DE2530728C2 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Die Erfindung betrifft ein voluminöses, im wesentlichen
nicht verflochtenes mehrfädiges Garn, das aus einer Vielzahl
von Fasern aus thermoplastischem Kunststoff besteht (s. Oberbegriff des Anspruchs 1),
und sie betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen Garnes, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
Aus der DE-OS 19 57 425 ist bereits ein solches Garn und
Verfahren zur Herstellung eines solchen Garnes bekannt,
wonach dem Garn ein raumbeanspruchendes oder voluminöses
Aussehen erteilt wird, indem man Einzelfäden, die das mehrfädige
Garn bilden, unregelmäßig erhitzt, beispielsweise
durch Hitzebehandlung eines thermoplastischen mehrfädigen
Garnes mit wenigstens einem erhitzten Teil durch Kontakt
mit diesem unter Zugspannung; indem man ferner das Garn
sich zusammenziehen läßt, so daß man einen Unterschied in
der Kontraktion unter den Einzelfäden bekommt, und dann
das Garn unter einer ausreichenden Zugspannung aufwickelt,
um gebildete Schleifen und Windungen zu eliminieren, oder
indem man die Schleifen und Windungen läßt, wie sie sind.
Die bekannten voluminösen Garne besitzen jedoch eine zu
hohe Kontraktion für Strickwaren, Wirkwaren oder Webwaren,
besonders für Webwaren, die in einer nachfolgenden Stufe
ein starkes Bremsen erfordern, und es war schwierig, ein
Gewebe zu erhalten, das ausgezeichnet im Griff und in der
Weichheit ist. Ein durch eine solche unregelmäßige Hitzebehandlung
erhaltenes voluminöses Garn bildet eine komplizierte
Kräuselung. Ungleichförmigkeit während der Zeit der
Hitzebehandlung bringt jedoch einleuchtend Nachteile mit
sich, und eine unter Verwendung dieses Garnes hergestellte
Webware besitzt den Nachteil, daß sie Farbstoffe nur stark
streifig und ungleichmäßig annimmt.
Es wurde zur Verhinderung einer solchen gesteigerten Ungleichmäßigkeit
auch bereits ein Verfahren zur Herstellung
eines voluminösen oder bearbeiteten Garnes vorgeschlagen
(JP 8813/1978), bei dem man ein ungerecktes Garn streckt,
das resultierende gestreckte Garn verflicht und danach das
Garn in derart langer Berührung mit einem erhitzten Teil
ablaufen läßt, daß die Hitze des erhitzten Teils nicht
gleichmäßig auf das Garn übertragen werden kann. Bei diesem
Verfahren besteht jedoch ein Problem insofern, als
zwar die Gleichmäßigkeit verbessert wird, wenn der Verflechtungsgrad
der Einzelfäden erhöht wird, doch wird dabei
das Volumen vermindert, und wenn der Verflechtungsgrad
der Einzelfäden stattdessen vermindert wird, bilden sich
teilweise verflochtene Einzelfäden mit geringerem Volumen
und teilweise verflochtene Einzelfäden mit großem Volumen,
wie bei einem knotigen Garn. In einem solchen Fall ist es
schwierig, ein voluminöses Garn mit Gleichmäßigkeit zu erhalten,
und die Qualitätsunterschiede voneinander beabstandeter
Stellen werden groß.
Die bekannten Garne waren nicht voluminös genug und hatten
häufig auch eine zu große Kontraktionsfähigkeit, so daß
sie schlecht für gewirkte oder gewebte Tuche geeignet sind.
Man kann mit ihnen nur ein papierartig gewirktes oder gewebtes
Tuch erhalten. Die Beliebtheit der mit den bekannten
Garnen hergestellten Produkte hielt sich daher sehr
in Grenzen.
Die Aufgabe gemäß der Erfindung besteht daher darin, ein
voluminöses, im wesentlichen nicht verflochtenes mehrfädiges
Garn der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, das
für eine Weiterverarbeitung, insbesondere zum Weben, besser
geeignet ist; und ein Verfahren anzugeben, mit Hilfe
dessen solche Garne hergestellt werden können.
Hinsichtlich der Garne wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß das Garn gleichzeitig folgende charakteristische
Werte besitzt:
- (A) R max / ≦ 2,5
- (B) Δ S₅ ≧1,5 und Δ S₅₀ ≦ 3,0
- (C) Y ≧ 1,3
- (D) X T - ≦ 1,0
worin R max die maximale Schwankungsbreite der Garnspannung,
die mittlere Schwankungsbreite der Garnspannung
eines normalen Abschnittes, Δ S₅ die maximale Differenz
der Schrumpfung der Fäden einer Probe mit einer Länge
von 5 cm, Δ S₅₀ die maximale Differenz der Schrumpfung
der Fäden einer Probe mit einer Länge von 50 cm, X T die
maximale Garnspannung, die mittlere Garnspannung und Y
den Grad des Volumens pro Trockenhitzeschrumpfung bedeuten.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn das Garn aus Polyester
oder Polyamid besteht.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen hat das mehrfädige
Garn eine ausgezeichnete Gleichförmigkeit und gleichfalls
ausreichend niedrige Zusammenziehbarkeit sowie ausreichendes
Volumen für ein gestricktes, gewirktes oder gewebtes
Tuch.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung
eines voluminösen Garnes, bei welchem das ablaufende
Garn mit einem erwärmten Körper in Berührung gebracht
und anschließend wieder aufgewickelt wird, wobei
das im wesentlichen unverzwirnte Garn dem erwärmten Körper
unter einer Spannung von 9 - 108 mg/dtex zugeführt
wird.
Die Verbesserung des Verfahrens zur Lösung der vorstehend
beschriebenen Aufgabe gelingt erfindungsgemäß dadurch, daß
das Garn dem erwärmten Körper unter Vibrationen derart zugeführt
wird, daß einzelne Fäden des Garnes nicht an dem
Auflaufpunkt des Garnes, sondern davor bzw. dahinter den
erwärmten Körper berühren, und daß das Garn in derart kurzer
Zeit über den erwärmten Körper geführt wird, daß dessen
Wärme nicht gleichmäßig auf das Garn übertragen wird.
Würde man ein Garn in Längsrichtung der Fadenachse im einzelnen
betrachten, dann würde man erkennen, daß wärmebehandelte
und nicht wärmebehandelte Teile der Einzelfäden
längs der Garnachse willkürlich verteilt vorhanden sind.
Durch die Berührung des Garnes vor und hinter dem gedachten
oder imaginären Auflaufpunkt des Garnes auf den erwärmten
Körper wird verhindert, daß das mehrfädige Garn
schmilzt und daß die Einzelfäden an willkürlichen Stellen
mit Wärme behandelt werden, so daß sich dieses vorteilhafte
Muster ergibt.
Erfindungsgemäß ist es dabei ferner von Vorteil, wenn das
Garn nach der Berührung mit dem erwärmten Körper unter Bedingungen,
die das Garn im wesentlichen nicht dehnen, mit
einem weiteren erwärmten Körper in Berührung gebracht wird,
wodurch Schleifen beseitigt werden, bevor das Garn wieder
aufgewickelt wird. In vorteilhafter Weise wird für den ersten
erwärmten Körper eine Temperatur gewählt, die im Bereich
zwischen dem sekundären Umwandlungspunkt des Garnes
und einer Temperatur von etwa 10°C unterhalb des Schmelzpunktes
des Garnes liegt. Es ist erfindungsgemäß auch
zweckmäßig, wenn für den weiteren erwärmten Körper eine
Temperatur gewählt wird, die im Bereich zwischen dem sekundären
Umwandlungspunkt des Garnes und einer Temperatur
von etwa 25°C unterhalb der Temperatur des ersten erwärmten
Körpers liegt.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Dabei bedeutet:
Fig. 1 eine Teildarstellung einer Apparatur zur Messung
der Schwankungswerte der Zugspannung eines voluminösen
Garnes, von der Seite gesehen,
Fig. 2 und 3 Aufzeichnungen, welche die Schwankungszustände
der Zerreißfestigkeit eines voluminösen
Garnes, gemessen mit der Apparatur nach Fig. 1,
zeigen,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer Apparatur
zur Messung des Volumens bzw. Garnraumbedarfs,
Fig. 5 skizzenhaft eine Methode zur Messung des Volumens bzw. Garnraumbedarfs,
Fig. 6 eine Teildarstellung, von der Seite gesehen, die
eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
erläutert,
Fig. 7 und 8 Seitenansichten, die das Verhalten eines
Garnes auf einem heißen Dorn zeigen, und
Fig. 9 eine seitliche Darstellung als Beispiel zur Erläuterung
der nach der Erfindung verwendeten vibrationserteilenden
Vorrichtungen.
Das hier in Rede stehende voluminöse Garn ist ein im wesentlichen
nicht gebundenes oder verschlungenes thermoplastisches
mehrfädiges Garn z. B. der Polyesterreihe oder
dergleichen und genügt gleichzeitig den folgenden Bedingungen
(A) bis (D), welche im Anspruch 1 näher erläutert
sind:
- (A) R max / 2,5
- (B) Δ S₅ 1,5 und Δ S₅₀ ≦ 3,0
- (C) Y 1,3
- (D) X T - 1,0
Verfahren zur Messung der charakteristischen Werte, die
in (A) - (D) oben aufgeführt sind, werden nachfolgend
erklärt.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Apparatur
zur Messung von R max und X T - , worin ein zu messendes
Garn 2 von einer Spule 1 abgenommen und auf eine Primärgarnspannung
mit Hilfe einer Spannungskompensiereinrichtung
4 über eine Führung 3 eingestellt wird. Die Garnspannung
des Garnes 2 wird auf einen konstanten Wert unter
einer Belastung von 0,27 g/dtex mit Hilfe einer Tänzerrolle
6 und eines Gewichtes 6′ zwischen den Rollen 5 und 7,
die mit der gleichen Geschwindigkeit rotieren, eingestellt.
Danach läßt man das Garn kontinuierlich mit einer Oberflächengeschwindigkeit
einer Rolle 9 von 30 m/Min. ablaufen,
während man es zwischen der Rolle 7 und der Rolle 9, die in
einem Abstand von 150 mm vorgesehen sind, um 7,5% streckt.
Die Schwankung der Garnspannung in einem gestreckten Abschnitt
wird in diesem Zeitpunkt mit Hilfe eines Abtastgerätes
8 gemessen und mit einer Geschwindigkeit des (unten
erläuterten) Aufzeichnungsstreifens von 60 mm/Min.
aufgezeichnet. In Fig. 1 zeigt F eine reibungslose Rolle,
S eine separate Rolle und 10 eine Aufwickelrolle.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel eines Aufzeichnungsstreifens,
den man bei der Messung mit der Apparatur nach Fig. 1 erhält.
In einem beliebigen Abschnitt des Aufzeichnungsstreifens
mit einer Länge von 15 cm kann eine maximale Schwankungsbreite
R max (g) und eine mittlere Schwankungsbreite
(g) eines normalen Abschnitts in drei Abschnitten von
2 cm Länge in regelmäßigen Abständen von 3 cm Länge in dem
Aufzeichnungsstreifen abgelesen werden.
Eine Probe eines mehrfädigen Garnes wird auf Längen von 5 cm
und 50 cm zerschnitten, die abgeschnittenen Abschnitte werden
einer Trockenhitzebehandlung bei 200°C während 5 Minuten
unter Bedingungen unterzogen, die ein freies Zusammenziehen
gestatten. Aus dem Unterschied der Schrumpfungen zwischen
einem Einzelfaden mit maximaler Kontraktion und einem Einzelfaden
mit minimaler Kontraktion werden Δ S₅ (aus einer Probe
mit einer Länge von 5 cm) und Δ S₅₀ (aus einer Probe
mit einer Länge von 50 cm) ermittelt. Δ S = Schrumpfung
eines Einzelfadens mit maximaler Kontraktion minus
Schrumpfung eines Einzelfadens mit minimaler Kontraktion.
(Die Schrumpfung ist jedoch ein Prozentsatz einer gegenüber
der ursprünglichen Länge der Probe durch die Hitzebehandlung
reduzierten Länge).
80 m einer mehrfädigen Garnprobe werden zu einem Strang
mit einer peripheren Länge von 1 m verarbeitet, wobei die
Anfangslänge l₁ (cm) hiervon unter einer Belastung von 0,09 g/dtex
abgelesen wird. Der Strang wird in einer Atmosphäre
von 200 ± 2°C während 5 Minuten ohne Belastung aufgehängt
und der Hitzebehandlung unterzogen. Die Stranglänge l₂ (cm)
des hitzebehandelten Stranges wird wiederum unter einer Belastung
von 0,09 g/dtex abgelesen. Die Trockenhitzeschrumpfung
(SH) wird nach folgender Formel berechnet:
SH (%) = (l₁ - l₂)/l₁ × 100.
Fig. 4 ist eine perspektivische Darstellung einer Apparatur
zur Messung des Grades (M) des Volumens, und Fig. 5
erklärt das Meßverfahren bei Verwendung dieser Apparatur.
In der oberen Fläche eines Probenständers 11 sind zwei
Schlitze 16 vorgesehen, wobei der Abstand 17 zwischen
den Außenkanten der beiden Schlitze 6 mm beträgt. Die
Schlitze 16 sind mit einem 2,5 cm breiten, weichen dünnen
Gewebe 12 bedeckt. Am unteren Ende des Gewebes ist mit diesem
eine Metallvorrichtung mit einem Zeiger 13 und einem
Gewicht 14 verbunden. Der Zeiger 13 der Metallvorrichtung
ist so eingerichtet, daß er auf der Skala 15 Nulleinheiten
anzeigt, wenn die Probe nicht eingefügt ist.
Als Proben werden 2-10 Haspelstränge mit einer peripheren
Länge von 1 m, hergestellt aus einem 80 m langen Garn,
mit der angegebenen dtex-Zahl hergestellt. Jeder dieser
Stränge wird in einer Atmosphäre von 200 ± 2°C ohne Belastung
5 Minuten getrennt aufgehängt und einer Hitzebehandlung
unterzogen. Die hitzebehandelten Stränge werden parallel
derart angeordnet, daß die angegebene dtex-Zahl
53 280 dtex wird (beispielsweise im Falle eines Garnes von
33,3 dtex, 33,3×80×2 = 5328; 53 280 : 5328 = 10; 10
Stränge. Im Falle des Garnes von 83,25 dtex, 83,25×80×
2 = 13 320; 53 280 : 13 320 = 4; 4 Stränge).
Sodann werden die so angeordneten Stränge, wie in Fig. 5
(A) gezeigt ist, vierfach gefaltet, um eine Probe 18
zu bilden, die zwischen dem dünnen Gewebestreifen 12
und dem Probeständer 11 eingefügt wird, wie in der Vorderansicht
von Fig. 5 (B) und dem senkrechten Schnitt von
Fig. 5 (C) gezeigt ist. Das Gewicht 14 und die Metallvorrichtung
mit einem Zeiger werden auf ein Gesamtgewicht von
50 g zusammen eingestellt. Der Wert L (cm), den der
Zeiger anzeigt, wird abgelesen. Die zu messende Probe 18
wird in ihre Position gebracht und insgesamt dreimal gemessen.
Daraus wird der Wert (cm) errechnet.
Der Grad M des Volumens kann aus der folgenden Gleichung
errechnet werden:
worin D das 0,9-fache der dtex-Zahl der Garnprobe vor der Hitzebehandlung
und P die Zahl der Garne ist, die parallel in den Streifen
eintreten. Der Wert für Y wird aus der Gleichung
errechnet.
Bei der Messung nach dem obigen Verfahren gemäß Fig. 2
ist die Gleichmäßigkeit des Garnes um so ausgezeichneter,
je gleichmäßiger die Wellenform in der Querrichtung (Längsrichtung
des Garnes) ist.
R max / ist nämlich ein Maß für die Gleichmäßigkeit des
Garnes, und ein kleinerer numerischer Wert ist bevorzugt.
Im Falle eines mehrfädigen Garnes, dessen Wert R max /
oberhalb 2,5 liegt, treten starke Streifen und ungleichmäßige
Anfärbungen auf, wenn das Garn zu einem Gewebe gewebt
wird.
Fig. 3 ist ein Beispiel, das die Messung eines Garnes erläutert,
welches dadurch erhalten wird, daß ein gestrecktes
Garn einer sogenannten Schußspule mit einem sich verjüngenden
Teil in Berührung mit einem erhitzten Körper
läuft. In Fig. 3 sind periodische Abweichungen der Wellenform
t gezeigt. Es wird gefolgert, daß dieses t ein
Garnteil ist, das um ein ursprüngliches kegelförmiges Teil
einer Schußspule gewunden war, und P ist ein Garnteil, das
um einen geraden Abschnitt der Schußspule gewunden war.
t′ ist ein konischer Teil der Schußspule nach der Hitzebehandlung.
Wenn die ursprüngliche Packung des gestreckten
Garnes die Form eines sich nicht verjüngenden Teils der
Schußspule hat, wie beispielsweise ein um eine Trommel
aufgewickeltes Garn, ist die Größe der periodischen Abweichungen
der Wellenform auf dem Aufzeichnungsstreifen klein.
X t ist die maximale Fadenspannung (g) periodischer Abweichungen
der Wellenform auf dem Aufzeichnungsstreifen unabhängig
von der Länge des Aufzeichnungsstreifens. ist die
mittlere Fadenspannung (g) eines normalen Abschnitts gemäß
der obigen Meßmethode, wie im Falle des oben erwähnten .
X T - ist somit ein Maß für die periodische Ungleichmäßigkeit
des Garnes, deren Wert vorzugsweise Null ist. In
der vorliegenden Erfindung ist dieser Wert unter Berücksichtigung
der Genauigkeit der Meßmethode als unter 1,0
liegend definiert.
hängt ab vom Young-Modul und von den Kontraktionseigenschaften
des Garnes. Im Falle eines voluminösen Garnes aus
Polyethylenterephthalat nach der Erfindung hat beispielsweise
pro dtex des Garntiters einen typischen Wert von
1,25 bis 1,9 g (1,3 (g/dtex) 1,9).
Es ist notwendig, daß das Δ S₅ einen großen numerischen
Wert hat und Δ S₅₀ einen kleinen numerischen Wert hat.
Wenn Δ S₅ kleiner als etwa 1,5 ist, besitzt das Garn
schlechte Massigkeit bzw. geringes Volumen, während, wenn Δ S₅₀ größer als etwa
3,0 ist, Mängel auftreten, wenn das Garn mit einem Gewebe
verwebt ist.
Wenn Y kleiner als etwa 1,3 ist, wird es für das Garn unmöglich,
Volumen und enge Zusammenziehbarkeit bzw. Kontraktionsfähigkeit
zu besitzen, was bei einem Garn für
Strickwaren, Wirkwaren oder Webwaren bevorzugt ist, und
man bekommt dann nur eine papierartige Strickware, Wirkware
oder Webware.
Bei der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "im
wesentlichen nicht verflochten", daß die
kohäsive Kraft einander benachbarter Einzelfäden gleich
der eines gewöhnlichen Garnes mit einem gewöhnlichen
Drall von etwa 20 T/m ist. Ein solches im wesentlichen
nicht verflochtenes mehrfädiges Garn ist unterscheidbar
von einem verflochtenen mehrfädigen
Garn durch den Kohärenzfaktor in dem Hakenfalltest gemäß
US-PS 29 85 995. Ein Garn mit einem Kohärenzfaktor von 2,5
oder mehr wird danach als ein verflochtenes
Garn bezeichnet. Der Kohärenzfaktor des oben erwähnten gewöhnlichen
Garnes ist wesentlich kleiner als 2,5 und der
Kohärenzfaktor eines voluminösen Garnes nach
der Erfindung liegt in der gleichen Größenordnung.
Bei Verwendung von voluminösen Polyestergarnen (83,25 dtex/36
Fäden) mit Unterschieden hinsichtlich der obigen charakteristischen
Werte als Schußfäden webt man glatte Gewebe. Die
Ergebnisse einer Bewertung der Eigenschaften solcher Gewebe
sind für jeden charakteristischen Wert in der folgenden
Tabelle I-IV aufgeführt. In jeder Tabelle bedeutet
die Bezeichnung ○ ein zufriedenstellendes Produkt. Die
Bezeichnung Δ bedeutet, daß das Produkt etwas mangelhaft
ist. Die Bezeichnung × bedeutet, daß das Produkt Mängel
aufweist.
Wie oben erwähnt, ist ein voluminöses Garn
nach der vorliegenden Erfindung ein nicht
verflochtenes mehrfädiges Garn der Polyesterreihe
und dergleichen und genügt gleichzeitig dem oben angegebenen
charakteristischen Wert für (A) - (D). Daher hat
das voluminöse Garn größere Gleichmäßigkeit als ein herkömmliches
voluminöses Garn, wie ein unregelmäßig erhitztes Garn,
und es hat gleichzeitig ausreichendes Volumen und niedrige
Zusammenziehbarkeit und ist ein ausgezeichnetes Garn für
die Herstellung von Webwaren, Strickwaren und Wirkwaren.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines voluminösen
Garnes nach der vorliegenden Erfindung unter Ablaufenlassen
eines mehrfädigen Garnes einer thermoplastischen
Kunstfaser in Berührung mit einem erhitzten Körper kann
wie folgt beschrieben werden: Ein im wesentlichen nicht
gezwirntes mehrfädiges Garn unter einer Garnspannung von
etwa 9-108 mg/dtex wird dem erhitzten Körper derart zugeführt,
daß einzelne Fäden an einem imaginären Berührungspunkt
den erhitzten Körper berühren und andere Fäden den
erhitzten Körper an diesem imaginären Berührungspunkt
gleichzeitig nicht berühren. Man läßt das Garn in derart
kurzer Berührung mit dem erhitzten Körper ablaufen, daß
die Hitze des erhitzten Körpers nicht gleichmäßig auf das
Garn übertragen wird. Danach wird das mehrfädige Garn aufgewickelt.
Es gibt noch ein anderes Verfahren, wonach man
in dem oben beschriebenen Verfahren vor dem Aufwickeln,
welches die Endstufe ist, das mehrfädige Garn in Berührung
mit noch einem anderen erhitzten Körper unter Bedingungen,
bei denen das mehrfädige Garn praktisch nicht gedehnt wird,
ablaufen läßt, um gebildete Schleifen zu beseitigen, wonach
das mehrfädige Garn aufgewickelt wird.
Die bei den hier beschriebenen Ausführungsformen verwendeten thermoplastischen
Kunstfasern sind die der Polyamid-, Polyester-,
Polyolefin- und Polyvinylreihen. Die thermoplastischen Kunstfasern
der Polyesterreihe sind beispielsweise Polyäthylenterephthalat,
Polyäthylenoxybenzoat und ein Mischpolymer,
das wenigstens etwa 70% dieser sich wiederholenden Einheiten
enthält, oder ein Polymer, das in der Hauptsache aus
diesen sich wiederholenden Einheiten und einer dritten
Komponente besteht. Der Ausdruck "im wesentlichen nicht gezwirntes
mehrfädiges Garn" bedeutet hier ein Garn unmittelbar
nach dem Strecken eines gewöhnlichen ungestreckten Garnes
und/oder vororientierten Garnes ohne Rücksicht auf das Streckverhältnis
oder ein Garn, das um eine Packung gewickelt ist,
ohne nach dem Strecken gezwirnt worden zu sein (beispielsweise
ein um eine Trommel gewickeltes Garn).
Fig. 6 ist eine seitliche Teildarstellung und zeigt die
Herstellung eines Garnes. Das Garn 20 wird von einer ungestreckten
Garnpackung 19 abgezogen und über Führungen 21
und 21′ zwischen einer Zuführrolle 22 und einer Rolle 24
gestreckt. Die Zuführrolle berührt das Garn mit einer Gummioberfläche,
und zwischen diesen beiden Rollen ist ein
Streckdorn 23 vorgesehen. Danach läuft das Garn über
einen heißen Dorn 26 zwischen der Rolle 24 und einer
Rolle 27. Die Rolle 24 hat eine andere Umfangsgeschwindigkeit
als die Rolle 27. Das Garn läuft über
den heißen Dorn 26 unter niedriger Garnspannung (9-108
mg/dtex), die geringer als die Hitzekontraktionsspannung
des Garnes durch den heißen Dorn 26 ist, und zwar innerhalb
einer so kurzen Zeit, daß die Hitze des heißen Dornes 26
nicht gleichmäßig auf das darüberlaufende Garn übertragen
wird. Während das Garn dem heißen Dorn 26 zugeführt wird,
wird ihm durch eine Vibrationseinrichtung 25 eine Vibration
erteilt. Das von der Rolle 27 ablaufende Garn wird zwischen
der Rolle 27 und der Rolle 29 mit einer Heizplatte 28 in
Berührung gebracht, wobei die Rolle 29 gleiche Geschwindigkeit
wie die Rolle 27 besitzt. Danach wird das Garn auf
eine Aufwickelspule 30 aufgewickelt. Jede der Rollen 24,
27 und 29 hat eine getrennte Rolle S.
Das von der Rolle 27 kommende Garn kann unmittelbar auf der
Aufwickelspule aufgewickelt werden, ohne von der Heizplatte
28 erhitzt zu werden.
Wenn ein Garn kontinuierlich nach dem Strecken erhitzt wird,
tritt ein solcher Unterschied in der Belastung der ursprünglichen
Packung (X T - X = 0) im wesentlichen nicht auf, wie sie
bei einem Verfahren einer Hitzebehandlung eines von einer gestreckten
Garnpackung abgezogenen Garn zu sehen ist. In
Fig. 3 ist folgendes erläutert: Durch Hitzebehandlung eines
von einer gestreckten Garnpackung einer Schußspule abgezogenen
Garns und ungeachtet der Form der Packungswicklung des Garnes
nach der Hitzebehandlung (t′ zeigt, daß es einen kegelförmigen
Teil einer Schußspule nach der Hitzebehandlung gibt) bekommt
man Unterschiede im Ablauf (t und p) auf der ursprünglichen
Packung.
Die Fig. 7 und 8 sind seitliche Darstellungen, die das
Verhalten eines Garnes auf einem heißen Dorn zeigen.
Der Punkt, wo das Garn 20, das den begrenzten Garnweg
passiert, natürlich die Oberfläche des heißen Dornes
26 berührt, ist als ein Auflaufpunkt a
definiert.
Wenn ein mehrfädiges Garn einem heißen Dorn zugeführt
wird, wie in Fig. 7 gezeigt ist, berührt das Garn im
allgemeinen die Oberfläche des erhitzten Körpers an dem
imaginären Auflaufpunkt a. In der Nachbarschaft dieses
Punktes a läuft entsprechend der von dem erhitzten Körper
aufgenommenen Wärmemenge ein hitzebehandelter Faden b entlang
der Oberfläche des erhitzten Körpers, während ein
nicht hitzebehandelter Faden c ohne Berührung des erhitzten
Körpers vorbeiläuft.
Wenn man nun in der Richtung der Länge eines Einzelfadens
blickt, so sieht man, daß sich hitzebehandelte Abschnitte
vollständig willkürlich entwickeln, da sie von der "Verdrehung"
des Garnes, der Garnspannung des zugeführten Garnes
und der für das Spinnen aufgebrachten Menge eines
Spinnmittels beeinflußt werden.
Besonders, wenn das Garn, das dem erhitzten Körper zugeführt
wird, im wesentlichen nicht gezwirnt ist, wird der
Abstand dieses hitzebehandelten Abschnittes und des nicht
hitzebehandelten Abschnittes je Einzelfaden lang, und man
bekommt dann nur ein Garn mit starker Ungleichmäßigkeit
und schlechter Gleichmäßigkeit (gezeigt durch den charakteristischen
Wert R max / erreicht er manchmal 3 bis 4,5).
Da nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung dem heißen
Dorn 26 beispielsweise ein Garn zugeführt wird, während
diesem eine Vibration erteilt wird, wie in Fig. 8
gezeigt ist, berührt nicht jeder Einzelfaden notwendigerweise
den heißen Dorn an dem imaginären Auflaufpunkt a,
sondern manche Einzelfäden berühren den heißen Dorn vor
oder hinter dem Auflaufpunkt a. Deswegen ist der Hitzebehandlungsabstand
gebrochen, und man bekommt grob gesagt
die gleiche Hitzebehandlung für jeden Einzelfaden. Man bekommt
so eine Kontrolle der willkürlichen Hitzebehandlung
durch den erhitzten Körper. Es ist dadurch möglich, ein
Garn mit ausgezeichneter Gleichmäßigkeit zu produzieren.
Als Vibrationseinrichtungen gibt es beispielsweise ein
Element, welches das Garn mit einem elektrischen Vibrator
31 (Fig. 9 A) in Berührung bringt oder einen rotierenden
Propeller 32 an das Garn 20 (Fig. 9 B) bringt oder eine
Fließmitteldüseneinrichtung 33 verwendet und ein aus Öffnungen
34 dieser Vorrichtung ausgedüstes Fließmittel auf
das Garn 20 sprüht (Fig. 9 C).
Wenn die Garnspannung eines Garnes bei dem Vibrieren zu
hoch ist, nimmt es wahrscheinlich die Vibration nicht auf,
und wenn die Garnspannung zu niedrig ist, treten Garnbrüche
auf. Daher wird die Garnspannung auf den Bereich von
9-108 mg/dtex in einem Abschnitt eingestellt, wo das
Garn zu dem erhitzten Körper gelangt. Um ihm wirksam eine
Vibration zu erteilen, können auch zwei oder mehrere Vibrationseinrichtungen
verwendet werden.
Die Temperatur des heißen Dornes 26 wird auf den Bereich
zwischen dem sekundären Übergangs- oder Umwandlungspunkt
des Garnes und dem Schmelzpunkt des Garnes eingestellt.
Vorzugsweise liegt sie jedoch im Bereich
zwischen dem sekundären Umwandlungspunkt des Garnes
und einer Temperatur 10°C niedriger als der Schmelzpunkt
des Garnes. Wenn die Temperatur zu nahe dem
Schmelzpunkt des Garnes liegt, besteht die Möglichkeit,
daß das Garn schmelzen und brechen kann, und wenn die
Temperatur niedriger als der sekundäre Umwandlungspunkt
des Garnes liegt, kann andererseits das erwünschte Garn
nicht erhalten werden.
Die Temperatur des weiteren erwärmten Körpers, z. B. der
Heizplatte 28, eignet sich für die Beseitigung und das Latentmachen
der in der vorausgehenden Stufe produzierten
Schleifen. Beispielsweise ist ein Bereich zwischen dem sekundären
Umwandlungspunkt des Garnes und einer Temperatur
25°C unterhalb der Temperatur des ersten erwärmten Körpers
in der vorausgehenden Stufe erwünscht. Nimmt man
nicht eine Temperatur unterhalb der
Erhitzungstemperatur in der vorausgehenden Stufe, dann kann das erwünschte
Volumen
nicht erhalten werden.
Zur Beseitigung von Schleifen wird zum Vergleich das Aufwickeln
des Garnes unter ausreichender Garnspannung zur Beseitigung
von Schleifen, jedoch ohne erwärmten Körper angewendet, wie in dem Vergleichsbeispiel 5 gezeigt
ist. Man bekommt nur ein Garn mit kleinem Volumen
und großer Schrumpfung.
Ein Garn, das nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
erhalten wurde, ist ein stark voluminöses Garn, dessen Aussehen
das gleiche wie das eines gewöhnlichen Garnes oder
eines Garnes mit einer sogenannten lockeren Schlinge ist,
welches ein gleichmäßiges Garn mit ausreichendem Volumen
und niedriger Zusammenziehbarkeit ist.
Mit der in Fig. 6 erläuterten Apparatur wurde ein ungestrecktes
Polyäthylenterephthalatgarn mit 290,82 dtex und 36 Fäden
(mit einem dreieckigen Querschnitt) auf das 3,5fache mit einer
Geschwindigkeit von 360 m/Min. gestreckt, um es auf 83,25 dtex
zu bringen, wonach das gestreckte Garn zwischen den Rollen 24
und 27 um 10% überbeschickt wurde.
Das Garn wurde einem heißen Dorn mit einem Durchmesser von
35 mm und mit einer Temperatur von 215°C zur Durchführung
der Hitzebehandlung an der Vibrationseinrichtung 25 vorbei
zugeführt, wobei diese Einrichtung Luftaustrittsöffnungen eines
Düsenaufsatzes besaß, die Düsenöffnungen einen Durchmesser
von 0,5 mm hatten und in regelmäßigen Abständen von 3 mm angeordnet
waren, wie in Fig. 9 C gezeigt ist, und das Garn durch
Ausdüsen von Luft unter pneumatischen Druck von 0,8 kg/cm²
auf den Weg des Garnes vibriert wurde. Zu diesem Zeitpunkt
lag die Zuführfadenspannung bei dem heißen Dorn bei etwa
2,5 g (29,7 mg/dtex) und die Berührungslänge bei etwa 5,1 cm.
Anschließend wurde das Garn in Berührung mit der 25 cm
langen ebenen Heizplatte 28, die auf 135°C erhitzt war,
zwischen den Rollen 27 und 29 gebracht, wobei letztere Rolle
die gleiche Geschwindigkeit wie die Rolle 27 hatte.
Auf diese Weise wurden Schleifen beseitigt, und danach wurde
das Garn mit einer Wickelspule (Ringzwirner) 30 (Probe 1)
aufgewickelt.
Man bekam ein Garn mit Schleifen ohne Verwendung der Heizplatte
28, aber bei ansonsten gleichen Bedingungen wie im
Falle der Probe 1 (Probe 2).
Zu Vergleichszwecken wurde ein Garn durch Erhitzen ohne
Vibration unter sonst gleichen Bedingungen wie im Falle
der Probe 1 (Probe 3) und ein gewöhnliches Garn (Probe 4)
hergestellt. Die Garneigenschaften dieser Proben 1-4 sind
in der nachfolgenden Tabelle V zusammengestellt.
Die Garne nach der vorliegenden Erfindung (Proben 1 und 2)
hatten Gleichmäßigkeit als Garn, und die R max / -Werte waren
nahe dem Wert eines gewöhnlichen Garnes (Probe 4). Außerdem
waren sie gering kontrahierbare Garne mit ausgezeichnetem
Volumen. In der Probe 3 lag R max / bei 3,8, was sehr hoch
ist, und man bekam keine Gleichmäßigkeit.
Außerdem wurden unter Verwendung dieser Proben 1-4 glatte
Gewebe gewebt, die resultierenden Gewebe wurden gewöhnlich
gereinigt und danach einer Trockenhitzebehandlung während
30 Sekunden bei 180°C unterzogen und dann angefärbt und nachbehandelt.
Die Eigenschaften dieser vier Gewebe waren folgende:
Das Gewebe besaß Dicke, ein sehr kurzes spratziges Muster,
milden Glanz und einen nicht-lockeren Griff und es war ausgezeichnet
hinsichtlich der Tiefe und Klarheit der Farbe.
Die Dicke des Gewebes war maximal, und das sehr kurze
spratzige Muster war schwächer und weniger häufig als das
der Probe 1. Der Glanz und der Griff des Gewebes waren
die gleichen wie bei der Probe 1. Die Tiefe und Klarheit
der Farbe waren etwas schlechter als jene der Probe 1.
Doch war der Unterschied fast nicht feststellbar.
Es besaß Gewebedicke. Das Gewebe hatte jedoch dichte und
lockere Teile, die länger und stärker als jene in den Proben
1 und 2 waren und miteinander vermischt waren. Die Ungleichmäßigkeit
blieb auf der Oberfläche und war unschön.
Der Griff war fest. Die Tiefe und Klarheit der Farbe waren
die gleichen wie jene der Probe 1.
Die Dicke des Gewebes war minimal. Das Gewebe besaß kein
spratziges Muster. Das Gewebe besaß metallischen Glanz mit
einem stark wachsartigen Griff. Die Tiefe und Klarheit der
Farbe waren äußerst schlecht.
Mit einer Apparatur, wie sie in Fig. 6 erläutert ist, wurde
ein ungestrecktes Polycaproamidgarn mit 265,29 dtex und
24 Fäden mit einer Geschwindigkeit von 400 m/Min. zu 83,25 dtex
auf das 3,4fache gestreckt. Das resultierende gestreckte Garn
wurde zwischen den Rollen 24 und 27 um 7% soweit vorgerückt,
einem heißen Dorn mit einem Durchmesser von 60 mm, der
auf 200°C erhitzt war, zugeführt, während dem Garn wie
in Beispiel 1 Vibration erteilt wurde, und darauf mit
einer Wickelvorrichtung (Ringzwirner) 30 aufgewickelt
(Probe 5). Zu diesem Zeitpunkt war die Zuführfadenspannung
zu dem heißen Dorn etwa 2 g (26,1 mg/dtex) und die
Berührungslänge des Garnes mit dem heißen Dorn lag bei
etwa 6,3 mm. Die Garneigenschaften der Probe 5 und eines
gewöhnlichen Garns (Probe 6) sind in der nachfolgenden Tabelle
VI aufgeführt.
Die Messung M erfolgte unter Verwendung von 5 Strängen.
Unter Verwendung der Proben 5 und 6 wurden glatte Gewebe
gewebt und gewöhnlicher Reinigung unterzogen. Danach wurden
sie 30 Sekunden auf 170°C erhitzt und dann angefärbt
und nachbehandelt. Die Eigenschaften dieser zwei Gewebe
waren folgende:
Das Gewebe hatte etwa Dicke und ein schwach spratziges
Muster. Der Glanz war mild und der Griff etwas wachsartig.
Die Tiefe und Klarheit der Farbe waren ausgezeichnet.
Das Gewebe besaß schlechte Dicke und kein spratziges Muster.
Der Glanz war kalt metallartig und das Gewebe besaß einen
stark wachsartigen Griff. Die Tiefe und Klarheit der Farbe
waren ausgezeichnet.
Unter den gleichen Bedingungen wie beim Verfahren zur Herstellung
der Probe 1 in Beispiel 1, jedoch mit der Ausnahme
einer Variation des Überbeschickungsverhältnisses zwischen
den Rollen 24 und 27 und der Zuführgarnspannung zu dem
heißen Dorn 26 wurde eine Reihe von Garnen erhalten.
Mit einer Apparatur, wie sie in Fig. 6 erläutert ist,
wurde ein ungestrecktes Polyäthylenterephthalatgarn
(dreieckiger Querschnitt) mit 116,55 dtex und 12 Fäden
mit einer Geschwindigkeit von 436 m/Min. auf das 3,5fache
gestreckt, um es mit 33,3 dtex zu bekommen. Danach wurde
zwischen den Rollen 24 und 27 unter Verwendung der gleichen
Vibrationsvorrichtung wie in Beispiel 1 unter Vibration
des Garnes mit einem pneumatischen Druck von 0,6 kg/cm² das Überbeschickungsverhältnis
des Garnes variiert, und auch die Garnspannung
der Garnzufuhr zu dem heißen Dorn 26 (mit einem
Durchmesser von 35 mm, erhitzt auf 215°C und einer Berührungslänge
des Garnes mit ihm von etwa 5,1 cm) wurde ebenfalls
variiert. Jedes der gestreckten Garne wurde in Berührung
mit der 25 cm langen ebenen Heizplatte 28 gebracht, die
zwischen den Rollen 27 und 29 auf 130°C erhitzt wurde. Die
Rollen 27 und 29 rotieren mit der gleichen Geschwindigkeit.
Bei diesem Vorgang wurden Schleifen beseitigt, und danach wurden
die Garne mit der Wickelvorrichtung 30 aufgewickelt (Ringzwirner).
Die charakteristischen Werte und die Verarbeitungsstabilität
dieser Garne sind in der nachfolgenden Tabelle VII aufgeführt.
In der Tabelle VII bedeutet in der Spalte der Verarbeitungsstabilität
das Zeichen ×, daß häufige Garnbrüche auftraten und
es unmöglich war, das Garn zu verarbeiten, Δ bedeutet das Auftreten
einiger Garnbrüche und einer gewissen Instabilität,
während ○ bedeutet, daß keine Garnbrüche auftraten und
eine stabile Verarbeitung möglich war.
Aus der Tabelle VII ist ersichtlich, daß die Verarbeitungsstabilität
nicht zufriedenstellend war, wenn die Zuführgarnspannung
zu dem heißen Dorn vermindert wurde, und wenn die Garnspannung
umgekehrt erhöht wurde, verminderte sich Y.
Unter den gleichen Bedingungen wie im Falle der Probe
1 und im Beispiel 1, jedoch mit der Ausnahme einer
Variierung der Temperatur der Heizplatte 28 (mit einer
Länge von 25 cm) wurde eine Reihe von Garnen erhalten.
Die charakteristischen Werte dieser Garne sind in Tabelle
VIII aufgeführt.
Wie aus der Tabelle VIII ersichtlich ist, wurde M 12,0, und
das Garn konnte nicht wirklich als voluminöses Garn bezeichnet
werden, wenn die Temperaturdifferenz 15°C betrug. Die
Temperaturdifferenz liegt vorzugsweise bei nicht weniger als
25°C.
Ein Garn, das unter den gleichen Bedingungen wie im Falle
der Probe 1 im Beispiel 1 verarbeitet wurde und über den
heißen Dorn lief, wurde auf den erforderlichen Grad gedehnt,
um lockere Schleifen zu beseitigen (9,3% bei Raumtemperatur),
ohne daß die ebene Heizplatte 28 verwendet wurde, und danach
wurde das Garn mit der Wickelvorrichtung 30 (Ringzwirner)
aufgewickelt (Probe 7). Die Garneigenschaften der Probe 7
sind in der Tabelle IX gezeigt.
Die Dehnung von 9,3% war etwa die kleinste Dehnung für
die Beseitigung der Schleifen. Im Vergleich mit den Proben
1 und 2 des Beispiels 1 besaß die Probe 7 ein kleines
M und ein großes SH und Y war extrem klein. Ein durch Weben
der Probe 7 erhaltenes glattes Gewebe war papierartig ohne
Dicke, und man bekam nur ein angefärbtes Gewebe mit heller
Farbe mit einem deutlich spratzigen Muster und einer
großen Fadendichte.
Claims (7)
1. Voluminöses, im wesentlichen nicht verflochtenes mehrfädiges
Garn, das aus einer Vielzahl von Fasern aus
thermoplastischem Kunststoff besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig folgende
charakteristische Werte besitzt:
- (A) R max / ≦ 2,5
- (B) Δ S₅ ≧1,5 und Δ S₅₀ ≦ 3,0
- (C) Y ≧ 1,3
- (D) X T - ≦ 1,0
worin R max die maximale Schwankungsbreite der Garnspannung,
R die mittlere Schwankungsbreite der Garnspannung
eines normalen Abschnittes, Δ S₅ die maximale Differenz
der Schrumpfung der Fäden einer Probe mit einer Länge
von 5 cm, Δ S₅₀ die maximale Differenz der Schrumpfung
der Fäden einer Probe mit einer Länge von 50 cm, X T die
maximale Garnspannung, die mittlere Garnspannung und Y
den Grad des Volumens pro Trockenhitzeschrumpfung bedeuten.
2. Voluminöses Garn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es aus Polyester oder Polyamid besteht.
3. Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garnes
nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das ablaufende Garn mit einem auf eine Temperatur zwischen dem sekundären Umwandlungspunkt
und dem Schmelzpunkt des Garnes erwärmten Körper
in Berührung gebracht und anschließend wieder aufgewickelt
wird, wobei das im wesentlichen unverzwirnte Garn
dem erwärmten Körper unter einer Spannung von 9 - 108
mg/dtex zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Garn dem erwärmten Körper unter Vibrationen derart zugeführt
wird, daß einzelne Fäden des Garnes nicht an dem Auflaufpunkt
(a) des Garnes, sondern davor bzw. dahinter den
erwärmten Körper berühren und daß das Garn in derart kurzer
Zeit über den erwärmten Körper geführt wird, daß dessen
Wärme nicht gleichmäßig auf das Garn übertragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Garn nach der Berührung mit dem erwärmten
Körper unter Bedingungen, die das Garn im wesentlichen
nicht dehnen, mit einem weiteren erwärmten Körper in Berührung
gebracht wird, wodurch Schleifen beseitigt werden,
bevor das Garn wieder aufgewickelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß für den ersten erwärmten Körper eine Temperatur
gewählt wird, die im Bereich zwischen dem sekundären
Umwandlungspunkt des Garnes und einer Temperatur von
etwa 10°C unterhalb des Schmelzpunktes des Garnes liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß für den weiteren erwärmten Körper eine Temperatur
gewählt wird, die im Bereich zwischen dem sekundären Umwandlungspunkt
des Garnes und einer Temperatur von etwa
25°C unterhalb der Temperatur des ersten erwärmten Körpers
liegt.
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