DE253158C - - Google Patents

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DE253158C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B13/00Diaphragms; Spacing elements
    • C25B13/04Diaphragms; Spacing elements characterised by the material
    • C25B13/05Diaphragms; Spacing elements characterised by the material based on inorganic materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
253158-KLASSE 12ä. GRUPPE
PASCAL MARINO in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1911 ab.
Es ist bekannt, Diaphragmen für elektrische
Sammler und andere elektrolytische Apparate dadurch herzustellen, daß man Faserstoffe oder Gewebe aus solchen mit Kieselsäure imprägniert.
Die Erfindung besteht darin, die Faserstoffe vor der Behandlung mit Alkalien und Säuren in eine Formaldehydlösung einzubringen, um dadurch die Faserstoffe zu versteifen und für
ίο die Weiterbehandlung vorzubereiten. Auf diese Weise wird es ermöglicht, aus pflanzlichen und tierischen Fasern besonders dauerhafte und gegen die Einwirkung der Elektrolyten widerstandsfähige Diaphragmen herzustellen. Auch kann man nach dem neuen Verfahren gestrickte oder gewirkte, überhaupt weitmaschige Unterlagen zur Herstellung der Diaphragmen verwenden, deren Zwischenräume auch durch die nachherige Behandlung nicht verstopft werden, so daß durch ihre Verwendung die freie Wanderung der Ionen und die Zirkulation des Elektrolyten nicht erschwert und die gleichmäßige Verteilung der elektrochemischen Wirkung über die volle Oberfläche der Elektroden gewahrt wird.
Empfehlenswert ist es, die durch Einbringen in Formaldehyd und Imprägnieren mit Kieselsäure versteiften Diaphragmen in an sich bekannter Weise mit einem Überzug aus Guttapercha, Zelluloid, Wachs o. dgl. zu versehen, so daß sich die Herstellung von Diaphragmen beispielsweise wie folgt vollzieht:
Ein Gewebe, z. B. wollene Strick- oder Wirkware, wird zunächst auf die Dauer von etwa 24 Stunden in ein Bad eingelegt, das zu 5 bis 8 Teilen aus dem im Handel erhältlichen Formaldehyd und etwa 95 Teilen Wasser besteht. In dieser Zeit wird der Formaldehyd von den Fasern vollkommen aufgesaugt. Dann wird das Gewebe in ein Bad eingebracht, das man durch möglichst innige Mischung von 10 Teilen reinem und sehr fein zerkleinertem Asbest mit 100 Teilen einer Wasserglaslösung von ungefähr 25 ° Be. erhalten hat. Das Mischungsverhältnis kann man nach Gewichts- oder Volumanteilen wählen. Nachdem das Gewebe aus diesem Bade herausgenommen ist, läßt man es trocknen und bringt es dann in verdünnte Phosphorsäure (1,0270 spez. Gew.) oder in verdünnte Schwefelsäure (1,0331 spez. Gew.). In der Säure läßt man das Gewebe einige Minuten und wäscht es dann in Wasser aus, um alle lösbaren Bestandteile zu entfernen, worauf es wieder getrocknet wird.
Das Gewebe, das auf diese Weise mit Kieselsäure überzogen worden ist, wird nun mit einer Schicht aus Guttapercha oder Kautschuk versehen, die man in folgender Weise her-' stellen kann:
Sehr fein zerkleinerte Guttapercha wird in Schwefelkohlenstoff, Äther, Benzol oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel aufgelöst, indem man es 6 bis 7 Tage in einem luftdicht verschlossenen, mit geeigneten Rührvorrichtungen versehenen Gefäß der Wirkung des Lösungsmittels aussetzt, oder aber sehr fein zerkleinerter Kautschuk wird in einem ähnlichen Gefäß zunächst 3 oder 4 Tage lang der
Wirkung von Schwefelkohlenstoff ausgesetzt und dann der Wirkung von Benzin oder einem ähnlichen Lösungsmittel. Auf ioo Teile des Lösungsmittels nimmt man etwa 15 Teile Guttapercha oder Kautschuk. Das Gewebe kann mit dieser Kautschuk- oder Guttaperchalösung oder aber auch mit einer Mischung beider zu gleichen Teilen überzogen werden, indem man es in die Lösung eintaucht oder diese mit einer Bürste auf streicht usw.
An Stelle der Guttapercha- oder Kautschuklösung kann auch eine Zelluloidlösung benutzt werden, die man erhält, wenn man 10 Teile Zelluloidspäne in 40 Teilen Alkohol und 4oTeilen Äther in einem geschlossenen Behälter auflöst. Nachdem auf diese Weise das Gewebe den Kieselsäureüberzug und darüber eine Schicht der Guttapercha-, Kautschuk- oder Zelluloidlösung erhalten hat, wird es noch etwa 15 Minuten lang in eine Lösung aus 15 Teilen Paraffinwachs oder Asphalt eingelegt, das in 100 Teilen Äther oder einem anderen Lösungsmittel vollkommen aufgelöst ist.
Die in der vorbeschriebenen Weise behandelten Stoffe verlieren dabei nicht den hohen Grad von Durchlässigkeit, den sie ursprünglich haben und der die freie Wanderung der Ionen und den Durchgang des Elektrolyten und der entwickelten Gase ermöglicht. Durch die Behandlung erlangen sie aber die erforderliehe Festigkeit, um für eine lange Zeit und unter allen Bedingungen den zerstörenden Wirkungen des Elektrolyten, des elektrischen Stromes oder der aktiven Stoffe auf den Elektroden Widerstand leisten zu können. Außerdem wird durch die Verwendung derartiger Einlagen zwischen den positiven und negativen Elektroden der innere Widerstand eines Akkumulators o. dgl. nicht merkbar erhöht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Diaphragmen aus mit Kieselsäure imprägnierten Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstoffe vor der Behandlung mit Silikaten durch Eintauchen in eine Form- > aldehydlösung versteift werden.
DENDAT253158D Active DE253158C (de)

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DE (1) DE253158C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925464C (de) * 1952-01-16 1955-03-21 Hoechst Ag Verfahren zur Durchfuehrung von Elektrolysen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE925464C (de) * 1952-01-16 1955-03-21 Hoechst Ag Verfahren zur Durchfuehrung von Elektrolysen

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