DE252155C - - Google Patents

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DE252155C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 252155 KLASSE 12 e. GRUPPE
Zusatz zum Patent 194567 vom 13. Dezember 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1911 ab. Längste Dauer: 12. Dezember 1921.
In der Patentschrift 194567 wird lediglich gesprochen von der Behandlung von Flüssigkeiten mit Gasen oder Dämpfen, und auch der Patentanspruch erstreckt sich in diesem Sinne auf die gegenseitige Einwirkung einer flüssigen und einer dampfförmigen Phase.
In der Technik liegt aber auch zuweilen : die Aufgabe vor, zwei flüssige Phasen miteinander in Gegenwirkung zu bringen, d. h. eine Flüssigkeit mit einer anderen zu waschen.
Versuche, solche Waschprozesse kontinuierlich bzw. im Gegenstrom vor sich gehen zu lassen, scheinen bisher gescheitert zu sein, denn soweit bekannt, erfolgen die bezüglichen Arbeiten stets chargenweise, indem man die zu verarbeitenden Flüssigkeiten in abgemessenen Quantitäten ein oder mehrere Male heftig durcheinanderrührt.
Die Grundbedingungen beim Waschen von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten, z. B. Braunkohlenteer mit Alkohol, liegen häufig ähnlich wie beim Behandeln von Gasen mit Flüssigkeiten, d. h. ebenso, wie meist die Gase beim Behandeln mit Flüssigkeit schwerer werden, so wird auch die leichtere zweier miteinander in Reaktion tretender Flüssigkeiten schwerer. Würde man die gegenseitige Waschung an "einer Kolonne vollziehen, indem man entweder die Kolonne mit der schwereren Flüssigkeit gefüllt hält und die leichtere von unten fein verteilt durchtreten läßt oder mit der leichteren angefüllt erhält und die schwerere von oben niederrieseln läßt, so würde im Fall 1 die nach unten leichter werdende Flüssigkeit die Neigung haben, immer wieder nach oben zu steigen und einen ordnungsmäßigen Gegenstrom vereiteln oder im Fall 2 würde die nach oben schwerer werdende Flüssigkeit niederzusinken trachten, statt, wie gewünscht, gleichmäßig aufzusteigen. -
Vollzieht man aber einen solchen Waschprozeß in der in der Patentschrift 194567 beschriebenen Kolonne, indem man an Stelle der aufsteigenden Gase die leichtere Flüssigkeit setzt und von oben her die schwerere Flüssigkeit eintreten läßt, dann tritt ganz systematisch eine vollständige Ausnutzung beider Flüssigkeiten ein, ohne daß irgendwelche Unterströmungen hinderlich werden.
Soll z. B. nach dem oben schon erwähnten Verfahren aus rohem Braunkohlenteer mit einem spez. Gew. von 0,90 und 10 Prozent Kreosot mit spez. Gew. von 1,0 das Kreosot mit Alkohol vom spez. Gew. 0,8 herausgewaschen werden, so gestalten sich bei kontinuierlicher Arbeit in der Kolonne die Verhältnisse etwa wie folgt:
Der leichte Alkohol tritt unten in die Kolonne ein, erfüllt die Kolonne und tritt oben mit Kreosot beladen aus. Der Rohteer tritt oben ein, durchsinkt die Kolonne und den langsam aufsteigenden Alkohol und tritt unten, von Kreosot befreit, heraus aus der Kolonne, gemischt mit einer geringen Menge Alkohol,
Die Kreosot-Alkoholmischung, bestehend aus etwa 30 + 70 Prozent, hat ein spez. Gew. von 0,86, kann aber, trotzdem sie erheblich schwerer als der reine Alkohol ist, mit 0,8 nicht in der Kolonne nach dem Patent 194567 widersinnig zurücksinken, sondern muß gleichmäßig nach oben austreten.
Daß das unten austretende Gemisch von entkreosotiertem Teer mit 5 Prozent Alkohol leichter ist als der oben hinzutretende Kreosotteer, ist praktisch belanglos, da bei der Diskontinuität der niedersinkenden Massen ein Wiederaufsteigen einzelner Teile nicht möglich ist, solange das umgebende Medium noch leichter ist wie in diesem Falle der Alkohol.
Das vorstehend behandelte Problem lehrt, warum bekannt gewordene ältere Verfahren, bei denen ebenfalls die leichten Flüssigkeiten von unten her der schwereren Flüssigkeit entgegen aufsteigen, anscheinend ohne praktische' Erfolge geblieben sind. Die Gefahr der widersinnigen Unterströmungen ist bei gegenseitiger Durchdringung von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten besonders groß, da bei der meist geringen Dichtedifferenz der in Reaktion tretenden Flüssigkeiten nur langsame Bewegungen statthaft sind. Bei Anwendung der in der Patentschrift 194567 beschriebenen Kolonnenkonstruktion wird aber selbst bei langsamster Bewegung der behandelten Medien jede schädliehe Unterströmung vermieden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anwendung des durch Patent 194567 geschützten Kolonnenapparates zum Waschen einer Flüssigkeit mit einer anderen.
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