DE2505566C2 - - Google Patents
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B29C51/00—Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
- B29C51/26—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur bleiben
den Verformung von bahnförmigem Textilgut nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 sowie auf eine Vorrichtung zur Durch
führung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentan
spruches 15.
Ein derartiges Verfahren zum bleibenden Verformen von aus
synthetischen Fäden bestehendem Textilgut ist beispiels
weise aus der DE-OS 18 08 519 bekannt. Bei diesem Ver
fahren wird das Textilgut durch eine mit einer Heizvor
richtung gekoppelten Form unter Wärmeeinwirkung verformt.
Nach Entfernen der Heizvorrichtung und während des Kühlens
und/oder Fixierens des Textilguts wird dieses mit der Form
in formhaltende Berührung belassen. Damit soll ein Ver
fahren zum Verformen von Textilgut geschaffen werden, bei
dem vermieden wird, daß durch das Verformen das verformte
Textilgut an einzelnen Stellen zu dünn wird oder nach dem
Verformen ein verzerrtes Muster zeigt.
Weitere bisher bekannte Verfahren zum Formen von insbe
sondere Wolle haben den Nachteil, daß die beim Verfahren
erreichte Deformation nicht dauerhaft ist. Außerdem sind
eine stärkere Belastung und längere Preßzeiten erforder
lich, um die gewünschte Verformung herbeizuführen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Verfahren
der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß das danach
behandelte Textilgut, wie beispielsweise auch aus Wolle, selbst
nach späteren Wärmebehandlungen, wie z. B. durch Bügeln,
Waschen usw., seine Form dauerhaft behält; außerdem soll
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ge
schaffen werden.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch die in dessen
kennzeichnendem Teil angegebenen Merkmale gelöst. Eine
vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung dieses Ver
fahrens ist im Patentanspruch 15 angegeben.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 2 bis 14 und 16 bis
18.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Glasübergangstemperatur
von Wolle von der Feuchtigkeit abhängt (vgl. "Textile
Research Journal", Jan. 84, S. 6-8).
Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verformtes Textil
gut, beispielsweise Tuch, das zur Herstellung von Klei
dungsstücken dient, behält die ihm gegebene Deformation
auch während längeren Gebrauchs und Waschens bei.
Die Temperatur, auf die das Textilgut erwärmt werden muß,
hängt im einzelnen von der Art des Textilguts ab, läßt
sich jedoch als eine Temperatur definieren, bei der im
Textilgut ein Übergang stattfindet, bei dem der amorphe
Anteil des Textilguts von einem starren, ungeordneten Zu
stand in einen elastischen Zustand übergeht, wo die Mole
külabschnitte eine größere Beweglichkeit haben. Als Bei
spiel dafür kann angeführt werden, daß ein bestimmtes synthe
tisches Textilgut eine vergleichsweise niedrige Glasüber
gangstemperatur (Glastransitionstemperatur) von etwa 40
bis 50°C aufweist, während Wolle eine Glasübergangs
temperatur von etwa 70°C bei einem Feuchtegehalt von 70%
(vgl. "Textile Research Journal", Jan. 1984,
Fig. 1 auf S. 7) hat. Das Vorwärmen des Textilguts er
folgt zweckmäßigerweise durch Behandlung mit einem gas
förmigen Medium - etwa Dampf unter normalem Druck - und
zwar bei einer Temperatur des gasförmigen Mediums von
mindestens 70°C. Die Vorwärmdauer liegt zwischen 5 und 60
Sekunden, wobei jedoch die besten Ergebnisse bei Zeiten
zwischen 10 und 30 Sekunden erzielt werden. Das gilt ins
besondere für die Behandlung von Wolle mit Dampf unter
normalem Druck.
Das Verformen wird - wie an sich aus der DE-OS 18 08 319
bekannt - innerhalb einer kurzen Zeit durchgeführt. Das
Strecken erfolgt daher während einer Zeitspanne von höch
stens 5 Sekunden, zweckmäßigerweise beträgt das Maximum
nur eine Sekunde. Die Verformungsbewegung ist auszuführen,
ohne daß sich das Textilgut merklich abgekühlt hat, wo
bei die Temperatur des Textilguts unter keinen Umständen
unter die Gasübergangstemperatur sinken darf.
Das Nachwärmen erfolgt bei mindestens derselben oder vor
zugsweise bei einer höheren Temperatur als diejenige, auf
die das Textilgut während des Vorwärmens erwärmt worden
ist. Gemäß einem Ausführungsbeispiel erfolgt das Nachwärmen
innerhalb eines Temperaturbereichs zwischen 60 und 200°C
und vorzugsweise zwischen 90 und 150°C. Das Nachwärmen
und damit die Verformung dauert zwischen 5 und 60 Sekunden
und vorzugsweise 10 bis 40 Sekunden, wobei ebenso wie
beim Vorwärmen Heißluft oder im Falle von Wolle Dampf be
nutzt werden kann.
Das Textilgut wird nach dem Nachwärmen rasch auf eine
unter der Vorwärmtemperatur liegende Temperatur abgekühlt,
wobei das Textilgut während des Abkühlens völlig unbe
lastet ist. Die dem Textilgut gegebene Verformung wird
durch das rasche Abkühlen zu einer dauerhaften Verformung
gemacht. Um einer Umkehrung der Verformung zuvorzukommen,
die bei vielen Textilgut-Materialien, wie z. B. synthe
tische Fasern vom Typ Polyester, Polyamid und Naturfasern
vom Typ Wolle sowie Mischungen davon, bei einer nachfol
genden Behandlung durch Waschen und mechanische Bear
beitung stattfinden kann, kann das Textilgut nach dem
Abkühlen erneut erhitzt und zum zweiten Mal abgekühlt
werden. Das erneute Erwärmen kann mit Dampf unter prak
tisch normalem Druck und innerhalb von höchstens 10 Se
kunden durchgeführt werden. Beim Neuerwärmen und nach
folgender Abkühlung erzielt man das beste Ergebnis, wenn
das Textilgut beweglich aufgehängt wird und die Möglich
keit hat, sich gleichzeitig mechanisch zu erholen, indem
man es z. B. schüttelt oder flattern läßt.
Zum Formen einer gegebenen Fläche eines Stücks Tuch wird
dieses um den Umfang der Fläche herum mit zur Ober
fläche des Tuches gerichteten Kräften in eine Rahmenein
richtung od. dgl. eingespannt, wobei die Fläche frei hängt
oder möglicherweise, wenn nämlich in der gewünschten Ober
flächenform Unregelmäßigkeiten enthalten sind, stellen
weise unterstützt wird. Dann wird das Stück Tuch vorge
wärmt, und die Rahmeneinrichtung und ein geheizter Form
körper werden zusammengebracht, um das Stück Tuch durch
Strecken zu verformen; der Formkörper wird in seinem ver
formenden Zustand während der gesamten Nachwärmperiode
aufrechterhalten. Diese Art des Einspannens des Textil
guts ermöglicht es, die Verformung durch Strecken und
nicht durch Preßformen zwischen zwei Halbformen erfolgen
zu lassen. Der Formkörper wird nach der Nachwärmperiode
vom Textilgut weggenommen. Danach wird ein Kühlmedium
durch das Textilgut hindurchgeschickt, um es zu kühlen.
Das Kühlmedium kann zweckmäßigerweise Luft normaler
Temperatur sein, die man für höchstens 15 Sekunden, vor
zugsweise aber zwischen 5 und 10 Sekunden, durch das
Textilgut strömen läßt.
Das Textilgut wird über eine Wärmebehandlungskammer ge
bracht, wobei Vor- und Nachwärme dadurch erfolgen, daß
man heiße Luft oder Dampf in die Kammer bläst, während
die Kammer zum Abkühlen an eine Unterdruckquelle ange
schlossen wird, damit kühle Raumluft durch das Material
in die Kammer gesaugt wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens in vereinfacher Darstellung dargestellt ist.
Die Vorrichtung besteht aus einer als Kasten (Rahmeneinrichtung 6) mit Boden 3,
Deckel 5, Innenwand 7 und Außenwand 9 ausgeführten Wärme
behandlungskammer 1. Im Deckel 5 ist eine Öffnung 11 an
gebracht, deren Gestalt der Gestalt der Fläche eines zu
verformenden Stücks Textilgut entspricht. Der Deckel 5 ist
auswechselbar, damit der Deckel 5 mit Öffnungen 11 anderer
Gestalt und Form leicht auf die Kammer 1 aufgesetzt wer
den kann. Die Innenwand 7 folgt zweckmäßigerweise der
Form der Öffnung 11 und kann zusammen mit dem Deckel 5
auswechselbar sein. Die Innenwand 7 braucht gegen den
Boden 3 der Kammer 1 nicht sorgfältig abgedichtet zu wer
den, da diese letztere eine dicht anschließende Außen
wand 9 aufweist.
Die Kammer 1 ist mit Rohrstutzen 13 und 15 versehen,
durch die die Kammer 1 innerhalb der Innenwand 7 mit Heiß
luft oder Dampf unter gewöhnlichem Druck versorgt werden
kann. Weiterhin ist die Kammer 1 noch mit einem Absaug-
Rohrstutzen 17 zum Anschließen an eine nicht dargestellte
Unterdruckquelle versehen.
Das zu formende Stück Textilgut kann lose direkt auf den
Deckel 5 der Kammer 1 gelegt werden und daran mit Hilfe
eines wie die Öffnung 11 im Deckel 5 geformten Klemmrings
19 festgeklemmt werden, der mit Hilfe nicht dargestellter
Einrichtungen so gegen den Deckel 5 gedrückt werden kann,
daß das Textilgut-Stück am Umfang der Öffnung 11 festge
klemmt wird. Um das Textilgut am Deckel 5 festzuhalten,
bevor der Klemmring 19 angedrückt wird, ist der Deckel 5
mit mehreren aufrechtstehenden Stiften 21 versehen.
Als Variante kann das Textilgut auch auf einen losen Rahmen
gelegt werden, der mit Haltestiften versehen werden kann;
dieser Rahmen wird dann auf den Deckel 5 der Kammer 1 ge
legt. Dann wird das Textilgut mit dem Klemmring 19 ent
weder am Deckel 5 oder am Rahmen festgeklemmt, wobei der
letztere in diesem Fall mit einer der Öffnung 11 entspre
chenden Öffnung versehen ist.
Die Innenfläche des Klemmrings 19 ist mit mehreren Öff
nungen 23 versehen, die zu einem Schlauchanschluß 25 zur
Verbindung mit einer Unterdruckquelle führen. Durch diese
Öffnungen 23 hindurch wird der Dampf abgesaugt, der aus
der Kammer 1 durch das Textilgut hindurch aufsteigt, um
zu verhindern, daß sich der Dampf am Klemmring 19 konden
siert und Wassertropfen das Textilgut feucht machen.
Der Formkörper 27 der Vorrichtung ist auf der Zeichnung der
Einfachheit halber als eine Halbkugel dargestellt, die
hohl und mit Rohrstutzen 29, 31 zum Zuführen und Absaugen
von Heißluft oder eines anderen Heizmediums versehen ist.
Der Formkörper 27 hängt an einer senkrechten Stange 33,
die in den Lagern 35 und 37 verschiebbar geführt wird
und nahe ihrem oberen Ende mit einer horizontalen Scheibe
39 versehen ist, auf die nach Bedarf Gewichte 41 aufge
legt werden können. Das obere Ende der Stange 33 ist mit
einem Seil 43 verbunden, das über Seilrollen 45, 47 läuft
und an seinem anderen Ende mit einem Gegengewichtträger
49 verbunden ist, auf den nicht dargestellte Gegengewichte
gelegt werden können, wenn die Auflagekraft des Form
körpers auf einen Wert eingestellt werden soll, der
kleiner ist als das Gewicht des Formkörpers 27 mit Stange
33 und Scheibe 39.
In der Zeichnung ist der Formkörper 27 in einer ersten
Ausgangsstellung dargestellt, in die er mit Hilfe eines
Druckluftzylinders 51 gehoben worden ist, dessen Kolben
stange mit Hilfe eines horizontalen Arms 55 unter die Ge
wichtsscheibe 39 faßt. Bei seiner unteren Stellung liegt
der Arm 55 unter der niedrigsten Stellung, die die Scheibe
39 im Betrieb annehmen kann. Auf einer senkrechten Zahn
stange 57 ist ein lösbarer Anschlag 59 angeordnet, der
mit Hilfe eines nicht dargestellten Ritzels, das mit einem
Rädchen 61 bedient wird, aufwärts und abwärts bewegt
werden kann. Der Anschlag 59 umfaßt eine Nase 63, die sich
bei der auf der Zeichnung dargestellten Stellung im Be
wegungsweg der Scheibe 39 des Formkörpers 27 befindet.
Der Nasenanschlag 63 kann mit Hilfe eines nicht darge
stellten Elektromagneten zurückgezogen werden, so daß die
Scheibe 39 sich am Anschlag 59 vorbeibewegen kann.
Die Arbeitsfläche des Formkörpers 27 ist zweckmäßiger
weise mit einer reibungsmindernden Oberflächenbeschich
tung 65 versehen, die z. B. aus Kunststoff der Marke
"Teflon" besteht.
Als Variante zu der auf der Zeichnung dargestellten An
ordnung zum Betätigen des Formkörpers 27 kann auch eine
pneumatische oder hydraulische Kolben/Zylinder-Anordnung
benutzt werden, um den Formkörper 27 und die Kammer 1 zu
einander zu bewegen. Hierbei ist dafür zu sorgen, daß die
Bewegung des Formkörpers 27 schnell erfolgt, da dies für
die Erzielung guter Ergebnisse wichtig ist. Wie bereits
eingangs erwähnt, muß somit die gesamte Verformungsbe
wegung in höchstens 5 Sekunden und vorzugsweise in weniger
als 1 Sekunde durchgeführt werden.
Das vorstehend beschriebene und auf der Zeichnung darge
stellte Ausführungsbeispiel kann wie folgt benutzt wer
den:
Ein Stück Tuch-Textilgut wird auf einen Rahmen oder direkt
auf den Deckel 5 der Kammer 1 gelegt und mit dem Klemm
ring 19 festgeklemmt. Die Kolbenstange 53 wird abwärts
bewegt, wobei die Scheibe 39 die Abwärtsbewegung begleitet,
bis sie von der Nase 63 des Anschlags 59 getragen wird.
Mit dem Rädchen 61 wird die gewünschte Anschlaghöhe für
den Formkörper 27 eingestellt. Diese Einstellung wird so
oft ausgeführt, daß der Formkörper 27 auf das Niveau Null
gebracht wird, bei der er das eingespannte Stück Textil
gut gerade eben berührt. Nun wird durch Einblasen von
Heißluft oder Dampf unter normalem Druck durch die Rohr
stutzen 13 und 15 in die Kammer 1 mit dem Vorwärmen be
gonnen. Dabei kommt zur Behandlung von Synthetikmaterial
vorzugsweise Heißlugt zur Verwendung, während zur Be
handlung von Wolle vorzugsweise Dampf genutzt wird. Der
Formkörper 27 ist bereits vorher auf eine Temperatur er
wärmt worden, die der gewünschten Textilguttemperatur
entspricht; der Durchfluß von Heizmedium geht während des
gesamten Verformungsvorganges weiter, um den Formkörper
27 auf der gewünschten Temperatur zu halten. Nach Be
endigung der Vorwärmperiode wird der Anschlag 59 freige
geben, so daß der Formkörper 27 nur durch sein eigenes
Gewicht herunterfällt und das Textilgut in die gewünschte
Form reckt. Das Fallgewicht des Formkörpers 27 wird auf
diese Weise nur vom Textilgut getragen. Dieses Fallgewicht
kann mit Hilfe der Gewichte 41 auf der Scheibe 39 ver
ändert werden oder auch mit Gewichten auf dem Gegengewichts
halter 49, wobei das letztere dann der Fall ist, wenn das
gewünschte Fallgewicht geringer ist als das Gegengewicht
von Formkörper 27, Stange 33 und Scheibe 39. Die so er
haltene Verformung wird während einer Nachwärmperiode auf
rechterhalten, indem man den Formkörper 27 im Textilgut
hängen läßt. Auch das Nachwärmen erfolgt durch Einblasen
von Heißluft oder Dampf in die Kammer 1, wobei die
Temperatur auf derselben Temperatur wie beim Vorwärmen
gehalten wird, oder, wie eingangs beschrieben, vorzugs
weise auf einem höheren Wert. Nach Beendigung der Nach
wärmperiode wird der Formkörper 27 mit Hilfe des Hebearms
55 gehoben; gleichzeitig wird das Einblasen von Heiz
medium abgebrochen und das Evakuieren durch den Evakuierungs
anschluß 17 begonnen. Dadurch wird Umgebungsluft mit Raum
temperatur durch das Textilgut hindurch in die Kammer 1
gesaugt, wodurch das Textilgut schnell abgekühlt wird.
Falls gewünscht, können Nacherwärmen mit einem Heizmedium
und erneutes Abkühlen in diesem Stadium ausgeführt wer
den, wobei das deformierte Textilgut erst in eine aufwärts
gekrümmte Form geblasen und dann wieder nach unten ge
saugt wird, so daß es gleichzeitig mit dem Temperatur
wechsel einer mechanischen Behandlung ausgesetzt wird.
Durch Verändern von Fallgewicht und/oder Fallhöhe ist es
bei sonst gleicher Ausrüstung auch möglich, Größenver
änderungen herbeizuführen, wie z. B. bei durch Formen er
zeugten Teilen von Kleidungsstücken.
Besitzt der Formkörper 27 eine komplizierte Gestaltung,
so können in der Kammer 1 Auflagepunkte oder Auflageschienen
angebracht werden, die Tälern oder Vertiefungen in der
Oberfläche des Formkörpers 27 entsprechen, die als Ganzes
konvex ist. Diese zusätzlichen Hilfsmittel sollen das
Textilgut nur zeitweilig unterstützen, das jedoch immer
frei aufgehängt sein muß, damit die Verformung als Recken
und nicht als Pressen zwischen zwei komplementären Halb
formen durchgeführt werden kann.
Als Alternative zum Abkühlen mit Unterdruck in der Kammer
1 kann das Textilgut auch durch Einblasen kalter Luft in
die Kammer 1 gekühlt werden.
Claims (18)
1. Verfahren zur bleibenden Verformung von bahnförmigen Textilgut,
wobei das Textilgut in erwärmten Zustand durch Strecken
mittels eines Formkörpers geformt und danach gekühlt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung des
Textilguts bei der Glasübergangstemperatur der in ihm
enthaltenden Fasern erfolgt, danach unter Vermeidung
einer Abkühlung bei derselben oder einer höheren
Temperatur unter Aufrechterhaltung der Verformungs
kraft nachgewärmt wird und schließlich ohne Kontakt mit
dem Formkörper abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorwärmen durch Behandeln des Textilguts mit einem
gasförmigen Medium einer Temperatur von mindestens
70°C ausgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Behandeln des Textilguts mit Dampf unter gewöhn
lichem Druck vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vorwärmen 5 bis 60 Sekunden
lang durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorwärmen 10 bis 30 Sekunden lang durchgeführt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß praktisch die gesamte Streckbe
wegung während einer Zeitdauer von höchstens 5 Sekunden
durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
praktisch die gesamte Streckbewegung während einer
Zeitdauer von weniger als 1 Sekunde durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Nacherwärmen innerhalb eines
Temperaturbereichs zwischen 60 und 200°C erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Nacherwärmen innerhalb eines Temperaturbereichs
zwischen 90 und 150°C erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Nacherwärmen innerhalb von
5 bis 60 Sekunden durchgeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Nacherwärmen innerhalb von 10 bis 40 Sekunden
durchgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Textilgut nach dem Verformen
einem wiederholten Erwärmen und nachfolgendem Abkühlen
ausgesetzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das wiederholte Erwärmen mit Dampf unter praktisch
normalem Druck und während einer Periode von höchstens
10 Sekunden erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vor- und Nacherwärmen durch
Einblasen von Heißluft oder Dampf und die Kühlung
durch Absaugen des Heizmediums und Hindurchsaugen von kühler Luft durch das Textil
gut erfolgen.
15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens für bahnför
miges Textilgut nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit
einer Rahmeneinrichtung (6), die eine Öffnung (11) aufweist, über die das Textilgut legbar und auf deren Rand spannbar ist und in die ein Formkörper (27) ein tauchbar ist,
einer Einrichtung (1, 13, 15) zum Erwärmen des einge spannten Textilgutes, wobei diese Einrichtung (1, 13, 15) auf der dem Formkörper (27) abgewandten Seite der Rahmeneinrichtung (6) angeordnet ist,
Einrichtungen (33, 39, 41) zum Zusammenbringen von Formkörper (27) und Rahmeneinrichtungen (6) in der Weise, daß der Formkörper (27) das Textilgut durch Strecken verformt, wonach diese Einrichtungen (33, 39, 41) den Formkörper (27) und die Rahmeneinrichtung (6) wieder voneinander trennen, und
einer Einrichtung zum Abkühlen des verformten Tex tilguts,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmeneinrichtung (6) als Wärmebehandlungskammer (1) ausgebildet ist, die mit Leitungen (13, 15) zum Zuführen eines gasför migen Heizmediums und mit einer zu einer Unterdruck quelle führenden Absaugleitung (17) zum Abkühlen des Textilguts versehen ist.
einer Rahmeneinrichtung (6), die eine Öffnung (11) aufweist, über die das Textilgut legbar und auf deren Rand spannbar ist und in die ein Formkörper (27) ein tauchbar ist,
einer Einrichtung (1, 13, 15) zum Erwärmen des einge spannten Textilgutes, wobei diese Einrichtung (1, 13, 15) auf der dem Formkörper (27) abgewandten Seite der Rahmeneinrichtung (6) angeordnet ist,
Einrichtungen (33, 39, 41) zum Zusammenbringen von Formkörper (27) und Rahmeneinrichtungen (6) in der Weise, daß der Formkörper (27) das Textilgut durch Strecken verformt, wonach diese Einrichtungen (33, 39, 41) den Formkörper (27) und die Rahmeneinrichtung (6) wieder voneinander trennen, und
einer Einrichtung zum Abkühlen des verformten Tex tilguts,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmeneinrichtung (6) als Wärmebehandlungskammer (1) ausgebildet ist, die mit Leitungen (13, 15) zum Zuführen eines gasför migen Heizmediums und mit einer zu einer Unterdruck quelle führenden Absaugleitung (17) zum Abkühlen des Textilguts versehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, bei der die Rahmenein
richtung einen Klemmring für das Textilgut aufweist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Klemmring (19)
an seiner Innenfläche mit Öffnungen (23)
versehen ist, die mit einer Unterdruckquelle zum Ab
saugen von Heizmedium verbunden sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein mit Stiften (21) zum Befestigen des
Textilguts versehener Rahmen mitsamt dem einge
spannten Textilgut zwischen dem Klemmring (19) und
der mit der Öffnung (11) versehenen Seite (5) der
Wärmebehandlungskammer (1) festklemmbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, mit einem vertikal verschiebbar über der Rahmeneinrichtung ange
ordneten Formkörper (27), da
durch gekennzeichnet, daß das Textilgut vom Formkörper (27) durch
Schwerkraft verformbar ist, wobei Fallhöhe und/oder Gewichts
belastung einstellbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE7401961A SE395599B (sv) | 1974-02-14 | 1974-02-14 | Forfaringsett och anordning for formning av textila material |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2505566A1 DE2505566A1 (de) | 1975-08-21 |
| DE2505566C2 true DE2505566C2 (de) | 1988-09-22 |
Family
ID=20320209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752505566 Granted DE2505566A1 (de) | 1974-02-14 | 1975-02-10 | Verfahren und vorrichtung zum verformen von textilmaterialien |
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| FR (1) | FR2261367B3 (de) |
| GB (1) | GB1491147A (de) |
| IT (1) | IT1030136B (de) |
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Families Citing this family (14)
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|---|---|---|---|---|
| DE3629544A1 (de) * | 1986-08-30 | 1988-03-10 | Bayer Ag | Hydrothermisch verformte textile flaechengebilde, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung |
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