DE2513232B2 - Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Lösung eines Salzes eines Actinidenmetalles, die im Hinblick auf die Säurerestionen substöchiometrisch ist - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Lösung eines Salzes eines Actinidenmetalles, die im Hinblick auf die Säurerestionen substöchiometrisch istInfo
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Description
2X1
1X2
1X2
x KH) = 1007«
die Stöchiometrie der Lösung 100% beträgt Jedoch beträgt die Stöchiometrie im Falle einer Lösung, die nur
ein Nitration und ein Uranylion enthält
IXl
1X2
1X2
X KM) - 50%.
Enthalt eine Lösung 8 Nitrationen (einwertig). 1 Uranylion (zweiwertig) und 2 Thoriumionen (vierwertig),
so beträgt die Stöchiometrie
1X2 Ϊ2
x 100 80
Im wesentlichen kugelförmige Partikel (nachfolgend als Kügelchen bezeichnet), die ein oder mehrere
Hydroxyde, Oxyde und/oder Carbide von ein oder mehreren Actinidenmetallen und möglicherweise Kohlenstoff
enthalten, werden als Brennstoff in Kernreaktoren verwendet. Diese Kügelchen werden häufig mit
Hilfe des sogenannten SoI-GeI-Verfahrens hergestellt,
gemäß dem eine wäßrige Phase, die eine Verbindung eines Actinidenmetalls (und gewünschtenfalls Kohlenstoff)
enthält, in Form von Tröpfchen in einer üblichen organischen Flüssigkeit, die mit Wasser nicht mischbar
ist (nachfolgend als Gelbildungsflüssigkeit bezeichnet), verteilt wird, wobei man die Tröpfchen sich hierin
verfestigen läßt. Man erhält eine Dispersion von im wesentlichen kugelförmigen festen Partikeln in der
Cjclbildungsflüssigkeit, aus der sie abgetrennt werden. Die gewünschten Kügelchen werden nach einer
weiteren Behandlung, die Maßnahmen wie Waschen, Trocknen, Calcinieren, Sintern und/oder eine Reduktion
einschließt, erhalten.
Ks sind zahlreiche Varianten des SoI-GeI- Verfahrens
bekannt. F.s sei hier speziell auf' die Varianten hingewiesen, bei denen die wäßrige Phase eine Losung
eines Salzes ist, das in der (ielbildungsflüssigkeit in ein
Hydroxyd übergeführt wird. Jedoch ist es auch möglich, zu der Salzlösung eine Substanz hinzuzufügen, aus der
sich linier Erhitzen eine Base bildet. Beispielsweise kann
man Hexamethylentetramin, das unter Erhitzen Ammoniak bildet, hinzufügen. In diesem Fall wird die Lösung
in einer erhitzten Gelbildungsflüssigkeit verteilt.
Im Zusammenhang mit dem SoI-GeI-Verführen ist es
bekannt, dall es von Vorteil ist, von einer Salzlösung auszugehen, die im Hinblick auf die Säurercsiionen
substöchiometrisch i->t (siehe z. B. britische Patentschrift
1 J 02 682 und deutsche Olfenlcgungsschrift 22 Ol 488).
Diese ist definiert als eine Lösung, bei der das Verhältnis des Saurerestes zu dem Metall niedriger ist als in dem
normalen Salz, wobei das Ol I-lon nicht .ils Saurerest
an/iisehen ist. Die .Stöchiometrie kann in Prozenten
durch die Formel >
Hill
.iiisgcdnickl werden.
I im.' l.()sung ties norm,ilen S.il/es llr.invluiir.it (UO )
Die Stöchiometrie beträgt in diesen Fällen weniger als 100%, so daß die Lösungen substöchiometrisch sind.
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung substöchiometrischer Lösungen bekannt. Ein Verfahren,
das aus der deutschen Offcnlegungsschrift 22 01 988 bekannt ist und in dem Auflösen von Ammoniumdiuranat
in Lösungen von Uranylnitrat oder Salpetersäure besteht, soll hier besonders hervorgehoben werden.
Ammoniumdiuranat ist in der deutschen Offenlegungsschrift 22 01 988 als unlösliches Produkt definiert,
das als Niederschlag erhalten wird, wenn man Ammoniak, im allgemeinen in Form einer wäßrigen
Lösung, mit einer wäßrigen Lösung eines Uranylsalzes wie Uranylnitrat mischt. Die Formel von Ammoniumdiuranat
ist (NHj)AJ/);. In der Praxis hat man jedoch
häufig gefunden, daß die Zusammensetzung des Niederschlags nicht mil dieser Formel übereinstimmt
und von dem Herstellungsverfahren abhängt. Gemäß der deutschen Offenlegungsschrift 22 Ol 988 hängt die
Zusammensetzung von der Konzentration der verwendeten Lösungen, der Natur der Rcaktantcn und dem
Verfahren der Abtrennung des Niederschlags ab.
In |. Inorg. Nucl. Chem., 24, JOJ- J07 (1962), wird auf
den Hinfluß des pH, der während des Ausfällens vorherrscht, auf die Zusammensetzung des Niederschlags
Bezug genommen. So könnte hei einem pH von 6,7 die Zusammensetzung des Niederschlags als
JUOi · NH1 · r>H,()
formuliert werden, wohingegen die Zusammensetzung bei einem pH von 3,6 UO, · 2 Il O entsprechen wurde.
Weiterhin muß die Anwesenheit von Verunreinigungen, die von den Ausgangsmalerialieii herrühren, in Kauf
genommen werden. Beispielsweise enthalt der Niederschlag, wenn man von Uranylnitrat ausgeh!, Nitraiionen,
die manchmal nicht vollständig durch Waschen mit Wasser entfernt werden können. Im Hinblick auf die
variable Zusammensetzung des Niederschlages wäre es besser, von einem »ausgefällten Ammoniiimuranat« zu
sprechen als von einem Ammoniunidiuranat.
In Journal of Nuclear Materials. 44 (1972), Seite 162
wiril lestgeslellt. daß es möglich ist zur l-lr/iclung des
Niederschlags nicht nur von einem Uranylsal/. wie Uranylnitrat, sondern auch von einer Ur.iiisalzlösung.
die durch Auflösen von Uranhoxalluorid in W.isser
erhallen wird, auszugehen.
Hei der Herstellung ties Niederschlags w.ir es lusher
iiblic h, Ammoniak im I Ihersi hui! zu vei weiuli-ii. iln .ii ι
Ρ:
f'f
daß der pH während des Ausfällens über 7 lag. Der so
gebildete Niederschlag war jedoch schwierig in Salzlösungen zu lösen, derart, daß die Bildung
substöchiometrischer Lösungen mit Hilfe dieses Niederschlags
stets ein beschwerliches Verfahren war. Weiterhin war die Substöchiometrie der erhaltenen
Uranylsalzlösungen stets gleich oder höher als 87%. Dies hatte den Nachteil einer niedrigeren maximal
erhältlichen Urankonzentration der Lösung zur Folge.
Natürlich erfordert eine derartige Lösung auch die Zugabe von mehr Lösung an Ammoniak-Donator vor
ihrer Dispergierung in einer erhitzten organischen mit Wasser unmischbaren Flüssigkeit zur Überführung in
Sol-Gel-Partikel. Die Kombination der niedrigeren
erhältlichen maximalen Konzentration an Actinidenmetall und des erforderlichen größeren Volumens an
verdünnender Ammoniak-Donator-Lösung führt im allgemeinen zu einem Endprodukt mil verschlechterter
Qualität
Die weiteren Behandlungen, wie Trocknen, Calcinierung
und Sintern, waren insbesondere von großen Verlusten infolge eines beträchtlichen Schwunds bzw.
einer beträchtlichen Schrumpfung begleitet. Der beträchtliche Schwund konnte tatsächlich durch Verwendung
eines geringeren Volumens an Ammoniak-Donator-Lösung vermieden werden, jedoch führten zu
geringe Mengen an Ammoniak-Donator-Lösung zu einer niedrigen mechanischen Festigkeit der gelierten
Kügelchen. In einem derartigen Fall sind die gelierten Kügelchen tatsächlich zu weich, was — nach dem
Trocknen und Sintern — zu einer geringeren Glattheil als sie für Kernspaltmaterial erwünscht ist, fuhrt.
In Journal of Nuclear Materials, 44 (1972), Seiten 161 — 174, wird insbesondere auf den Einfluß des pH
hingewiesen, wobei die Fällung unter Zugrundelegung der physikalischen Eigenschaften des Niederschlags
durchgeführt wird. Gemäß dem genannten Artikel nimmt die Größe der ausgefällten Partikel mit
abnehmendem pH zu, derart, daß diese Partikel rascher aus der flüssigen Phase absinken und leichter durch
Filtration aus der flüssigen Phase abgetrennt werden können. Dies stellt auch einen Vorteil dar, wenn der
Niederschlag ausgewaschen wird. Dieser F.ffckt ist insbesondere bemerkenswert bei pH-Werten unterhalb
7. Das Produkt, das am besten filtriert werden kann, wird bei einem pH von },5 erhalten, jedoch beginnt bei
derart niedrigen pH-Werten die Löslichkeit des Reaktionsproduktes mer'lich zuzunehmen, derart, daß
das Metall aus der Lösung in geringerer Menge ausgefällt wird. Dies führt zu der Möglichkeit einer
Durchführung der Ausfällung in zwei Stufen. In der ersten Stufe wird ein pH von 3 bis 4 zur Erzielung eines
hinreichend filtrierbaren Produktes verwendet, wobei in der zweiten Stufe ein pH von mehr als 7 verwendet
wird, um sicherzugehen, daß sämtliches Metall ausgefällt wird. Der pl 1 wird durch entsprechende Zugabe des
Ammoniaks eingestellt. Als Verwendung dieses Niederschlags gibt der genannte Artikel die direkte Überführung
in IJOi-Pulver durch Erhitzen bei Temperaturen
oberhalb 4000C in einer reduzierenden Atmosphäre an.
Es wurde nun gefunden, daß Ammoniumuranat, das bei einem pH zwischen 3,6 und 7 ausgefällt wurde, in
hohem Maß für die Verwendung /ur Herstellung substöchiometrischer Salzlösungen geeignet ist. Das bei
einem derartigen pH ausgefällte Ammoniumuranat löst sieh tatsächlich in einer Salzlösung wesentlich rascher
als ein Ammoniiimuranal, das bei einem pH von
oberhalb 7 ausgefällt wurde. Dies ist überraschend, da man hätte erwarten müssen, daß Ammoniumuranat, das
bei einem höheren pH ausgefällt wurde und aus kleineren Partikeln besteht, sich rascher löst
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
ϊ einer wäßrigen Lösung eines Salzes eines Actinidenmetalls,
die im Hinblick auf die Säurereste substöchiometrisch ist, durch Lösen eines Ammoniumuranats in einer
wäßrigen Actinidenmetallsalzlösung, das durch Mischen von Ammoniak oder eines Ammoniak-Donators mit
in einer wäßrigen Lösung eines Uranylsalzes oder eines
Uransalzes ausgefällt worden ist das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Ammoniumuranat bei einem pH
zwischen 3,6 und 7 ausgefällt wird.
Es wurde gefunden, daß eine durch Lösen eines bei
1Ί einem niedrigen pH ausgefällten Ammoniumuranats
erhaltene Lösung die in hohem Maß erwünschten Vorteile einer hohen Actinidenmetallkonzentration und
niedrigen Substöchiometrie aufweist. Im Falle einer substöchiometrischen Uranylnitratlösung ist die Uran-
.'Ii konzentration bei einer Substöchiometrie von ca. 75%
ungefähr 3molar.
Bei einem niedrigen pH ausgefälltes Ammoniumuranat kann nach verschiedenen Methoden erhalten
werden. Eine der möglichen Methoden besteht in der
.·■> Ausfällung aus einer wäßrigen Uranylsalzlösung rr.it
Hilfe von mit Inertgas verdünntem gasförmigen Ammoniak, wie es in der französischen Patentschrift
11 83 556 beschrieben ist.
In dem genannten Patent ist auf Seite 2, rechte Spalte,
in Zeile 1, auf die Tatsache hingewiesen, daß Ammoniumuranat
bei einem pH zwischen 6 und 7 ausgefällt werden kann. Es sei bemerkt, daß diese vorbekannte Methode
lediglich einen geringen Teil des verwendbaren pH-Bereiches umfaßt.
ι i Ein weiterer Nachteil ist, daß für dieses Herstellungsverfahren
das Mischungsverhältnis zwischen dem gasförmigen Ammoniak und dem Inertgas sowie der pH
in der Flüssigkeit kontrolliert werden müssen. Aus diesem Grunde wird vorzugsweise ein Herstellungsver-
Hi fahren gewählt, das in dem Mischen einer wäßrigen
Uranyl- und/oder Uransalzlösung mit einer Lösung von Ammoniak und/oder einem Ammoniak-Donator besteht.
Geeignete Ammoniak-Donatoren sind Harnstoff und
Geeignete Ammoniak-Donatoren sind Harnstoff und
ι. Hexamethylentetramin. Bei der vorgenannten Herstellungsmethode
muß lediglich der pH in der Ausfällungsflüssigkeit kontrolliert werden.
Bei der erfindungsgemäßen Methode wird als untere Grenze für den pH ein Wert von 3,6 eingehalten, da die
.Ii Ausfällung bei noch niedrigeren pH-Werten quantitativ
unzureichend ist, so daß zu viel Metall in der Lösung verbleibt. Das in dem vorgenannten Artikel diskutierte
Verfahren gemäß dem eine Ausfällung anfänglich bei einem niedrigen pH durchgeführt wird, wonach in einer
■ ι /weiten Stufe bei einem pH oberhalb 7 die Ausfällung
vervollständigt wird, ist für das Verfahren gemäß der Erfindug weniger angebracht, da in dem Niederschlag
während der zweiten Stufe eine unzureichend lösliche Fraktion gebildet wird. Für die Verwendung des
hu Niederschlags, wie sie in dem genannten Artikel in
Betracht gezogen wird, hat die Bildung einer derartigen Fraktion natürlich keine Bedeutung. In dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird der Niederschlag vorzugsweise bei einem pH im Bereich von 4,0 bis 6,7 gebildet.
I-Is ist natürlich möglich, auch Ammoniumuranat /u
losen, das bei einem niedrigen pH in einer Actinidensal/losiing,
die freie Säure enthalt, ausgefällt wurde. Die vorgenannte deutsche Offenlegungsschrift 22 01988
betrifft die Herstellung einer gemischten Lösung von Uranylnitrat und Plutoniumnitrat durch Mischen einer
Salpetersäure enthaltenden Lösung von Plutoniumnitrat mit einem Diuranat, Uranperoxyd, Urantrioxyd
oder einer Lösung von Urantrioxyd in Dranylnitrat.
Zusätzlich zu der Mischung eines Diuranats mit einer
Salpetersäure enthaltenden Lösung von Plutoniumnitrat werden Beispiele aller der vorgenannten Möglichkeiten
gegeben. Es werden das Mischen einer Salpetersäure enthaltenden Lösung von Plutoniumnitrat
ml· Urantrioxyd, mit einem weiteren Zusatz an Salpetersäure, Urantrioxyd, Uranperoxyd und mit einer
Lösung von Urantrioxyd in Uranylnitrat genannt.
Experimentell gesehen hat es jedoch den Anschein, daB im Falle von Ammoniumdiuranat lediglich ein
Ammoniumuranat, das bei einem pH von niedriger als 7
ausgefällt wurde, sich bei Raumtemperatur in einer Salpetersäure enthaltenden Lösung von Plutoniumnitrat
löst. Es sei bemerkt, daß die Verwendung eines derartigen bei einem niedrigen pH erhaltenen Niederschlags
für diesen Zweck aus der deutschen Offenlcgungsschrift 22 01 988 nicht bekannt ist.
Das Lösen von bei niedrigem pH ausgefälltem Ammoniumuranat in einer Salpetersäure enthaltenden
Lösung von Plutoniumnitrai führt zur Bildung von hocherwünschten Lösungen von Plutoniumuranylnitrat,
niedriger Stöchiometrie und hoher Actinidenmctallkonzentration. Ein Vorteil der Verwendung von bei
niedrigem pH ausgefälltem Ammoniumuranat besteht darin, daß die Ausfällung von Urantrioxyd oder
Uranperoxyd vermieden wird.
Uranperoxyd UO4 · 2 H2O wird durch Ausfällung mil
H1O2 in saurem Medium aus Uranylsalzlösungen
hergestellt und besitzt den Nachteil einer möglichen Explosivität.
Urantrioxyd kann beispielsweise durch Trocknen eines gewaschenen Uranatniederschlags und anschließendes
Erhitzen bei relativ niedrigen Temperaturen unterhalb 4000C unter kontrollierten Bedingungen
hergestellt v/erden.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Urantrioxyd, das in der deutschen Offenlegungsschrift 22 01 988
genannt ist, besteht in der thermischen Denitricrung von
Uranylnitratlösungen. Dieses Herstellungsverfahren besitzt den Nachteil der Bildung großer Mengen an
nitrosen Gasen, die unschädlich gemacht werden müssen.
Bei der Verwendung von bei niedriger Temperatur ausgefälltem Ammoniumuranat kann andererseits der
gewaschene Niederschlag direkt in der Plutoniumnitratlösung gelöst werden.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß die Verwendung von bei einem niedrigen pH ausgefällten
Ammoniumuranat in dem vorliegenden Fall im Vergleich zu Urantrioxyd und Uranperoxyd Vorteile
besitzt. Die Temperatur der Ausfällung 'icgt im allgemeinen im Bereich von 15 bis 900C und
vorzugsweise zwischen 50 und 70° C.
Es kann eine konzentrierte Lösung von Ammoniak verwendet werden, um das gesamte Flüssigkeitsvolumen
bei einem niedrigen Wert zu halten. Anstelle von Ammoniak kann genauso ein Ammoniak-Donator
verwendet werden, d. h. eine Substanz, die während der Umsetzung Ammoniak frei gibt. Beispielsweise ist es
möglich, Hexamethylentetramin, das beim Erhitzen Ammoniak frei gibt, zu verwenden. Die Ausfällung wird
dann bei einer erhöhten Temperatur durchgeführt.
Im allgemeinen wird das ausgefällte Ammoniumura
nat vor der Lösung in der wäßrigen Lösung eines
Actinidenmetallsalzes gewaschen. Diese Lösung muß nicht substöchiometrisch sein, sondern kann, wie
vorstehend erwähnt, auch angesäuert werden oder kann
-, bereits substöchiometrisch sein- Das Actinidenmetall ist vorzugsweise Uran, jedoch kann es auch Thorium oder
Plutonium oder ein Metall mit einer noch höheren Ordnungszahl sein. Das Ammoniumuranat löst sich
rasch in einer Salzlösung und es ist nicht notwendig, zur
κι Beschleunigung der Lösungsgeschwindigkeit intensiv zu
erhitzen.
Man gab 230 ml einer wäßrigen 13 Gew.-%
ι) Ammoniak enthaltenden Lösung unter Rühren bei einer
Temperatur von 600C zu 400 ml einer wäßrigen
l,40molaren Uranylnitratlösung. Dies führte zur Bildung eines Niederschlags von Ammoniumuranat bei einem
pH von 5. Der Niederschlag wurde über einem
:ii G-3-Glasfilter filtriert und mit Wasser gewaschen
Der gewaschene voluminöse hydratisierte Niederschlag konnte rasch durch Schütteln bei Raumtemperatur
in 500 ml einer wäßrigen Lösung, die in bezug auf Uranylnitrat (UOjXNOi).1 2,8molar war, gelöst werden.
j, Die so erhaltene Lösung war 2,9molar in bezug auf das
Salz mit der durchschnittlichen Zusammensetzung
Die Stöchiometrie der Lösung betrug
1 .-41 >
I
I - -1
I - -1
KlO 7(1",..
:, Man wiederholte den Versuch, wobei man jedoch 280 ml der Ammoniaklösung verwendete derart, daß
der pH nach der Ausfällung 8.3 betrug. Der so gebildete Niederschlag löste sich sogar nach längcrem Schütteln
bei Raumtemperatur nur teilweise in der genannten
in Lösung.
Man gab 511 ml einer wäßrigen 13 Gew.-0/«
Ammoniak enthaltenden Lösung unter Rühren bei einer
1, Temperatur von 60"C zu 888 ml einer wäßrigen
1,40molarcn Uranylnitratlösung. Dies führte zur Bildung eines Niederschlags von Amnioniumuranat bei einem
pH von 5. Der Niederschlag wurde über einem G-3-Glasfilter filtriert und mit Wasser ausgewaschen.
in Der gewaschene voluminöse hydratisierte Niederschlag
konnte rasch durch Schütteln bei Raumtemperatur in 423 ml einer wäßrigen l-ösung, die in bezug auf
Plutoniumnitrat O,146molar und in bezug auf Salpetersäure
3,91 molar war, gelöst werden. Die so erhaltene
-.-, Lösung war 2.76molar in bezug auf Uran und 0,14molar
in bezug Plutonium. Die Stöchiometrie dieser Lösung betrug
πιο
71",.
2 I
x 4
Der Versuch wurde wiederholt, wobei man jedoch 620 ml der Ammoniaklösung verwendete, derart, daß
der pH nach der Ausfällung 8 betrug. Der so gebildete
Niederschlag löste sich sogar nach verlängertem Schütteln bei Raumtemperatur nur teilweise in der
genannten Lösung.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Lösung eines Actinidenmetallsalzes, die in bezug auf
die Säurerestionen substöchiometrisch ist, durch
Lösen eines Ammoniumuranats in einer wäßrigen
Actinidenmetallsaizlösung, das durch Mischen von Ammoniak oder eines Ammoniak-Donators mit
einer wäßrigen Lösung eines Uranylsalzes oder Uransalzes ausgefällt worden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ammoniumuranat bei einem pH zwischen 3,6 und 7 ausgefällt wird.
2. Verfahren gemätl Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniumuranat bei einem pH
zwischen 4 und 6,7 ausgefällt wird.
(1).) enthält zwei einwertige Nitrationen und ein
zweiwertiges Uranyliop derart, daß gemäß
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|---|---|---|---|
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Also Published As
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