DE2509401B2 - Vorrichtung zur Begrenzung des Arbeitsbereiches von Auslegerdrehkranen - Google Patents
Vorrichtung zur Begrenzung des Arbeitsbereiches von AuslegerdrehkranenInfo
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Description
ίο Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Begrenzung
des Arbeitsbereiches von Ausiegerdrehkränen gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
An Bauplätzen, an denen Auslegerdrehkräne verwendet werden und an denen Wege oder Eisenbahn-
ii schienen innerhalb des Arbeitsradius des langen
Kranauslegers verlaufen, muß besondere Aufmerksamkeit dem Umstand gewidmet werden, daß die vom
Kran oder vom Kranausleger herabhängende Last aus Sicherheitsgründen im Hinblick auf dritte Personen
unter keinen Umständen diese Wege oder Schienen überstreicht. Auch in den Fällen, in denen Gebäude
innerhalb des Arbeitsradius des Krans angeordnet sind, muß darauf geachtet werden, daß der Kranauslegcr
nicht in Berührung mit solchen Gebäuden kommt.
Zu diesem Zweck wird bei einer bekannten Vorrichtung der gattungsgemäßen Art (DE-AS
1061 048) mittels einer ausschließlich mechanisch
wirkenden Steuereinrichtung erreicht, daß dann, wenn der Kranausleger in horizontaler Ebene gedreht
wird und auf ein Hindernis aufzutreffen draht, diese Horizontaldrehbewegung des Auslegers in entsprechender
Weise kurz vor dem Hindernis beendet wird. Dies wird dadurch bewirkt, daß ortsfest auf dem Unterwagen
des Krans in einer dem betreffenden Hindernis entsprechenden Lage eine als Nocke dienende
Kurvenbahn befestigt ist, auf die dann, wenn sich der Ausleger dem Hindernis anzunähern droht, eine zusammen
mit dem Ausleger synchron in horizontaler Ebene drehbare Rolle aufläuft und dadurch die Horizontaldrehbewegung
des Auslegers beendet.
Diese Begrenzungsvorrichtung weist jedoch einen
komplizierten mechanischen Aufbau auf und läßt eine Anpassung an unterschiedliche Bauplätze nur mit
v> großem Aufwand zu. Außerdem ist von Nachteil, daß der Kranführer erst durch die automatische Stillset-"'
zungdes Kranes vom Erreichen des unzulässigen Arbeitsbereiches
Kenntnis erhält.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, die Vorrich-
W tung der gattungsgemäßen Art derart auszugestalten,
daß bereits bei einer gewissen Annäherung des Krans bzw. des Auslegers an ein Hindernis der Kranführer
erstens davon in Kenntnis gesetzt wird und zweitens eine Information erhält, in welche Richtung der Kran
y, zurückgezogen werden sollte, und daß eine einfache
schnelle Anpassung der Begrenzungsvorrichtung an unterschiedliche Bauplätze möglich ist.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgab·; geschaffenen
Erfindung ergeben sich aus dem kenn-
W) zeichnenden Teil des Anspruches I. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen hiervon sind in weiteren Ansprüchen aufgeführt.
Mit Hilfe der Erfindung sind somit folgende Vorteile gegeben:
w> I. Erreicht der Kranausleger seine Arbeitsbereichsgrenze,
so bewirkt ein zur automatischen Steuerung vorgesehener Diskriminator, daß über einen Notabschalter die Stromzufuhr unterbro-
chen und somit automatisch die Tätigkeit des Krans stillgesetzt wird. Hierdurch ist eine sichere
Betriebsweise gewährleistet.
2. Ein Aiarmdiskriminator wird jeweils betätigt,
bevor der Kranausleger tatsächlich die Arbeitsbereichsgrenze
erreicht, wodurch de; Bedienungsperson über den Alarmmechanismus diejenige Richtung zu erkennen gegeben wird, in
welche der Kranausleger zurückgezogen werden soll. Hierdurch gestaltet sich die Tätigkeit der
Bedienungsperson - ohne daß die Stromzufuhr unterbrochen werden muß - zuverlässig und
leicht, was zu einer Erhöhung des Wirkungsgrades beiträgt
3. Die Vorrichtung kann in einfacher und schneller Weise an den jeweiligen Bauplatz dadurch angepaßt
werden, daß jeweils nur beispielsweise auf einem lichtundurchlässigen Papier eine verkleinerte
Abbildung des Bauplatzes angefertigt und diese derart ausgesch nitten werden muß, daß der
"i sich ergebende Zuschnitt den zulässiger Kranarbeitsbereich
angibt. Darüber hinaus gewährleistet die Bewegungsbahn des Diskriminators der
Bedienungssteuertafel, die in Übereinstimmung mit der Bewegungsbann der Auslegerspitze am
Bauplatz gebracht ist, einen maximalen Arbeitsbereich des Krans.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 schematisch in Seitenansicht einen Auslegerdrehkran,
Fig. 2aschematisch die Steuer- bzw. Begrenzungs
vorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 2b in Draufsicht,
Fig. 3 ein Gehäuse mit eingebauter Steuervorrichtung
in Draufsicht,
Fig. 4a schematisch in Draufsicht die Lageverhältnisse
auf dem Bauplatz, und
Fig. 4b die entsprechend gestalteten Lageverhältnisse auf der Schablone,
Fig. 5a, 5 b, 5 c schematisch eine Darstellung zur
Verdeutlichung der Arbeitsweise der Vorrichtung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist der dargestellte Auslegerdrehkran einen Mast 1 auf, an dessen Spitze
ein Drehteil 2gelagert ist. In der Mitte des Drehteils 2 ■ist eine Drehwinkelmeßeinrichtung 11 vorgesehen,
idie u. a. aus einem sendeseitigen Drehmelder 7 besteht. Mit dem Drehteil 2 ist weiterhin ein mit einem
Sinuspotentiometer 26 zur Bestimmung des Vertikalschwenkwinkels versehener Ausleger 4 gelenkig verbunden.
Wie in Fig. 2a dargestellt, ist weiterhin ein empfangsseitiger Drehmelder 12 vorgesehen, der in Abhängigkeit
von den Steuersignalen des sendeseitigen Drehmelders 7 dreht. Mit der Drehwelle 12a des
Drehmelders 12 ist horizontal eine lichtdurchlässige Scheibe 13 von geeigneter Größe verbunden. Diese
ist derart angeordnet, daß sie sich um uen gleiche;;
Winkel wie das Drehteil 2 des Krans, jedoch in entgegengesetzter Richtung hierzu verdreht. Der sendeseitige
Drehmelder 7 ist über eine Verbindungsleitung 14 mit dem empfangsseitigen Drehmelder 12 verbunden.
Ein vorgesehenes bewegliches Bett 15 ist aus einem Rahmen in Form eines auf der linken Seite liegenden
U gefertigt, zwischen dem sandwichartig die lichtdurchlässig^. Scheibe 13 angeordnet ist. Dieses
Bett i5 kann sich in radialer Richtung zur lichtdurchlässigen
Scheibe 03 vorwärts oder rückwärts bewegen.
An den mittleren oberen Stellen des oberen Arms ISa
bzw. des unteren Arms ISb sind ein lichtempfindliches
Element 16 bzw. ein lichtaussendendes Element 17 vorgesehen, die hierdurch einen Diskriminator 18
zur Durchführung einer automatischen Begrenzung bilden. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß das
lichtempfindliche Element 16 und das lichtaussendende Element 17 ami einer geraden Linie sich einander
gegenüberstehen, wobei die lichtdurchlässige
ίο Scheibe 13 dazwischen angeordnet ist, und daß. wie
in Fig. 2b gezeigt, der Diskriminator 18, der mit einem Notabschalter 19 verbunden ist, einen Diskriminatormechariismus
210 bildet, der die Tätigkeit des Kranauslegers 4 automatisch begrenzt. Wenn das
ir' Licht vom lichtaussendenden Element 17 auf das
lichtempfindliche Element 16 auftrifft, hält der Kran automatisch an. Unterhalb des beweglichen Bettes 15
ist mittels eines Gdenkverbindungsgliedes 22 eine Verschiebestange 21 vorgesehen, deren Bewegungs-
bereich mittels eines Anschlages 23 begrenzt wird. Auf die lichtdurchlässige Scheibe 13 ist ein opakes
Muster aufweisendes Papier 24 gelegt. Die Schablone 25 ist aus diesem ein opakes Muster aufweisendes Papier
24 und der lichtdurchlässigen Scheibe 13 zusammengesetzt. Auf dem Opakmusterpapier 24ist in verkleinertem
Maßstab ein getreues Abbild des zulässigen Arbeitsbereiches vorgesehen, wobei der Drehmittelpunkt
die Lage des Krans am Bauplatz darstellt. Darüber hinaus ist dieses einen verkleinerten Maßstab
aufweisende Bild derart verkleinert, daß der Arbeitsradius des Kranauslegers 4 dem Bewegungsbereich
des Diskriminators 18 entspricht. Das Opakmusterpapier 24 dient für den Diskriminatormechanismus
2OaIs Unterbrecher, wobei durch die Unterbrechung
κ des Lichtstrahles zwischen dem lichtaussendenden
Element 17 und dem lichtempfindlichen Element 16 die Tätigkeit des Kranauslegers 4 innerhalb des zulässigen
Arbeitsbereichs ermöglicht wird.
Das an einer geeigneten Stelle des Kranauslegers 4 vorgesehene Sinuspotentiometer 26, das mit einem
Antriebsschaltkreis 27 verbunden ist, bildet eine Schwenkwinkelmeßeinrichtung 28 und wandelt den
Vertikalschwenkwinkel des Auslegers 4 in eine entsprechende Widerstandsänderung um, um dadurch
über die Strom- und Spannungsänderung, die mittels der Widerstandsänderung gemessen wird, zu bewirken,
daß sich das bewegliche Bett 15 mittels des Antriebsschaltkreises 27 und eines Servomotors 29 bewegt.
Das bedeutet, daß der Servomotor 29 das
ίο bewegliche Bett 15 bewegt. Mit der Drehwelle 29a
des Servomotors 29 ist eine Riemenscheibe 30 verbunden, über diese Riemenscheibe 30 sowie über eine
weitere Riemenscheibe 32, die an der Drehwelle 31« eines unterhalb der lichtdurchlässigen Scheibe 13 in-
Y) stallierten Linearpotentiometers 31 befestigt ist, ist
ein Treibriemen 33 geführt, an dem die Verschiebestange 21 befestigt ist. Der Ausgang dieses Linearpotentiometers
ist in der aus Fig. 2a ersichtlichen Weise mit dem Antriebsschaltkreis 27 verbunden. Es wird
«> daher eine Widerstandsänderung im Linearpotentiometer
31 dem Anlriebsschaltkreis 27 zugeleitet und in diesem mit dem vom Sinuspotentiometer 26 zugeleiteten
Signal verglichen, so daß der Servomotor 29 zum Stillstand kommt, wenn die beiden Signale abge-
Wi glichen sind. Auf diene Weise wird durch den Servomotor
29, der mit dem Linearpotentiometfc31 verbunden
ist, zusammen mit dem Linearpotentiometer 31 und dem Antrichsschaltkreis 27 ein Servomecha-
nismus gebildet, der das bewegliche Bett 15 über die
am Treibriemen 33 befestigte Verschiebestange 21 in Abhängigkeit von den Steuersignalen des !Sinuspotentiometers
26 bewegt, so daß das Bewegungsäüsmaß des Diskriminators 18 an der Schablone 25 stets dem
Arbeitsradius des Krans entspricht. Es kann daher die Bewegungsbahn der Spitze des Auslegers 4 in der
Ebene des Bauplatzes in Übereinstimmung mit der Bewegungsbahn des Diskriminators 18 an der Schablone
25 gebracht werden, indem die Drehung bzw. Verschwenkung der Spitze des Auslegers 4 entsprechend
der Drehung bzw. Verschwenkung der Schablone 25 gestaltet wird und indem die sich aufgrund
der Anhebung des Auslegers 4 ergebend«: Änderung des Arbeitsradius entsprechend der Bewegungsbahn
des Diskriminators 18 gestaltet wird, der sich unter Anwendung des Sinuspotentiometers 26 mittels des
Servomechanismus bewegt. Diese Tätigkeit wird gleichzeitig durchgeführt, wenn der Eingangsseite 34
Strom zugeführt wird. Weiterhin sind ein Diskriminator 35 für eine Drehung im Uhrzeigergegensinn, ein
Diskriminator 36 für eine Drehung im Uhrzeigersinn und ein Diskriminator 37 für die Anhebung des Auslegers
4 vorgesehen, die insgesamt mit dem Diskriminator 18 in der Mitte unabhängig voneinander jeweils
eine Alarmvorrichtung bilden. Jeder dieser Diskriminatoren 35,36,37 ist ähnlich wie der zuvor beschriebene
zur automatischen Steuerung vorgesehene Diskriminator 18 mittels lichtempfindlicher Elemente 38,
39, 40 und lichtaussendender Elemente 41, 42, 43 gebildet. Die Diskriminatoren 35, 36, 37 sind über
einen Alarmrelaisschaltkreis 47 jeweils unabhängig voneinander mit einer Alarmeinrichtung 44 für eine
Verdrehung im Uhrzeigergegensinn, einer Alarmeinrichtung 45 für eine Verdrehung im Uhrzeigersinn und
einer Alarmeinrichtung 46 für eine Anhebung des Auslegers 4 verbunden und bilden voneinander unabhängige
Diskriminatormechanismen 48,49,50. Wenn einer dieser Diskriminatoren 35,36,37 in Verbindung
mit der Tätigkeit des Kranauslegers 4 die Arbeitsbereichsgrenze erreicht hat, wird die diesbezügliche entsprechende
Alarmeinrichtung betätigt. Wenn dennoch der Kranausleger 4 in derselben Richtung
weiterbewegt wird, bewirkt der Diskriminator 18, daß der Kran sodann »eine Tätigkeii automatisch stiiiseizt.
Die für die Drehung im Uhrzeigergegensinn, die Drehung im Uhrzeigersinn und die Auslegeranhebung
vorgesehenen Diskriminatoren 35, 36, 37 sind derart angeordnet, daß sie - mit dem zur automatischen Stillsetzung
vorgesehenen Diskriminator 18 als Mittelpunkt - in geeigneter Weise voneinander entfernt
sind, so daß die Alarmeinrichtung betätigt wird, wenn der Kranausleger 4 eine etwa 3 m von der Arbeitsbereichsgrenze
liegende Stelle erreicht hat. Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, sind sämtliche Teile der
beschriebenen Vorrichtung - mit Ausnahme des sendeseitigen Drehmelders 7 und des die Sinuscharakteristik
aufweisenden Potentiometers 26- in kompakter Weise in einem Gehäuse 51 enthalten, das an der Bedienungstafel
des Krans installiert werden kann.
Hierbei ist das Gehäuse 51 über eine Verbindungsleitung 52 mit dem Sinuspotentiometer 26 verbunden.
Bei der beschriebenen Ausführungsform kann das lichtaussendende Element 17 eine lichtaussendende
Diode und das lichtempfindliche Element 16 ein Cadmiumsulfid-Photoleiter
CdS sein.
Aus Fi g. 4 a sind in Draufsicht die Ladeverhältnisse des Bauplatzes ersichtlich, wobei der Kreis α den maximalen Bereich der auf die Bauplatzebene projizierten
Bewegungsbahn darstellt, die von der Spitze des Auslegers 4 beschrieben wird. Auf dem Bauplatz sind
eine Schienenstrecke b, eine Straße c und ein Gebäude d vorgesehen, die insgesamt den Kreis a
durchschneiden oder einen Teil hiervon einnehmen. Es stellen daher die schraffierten Teile e, f, g Bereiche
oder Flächen dar, innerhalb derer eine Tätigkeit des Krans nicht zulässig ist. Wenn daher das Opakmuster-
papier 24 angefertigt wird, müssen die Teile e', f und
g', die den obenerwähnten Bereichen e, f und g entsprechen,
weggeschnitten werden, wie aus Fig. 4 b ersichtlich.
Die beschriebene Vorrichtung funktioniert folgendermaßen.
Wenn die Bedienungsperson den Kran dadurch in Tätigkeit setzt, daß der Eingangsseite 34 gemäß Fig. 3
Strom zugeführt wird, bewegt sich die Spitze des Auslegers 4 beispielsweise im Fall einer Drehung im Uhr-
to zeigergegensinn horizontal in Fig. 4a, ausgehend von
Punkt O in Richtung des dargestellten Pfeiles. Wenn die Auslegerspitze dann den Punkt A in der Nähe der
Arbeitsbereichsgrenze erreicht, bewegt sich sodann die Schablone 25 im Uhrzeigersinn, d. h. genau entgegengesetzt
zur Drehung des Krans, wie aus Fig. 5a ersichtlich. Der auf dem Opakmusierpapier 24 befindliche
Punkt A', der dem Punkt A entspricht, erreiche
sodann den freien Raum, in dem das lichtempfindliche Element 16 und das lichtaussendende
Element 17 des zur automatischen Steuerung bzw. Stillsetzung vorgesehenen Diskriminators 18 einander
zugekehrt sind. In diesem Augenblick erreicht der Punkt B', der die Kante des Opakmusterpapiers 24
überschreitet und dem Punkt B der Arbeitsbereichsgrenze e gemäß Fig. 4 a entspricht, den Raum, indem
das lichtempfindliche Element 38 und das lichtaussendende Element 41 des Diskriminators 35 für die
Drehung im Uhrzeigergegensinn einander zugekehrt sind. Sodann bewirkt das vom lichtaussendenden EIement
41 auf das lichtempfindliche Element 38 auffallende Licht die Betätigung der Alarmeinrichtung 44
für die Drehung im Uhrzeigergegensinn und läßt dadurch die Bedienungsperson wissen, daß sich der Ausleger
4 der Arbeitsbereichsgrenze e annähert.
Die Bedienungsperson kann sodann den Ausiger 4
wieder in Richtung auf den zulässigen Arbeitsbereich bewegen. Wenn jedoch die Spitze des Auslegers 4.
die in der gleichen Richtung verdreht wird, den Punkt B innerhalb der Arbeitsbereichsgrenze e erreicht,
befindet sich der vorerwähnte Punkt B' in demjenigen Raum, in dem das lichtempfindliche Element
16 und das lichtaussendende Element 17 der zur automatischen Stillsetzung des Krans vorgesehenen
Diskriminators 18 einander zugekehrt sind. Es bewirkt daher das vom lichtaussendenden Element 17
auf das lichtempfindliche Element 16 auffallende Licht, daß der Stromzuführungskreis für den Kran
über den Notabschalter 19 unterbrochen wird, so daß auch die Tätigkeit des Krans stillgesetzt wird.
Wenn im Fall der Drehung des Krarts im Uhrzeigersinn
der Kranausleger 4-ausgehend vom Punkt O
in Richtung des Punktes C — in der Nähe der Arbeitsbereichsgrenze / verschwenkt wird, erreicht der
Punkt D'derSchabIone25,der dem Punkt D der Arbeitsbereichsgrenze
entspricht, den Raum, in dem das lichtempfindliche Element 39 und das lichtaussendende
Element 43 des Diskriminators 36 für die Drehung im Uhrzeigersinn einander zugekehrt sind, wie
aus Fig. 5 b ersichtlich ist. Das hat zur Folge, daß in der gleichen Weise, wie zuvor erwähnt, von der
Alarmeinrichtung 45 für die Drehung im Uhrzeigersinn
Alarm erzeugt wird. Wenn sodann die Bedienungsperson den Kranausleger 4 derart betätigt, daß
er angehoben wird, bewegt sich die Auslegerspitze zum Punkt C", wodurch es möglich wird, den Kran
im Uhrzeigersinn zu drehen. Der Alarm wird sodann erneut am Punkt D' erzeugt. Von der Bedienungsperson
kann sodann in Abhängigkeit von der Alarmrich- -ftung eine Betätigung des Krans in Richtung auf ein
Zurückziehen erfolgen, worauf diese Betätigung in die nächste Betätigung zusammen mit einem Anheben
.übergehen kann, ohne daß die Stromzufuhr unterbrochen
wird. Der Kranausleger wird sodann in gleicher Weise, wie zuvor in Verbindung mit der Drehung im
Ührzeigergegensinn erläutert, stillgesetzt.
Wenn der Kranausleger 4 nach unten verschwenkt wird, so daß seine Spitze den Punkt E in der Nähe
der Arbeitsbereichsgrenze g erreicht, bewegt sich das Bett 15 in radialer Richtung vom Drehmittelpunkt der
Schablone 25 weg. Der Punkt F' der Schablone 25,
der dem Punkt F der Arbeitsbereichsgrenze g entspricht, erreicht den Raum, in dem das lichtempfindliche
Element 40 und das lichtaussendende Element 43 des Diskriminators 37 für die Auslegeanhebung
einander zugekehrt sind, was zur Folge hat, daß von der Alarmeinrichtung 46 für die Auslegeranhebung
Alarm erzeugt wird. Demgemäß kann aufgrund dieser Diskriminatoren 35,36,37 die Bedienungsperson jeweils
diejenige Richtung wissen, in welche der Kran zurückverbracht werden soll, bevor der Ausleger 4 die
Arbeitsbereichsgrenze e,f und g erreicht. Selbst wenn
der Ausleger 4 aufgrund einer fehlerhaften Reaktion bzw. Betätigung durch die Bedienungsperson eine der
Arbeitsbereichsgrenzen e, f, g erreicht, sorgt der zur automatischen Steuerung bzw. Stillsetzung vorgesehene
Diskriminator 18 für eine Unterbrechung des Stromzufuhrkreises des Krans. Der Betrieb des Kranauslegers
4 kann deshalb vollständig innerhalb der vorbestimmten Arbeitsbereichsgrenzen erfolgen bzw.
begrenzt werden. Wenn die beschriebene Vorrichtung an anderen Arbeitsplätzen zur Anwendung gelangen
soll* ist es lediglich erforderlich, die Umrisse des Opakmusterpapiers 24 an die lagegetreue, einen verkleinerten
Maßstab aufweisende Abbildung desjenigen Arbeitsplatzes anzupassen, an dem der Kran betrieben
werden soll.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen •»3109/256
Claims (5)
- Patentansprüche:f. Vorrichtung zur Begrenzung des Arbeitsbereiches von Auslegeldrehkranen mit einem in einer vertikalen Ebene schwenkbaren sowie mittels eines Drehwerks gegenüber dem Kranturm in einer horizontalen Ebene drehbaren Ausleger und einer durch wenigstens eine Markierung zur Anzeige eines Hindernisses in dem vom Ausleger überstrichenen Bereich betätigbaren, zum Stillsetzen des Drehwerks vorgesehenen Steuereinrichtung, die mit einer Meßeinrichtung für den Horizontaldrehwinkel des Auslegers und mit einer Meßeinrichtung für den Vertikalschwenkw:nkel des Auslegers verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine Diskriminatoreinrichtung (18,35-37) sowie eine mit dieser zusammenwirkende Schablone (25) aufweist, wobei die Schablone (25) die Hindernisä'markierungen (e',f, g') in Form einer verkleinerten Abbildung des Bauplatzes zur Anzeige des zulässigen Kranarbeitsbereichs trägt und gemäß 'den Steuersignalen der Drehwinkelmeßeinrichtung (11) synchron mit dem Ausleger (4) drehbar ist, während die Diskriminatoreinrichtung (18, ""35-37) gemäß den Steuersignalen der Schwenk- ; winkelmeßeinrichtung (28) relativ zur Schablone '(25) veränderbar ist und sowohl mit einem Alarmrelaisschaltkreis (47} als auch mit einem Notabschalter (19) zum automatischen Stillsetzen des Krans verbunden ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (25) aus einer lichtdurchlässigen Drehscheibe; (13) und einem hierauf oberseitig angeordneten Opakpapier (24) gebildet ist, das entsprechend der verkleinertenf. Abbildung des am jeweiligen Bauplatz gegebenen !zulässigen Kranarbeitsbereichs zugeschnitten ist, /und daß die Diskriminatoreinrichtung (18,35-37) wenigstens ein lichtaussendendes Element (17, 41-43) sowie ein lichtempfindliches Element (16, 38-40) aufweist, die beidseits der Schabjone (25) angeordnet und einander zugekehrt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (13) der Schablone (25) an einer We?le (12a) eines empfangsseitigen Drehmelders (12) befestigt ist, der synchron zu einem am oberen Teil des Drehwerks (2) befestigten sendeseitigen Drehmelders (7) der Drehwinkelmeßeinrichtung (11) drehbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis3, dadurch gekennzeichnet, daß die Diskriminatoreinrichtung (18, 35-37) bzw. ein '!rager (15) hierfür radial gegenüber der Schablone (25) mittels eines Servomechanismus (27, 29, 31) bewegbar ist, der durch einen unterhalb der Schablone (25) vorgesehener! Servomotor (29) sowie ein hiermit verbundenes Linearpotentiometer (31) gebildet und seinerseits über den Antriebsschaltkreis (27) mit der ein Potentiometer (26) mit Sinus-Charakteristik aufweisenden Schwenkwinkclmeßeinrichtung (28) verbunden ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis4, dadurch gekennzeichnet, daß die Diskriminatoreinrichtung (18, 35-37) einen Diskriminator (18) zum automatischen Stillsetzen des Krans über den Notabschalter (19) sowie etwa kreisförmig um diesen herum angeordnete Diskriminator (35-37) aufweist, die unabhängig voneinander über den Alarmrelaisschaltkreis (47) jeweils mit einer Alarmmeüeinrichtung (44-46) verbunden sind.
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1975
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