DE257628C - - Google Patents

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DE257628C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/26Processing photosensitive materials; Apparatus therefor
    • G03F7/30Imagewise removal using liquid means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 257628 -KLASSE 57d. GRUPPE
in DRESDEN.
als lichtempfindlicher Schicht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. November 1910 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung rastrierter Flachdruckformen unter Verwendung von Asphalt als lichtempfindlicher Schicht.
Es ist bereits bekannt, mittels lichtempfind liehen Asphalts als Kopierschicht Kopien nach Strichzeichnungen, ferner von Rasternegativen druckfähige Asphaltrasterkopien auf glattem Stein herzustellen.
ίο Ferner ist es bekannt, mittels lichtempfindlichen Asphalts als Kopierschicht auf besonders zu diesem Zwecke gekörnten lithographischen Steinen von Halbtonnegativen aus unregelmäßigen Kornelementen bestehende Asphaltkopien herzustellen, die nach der allgemeinen Hauptentwicklung, mit asphaltlösenden ölen nachbehandelt, je nach Bedarf bis zu den spitzesten Tönen entwickelt werden können.
Demgegenüber besteht nun das Neue nach der vorliegenden Erfindung darin, daß die Asphaltschicht auf glatte, d. h. nicht besonders gekörnte Flachdruckplatten aufgebracht wird, und daß nach der allgemeinen Hauptentwicklung die Rasterkopien mit den Asphaltlösungsmitteln nachbehandelt werden, um die kopierten Rasterpunkte je nach Bedarf bis zum spitzesten Punkt entwickeln zu können. Die im Prinzip des Flachdrucks speziell bei Zink- und Aluminiumdruckplatten rein drucktechnisch begründete notwendige Körnung scheidet also aus, und sind derartige Flachdruckunterlagen im Sinne der vorliegenden Erfindung als glatt anzusehen, da diese Körnung in bezug auf die vorliegende Erfindung keine Voraussetzung bildet.
Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf die praktische Verwertung der Erkenntnis, daß bei Asphaltrasterkopien auf glatten, d. h. nicht besonders zu diesem Zwecke gekörnten Flachdruckunterlagen eine Nachbehandlung mittels asphaltlösender öle nach der allgemeinen Hauptentwicklung im weitesten Maße ebenfalls ausführbar ist.
Eingehende Versuche in dieser Richtung haben gezeigt, daß die einzelnen Rasterpunkte der Asphaltkopien nach der Hauptentwicklung bei weiterer Behandlung mit asphaltlösenden ölen (ζ. Β. Kampferöl mit Terpentinöl gemischt) in der Hauptsache nur seitlieh angegriffen werden und je nach Bedarf bis zum spitzesten Punkt entwickelt werden können, ohne ihre Deckkraft gegenüber der später folgenden Ätze einzubüßen. Die Ausnutzung dieser Eigenschaft ist sowohl für einfarbige als auch mehrfarbige Reproduktionen mittels Flachdrucks von großem Vorteil. Bei einfarbigen Arbeiten kann durch derartiges partielles Nachentwickeln einzelner Bildpartien der Effekt des Bildes unter vollständiger Wahrung der zeichnerischen Einzelheiten im Bilde bedeutend gesteigert werden. Es ist weiterhin möglich, mittels dieser Nachbehandlung die zartesten Verläufe bis in das reine Weiß des Druckpapieres hinein verlaufend schnell und sicher zu erzeugen.
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Die volle Bedeutung dieser Retuschiermöglichkeit tritt aber vor allem hervor, wenn es sich darum handelt, Mehrfarbenflachdrucke mittels der photographischen Drei- und Vierfarbenaufnahmemethode herzustellen. Es ist in diesem Falle dieselbe Möglichkeit einer partiellen Retusche durch Abdecken und Weiterentwickeln der ungedeckten Bildstellen gegeben wie bei der Buchdruckautotypie.
Ίο Die Praxis hat denn auch bewiesen, daß es nach diesem Prinzip möglich ist, farbige Reproduktionen analog dem Vierfarbenbuchdruck auch im Flachdruck in nur vier Farben auf der Schnellpresse sicher druckbar herzustellen.
Auf die verhältnismäßig leichte und sichere Druckbarkeit in der Schnellpresse sei noch besonders hingewiesen zum Unterschied von dem bekannten Photochromverfahren, d. h. dem anfangs erwähnten Asphaltkopierverfahren von Halbtonnegativen auf gekörntem Stein, das ja auch diese Nachentwicklungsfähigkeit besitzt; bei letzterem ist es aber bekanntlich unmögHch, mittels Maschinendrucks einwandfreie farbige Reproduktionen mit nur vier Earbplatten zu erzeugen.
Durch die vorliegende Erfindung dürfte somit der erfolgreichen Anwendung des Dreifarbendruckprinzips im Steindruck nichts mehr im Wege stehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung rastrierter Flachdruckformen unter Verwendung von Asphalt als lichtempfindlicher Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Asphaltschicht auf glatte, d. h. nicht besonders gekörnte Flachdruckplatten aufgebracht wird, und daß nach der allgemeinen Hauptentwicklung die Rasterkopien mit den Asphaltlösungsmitteln nachbehandelt werden, um die kopierten Rasterpunkte je nach Bedarf bis zum spitzesten Punkt entwickeln zu können.
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