DE258002C - Vorrichtung für Spulmaschinen zum Befestigen des Fadenendes an fertig gewickelten Schiffchenspulen für Stickmaschinen - Google Patents
Vorrichtung für Spulmaschinen zum Befestigen des Fadenendes an fertig gewickelten Schiffchenspulen für StickmaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~JVI 258002 KLASSE 76 d. GRUPPE
ANTON ROTTER in RORSCHACH, Schweiz.
Schiffchenspulen für Stickmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1912 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Befestigen des Fadenendes
an fertig gewickelten Schiffchenspulen für Stickmaschinen.
Vorrichtungen dieser Art sind bereits mehrfach bekannt geworden, doch haben die meisten
den Nachteil, daß sie einerseits zu kompliziert sind und deshalb nicht immer sicher
wirken, anderseits eine Festlegung des Fadenendes nur unter Vermittlung von Hilfsmitteln
erzielen, die von den Schlußwindungen überdeckt werden und alsdann unter diesen hervorgezogen
werden müssen; durch dieses Herausziehen der Hilfsmittel werden aber die
Schlußwindungen wieder locker und können von den Spulen abrutschen. Es zeigen also
alle diese bekannten Vorrichtungen Nachteile, welche ein sicheres und dauerndes Festlegen
des Fadenendes beeinträchtigen.
Gemäß vorliegender Erfindung soll nun ein sicheres und dauerndes; Befestigen des Fadenendes
mit einfachen Mitteln in der Weise erzielt werden, daß beim Binden der gewickelten
Spule auf der Spulmaschine der Endfaden zuerst zum Teil auf ein um die Spule greifendes
Organ und dann zum Teil auf die Spule selbst aufgewickelt wird, und daß hierauf
die auf das erwähnte Organ aufgebrachten Anfangswindungen auf die auf die Spule gelegten
Schlußwindungen abgestreift und so diese letzteren durch die Anfangswindungen überdeckt und festgehalten werden. Der Endfaden
der Spulenbindung wird außerhalb der Längsmitte der von beiden Enden gegen die Mitte konisch ansteigenden Spule auf das erwähnte
Organ und die Spule gelegt. Nach dem Abstreifen der Anfangswindungen auf die Schlußwindungen werden beide Windungen auf
die Mitte der Spule geschoben.
Die Vorrichtung hat eine auf dem Spuldorn der Spulmaschine verschiebbar gelagerte Hülse
und ein über die Hülse bewegliches Fangorgan, die in der Weise zusammenwirken, daß die
Hülse nach Fertigwicklung einer Spule bzw. vor Beginn der Bindung derselben über die
Spule geschoben wird, so daß die Anfangswindungen der Bindung auf die Hülse zu liegen kommen, und daß sie hierauf wieder
zurückbewegt wird, so daß die Schlußwindungen der Bindung auf die Spule selbst neben
die Längsmitte derselben zu liegen kommen; hierauf wird bei der Verschiebung der Spule
durch den Abstreifer auf dem Spuldorn die Hülse wiederum über die Spule geschoben
und das Fangorgan alsdann über die Hülse bewegt, um die auf derselben befindlichen
Anfangswindungen beim Rückgang des Abstreifers von der Hülse abzustreifen und auf
die Schlußwindungen der Spule zu legen. Alsdann wird, während nach Fertigwicklung einer
neuen Spule die Hülse zur Aufnahme der Anfangswindungen über dieselbe geschoben wird,
das Fangorgan über eine auf dem Ende des Spuldorns sitzende, bereits gebundene Spule
bewegt, wobei es die Anfangs- und Schlußwindungen dieser Spule auf die Mitte derselben
schiebt.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise
Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt . .
Fig. ι dieselbe im Grundriß und
Fig. 2 in Stirnansicht;
Fig. 3 und 4 zeigen einen Bestandteil im Schnitt und in Ansicht;
Fig. 2 in Stirnansicht;
Fig. 3 und 4 zeigen einen Bestandteil im Schnitt und in Ansicht;
Fig. 5 bis 8 zeigen Teile der Vorrichtung im Aufriß in verschiedenen aufeinander folgenden
Arbeitsstellungen zum Teil im Schnitt und
Fig. 9 bis 17 einige dieser Teile in weiteren aufeinander folgenden Arbeitsstellungen.
Die Erfindung ist an einer Spulmaschine zur Herstellung von Stickmaschinenschiffchenspulen
gezeigt, von welcher der Einfachheit halber nur die zum Verständnis der Wirkungsweise
der Vorrichtung nötigen Teile dargestellt sind. Es bezeichnet 1 den von der in
einem festen Böckchen 2 unverschiebbar gelagerten, drehbaren Spuldornwelle 1' getragenen
Spuldorn, 3 den auf der schwingbaren Achse 4 sitzenden Fadenleiter, 5 den Hilfsfadenleiter,
der an einem Böckchen 6 schwingbar gelagert ist, an seinem zum Spuldorn gleichgerichteten Arm einen Einschnitt 7 und
an dem zum Spuldorn quergerichteten Arm eine nach unten ragende Nase 8 aufweist (Fig. i, 2 und 3). Auf dem Spul dorn 1 ist
der ringförmige Abstreifer 9 verschiebbar gelagert, der an seinem äußeren Ende eine längsgeschlitzte,
federnde, zylindrische Hülse 10 mit papierdünner Wandung trägt. In eine
Ringnut 9' am Abstreifer 9 greift das gabelförmige Ende des Abstreiferarmes 11, welcher
auf der Abstreiferstange 12 sitzt. Diese letztere ist zum Spuldorn 1 gleichgerichtet und
in ihrer Längsrichtung verschiebbar; sie erhält ihre Verschiebung von einer Hubscheibe 13
aus, gegen deren Umfang sie mit einer Rolle 14 unter Wirkung einer Druckfeder 15 anliegt.
Die Hubscheibe sitzt auf einer Welle 16, die nur zeitweise in Drehung versetzt wird, und
besitzt einen konzentrischen Hubteil 17, eine Rast 18 und einen exzentrischen Hubteil 19
(Fig. 5)·
An der Abstreiferstange 12 ist eine Zunge 20 gleichgerichtet befestigt, die an ihrem
äußeren Ende eine Keilfläche 21 aufweist, welche mit der Nase 8 des Hilfsfadenleiters
zusammen arbeitet. Ferner ist mit dem Abstreiferarm 11 eine Schiene 22 verbunden, die
ebenfalls zur Abstreiferstange 12 gleichgerichtet ist und an ihrer dem Spuldorn abgekehrten
Seite zwei Ausschnitte 23 und 24 aufweist (Fig. 1). Auf der Schiene 22 ist eine
zweite Schiene 25 gelagert, die eine durch in der Schiene 22 befestigte und durch Schlitze in
der Schiene 25 ragende Schrauben 27 begrenzte Verschiebbarkeit im Sinne ihrer Länge
und an ihrer äußeren über die Schiene 22 vorspringenden Längskante zwei über den
Ausschnitten 23 und 24 liegende und mit diesen zusammenwirkende Ausschnitte 28 und 29
j besitzt (Fig. 1). Hierbei sind die Ausschnitte 23 und 24 etwas größer als die zugehörigen
Ausschnitte 28 und 29. Um einen festen senkrechten Zapfen 30 ist ein Träger 31 drehbar
gelagert, der einen mit einer Rolle 32' ausgerüsteten Arm 32 und einen an seinem
gabelförmig gestalteten Ende mit einem als Bürste ausgebildeten Einsatz ausgerüsteten
Hebel 33 aufweist. Die Borsten 33' der Bürste sind in der aus Fig. 2 ersichtlichen
Weise in Büscheln am Hebel 33 befestigt; sie sind kurz und kräftig gehalten. Eine Zugfeder
34, die an den Träger 31 angreift, bewirkt, daß der Trägerarm 32 mit seiner Rolle
32' stets gegen die äußere Längskante der beiden Schienen 22, 25 anliegt.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist nun die folgende:
Es ist angenommen, daß sich bereits eine fertig gewickelte und mit Bindung (Anfangsund
Schluß windung) ausgerüstete Spule auf dem äußeren Ende des Spuldorns befindet, wobei die Bindung jedoch noch hinter der
Spulenmitte liegt. Bei Beginn der Herstellung einer weiteren Spule nehmen die Teile der
Spulmaschine und der Vorrichtung die aus Fig. ι und 2 ersichtliche Lage ein, der Spuldorn
ι dreht sich, der Fadenleiter 3 wird hin und her geschwungen und der Spulenfaden
wird auf den Dorn aufgewickelt. Während der Wicklung dieser zweiten (hinteren) Spule
dreht sich die Welle 16 nicht, und die Stange
12 befindet sich in ihrer innersten Stellung,
d. h. sie liegt mit der Rolle 14 gegen den niedersten Teil der Hubscheibe 13 an, und
zwar liegt die Rolle vor dem oben befindlichen Hubteil 17 an. Sobald die Spule die
gewünschte Dicke erreicht hat, wird in bekannter Weise durch nicht dargestellte Mittel
die Stillsetzung des Spuldorns und des Fadenleiters 3 eingeleitet, während die Welle 16 in
der Pfeilrichtung der Fig. 5 in Umdrehung versetzt wird. Der Hubteil 17 der Hubscheibe
13 beginnt nun auf die Stange 12 einzuwirken
und verschiebt dieselbe, wobei der Abstreiferarm 11 seinerseits den Abstreiferring 9 mit
Hülse 10 auf dem Spuldorn verschiebt. Hierbei wird die Hülse 10 unter Ausfederung so
weit über die fertig gewickelte Spule gescho^ ben, daß das freie Ende der Hülse neben
bzw. hinter die Längsmitte der Spule zu liegen kommt (Fig. 5 und 13). In dieser Lage verbleibt
der Ring 9 mit Hülse 10 so lange, als die Rolle 14 gegen den konzentrischen Umfang
des Hubteiles 17 der Scheibe 13 anliegt.
Mit der Verschiebung der Hülse 10 über die hintere Spule fällt die Rolle 32' des Trägerarmes
32 zum Teil in die zueinander versetzten Ausschnitte 23 und 28 an den mit dem Abstreifer 11 sich bewegenden Schienen 22
und 25 und verschiebt hierbei die Schiene 25
um so viel nach links (Fig. i), bis sich der Ausschnitt 28 mit dem Ausschnitt 23 deckt,
worauf die Rolle gänzlich in beide Ausschnitte 23 und 28 fällt (Fig. 9) und damit
bewirkt, daß der Hebel 33 in eine rechtwinklige Lage zum Spuldorn, d. h. mit der Bürste
33' über die vordere Spule geschwungen wird und hierbei die auf derselben außerhalb der
Längsmitte der Spule liegenden Anfangs- und Schlußwindungen auf die Mitte der Spule,
also den dicksten Teil derselben schiebt (Fig. 13). Unter der nach vorn gerichteten
federnden Wirkung der Borsten der Bürste 33' und unterstützt durch die Drehung des
Spuldorns werden die Anfangswindungen gleichmäßig über die Schlußwindungen verteilt und
dieselben damit gänzlich gedeckt; es werden die Schlußwindungen auf diese Weise derart
festgehalten, daß sie sich unbeabsichtigt nicht loslösen können.
Mit der Verschiebung der Hülse 10 über die hintere Spule wird aber auch durch die auf
die Nase 8 des Hilfsfadenleiters 5 wirkende Keilfläche 21 der mit der Stange 12 vorbewegten
Zunge 20 der Hilfsfadenleiter nach oben geschwungen (Fig. 6), wobei der Spulenendfaden
in den neben bzw. hinter der Mitte der Spule liegenden Einschnitt 7 am Hilfsfadenleiter
zu liegen kommt und durch diesen auf das äußere Ende der Hülse 10 geleitet
und aufgewickelt wird, wo er die Anfangswindung der Spulenbindung bildet (Fig. 5
und 13). Der Hilfsfadenleiter bleibt in der gehobenen Lage, solange die Nase 8 auf der
Keilfläche 21 der Zunge 20 aufliegt. Bei der weiteren Drehung der Welle 16 kommt die
Rolle 14 der Abstreiferstange 12 unter Wirkung der Feder 15 in die Rast 18 an der Scheibe
13 zu liegen, wodurch bewirkt wird, daß die Stange 12 mit Ring 9 und Hülse 10 um so
viel zurückbewegt wird, daß nunmehr der Endfaden neben bzw. hinter die Mitte der
Spule zu liegen kommt bzw. hier als Schlußwindungen der Spulenbindung aufgewickelt
wird (Fig. 7 und 14). Die Zahl der Schlußwindungen ist hierbei kleiner als die Zahl der
auf die Hülse 10 aufgebrachten Anfangswindungen.
Bei der Zurückbewegung der Hülse 10 wird der Hebel 33, indem die Rolle 32' zum Teil
aus den Ausschnitten 23 und 28 tritt, ebenfalls um so viel zurückgeschwungen, daß die
Bürste 33' außer Berührung mit der vorderen Spule kommt. Sind alle diese Vorgänge erfolgt,
so ist der Spuldorn und der Fadenleiter 3 stillgesetzt, während die Welle 16
sich stets in gleicher Richtung weiterdreht.
Nun wirkt der Hubteil 19 der Scheibe 13
auf die Abstreiferstange 12; diese und der Abstreiferarm 11 werden hierbei mit Ring 9 und
Hülse 10 sowie mit Schienen 22 und 25 nach außen bewegt und die hintere Spule, indem
die Hülse 10 bis zum Anliegen des Ringes 9 an der Spule unter Ausfederung über diese
geschoben wird (Fig. 15), durch den Ring 9 auf das äußere Ende des Spuldorns verschoben.
Durch das Aufschieben der Hülse 10 über die Spule bzw. über die auf derselben befindlichen
Schlußwindungen wird ein unbeabsichtigtes Abwickeln derselben während der Verschiebung
der Spule auf dem Spuldorn verhindert. Während dieses letzteren Vorganges
wird der Hebel 33 mit Bürste, indem die Rolle 32' des Armes 32 gänzlich aus den Ausschnitten
23 und 28 tritt, völlig zurückgeschwungen, wobei die Rolle 32' die Schiene 25 nach links verschiebt, so daß die Ausschnitte
23, 28 und 24, 29 wieder zueinander versetzt sind (Fig. 10).
Während der weiteren Auswärtsbewegung des Abstreifers bzw. der Schienen 22 und 25
wird die vordere Spule vom Spuldorn abgestreift und es tritt der Trägerarm 32 mit der
Rolle 32' in die zueinander versetzten Ausschnitte 24 und 29, wobei die Rolle die
Schiene 25 um so viel nach rechts (Fig. 11) verschiebt, daß die Ausschnitte sich wieder
decken und so die Rolle 32' gänzlich in die Ausschnitte 24 und 29 einfallen kann, womit &o
der Hebel 33 mit Bürste 33' über die nunmehr an die Stelle der abgestreiften Spule tretende,
bisher hintere, jetzt vordere Spule, d. h. über die auf diese Spule geschobene Hülse 10 geschwungen
wird und über die auf derselben liegenden Anfangswindungen der Bindung greift (Fig. 8 und 16). Nun beginnt die Rückwärts-
bzw. Einwärtsbewegung der Abstreiferstange 12, indem deren Rolle 14 vom höchsten
Punkt des Hubteiles 19 abfällt. Da der Ausschnitt 24 an .der Schiene 22 größer ist als
der darüberliegende Ausschnitt 29 der Schiene 25 und letztere in ihrer Längsrichtung, wie
erwähnt, ein gewisses Spiel hat, so wird der Hebelarm 33 mit Bürste 33' während der Ver-Schiebung
der Schiene 25 eine kurze Zeit in seiner einwärts geschwungenen Lage unbeeinflußt
stehenbleiben, und werden währenddessen durch die Bürste 33' die Anfangswindungen
auf der Hülse 10 festgehalten (Fig. 16), derart, daß sie von der sich zurückbewegenden
Hülse 10 abgestreift werden und auf die neben bzw. hinter der Spulenmitte liegenden
Schlußwindungen der Spule zu liegen kommen (Fig. 17).
Sobald die Schiene 25 in ihrer Bewegung nach rechts (Fig. 1) durch die Schrauben 27
aufgehalten wird bzw. am Ende der Schlitze für diese Schrauben anstößt (Fig. 12), tritt die
Rolle 32' aus den Ausschnitten 24 und 29 und wird der Träger 31 mit Hebel 33 dadurch
wieder zurückgeschwungen, und gibt
letzterer damit die : Spule: frei. Die bewegliche
Schiene 25 ermöglicht, daß bei der letzterwähnten Verschiebung der Schiene die Ausschnitte
23 und 28 eine zueinander versetzte Lage einnehmen können, zum Zweck, daß die Rolle 32', wenn die Schienen 22 und 25 sich
an derselben vorbeibewegen, nicht gänzlich in die Ausschnitte 23 und 28 einfallen kann
(s. Fig. 12 strichpunktierte Lage) und somit die Bürste 33' nicht unbeabsichtigt auf die
Spule wirken kann. Indem der Hilfsfadenleiter 5 mit seiner Nase 8 über die Keilfläche
21 der Zunge 20 herunterfällt, gibt er den Spulenfaden frei, so daß derselbe, nachdem
Spuldorn 1 und Fadenleiter 3 wieder in Bewegung gesetzt worden sind, durch den Fadenleiter
wieder auf den Spuldorn zur Wicklung einer neuen Spule geleitet werden kann, worauf der vorbeschriebene Arbeitsvorgang
sich wiederholt. Es werden also auch wieder, während die Anfangswindungen auf die Hülse
10 gelegt werden, der Hebel 33 mit Bürste 33' über die vordere Spule geschwungen und die
hinter der Mitte der Spule liegenden Anfangs- und Schlußwindungen der Spulenbindung
durch die Bürste auf die Mitte der Spule geschoben usw.
Jeweils nach dem Verschieben der neuen bzw. hinteren Spule auf das äußere Ende des
Spuldorns und Abstreifen der vorderen Spule vom Spuldorn wird der Verbindungsfaden
zwischen den beiden Spulen durch eine nicht dargestellte, bekannte Schneidvorrichtung zerschnitten.
Das Fangorgan (Hebel 33 mit Bürste 33') wird also während der Abstreifbewegung, d. h.
während der nach außen gerichteten Verschiebung der Schienen 22 und 25 zweimal betätigt,
und zwar das erste Mal, um die Schlußwindungen auf die Mitte der vorderen Spule zu schieben, und das zweite Mal, um die Anfangswindungen
von der Hülse 10 abzustreifen und auf die hinter der Mitte der nachfolgenden
Spule liegenden Endwindungen zu legen.
An Stelle der Bürste 33' könnte als Einsatz auch ein starres oder federndes, entsprechend
geformtes Metallplättchen treten.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung für Spulmaschinen zum Befestigen des Fadenendes an fertig gewickelten Schiffchenspulen für Stickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Binden der gewickelten Spule auf der Spulmaschine das Fadenende zuerst zum Teil auf eine die Spule umgreifende Hülse o. dgl. und dann zum Teil auf die Spule selbst aufgewickelt wird, und daß hierauf die auf die Hülse aufgebrachten Anfangswindungen der Spulenbindung auf die auf '· die Spule gelegten Schlußwindungen abge*- streift und so diese letzteren durch die Anfangswindungen überdeckt und festgehalten werden. :
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; daß das die Spule abbindende Fadenende außerhalb der Längsmitte der von beiden Enden gegen die Mitte zu konisch ansteigenden Spule auf die Hülse (10) und die Spule gelegt wird, und daß nach dem Abstreifen der Anfangswindungen der Spulenbindung auf die Schlußwindungen beide Windungen auf die Mitte der Spule geschoben werden.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (10) auf dem Spuldorn der Spulmaschine verschiebbar gelagert ist und über die Hülse ein Fangorgan (33') bewegt wird, welche Teile in der Weise zusammenwirken, daß die Hülse nach Fertigwicklung einer Spule bzw. vor Beginn der Bindung derselben über die Spule gescho-r ben wird, so daß die Anfangswindungen der Bindung auf die Hülse zu liegen kommen, und daß sie hierauf wieder zurückbewegt wird, so daß die Schlußwindungen der Bindung auf die Spule selbst neben die Längsmitte derselben zu liegen kornmen, worauf bei der Verschiebung der . Spule durch den Abstreifer auf dem Spuldorn die Hülse wiederum über die Spule geschoben und das Fangorgan alsdann über die Hülse bewegt wird, um die auf derselben befindlichen Anfangswindungen beim Rückgang des Abstreifers von der Hülse abzustreifen und auf die Schlußwindungen der Spule zu legen, worauf, während nach Fertigwicklung einer neuen Spule die Hülse zur Aufnahme der Anfangswindungen über dieselbe geschoben wird, das Organ (33') über eine auf dem Ende des Spuldorns sitzende, bereits gebundene Spule bewegt wird und hierbei die Anfangs- und Schlußwindungen der Bindung dieser Spule auf die Mitte derselben schiebt.
- 4. Vorrichtung nach dem Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (10) mit dem Spulenabstreifer verbunden · ist und das Fangorgan (33') durch mit dem Spulenabstreifer sich bewegende Mittel bewegt wird.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fangorgan (33') durch einen Hebel mit Einsatz gebildet ist, welcher mit einer Rolle gegen zwei mit dem Abstreifer verbundene, übereinanderliegende Schienen (22, 25) anliegt, welche je zwei nebeneinanderliegende Ausschnitte aufweisen, in
- welche die Rolle des Hebels beim erstmaligen Aufschieben der Hülse (io) über die hintere Spule und während der Spulenverschiebung durch den Abstreifer nacheinander unter Wirkung einer Feder einfällt und dadurch bewirkt, daß der das Fangorgan tragende Hebel (33) zuerst über die vordere Spule und hierauf über die während deren Abstreifung an deren Stelle tretende hintere Spule bzw. über die auf diese letztere aufgeschobene Hülse greift. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Schienen (22, 25) die eine zur anderen verstellbar und die Ausschnitte an der letzteren Schiene größer als die zugehörigen Ausschnitte an der ersteren Schiene sind, wodurch erzielt wird, daß der das Fangorgan (33') tragende Hebel (33) unter Verschiebung der verstellbaren Schiene jeweils in seiner über die vordere Spule bzw. über die auf die hintere Spule geschobene Hülse greifenden Lage eine kurze Zeit verbleibt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fangorgan (33') am Hebel (33) durch eine Bürste gebildet ist, deren Borstenbüschel in das gabelförmig gestaltete freie Ende des Hebels eingesetzt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE258002T | 1912-04-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE258002C true DE258002C (de) | 1913-03-27 |
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|---|---|---|---|
| DE1912258002D Expired DE258002C (de) | 1912-04-27 | 1912-04-27 | Vorrichtung für Spulmaschinen zum Befestigen des Fadenendes an fertig gewickelten Schiffchenspulen für Stickmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258002C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2312446A1 (fr) * | 1975-05-28 | 1976-12-24 | Croon Lucke Maschinen | Procede et dispositif pour enrouler un fil sur le cylindre de bobinage d'un appareil d'enroulement |
-
1912
- 1912-04-27 DE DE1912258002D patent/DE258002C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2312446A1 (fr) * | 1975-05-28 | 1976-12-24 | Croon Lucke Maschinen | Procede et dispositif pour enrouler un fil sur le cylindre de bobinage d'un appareil d'enroulement |
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