DE250960C - - Google Patents

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DE250960C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C27/00Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
    • B64C27/54Mechanisms for controlling blade adjustment or movement relative to rotor head, e.g. lag-lead movement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250960 KLASSE 77 h. GRUPPE
CHRISTIAN LORENZEN in HARROW, Engl.
Flugvorrichtung mit fallschirmartig angeordneten Luftschrauben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Januar 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine Flugvorrichtung mit fallschirmartig angeordneten Luftschrauben, welche aus einer starren Nabe sowie aus einem reifenförmigen Innenkranz und Außenkranz gebaut sind, zwischen denen sich die Flügel, radial eingespannt, befinden. Die Verstellbarkeit der elastisch verwindbaren Flügel unter Torsion derselben ist nach an sich bekannter Ausführungsart vermöge An-Ordnung eines zweiteiligen Innen- oder Außenreifens derart hergerichtet, daß die endseitigen Flügelzipfel weςhselständig an dem einen und andern Reifenteil befestigt werden und daß durch gegenseitige Verstellung der Reifenteile die Verzwängung der Flügel zur windschiefen Lage oder zur horizontalen Schirmwirkungslage ermöglicht wird. Gemäß der Erfindung werden die Verstellmittel in besonderer Weise angeordnet, nämlich in erster Linie unter Zuhilfenahme von radialen Zugorganen, welche an Daumenschub- oder Zahntriebhebel an-
■ greifen, wodurch die Verstellbewegung für die sämtlichen Flügel einer Luftschraube von dem Nabenkranz her übertragen wird. Eine besonders zweckmäßige Ausführungsart der Erfindung bezieht sich ferner auf diejenige Anordnung der Verstellhilfsmittel in Form von schrägliegenden Spreizlenkern zwischen den Reifenteilen, durch welche beim Verstellen die elastischen Flügel eine eigenartige Verwindung im Sinne der Bildung einer vorderseitigen Wölbung und negativen Luftabgleitfläche zum Zwecke einer erhöhten Wirkung erfahren.
Von beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 in stückweiser Oberansicht eine Schirmluftschraube gemäß der Erfindung dar; Fig. 2 ist ein zugehöriger Schnitt, welcher die Anordnung des Nabenteils und die Verspannung der Flügel zwischen diesem und dem — zum Zwecke der Flügelverstellung doppelteiligen ■—■ Außenreifen veranschaulicht. Fig. 3 und 4 dienen zur Darstellung einer Ausführungsform der Verstellvorrichtung, wobei mittels der radialen Zugorgane Zahntriebhebel als Stellhilfsmittel bewegt werden. Als Detailfiguren für eine beispielsweise Ausführungsform der Flügelverstellvorrichtung dienen ferner die Fig. 5 bis 10, während Fig. 11 und 12 eine abgeänderte Ausführungsform mit Schlitzgleitführung an Stelle der Spreizlenkerführung veranschaulichen.
Aus Fig. ι und 2 ist ersichtlich, daß das starre Rahmenwerk der Schirmluftschraube allein aus einem Nabenteil oder Innenradkranz r und einem im Beispielsfalle zweiteiligen Außenreifen b, V besteht. Die Schirmfläche wird von den Flügeln α in Form papierdünner metallener Streifen eingenommen, die als Fortsetzung radialer Zugspeichen ζ angeordnet sind und selbst als solche dienen. Mit derartiger Spannung werden die Flügel a nebst Speichen ζ zwischen r und b, V eingefügt, daß die Kraftkomponenten der radialen Zugspannungen zugleich den Außenreifen b, V eine Zwangslage einnehmen lassen, die sich durch den kürzesten Abstand der äußeren Befestigungspunkte der Flügel von den inneren Befestigungspunkten bei r bestimmt. Es entsteht daher eine ebene Schirmfläche, bei welcher der Zwang der Innehaltung der Schirmebene allein durch die radialen Zug-
Spannungen geleistet wird. Die Anordnung zusätzlicher Versteifungs- und Verstrebungsmittel ist entbehrlich.
Mittels Schrauben χ sind die Speichen ζ und Flügel α radial nach innen nachspannbar; der Anschluß der Speichen an die Flügel findet bei Bügeln y statt, wobei durch einen leichten Zwischenreifen w eine Führung gegeben ist. Die Außenenden der Flügel α sind, damit eine
ίο variable Verstellung in ihrer wirksamen Fläche für Luftschraub- und Schirmwirkung ermöglicht wird, mit ihren beiden Zipfeln getrennt einerseits an dem Reifenteil b und andererseits an dem Reifenteil b' befestigt. Die radial nach innen gerichtete Zugspannung verteilt sich daher an diese beiden, zusammen den Außenreifen ausmachenden Teile gleichmäßig. Die Reifenteile b, V, die nach Fig. 2 untereinander gelegen sind, lassen eine gegenseitige Verschiebbarkeit derart zu, daß sie mehr oder weniger auseinanderklaffen, wobei die Befestigungspunkte für die Flügel ebenfalls auseinanderrücken und dadurch die Flügel aus ihrer Einebnunglage in eine windschiefe Schraubwirkungslage gebracht werden. Aus Fig. 5 bis 10 ist im einzelnen ersichtlich, wie bei untereinander angeordneten Reifenteilen der der Zweck der Flügelverstellung erreicht wird. Die Reifen b, V sind untereinander durch schrägstehende, in Abständen am Umfang angeordnete Lenkerglieder c miteinander verbunden. Mittels einer Exzenterspannvorrichtung, die in der Anordnung nach Fig. 9 und 10 je aus einem Hebel d mit Exzenterdaumen u und dem Rollenknaggen ν besteht, kann man nun eine gegenseitige Verschiebung der Reifen b, V bewirken, wobei die Lenkerglieder c nach Art von Knebeln eine Abstandsänderung zwischen b und b' verursachen. Diese äußert sich wegen der relativen Steilstellung der Spreizlenker, wie durch Vergleich von Fig. 5 und 6 bzw. Fig. 9 erkennbar ist, darin, daß die z. B. anfänglich flach bzw. horizontal gelegene Flügelendkante ein gebogenes Profil mit Verwindung der Flügelfläche zu einer Schraubwirkungslage annimmt. Eine hierbei beabsichtigtermaßen entstehende Wölbung längs der vorgehenden Flügelkante ist für die Hubwirkung günstig, indem so nach vorn hin eine negativ wirkende Luftabgleitfläche geschaffen wird, welche im Zusammenwirken mit der übrigen Flügelfläche die Hubwirkung der Luftschraube vermehrt. Der von unten her an der positiven Flügeltreibfläche wirksame Luftdruck verhindert von selbst, daß sich nicht etwa auch eine unerwünschte Wölbung an der Hinterkante des Flügels — wie vorn rechts — bildet. Durch Federwirkung kann das Bestreben, die Flügel in die anfängliche Flächlage zurückzubringen, bei welcher sie mehr Fallschirm- bzw. Gleitflächen bilden, hergerichtet werden, wobei die Tordierungsfederung der Flügel selbst ausnutzbar ist.
Um die Hebel c einzustellen, dienen gemäß der Erfindung Stell- oder Zugorgane e (Fig. 1 und 2), die nach der Nabe hin zusammenlaufen und dort über Rollen f geführt zu einem Stellwerk oder Steuermechanismus geleitet sind, von wo aus mithin die willkürliche und gleichzeitige Einstellung sämtlicher Flügel bewerkstelligt werden kann.
In Fig. 3 und 4 ist diejenige Abänderung der Flügelverstellvorrichtung dargestellt, bei welcher die Reifenteile b, b' statt untereinander konzentrisch zueinander angeordnet sind. Die Verstellwirkung ist im übrigen in ähnlicher Weise erreicht, nur daß statt der Exzentervorrichtung je ein Zahnsegment i in Eingriff mit einer Zahnung j des einen Reifenteils von dem Hebel d bedient wird, an den das Zugorgan e angreift. Die dadurch ermöglichte Verschränkung der an dem einen und anderen Reifenteil b, V wechselständig befestigten Flügelzipfel ist aus Fig. 4 ersichtlich. Statt daß die Verschränkung an dem Außenende der Flügel vorgenommen wird, kann dieselbe ebenso auch an dem Innenende mit denselben Mitteln herbeigeführt werden, gegebenenfalls auch am Außen- und Innenende.
Eine abgeänderte, demselben Zweck der Flügelverstellung dienende Ausführungsweise wird durch Fig. 11 und 12 veranschaulicht. In diesem Falle ist der eine Reifenteil p in Form eines Rohres und der andere q in Form eines dagegen verstellbaren Schieberringes ausgebildet; letzterer besitzt Schrägschlitze q' als Führungen, in welche Zapfenvorsprünge von den äußeren Flügelzipfeln hineingreifen. Durch Verschiebung des Ringes q erzielt man somit ebenfalls eine Verzwängung der Flügelkanten zum Zwecke der Verstellung der Flügellage.
Hinsichtlich der Konstruktion der Schirmluftschrauben wird noch bemerkt, daß statt der einschichtigen Anordnung der Flügel dieselben» auch in bekannter Weise in zwei Gruppen so zu einem gemeinschaftlichen in sich versteiften Radkörper verbunden werden können, daß sie abwechselnd in einem stumpfwinkligen Kegelmantel, nach oben und unten hin hervortretend, gelegen sind. Hinsichtlich des Luftwiderstandes bietet die Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 die günstigsten Verhältnisse dar.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Flugvorrichtung mit fallschirmartig angeordneten Luftschrauben, welche aus einer starren Nabe sowie aus einem reifenförmigen Innenkranz und Außenkranz gebaut sind, bei denen eine Verstellbarkeit der Flügel in der Weise vorgesehen ist, daß der Innen- oder Außenreifen zwei-
    teilig mit zueinander verschiebbaren bzw. abspreizbaren Bestandteilen angeordnet wird, wobei die Endzipfel der Flügel wechselständig mit dem einen und anderen Teil verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß mittels radialer Zugorgane, welche an Daumenschub- oder Zahntriebhebel angreifen, die Verstellbewegung für die sämtlichen Flügel' einer Luftschraube
    ίο von dem Nabenkranz her übertragen wird, wobei durch Federung die Rückkehr zur Anfangslage stattfinden kann.
  2. 2. Flugvorrichtung mit radial auf Zug eingespannten, elastisch verwindbaren Flügeln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Reifenteilen für deren Abspreizbewegung angebrachten Lenker (c) in der Schrägrichtung der Flügelflächen, aber in entsprechend steilerer Winkelneigung wie diese, angeordnet sind, wodurch beim Verstellen im Sinne der Vergrößerung des Steigwinkels die Verwindung der Flügel so geleitet wird, daß sich längs der vorgehenden Flügelkante eine unterseitige Wölbung und oberseitige negative Luftabgleitfläche bildet, wobei der unterwärts vorwiegende, auf die positive Flügelfläche wirkende Luftdruck die Ausbildung einer solchen Wölbung im hinteren Bereich des Flügels verhindert.
  3. 3. Flug vorrichtung mit Luftschrauben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den zwei Bestandteilen des Reifens für den Verstellungszweck der eine mit Schrägschlitzen versehen ist, in welchen die Zipfel der Flügel Führung erhalten, so daß bei gegenseitiger Verschiebung der Reifenteile die Flügelstellung erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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