DE259183C - - Google Patents

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DE259183C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D29/00Hand looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft einen Handweberahmen mit senkrecht verlaufender Webkette zur Herstellung von Kunstgeweben, wie Kilim, Knüpfteppiche u. dgl., bei welchem die Kette aus einem fortlaufenden Faden gebildet wird.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der fortlaufende Kettenfaden unmittelbar über einen festen und einen zum Nachspannen
ίο der Kette durch Schrauben o. dgl. bewegbaren Querbalken des Rahmens geführt wird, wobei der hinter den Querbalken liegende, als Vorrat dienende Teil der Kette durch einen weiteren Querbalken aus dem Bereich der Fachbildungsvorrichtung gehalten wird.
Sowohl durch diese eigenartige Fadenführung der Kette wie auch durch die Einrichtung zum Nachspannen der Kette unterscheidet sich der vorliegende Handweberahmen von bekannten, zur Mattenfabrikation dienenden Handweberahmen, bei welchem die Kette ebenfalls aus einem fortlaufenden Faden gebildet ist, der aber zwischen am oberen und unteren Querbalken angebrachten Haken, ösen ο. dgl. hin- und hergeführt wird, und von solchen Handweberahmen mit Ketten- und Warenbaum, bei welchem der eine Baum nachstellbar gelagert ist.
Der vorliegende Weberahmen gestattet die Herstellung von Geweben, deren Länge doppelt so groß ist wie die Entfernung der Querbalken des Weberahmens. Die Fadenentfernung der Kette in Anpassung an die herzustellenden Gewebe kann ganz beliebig gewählt werden.
Um diese wichtige Unabhängigkeit der Fadenentfernung der Kette nicht durch die Vorrichtung zur Fachbildung zu stören, ist diese durch zwei obere und zwei untere, vor und hinter den vorderen Kettenfäden zum Schuß parallel liegende Stangen gebildet, die durch Hebelrahmen, Stirnplatten o. dgl. verbunden sind, welch letztere um zentrische Zapfen drehbar sind. Die zur unmittelbaren Bearbeitung bestimmten vorderen Kettenfäden sind abwechselnd durch zwischen den oberen und unteren Stangenpaaren eingeknüpfte ösen (Litzen) gezogen, so daß durch Vor- oder Rück- ■ wärtsdrehung des Korbes die Fachbildung erfolgt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι zeigt eine .schaubildliche Rückansicht des Handweberahmens, Fig. 2 die Art der Fachbildung.
Der Handweberahmen besteht aus den mit entsprechenden Füßen 1 versehenen seitlichen Ständern 2, welche durch die Querbäume 3, 4 und 5 verbunden sind. Ein Querriegel 6 dient zur weiteren Versteifung der beiden Ständer 2. Der obere Querbaum 3 ist in Schlitzen 2a der Ständer 2 verschiebbar und wird in diesen Schlitzen durch Stifte 7 o. dgl. gehalten. Der untere Querbaum 5 ist ebenfalls in Schlitzen 2* der Ständer 2 verschiebbar und kann durch Schrauben 8 bewegt werden,
welche an dem festen Querriegel 6 befestigt sind.
Der fortlaufende Kettenfaden 9 wird um die Querbäume 3, 4 und 5 herumgelegt, und das vordere und hintere Ende des Kettenfadens wird an einem der Querbäume 3, 4 oder 5 befestigt. Diese so gebildete Kette wird durch Anziehen der Schrauben 8 mit Hilfe des Querbaumes 5 entsprechend gespannt. Der Querbaum 4, welcher auf der Rückseite des Rahmens liegt, hat dabei den Zweck, den als Vorrat dienenden, auf der Rückseite des Rahmens liegenden Teil der Kette aus dem Bereich der zur Fachbildung dienenden Vorrichtung zu bringen.
Die zur Fachbildung dienende Vorrichtung besteht aus vier Stangen a, a!', b, b', von denen je zwei α und b übereinander vor dem zur unmittelbaren Bearbeitung bestimmten vorderen Teil ga der Kette 9 liegen, während die beiden anderen a', V ungefähr in gleicher Entfernung und Höhe hinter dem vorderen Teil ga der Kette 9 liegen. Diese Stangen a, a', b, V sind durch Stirnplatten 10 korbartig verbunden, welche Stirnplatten ihrerseits um in den seitlichen Ständern 2 befestigte zentrische Stifte 11 drehbar sind. Zwischen die Stangen a, a' und b, b' sind Litzen mit ösen 12 eingeknüpft, und es sind die vorderen Kettenfäden ga abwechselnd durch eine zwischen den oberen Stangen a, a' und durch eine zwischen den unteren Stangen b, b' befestigte Öse 12 geführt. Bei einer Drehung des aus den Stangen a, a', b, b' und den Stirnplatten 10 gebildeten Korbes um die Zapfen 11 nach vorwärts oder rückwärts wird in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise das Fach gebildet.
Diese Drehung des Korbes geschieht durch an den Stirnplatten 10 bei ioa befestigte Schnüre 13, welche über an dem Querriegel 6 befestigte Rollen 14, 15 geführt sind und an ihren unteren Enden steigbügelartige Fußösen 17 tragen. Da eine der Schnüre 13 an der hinteren Seite der einen Platte 10 und die andere der Schnüre an der anderen Platte 10, und zwar an der vorderen Seite derselben befestigt ist, so wird durch abwechselndes Niederdrücken der Fußbügel - 17 der zur Fachbildung dienende Korb nach vorwärts oder rückwärts gedreht, so daß eine dementsprechende abwechselnde Fachbildung erfolgt.
Ist der zur Verfügung stehende vordere Teil ga der Kette voll gewebt, so wird der Spannbalken 5 gelockert, das vordere und hintere Ende des durchlaufenden Kettenfadens von dem betreffenden Querbalken gelöst und die Kette entsprechend nachgezogen, so daß ein weiteres freies Stück der Kette voll gewebt werden kann. Nach Fertigstellung der erforderlichen Länge wird die Kette auf der Rückseite durchschnitten und somit das Gewebe von dem Rahmen entfernt.
Es sei noch erwähnt, daß das Nachspannen der Kette gegebenenfalls auch mittels des oberen Querbalkens 3 oder des rückwärtigen Querbalkens 4 erfolgen kann, wozu diese in entsprechender Weise mit Spannschrauben o. dgl. auszurüsten wären.
Es ist erkennbar, daß sich der vorliegende Handweberahmen durch außerordentliche Einfachheit auszeichnet, daß infolge der eigenartigen Führung des Kettenfadens die Entfernung der Kettenfäden voneinander ganz beliebig gewählt werden kann und diese Unabhängigkeit der Entfernung der Kettenfäden auch durch die benutzte Vorrichtung zur Bildung des Faches in keiner Weise gestört wird. Der vorliegende Weberahmen gestattet infolge der eigenartigen Führung des fortlaufenden Kettenfadens die Herstellung von Geweben in einer Länge, welche doppelt so groß ist als die Höhe des Handweberahmens.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Handweberahmen zur Herstellung von Kunstgeweben, wie Kilim, Knüpfteppiche o. dgl., bei welchem die Kette aus einem fortlaufenden Faden gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der fortlaufende Kettenfaden über einen festen (3) und einen zum Nachspannen der Kette durch Schrauben (8) o. dgl. bewegbaren Querbalken (5) des Rahmens geführt wird, wobei der hinter den Querbalken (3, 5) liegende, als Vorrat dienende Teil der Kette (9) durch einen weiteren Querbalken (4) aus dem Bereich der Fachbildungsvorrichtung gehalten wird.
2. Handweberahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur unmittelbaren Bearbeitung bestimmten, vor den Querbalken (3, 5) liegenden Kettenfäden^) abwechselnd durch obere und untere, zwischen parallel zum Schuß vor und hinter den vorderen Kettenfäden liegenden Stangen (a, a' bzw. b, V) geknüpfte Litzen mit Ösen (12) gezogen sind, welche Stangen durch um zentrische Stifte (11) drehbare Stirnplatten (10) o. dgl. verbunden sind, so daß die Fachbildung durch eine Vor- no oder Rückwärtsdrehung des so gebildeten Korbes erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE259183C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3347281A (en) * 1965-08-05 1967-10-17 William K Stars Hand loom
DE2814483A1 (de) * 1977-04-15 1978-10-19 Couespel Lucien Verfahren zum einsetzen und vorbereiten der kette fuer den webvorgang auf einem webstuhl

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3347281A (en) * 1965-08-05 1967-10-17 William K Stars Hand loom
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