DE250402C - - Google Patents
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- DE250402C DE250402C DENDAT250402D DE250402DA DE250402C DE 250402 C DE250402 C DE 250402C DE NDAT250402 D DENDAT250402 D DE NDAT250402D DE 250402D A DE250402D A DE 250402DA DE 250402 C DE250402 C DE 250402C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
- F01D17/22—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical
- F01D17/26—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical fluid, e.g. hydraulic
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
250402-KLASSE 14 c. GRUPPE
GUTEHOFFNUNGSHÜTTE,
Regelung für Dampfturbinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Bewegungsübertragung vom Pendelregler auf den Hilfsmaschinenkolben
des oder der Ventile unter Einschaltung einer besonderen Hilfssteuerung, welche
den Steuerschieber der Dampfturbine betätigt. Es ist bekannt, die verschiedenen Düsenventile
durch Veränderung des Dampfdruckes zu öffnen, welcher auf die mit den betreffenden
Ventilen verbundenen Hilfskolben wirkt. Derartige Anordnungen, wie sie beispielsweise in
dem Werke von Gentsch, »Regelung von Dampfturbinen«, 1908, S. 75, Fig. 85 und S. 78,
Fig. 87 bis 89, dargestellt sind, haben folgende Nachteile: Erstens liegen die Belastungsfedern
der Ventile meist im Dampf raum, wodurch ihre Spannung je nach der Temperatur des
Dampfes sich verändert und ihre Wirkung namentlich bei Verwendung von überhitztem
Dampf sehr unzuverlässig wird. Zweitens liegen sämtliche Gleitflächen ebenfalls im
Dampfraum, so daß die Gefahr besteht, daß Rost oder sonstige Ablagerungen aus dem
Dampf die Bewegung der Ventile nach kurzer Zeit mehr oder minder, ja auch gänzlich hemmen
können. Drittens ist die auf die Ventile wirkende Hub- oder Schlußkraft abhängig
von dem jeweils herrschenden Kesseldruck.
Die zweite Art der Düsensteuerung,1 wie sie in dem genannten Werke auf Seite 80, Fig. 90
und 91 dargestellt ist, hat die Nachteile, daß eine große Anzahl von Zuleitungen zu den
Ventilen nötig ist, und daß ferner ein ölumlauf nur in dem Augenblicke stattfindet, wo ein
Ventil geöffnet oder geschlossen wird, In den Pausen zwischen den einzelnen Regelungen
jedoch bleibt das Öl in Ruhe, wodurch an den vom Öl bespülten Flächen sich allmählich unvermeidliche
Ablagerungen zeigen, da die Ventilgehäuse, weil sie mit dem Turbinengehäuse direkt verbunden sind, sehr hohen Temperaturen
ausgesetzt werden. Derartige Ablagerungen sind aber beim Betriebe schon nach kurzer Zeit störend, weil alsdann die Kolben
schwer oder gar nicht mehr beweglich sind.
Ein Nachteil ist es auch, wenn die Frischdampfregelung in der Weise hinter die Abdampfregelung
geschaltet wird, daß sie erst zur Wirkung gelangt, nachdem ein entsprechender Abfall in der Umlaufszahl eingetreten ist.
Wird demnach beispielsweise für den normalen Betrieb mit Abdampf ein Ungleichförmigkeitsgrad
des Reglers von 5 Prozent benötigt, so beginnt die Frischdampfzufuhr erst, nachdem
die Umlaufszahl noch weiter gesunken ist; der Regler muß also, um eine einwandfreie Regelung
mit Frischdampfbetrieb zu ermöglichen, : noch einen weiteren Ungleichförmigkeitsgrad
von 5 Prozent, im ganzen also 10 Prozent erhalten.
Um diese Mängel auszuschließen, stellt nach der Erfindung das vom Regler in seinem Druck
beeinflußte Steuermittel (Drucköl) besondere Steuerkolben, welche die Hilfssteuerschieber
für das vom Regler nicht beeinflußte, die Hilfskolben der Ventile verstellende Druckmittel
verschieben.
Bei der Regelung nach der Erfindung wird erreicht, daß alle Belastungsstufen sowohl mit
Frischdampf als auch mit Abdampf, wie auch bei gemischtem Betrieb mit beliebig kleinem
Ungleichförmigkeitsgrad innegehalten werden können. Die übrigen Nachteile der oben erwähnten
älteren Bauweisen sind ebenfalls vermieden, denn das Öl fließt dauernd durch die
Steuerung hindurch, so daß schädliche Ablagerungen nicht eintreten können; sodann wird
durch Verwendung des Steuerkolbens eine feine
ίο und genaue Regelung erreicht, da das vom
Regler beeinflußte Öl nur eine sehr kleine Verschiebungsarbeit zu leisten hat. Endlich kommt
dauernd der volle Öldruck auf den Hauptsteuerkolben zur Wirkung, so daß zur Überwindung
der Kräfte, die besonders zum Öffnen der Dampfeinlaßventile zeitweilig erforderlich sind,
eine große Kraft jederzeit zur Verfügung steht.
In Fig. ι ist die Muffe α des Pendelreglers b
durch die Stange c mit dem Steuerschieber d
verbunden, welch letzterer in dem Zylinder e sich bewegt. Die Steuerkante f des Kolbens d
schließt die Ringnut g des Zylinders e mehr oder weniger ab. Der Ringnut g wird Drucköl
durch die Druckpumpe h und die Zuleitung i fortwährend und unter gleichbleibendem Druck
zugeführt. Gibt infolge der entsprechenden Stellung des Pendelreglers die Steuerkante f
die Ringnut g des Zylinders α frei, so fließt das Drucköl durch die Öffnung k in den Lagerbock
und von da in den Behälter I ab, aus dem es durch die ölpumpe h wieder abgesaugt
wird.
In Fig. 2 ist ein Steuerventil dargestellt, welches durch das Drucköl, das wieder durch
den Hilfssteuerkolben r gesteuert wird, gestellt wird.
In der nach der HilfsSteuerung m abzweigenden
Leitung η ist bei Leerlauf der Maschine der Druck gleich null. Nimmt mit steigender
Belastung die Umlaufszahl des Pendelreglers ab, so schließt die Steuerkante f (Fig. 1) die Ringnut
mehr, so daß der Öldruck in der Druckleitung η steigt. Je mehr die Steuerkante f den
ölabfluß drosselt, desto mehr steigt der Druck in der Leitung i; bei geringster Umlaufszahl
des Pendelreglers, also bei voller Belastung der Maschine, wird der höchste Druck erreicht.
Die Druckflüssigkeit wird durch die Leitung η nach der Hilfssteuerung m (Fig. 2) geleitet, wo
sie in den Kanal p eintritt und auf den Hilfssteuerkolben r wirkt, indem sie die den letzteren
belastende Feder s anspannt. Die Kolbenstange t des Kolbens r verstellt dadurch den
Hilfskolben u, der in bekannter Weise die Drosselung des bei υ eintretenden und bei w
aiistretenden Drucköles bewirkt und dadurch das Regelventil χ mittels des Hilfskolbens entsprechend
einstellt. Statt eines einzigen Ventils können auch mehrere an die Druckleitung η
angeschlossen werden.
In der Fig. 3 ist der Weg des Drucköles schematisch wiedergegeben. Das öl wird zunächst
aus dem Öltank durch die Zahnradpumpe k1 vermittels des Saugrohres i1 angesaugt
und von dieser Pumpe unter hohem Druck in die Verbrauchsleitung P-, n1 getrieben.
Von dort wird es durch Zweigrohre teils zu den Lagern, beispielsweise durch die Zweigleitung
m1 zu dem Lager e1, teils zu der in Rede
stehenden Steuerung durch das Rohr ν geführt. Beim Eintritt in den Steuerzylinder m füllt es
zunächst den um den größeren eigentlichen Hilfskolben u führenden Ringraum b1 und tritt
dann durch die Bohrung c1 des Kolbens u vor
die Steuerkante des Schiebers z; gibt letzterer nun bei einer Bewegung nach links den Durchtritt
des Öles zur Bohrung dl im Kolben u frei,
so tritt das Drucköl unmittelbar vor die Stirnfläche des Kolbens u und bewegt, diesen antreibend,
das Dampfeinlaßventil x. Der Schieber ζ wird hierbei von dem Hilfssteuerkolben r
verschoben, welcher vom Regler b beeinflußt wird, und zwar auf hydraulischem Wege, indem
von der öldrucldeitung ν eine Leitung i abzweigt,
in der das Öl durch einen Hahn oder Schieber y auf einen geringeren Betriebsdruck
eingestellt wird. Am Ende der ölnebenleitung i liegt. der vom Stellzeug α des Reglers b durch
die Stange c beeinflußte Drosselschieber d, welcher demnach je nach seiner Stellung vor den
Drosselöffnungen f des Zylinders e das in der Leitung i befindliche öl mehr oder weniger
durch die Leitung h1 in den öltank abfließen
läßt. Durch den in der Leitung wechselnden Öldruck veranlaßt, wird nun auch der Hilfssteuerkolben
r unter Einwirkung der Feder s eine verschiedene Stellung einnehmen und dementsprechend
den Schieber ζ im Kolben u verstellen. Schließt der Schieber ζ bei einer Bewegung
nach rechts die Bohrung c1 ab, so kann kein Drucköl aus der Leitung ν mehr vor den
Kolben u treten, vielmehr wird das dort angesammelte Öl in die an dem Steuerzylinder m
anschließende Ableitung w und schließlich in den Tank zurückbefördert. An den Steuerzylinder
m schließt sich ein zweiter gleichgebauter Steuerzylinder und nach Bedarf, d. h.
nach Anzahl der vorhandenen Dampfeinlaßventile χ noch ein dritter, vierter und fünfter
Zylinder, wie in Fig. 1 angegeben, an.
Die Gegenfedern a1 der Kolben u sind in bekannter
Weise in ihrer Stärke so bemessen, daß sich ein Ventil nach dem anderen öffnet; doch
können zu gleichem Zwecke auch die Federn gleich stark gewählt werden, dagegen die
Durchmesser der Kolben u verschieden bemessen oder endlich beide bekannten Mittel miteinander
vereinigt werden.
Entsprechend der Reglerstellung steigt dann der Öldruck unter sämtlichen Steuerkolben der
Betriebsrelais gleichmäßig. Sind nun die Kolbenflächen und Federbelastungen entsprechend
abgestimmt, so kann man bekanntlich erreichen, daß sich ein Ventil nach dem anderen oder
mehrere Ventile gleichzeitig öffnen. Man kann auch leicht erreichen, daß sich die Ventile η
derart öffnen, daß immer das nächste mit seiner Öffnung beginnt, während das vorhergehende
noch in seiner Öffnung begriffen ist. Auch kann man die Ventile nacheinander oder
gleichzeitig sich öffnen lassen, die Energieträger verschiedener Beschaffenheit, z. B. hoch
und niedrig gespannten Dampf, zur Kraftmaschine fließen lassen. In Fig. ι ist z. B. gezeigt,
wie fünf Düsenventile einer Hochdruckturbine an die Druckleitung i angeschlossen
sind und auf verschiedene Weise mit Hilfe be- 15 sonderer Steuerungen vom Regler aus gesteuert
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:.Regelung für Dampfturbinen, bei welcher der Regler das Steuermittel in seinem Druck beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuermittel von veränderlichem Druck Hilfssteuerkolben stellt, welche die Steuerung für das Steuermittel beeinflussen, das die Hilfskolben der Dampfabschlußorgane stellt, aber in seinem Druck nicht verändert wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250402C true DE250402C (de) |
Family
ID=508929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250402D Active DE250402C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250402C (de) |
-
0
- DE DENDAT250402D patent/DE250402C/de active Active
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