DE2508208C3 - Rinnenschußverbindung für Kettenkratzförderer - Google Patents
Rinnenschußverbindung für KettenkratzfördererInfo
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Description
aufnehmenden Stegteilen angeordnet.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfinaungsgemäßen
Rinnenschußverbindung sind die Stegteile an seitlichen Anbauteilen des Kettenkralzförderers
befestigt, die versatzseitig lösbar an den Rinnenschüssen
angeschlossen sind. Die Anbauteile bestehen vorzugsweise aus Brackenblechen, Halterungen für solche
Brackenbleche und/oder schienenartigen Führungsteilen für die Führung einer Gewinnungsmaschine. Diese
Anbauteile werden somit zugleich für die Kupplung der Rinnenschüsse herangezogen, wobei sie mit den sie
aussteifenden Stegteilen o. dgl. versehen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an den Rinnenschußverbindungen
versatzseitig jeweils zwei horizontale Riegel übereinander angeordnet Die Stegteile bestehen zweckmäßig aus
vertikalen Stegplatten, wobei an den beiden Enden des Rinnenschusses versatzseitig jeweils zwei mit Riegelausnehmungen
versehene Stegplatten angeordnet sind und die in Horizontalrichtung versetzt angeordneten
Riegel jeweils die beiden Stegplatten des einen Rinnenschusses und nur eine einzige Stegplatte des
anderen Rinnenschusses durchfassen. Auf diese Weise wird eine besonders stabile knickfeste Kupplung der
Rinnenschüsse mit Hilfe der Riegel erzielt, die eine verhältnismäßig geringe Länge erhalten und aus
einfachen Mehrkant- bzw. Vierkantbolzen bestehen können. Für die Sicherung der Riegel in der
Riegelstellung werden vorteilhafterweise lösbare Sicherungselemente, wie z. B. Klemmstücke o. dgl, vorgesehen.
Es empfiehlt sich, die Riegel mit Ausnehmungen für den Eingriff der Sicherungselemente zu versehen. Die
Sicherungselemente werden zweckmäßig zwischen den benachbarten Stegplatten angeordnet. Bei Verwendung
von Schraubenbolzen für die zugfeste Rinnenschußverbindung werden die Schraubenbolzen vorteilhafterweise
zwischen den beiden übereinanderliegenden Riegeln an den Stegteilen angeordnet.
In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 im Querschnitt durch den Rinnenstrang eine Rinnenschußverbindung gemäß der Erfindung;
F i g. 2 die Anordnung nach F i g. 1 in einer Ansicht vom Versatz- oder Bruchraum her;
Fig.3 einen Horizontalschnitt nach Linie III-III der
Fig. 2.
In F i g. 1 ist mit 10 ein Rinnenschuß bezeichnet, der, wie üblich, aus i.wei Seitenprofilen 11 mit einem
dazwischen mittig eingeschweißten Förderboden 12 besteht. An dem abbaustoßseitigen Seitenprofil 11 der
einzelnen Rinnenschüsse des Kettenkratzförderers sind seitlich Anbauteile 13 und 14 angeschraubt, welche zur
Kupplung der einzelnen Rinnenschüsse an der Abbaustoßseite des Rinnenstranges sowie gegebenenfalls zur
Führung und Abstützung einer Gewinnungsmaschine, wie insbesondere einer Schrämmaschine, dienen. Mit 15
ist strichpunktiert das sich auf dem Anbauteil 14 abstützende und führende Fußteil einer schweren
Schrämmaschine angedeutet. Von Interesse ist hier die versatzseitige Kupplung der Rinnenschüsse.
An den versatzseitigen Seitenprofilen 11 der einzelnen Rinnenschüsse 10 sind in herkömmlicher Weise
plattenförmige Anbauteile 16 angeschraubt, die zur versatzseitigen Führung und Abstützung der genannten
Gewinnungsmaschine sowie zugleich als Brackenhalter dienen. Mit 17 ist eine rohrförmige Führungsschiene des
Anbauteiles 16 bezeichnet, welche von dem versatzseitigen Fuß 18 der Schrämmaschine umfaßt wird. Dieser
Fuß weist einen Führungskloben 19 od. dgl. auf, der sich in einer Führungsrinne 20 seitlich neben der Führungsschiene
17 führt Der die Führungsrinne 20 des Anbauteiles 16 seitlich begrenzende Schenkel 21 dient
als Brackenhalter, an welchem nach oben aufragende Brackenbleche 22 mittels Schrauben 23 anschließbar
sind.
An den beiden Enden eines jeden Rinnenschusses sind in den Winkel zwischen dem vertikalen Anschlußschenkel
16' und dem Boden 24 der Führungsrinne 20 vertikale Stegteile 25 und 26 eingeschweißt, die aus
dickwandigen Stegplatten bestehen. Wie vor allem die Fig.2 und 3 zeigen, weist jeder Rinnenschuß 10
versatzseitig an seinen beiden Enden jeweils zwei im Abstand nebeneinander angeordnete vertikale Stegteile
25, 26 auf. Die Stegteile sind mit in Fördererlängsrichtung fluchtenden Riegelausnehmungen 27 für die
Aufnahme von im Querschnitt quadratischen oder rechteckigen Riegeln 28 versehen, die horizontal
übereinanderliegen. Die Riegel 28 weisen verbreiterte Kopfstücke 29 auf. Sie werden von entgegengesetzten
Seiten in ihre Riegelausnehmungen eingeführt wobei die Länge der Riegel 28 so bemessen ist daß jeder
Riegel die beiden Stegteile 25 und 26 des einen Rinnenschusses und nur ein einziges Stegteil 25 des
benachbarten Rinnenschusses durchfaßt Die beiden Riegel 28 sind demgemäß in ihrer Riegelstellung in
Horizontalrichtung gegeneinander versetzt (F i g. 2).
Es ist erkennbar, daß die Riegel 28 die Rinnenschüsse 10 gegen AusknicRcn in Querrichtung, d. h. in Horizontalrichtung
und/oder Vertikalrichtung, aussteifen, ohne hierbei aber die Rinnenschüsse zugfest miteinander zu
verbinden. Zur zugfesten Verbindung der Rinnenschüsse dienen besondere Kupplungselemente, wie insbeson-.
dere Verbindungsschrauben 30, welche, wie F i g. 1 zeigt, etwa in der Mitte zwischen den übereinanderliegenden
Riegeln 28 angeordnet sind und Schraubenbohrungen der Stegteile 25 der beiden benachbarten Rinnenschüsse
durchfassen. Diese Stegteile haben gemäß den F1 g. 2
und 3 eine größere Wandstärke als die weiter hinten liegenden Stegteile 26. Die Sicherung der zugfesten
Rinnenschußverbindung erfolgt mittels Muttern 31, welche auf die Gewindeenden der Schraubenbolzen
aufgeschraubt werden. Auf diese Weise ist eine sowohl zugfeste wie knicksteife Verbindung der Rinnenschüsse
an der Versatzseite derselben sichergestellt.
Die Riegel 28 werden in der Riegelstellung von Sicherungselementen, wie z. B. Klemmplatten 32,
gehalten, welche in seitliche Aussparungen 33 der Riegel einfassen und ihrerseits z. B. mittels einer
Schraube 34 gesichert sind (F i g. 2). Die Sicherungselemente 32 für die beiden Riegel 28 liegen zwischen den
Stegteilen 25 und 26 beiderseits der Schraube 30.
Falls im Betrieb keine größeren Knickkräfte zu erwarten sind, können die Riegel 28 entfernt werden,
was sich leicht und rasch bewerkstelligen läßt. In diesem Fall sind die Rinnenschüsse lediglich über dis Schraubenbolzen
30 verbunden. Es versteht sich, daß die Verbindung der Rinnenschüsse auf der gegenüberliegenden
Seite (Abbaustoßseite) ebenfalls als zugfeste und gegebenenfalls auch als knickfeste Verbindung
ausgeführt werden kann. Hierfür können die Muschelschraubenverbindungen herkömmlicher Art oder aber
auch bekannte Verbindungen mit Hilfe von ösen u. dgl. verwendet werden. Die Verbindung läßt sich im übrigen
ohne weiteres so ausführen, daß die Rinnenschüsse in geringem Umfang Winkelbewegungen gegeneinander
ausführen können.
Es ist erkennbar, daß die Anbauteile 16 mit den eingeschweißten Stegteilen 25 und 26 gesonderte
Bauteile darstellen, welche sich zweckmäßig über die gesamte Rinnenschußlänge erstrecken und seitlich an
dem Rinnenschuß lösbar angeschlossen werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Rinnenschußverbindung für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in Bergbau-Gewinnungsbetrieben,
mit an den Enden der Rinnenschüsse versatzseitig befestigten, der Verbindung der
Rinnenschüsse dienenden Stegteilen od. dgl. und mit die Rinnenschüsse zugfest verbindenden, insbesondere
aus Schraubenbolzen bestehenden Kupplungselementen, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich zu den Kupplungselementen (30) die Rinnenschüsse (10) nur gegen Ausknicken in der
Horizontalen und/oder Vertikalen sichernde Riegel (28) vorgesehen sind, welche in Riegelausnehmungen
(27) der Stegteile (25,26) od. dgl. einfassen.
2. Rinnenschußverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die iCupplungselemente
(30) an den die Riegel (28) aufnehmenden Stegteilen (25,26) angeordnet sind.
3. Rinnenschußverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegteile (25,26)
an seitlichen Anbauteilen (16) des Kettenkratzförderers befestigt sind, die versatzseitig lösbar an den
Rinnenschüssen (10) angeschlossen sind.
4. Rinnenschußverbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Anbauteile
(16) aus Brackenblechen (22), Halterungen für solche Brackenbleche und/oder schienenartigen
Führungsteilen (17, 20) für die Führung einer Gewinnungsmaschine bestehen.
5. Rinnenschußverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Rinnenschußverbindungen versatzseitig jeweils zwei horizontale Riegel (28) übereinander angeordnet
sind.
6. Rinnenschußverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stegteile (25, 26) aus vertikalen Stegplatten bestehen, wobei an den beiden Enden des Rinnenschusses
(10) versatzseitig jeweils zwei mit Riegelausnehmungen (27) versehene Stegplatten angeordnet sind und
die in Horizontalrichtung versetzt angeordneten Riegel (28) jeweils die beiden Stegplatten des einen
Rinnenschusses (10) und nur eine einzige Stegplatte des anderen Rinnenschusses (10) durchfassen.
7. Rinnenschußverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch lösbare
Sicherungselemente (32) für die in Riegelstellung befindlichen Riegel (28).
8. Rinnenschußverbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegel (28) mit
Ausnehmungen (33) für den Eingriff der Sicherungselemente (32) versehen sind.
9. Rinnenschußverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Riegel (28) aus Mehrkant- bzw. Vierkantbolzen bestehen.
10. Rinnenschußverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schraubenbolzen (30) für die zugfeste Rinnenschußverbindung zwischen den beiden übereinanderliegenden
Riegeln (28) an den Stegteilen (25, 26) angeordnet sind.
11. Rinnenschußverbindung nach Anspruch 7 oder
8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungselemente
(32) zwischen den Stegteilen (25, 26) angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft eine Rinnenschußverbindung für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in
Bergbau-Gewinnungsbetrieben, mit an den Enden der Rinnenschüsse versatzseitig befestigten, der Verbindung
der Rinnenschüsse dienenden Stegteilen o. dgl. und mit die Rinnenschüsse zugfest verbindenden,
insbesondere aus Schraubenbolzen bestehenden Kupplungselementen.
Es ist üblich, die Rinnenschüsse eines Kettenkratzförderers mittels einfacher Schraubenverbindungen oder
mittels sogenannter Muschelschraubenverbindungen zugfest, jedoch allseitig geringfügig winkelbeweglich zu
verbinden (DE-GM 73 21 122). Beim Einsatz der Kettenkratzförderer in Bergbau-Gewinnungsbetrieben
sind die Rinnenschußverbindungen bekanntlich außerordentlich hohen Belastungen ausgesetzt Dabei stellen
sich neben den in Fördererlängsrichtung wirkenden Zugkräften hohe Querkräfte ein, welche die Rinnenschüsse
in horizontaler und/oder vertikaler Richtung gegeneinander auszuknicken suchen. Für die horizontalen
Querkräfte sind die sich beim abschnittsweisen Rücken des Förderers einstellenden Rückkräfte und vor
allem die beim Nachholen des schweren Schreitausbaus auftretenden Schreitzylinderkräfte maßgebend, während
die vertikalen Querkräfte z. B. aus dem Kippmoment einer an dem Kettenkratzförderer geführten
Gewinnungsmaschine, wie beispielsweise einer Schrämmaschine, herrühren. Besonders hohe Querkräfte stellen
sich vor allem dann ein, wenn die schwere Schrämmaschine mit ihrem Maschinenkörper auf dem Rinnenstrang
des Kettenkratzförderers geführt ist und wenn die Rinnenschüsse im Bereich der Rinnenschußverbindungen
keine Abstützung auf dem zumeist unebenen Liegenden finden.
Die bisherigen Schraubenverbindungen für die Rinnenschüsse sind den außerordentlich hohen Belastungen
nicht immer gewachsen, so daß die Gefahr eines Bruches der Rinnenschußverbindungen besteht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine baulich einfache und dennoch hochbelastbare Rinnenschußverbindung
zu schaffen, die ein unerwünschtes Ausknicken der Rinnenschüsse unter den sich im Betrieb einstellenden
Querkräften zuverlässig ausschließt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzlich zu den Kupplungselementen die Rinnenschüsse
nur gegen Ausknicken in der Horizontalen und/oder Vertikalen sichernde Riegel vorgesehen sind,
welche in Riegelausnehmungen der Stegteile o. dgl. einfassen.
Nach der Erfindung werden also zusätzlich zu den die Rinnenschüsse zugfest verbindenden Kupplungselementen
besondere Riegel verwendet, welche die Rinnenschüsse nur gegen Ausknicken in der Horizontalen
und/oder der Vertikalen sichern, dagegen selbst keine zugfeste Verbindung der Rinnenschüsse bewirken.
Mit Hilfe dieser Riegel ist es möglich, die Rinnenschußverbindungen bei Bedarf derart auszusteifen,
daß ein unerwünschtes Ausknicken der Rinnenschüsse unter den sich im Betrieb einstellenden
Querkräften verhindert wird. Dadurch werden die die Rinnenschüsse zugfest miteinander verbindenden
Kupplungselemente der Einwirkung unzulässig hoher Querkräfte, die zu einem Bruch dieser Kupplungselemente
führen könnten, entzogen. Für die Kupplungselemente können die herkömmlichen Kupplungselemente,
insbesondere in Gestalt der Schrauben- oder Muschelschraubenverbindungen, Verwendung finden. Vorzugsweise
sind die Kupplungselemente an den die Riegel
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