vermieden werden. Weniger schädlich ist es indessen, wenn sich die aufgegebene Beschickung oder einzelne runde Stückchen davon infolge Abgleitens von der Zuführungsfläche bei ihrem Auftreffen auf die Schräge noch etwas vorwärts bewegen, weil dadurch die gleichmäßig dichte Lagerung in den einzelnen horizontalen Schichten nicht gestört wird.
Die abgebildete Vorrichtung läßt sich natürlich stark abändern. So kann man? die Rutsche D z. B. als Sieb, gelochtes Blech o. dgl. ausführen und sie sogar bei geeigneter Beschaffenheit des Gutes feststellen, wenn die Lochung so gewählt wird, daß die Beschickung auf der ganzen schrägen Fläche des Siebes D gleichmäßig erfolgt. Man kann das Verfahren auch so ausüben, daß die Beschickung in mehreren Lagen, statt der beschriebenen einen, angeordnet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Beschicken von Brennöfen mit kleinstückigem Gute in gleichmäßiger Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Beschickungsfläche und einer wagerechten Ebene gebildete Winkel kleiner als der Böschungswinkel ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT259282D Active DE259282C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE259282C true DE259282C (de)

Family

ID=517031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT259282D Active DE259282C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE259282C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944778C (de) * 1950-08-15 1956-06-21 Rudolf Pels Leusden Dipl Ing Brennstoff-Beschickungseinrichtung fuer Brennoefen, insbesondere fuer solche der keramischen Industrie
EP0787809A1 (de) * 1996-01-31 1997-08-06 Nkk Corporation Vorrichtung zur Beschickung einer Sinteranlage mit Rohsintermischung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE944778C (de) * 1950-08-15 1956-06-21 Rudolf Pels Leusden Dipl Ing Brennstoff-Beschickungseinrichtung fuer Brennoefen, insbesondere fuer solche der keramischen Industrie
EP0787809A1 (de) * 1996-01-31 1997-08-06 Nkk Corporation Vorrichtung zur Beschickung einer Sinteranlage mit Rohsintermischung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102014015552A1 (de) Vorrichtung zur Verbesserung von rohen Pellets und Pelletierprozess
DE259282C (de)
DE1283200C2 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Pellets
DE1223347B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren eines pulverfoermigen Materials
DE2461402B2 (de) Vorrichtung zum Beschicken eines Schachtofens mit wenigstens zwei verschiedene TeilchengröOen aufweisenden Feststoffpartikeln
DE1758637B1 (de) Vorrichtung fuer die Begichtung von Schachtoefen
DE2602285A1 (de) Verfahren zum sintern feinkoernigen materials, insbesondere eisenerzes
DE246077C (de)
DE522573C (de) Reinigung der Abgase bei Carbiderzeugungsoefen
DE2220955A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Reduktionsroesten feinverteilter nickelhaltiger Laterit- und Garnieriterze
DE652517C (de) Verfahren zur Gewinnung von Magnesium, Zink und anderen fluechtigen Metallen durch Reduktion ihrer Verbindungen mit Hilfe von Kohle
DE2500784B2 (de) Doppelstock-Mischsilo
DE2132949C3 (de) Verfahren zum Klassieren von Pellets
DE263673C (de)
US1610424A (en) Method of handling material to be sintered
DE1167766B (de) Anwendung des Luftsetzverfahrens zum Trennen von Sinterdolomit und Sintermagnesit
DE673130C (de) Sintertrommel mit ausserhalb der Trommel angeordneter Beschickungseinrichtung
DE276424C (de)
DE318329C (de)
DE1209132B (de) Verfahren zum Agglomerieren von feinteiligen Eisenerzen
DE1546640C (de) Verfahren zum Hanen von Briketts
DE274012C (de)
DE1948467C3 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von pulverförmigem gebranntem Kalk
DE263050C (de)
DE890785C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von feinkörnigem Brennstoff in Schwel- oder Koksöfen