DE256552C - - Google Patents

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C9/00Individual registration on entry or exit
    • G07C9/00174Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys
    • G07C9/00658Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys operated by passive electrical keys
    • G07C9/00674Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys operated by passive electrical keys with switch-buttons

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 256552 KLASSE 68«. GRUPPE
Schaltvorrichtung für elektromagnetische Türöffner. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1912 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Schaltvorrichtung für elektromagnetische Türöffner, durch welche ein versehentliches Freigeben der Türsperrung seitens des Öffnungsberechtigten, in dessen Wohnung sich die Freigabestelle befindet, ausgeschlossen wird.
Die bisher am meisten verwendeten elektrischen Türöffner besitzen den Nachteil, daß sie bei jedesmaligem Druck auf den zugehörigen Freigabetaster die Schloßsperrung — meist einen beweglichen Schließkloben — entsichern. Erfahrungsgemäß wird nämlich der Türöffnertaster nicht nur einmal kurz gedrückt, sondern entgegen selbst wiederholter Mahnungen meist mehrmals hintereinander. Da durch den Taster aber der Türöffner jedesmal ausgelöst wird, so tritt durch diese Gewohnheit der Stromschluß und damit die Freigabe der Tür auch dann wieder ein, wenn der Eintretende die Tür bereits wieder hinter sich geschlossen hat. Die Tür ist also wieder offen, und ein später Ankommender kann die Tür öffnen, ohne sich hierzu erst angemeldet zu haben. Welche Gefahr hierin für die Hausbewohner, zumal zur Nachtzeit, liegt, bedarf keiner näheren Beleuchtung.
Diesen Nachteil beseitigt vorliegende Erfindung, bei der wohl dem durch die in dem betreffenden Stockwerk befindliche Klingel von der Haustür aus sich anmeldenden Besucher der Eintritt in das Haus oder den betreffenden Raum gestattet, also die Türsperrung freigegeben wird, jedoch auch nur in diesem einzigen Falle; ein nachheriges versehentliches Drücken des Freigabetasters bleibt auf die Auslösevorrichtung einflußlos.
Erreicht wird diese Sicherung durch die Ausschaltung des Öffnerstromes mittels eines Relais, wie solche an sich bereits zu ähnlichen Zwecken verwendet werden. Anstatt nun, wie bereits bekannt, die Stromunterbrechung durch den zweiten Elektromagneten des Relais von dem Wiederschließen der von dem Türöffner abhängigen Tür oder einem besonderen Rücknahmetaster abhängig, zu machen, geschieht beim Erfindungsgegenstand die Ausschaltung des Öffnerstromes beim Drücken des den letzteren schließenden Tasters von selbst, und zwar in dem gleichen Augenblick, in dem der Elektromagnet des Türöffners erregt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung, und zwar in Fig. 1 das Schaltungsschema eines gewöhnlichen Miethauses, Fig. 2 eine Schaltungsvariante gleichen Zwecks, Fig. 3 das Relais in Seitenansicht und Fig. 4 die Ansicht einer Variante in der baulichen Anordnung des Stromunterbrechers.
In Fig. ι sind 1, 2, 3, 4 die in den einzelnen Stockwerken angebrachten Druckknöpfe für die Klingeln der einzelnen Wohnungen, während P die bei der Haustür angebrachte Druckplatte für die Klingeln sämtlicher Wohnungen darstellt. T sind die Etagentaster für den Türöffner. Nur ein Druck auf einen der Knöpfe der Platte P kann das öffnen der Tür veranlassen. In die sämtlichen Klingeltastern der Platte P gemeinschaftliche Stromleitung ist ein Relais eingeschaltet. Bei einem Drück
auf irgendeinen der Druckplattenkontakte P nimmt der Strom folgenden Verlauf: von dem einen Batteriepol Z über die Kontaktschrauben c und b nach dem Elektromagneten M1 des auf der Holzplatte H (Fig. i) aufgebauten Relais, von diesem über die Kontaktplatte a nach der Druckknopfplatte P, von dieser nach der Anrufeklingel und von dort nach dem anderen Pol K der Batterie zurück. Der hierbei
ίο erregte Elektromagnet M1 zieht nun das obere Ende A1 des doppelarmigen, auf die gemeinsame Grundplatte G aufgesetzten Ankers an, der hierbei das auf seiner in den Lagern L ruhenden Achse Y sitzende, aus Porzellan ο dgl.
bestehende Isolierstück W mit herumdreht und durch den auf diesem sitzenden Stromleiter X (Fig. 1) bzw. X1 (Fig. 4) die beiden Kontaktfedern D1 und D2 leitend verbindet.
Wird nach dem erfolgten Glockenzeichen der betreffende Etagentaster T geschlossen, so geht der Strom vom Pol K der Batterie nach dem Taster T zum Türöffner T1 über den Kontakt d zur Kontaktfeder D1 durch das vom Ankerpaare A1, A 2 gedrehte Kontaktstück X, welches bügeiförmig (X, Fig. 1) bzw. zungenförmig (X1, Fig. 4), nach Kontaktschraube D2 und dem Magneten M2, von diesem über Klemme c nach Pol Z der Batterie zurück. Der dergestalt eingeschaltete Magnet M2 ist somit mit dem Magneten des Türöffners in Reihe geschaltet und zieht, während letzterer die Tür freigibt, den Anker A2 nach M2, unterbricht dadurch wieder den durch die Verbindungsstücke X (X1) und Federn D1, D2 hergestellten Stromweg, so daß selbst bei wiederholtem oder langem Drücken auf die Etagentaster T der Türöffner nicht unter Strom gesetzt wird. Die Tür kann also nur freigegeben werden, wenn vorher ein Klingelzeichen von der Haustür aus gegeben ist. Nach Öffnen der Tür wird der Türöffner in bekannter ■ Weise wieder gesperrt.
In Fig. 2 ist der Türöffner T1 parallel zum Stromkreis des Relaismagneten M2 geschaltet.
Die Wirkung bleibt dieselbe wie in ■vorbeschriebener Schaltung. Der Stromverlauf ist hierbei folgender: Beim Niederdrücken eines der Kontakte der Platte P geht der Strom vom Pol K zur angerufenen Glocke, von dieser über Platte P und Kontakt α nach dem Elektromagneten M1 und über Kontakt b nach Pol Z der Batterie zurück. Der hierdurch erregte Magnet M1 zieht den Anker A1 des um Y drehbaren Kontaktstückes X an und stellt damit zwischen D2 und D1 eine leitende Verbindung her. Wird nun zwecks öffnens der Haustür der Etagentaster T niedergedrückt, so geht der Strom von Pol K über Taster T und Kontakt c nach der Feder D2, teilt sich dort, geht in einem Teil über das Kontaktstück X nach D1 und über Klemme d nach dem Türöffner T1 und zurück nach Pol Z der Batterie. Der Türöffner gibt hierdurch die Türsperrung frei. Im parallelen Zweig geht der Strom von D2 über den Elektromagneten M2 und das Klemmstück b nach Pol Z der Batterie. M2 wird hierdurch gleichzeitig mit dem parallelgeschalteten Türöffnermagneten erregt und unterbricht, indem er seinen Anker A2 anzieht, die zwischen D1, D2 mittels des Kontaktstückes X hergestellt gewesene Verbindung, so daß der Türöffnerstromkreis wieder wirkungslos wird, bis von P aus ein neues Glockenzeichen gegeben wird. Beide Schaltungsarten sind auch für getrennte Batterien verwendbar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltvorrichtung für elektromagnetische Türöffner mit Unterbrechung des Öffnerstromes von den in den einzelnen Stockwerken gelegenen Freigabestellen mittels eines in die Öffnerleitung eingebauten Relais, dadurch gekennzeichnet, daß die Türöffnerleitung nur nach vorherigem Strom-Schluß in der Signalleitung geschlossen werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einen Kontakt des Türöffners schließende Magnet (M1) des Relais in die Signalleitung, der die Ausschaltung des Öffnerstromes bewirkende zweite Magnet (M2) in den Öffnerstrom selbst, eingeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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