DE2504347C3 - Verfahren zur Herstellung von reinem Tetracyclinhydrochlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von reinem TetracyclinhydrochloridInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C233/00—Carboxylic acid amides
Landscapes
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- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
IS
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinem Tetracyclinhydrochlorid.
Es ist bekannt, daß Tetracyclinhydrochlorid durch Suspendieren der Tetracyclin-Base in einem organischen
Lösungsmittel mit nachfolgender Umsetzung mit konzentrierter Salzsäure hergestellt wird, wobei als
Lösungsmittel vorwiegend verschiedene Alkohole benutzt werden (GB-PS 11 36 920).
Dabei wird bei Konzentrationen des Tetracyclins von 90 000 bis 300 000 Einheiten/ml gearbeitet
Die Salzsäure weist eine Konzentration von 36 bis 38% und ein spezifisches Gewicht unter 1,18 auf und
wird im Oberschuß von 15 bis 40% gegenüber der äquivalenten Menge zugeführt oder pro 1 Milliarde
Einheiten — 210 bis 270 ml Säure.
Nach dem Zufügen der auf diese Weise berechneten Menge konzentrierter Salzsäure wird eine Lösung
erhalten, weiche filtriert wird.
Anschließend wird aus dem Filtrat unter Umrühren innerhalb von 2,5 bis 3 Stunden und bei einer
Temperatur von 42 bis 45° C Tetracyclonhydrochlorid auskristallisiert Die Kristalle werden abfiltriert, gespült
und getrocknet Ein Nachteil des bekannten Verfahrens ist, daß das Produkt eine gelbbraune Farbe aufweist
welche mit der Zeit leicht in rotbraun übergeht. Die Dauer der Kristallisation kann nicht unter 2,5 Stunden
verringert werden und ist höchstens so lang, bis die Aktivität der Mutterlauge bis zu einem bestimmten
Wert abnimmt. Die Kristalle bilden Konglomerate, was das Einschließen von Molekülen des Lösungsmittels und
der Säure erleichtert, die später der Substanz den so unerwünschten Geruch und die rötliche Farbe verleihen.
Die Ausbeute beläuft sich auf 78 bis 82%.
Das Aussetzen von biologisch aktiven Stoffen, z. B. Aminosäuren und anderen Naturprodukten, einer
Vibration mit hoher Frequenz um Prozesse zu beschleunigen, ist an sich bekannt. Der Nachteil dieses
Verfahrens ist jedoch, daß die biologisch aktiven Stoffe teilweise zerstört werden und damit an Aktivität
verlieren.
Die Aufgabe der Erfindung ist nun, ein Verfahren zur Herstellung von Teiracyclinhydrochlorid zu finden, bei
dem die Nachteile des bekannten Verfahrens vermieden werden und Tetracyclinhydrochlorid in hoher Reinheit
und Ausbeute anfällt.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur μ
Herstellung von reinem Tetracyclinhydrochlorid durch Umsetzen einer Suspension Tetracyclin-Base in organischen
Lösungsmitteln mit überschüssiger konzentrierter Salzsäure bei erhöhter Temperatur, das dadurch
gekennzeichnet, ist, daß die Umsetzung in Gegenwart von Hochfrequenz-Vibrationen von 10 000 bis
400 000Hz bei einer Feldstärke von 0,5 bis 10,5
Wat/cm1 und bei einer Temperatur von 35 bis 6O0C
durchgeführt wird.
Es wurde nämlich festgestellt, daß beim Behandeln einer Tetracyclin und Salzsäure in einem Oberschuß von
15 bis 40% enthaltenden Lösung unter der Einwirkung von Hochfrequenz-Vibrationen die Kristallisation wesentlich
beschleunigt wird, das erhaltene Produkt reiner und die Ausbeute größer ist Zu diesem Zweck wird das
auf bekannte Weise hergestellte Konzentrat mit einer Temperatur von 35 bis 60°C einer Wanne zugeführt, die
mit einem Strahler versehen ist welcher in einer Sekunde 10 000 bis 400 000 Vibrationen mir einer
Feldstärke von 04 bis 10,5 Wat/cm2 ausstrahlt
Unter diesen Bedingungen wird nach au dritten
Minute nach Beginn der Vibrationen eine spontane Kristallisation im ganzen Lösungsinhalt beobachtet Es
bilden sich kleine mikronisierte Kristalle, was bei der Herstellung von Unguenta, Sirupen oder anderen
Arzneiformen von großer Bedeutung ist Bei dieser Arbeitsweise bilden sich keine Konglomerate und die
Substanz weist eine homogene, hellgelbe Farbe gegenüber den Kontrollproben auf, bei denen Hochfrequenz-Vibrationen
nicht angewandt wurden. Die Verminderung der Aktivität der Mutterlauge ist der Bestrahlungszeit proportional Sie betragen z. B. 2000
bis 4000 Einheiten/ml gegenüber der Kontrolle.
Der Endgehalt des Tetracyclins in der Mutterlauge hängt von der Ausgangskonzentration von Tetracyclin
in der Lösung ab. Bei einer Konzentration von 250 000 Einheiten/ml beträgt die Endkonzentration für die
Kontrollprobe 25 000 Einheiten/ml, und für das erfindungsgemäße Verfahren lautet die Zahl 21 000
Einheiten/ml.
Die Erhöhung der Temperatur bei der Kristallisation über 6O0C verkürzt die Bestrahlungszeit Aber sie wirkt
spürbar negativ auf die Farbe und die Qualität des Endproduktes. Die experimentell ermittelte Temperatur
beträgt 35 bis 6O0C
Nach einer Bestrahlung von 8 bis 12 Minuten, einer Zeitdauer, die zur vollständigen Kristallisation ausreicht,
wird die Suspension abgetrennt. Der Prozeß verläuft präziser, wenn ein derartiger Strom das Feld
der Hochfrequenzvibration durchquert dessen Geschwindigkeit eine Kristallisationsgeschwindigkeit von
8—12 Minuten sichert.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist folgende Vorteile auf: Die Zeitdauer der Kristallisation des
Tetracyclinhydrochlorids wird um ein Vielfaches (10- bis
13mal) im Vergleich zu dem bekannten Verfahren abgekürzt Das hergestellte Tetracyclinhydrochlorid
weist eine mikronisierte Struktur auf, ohne daß in die Kristalle Lösung und Säure miteingeschlossen werden,
und seine Aktivität ist gegenüber den Vergleichsproben größer und liegt der theoretischen nahe. Das Produkt
besitzt eine stabile hellgelbe Farbe; die epimeren Formen, der Hystamin-Gehalt und alle anderen
Kennwerte entsprechen den Erfordernissen der britischen Pharmakopoe 1968, der sowjetischen und der
internationalen Pharmakopoe. Die Untersuchungen zeigen, daß die Toxizität des hergestellten Produkts
besonders vermindert wird, was die Herstellung von Arzneimitteln mit einer viel höheren Qualität erlaubt.
Das so erhaltene Tetracyclin ist besonders zur Herstellung von Suspensionen geeignet.
Die Erfindung wird anhand nachstehender Beispiele näher erläutert:
30 g Tetracyclin-Base mit einer Aktivität von 900 Einheiten/ml werden in 140 ml Butanol, 10 ml Äthylalkohol
und 7,3 ml konzentrierter Salzsäure gelöst Nach dem Filtrieren wird das erhaltene Konzentrat auf 370C
erwärmt und 8 Minuten der Wirkung von Hochfrequenz-Vibrationen mit einer Frequenz von 22 000 Hz
ausgesetzt Die erhaltenen Kristalle werden filtriert, mit Butanol gespült und bei einer Temperatur von 55° C
vakuumgetrocknet Es werden 24 550 g Tetracyclinhydrochlorid mit einer Aktivität von 985 Einheiten/mg
hergestellt Die Ausbeute beträgt 80,5%.
Zu 150 g Tetracyclin-Base mit einer Aktivität von 940 Einheiten/mg werden 336 ml Butanol und 144 ml
2-Äthojcyäthano! zugefügt und nach einem guten Suspendieren auch 31 ml konzentrierte Salzsäure. Die
erhaltene Lösung wird filtriert und nach dem Erhitzen auf 400C der Wirkung einer Vibration mit einer
Frequenz von 30 000 Hz für 4 Minuten ausgesetzt. Danach werden die Kristalle filtriert und mit Butanol
gewaschen. Die hergestellten Kristalle werden bei einer Temperatur von 50° C im Vakuum getrocknet Es
werden 125 g Tetracyclinhydrochlorid mit einer Aktivität von 990 Einheiten/mg erhalten. Die Ausbeute
beträgt 87%.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von reinem Tetracyclinhydrochlorid durch Umsetzen einer Suspension der Tetracyclin-Base in organischen Lösungsmitteln mit überschüssiger konzentrierter Salzsäure bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart von Hochfrequenz-Vibrationen von 10 000 bis 400 000Hz bei einer Feldstärke von 0,5 bis 10,5 Wat/cm2 und bei einer Temperatur von 35 bis 60" C durchgeführt wird.
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1975
- 1975-02-03 DE DE19752504347 patent/DE2504347C3/de not_active Expired
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