DE191438C - - Google Patents

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DE191438C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of pumps, compressors or condensers, insofar as they influence the functioning of the steam engines
    • F01B2250/006—Arrangement of or controlling of piston pumps or compressors without crank shaft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSGHRIFT
-■ JV* 191438 KLASSE-14^. GRUPPEIl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Anordnung bei direkt wirkenden Maschinen, die mit einem oder mehreren Ausgleich- oder Hilfszylindern und Kolben versehen sind. Diese letzteren sind mit einem geeigneten Flüssigkeitsmotor verbunden und so angeordnet, daß sie im Gegensatz zu dem Hauptkolben während des ersten Teiles des Hubes der Maschine wirken und in Verbindung damit während des letzten Teiles des Hubes.
Sie gestatten hierbei, daß die Dampfzulassung nach dem Hauptzylinder unterbrochen wird, bevor der Hub vollendet ist,, wobei die eigent-
■ liehe Kraft der Maschine dauernd gesichert wird. Bei solchen Maschinen kommt es leicht vor, daß der Hub unter den verschiedenen Arbeitsbedingungen zu lang oder zu kurz wird. Der Zweck des Erfindungsgegenstandes besteht nun darin, eine einfache und wirksame Anordnung zu treffen, die selbsttätig den Ausgleichdruck regelt, so daß ein gleichbleibender Maschinenhub erhalten wird. An dem Ausgleichsystem ist ein Auslaß zum Entweichen der Flüssigkeit vorgesehen, um den Widerstand auf den Arbeitsdruck zu vermindern und so die Wirkung des letzteren zu vergrößern. Die Länge des Maschinenhubes wird hierbei in solcher Weise beeinflußt, daß der wirksame Ausgleichdruck wächst, wenn der Hüb sich verkürzt und abnimmt, wenn der Hub länger wird, so daß die Maschine ihren normalen Hub erhält. Es wird also auf diese Weise ein gleichbleibender Hub ■ gesichert.
In-den Zeichnungen wird der Erfindungsgegenstand in den Fig. ι bis 6 veranschaulicht.
Der Dampfzylinder A steht mit einem Pumpenzylinder B in Verbindung, und an die Druckleitung C des letzteren schließt sich eine Luftkammer D an. Die Kolben der Ausgleichzylinder F sind mit dem Kreuzkopf verbunden. Der Akkumulator G steht auf der einen Seite seines Kolbens H durch das Rohr / mit der Luftkammer D in Verbindung. Von den Ausgleichzylindern F führt ein Rohr L nach dem Zylinderraum unter dem Kolben K. Der Akkumulator G ist von bekannter Form. Der Druck des Kolbens H wird eingestellt durch Zulassen der Luft von der Arbeitsseite des Kolbens H oder von einer getrennten Stelle nach dem Behälter M, der durch ein Rohr 10 mit der Gegendruckseite des Kolbens H verbunden ist. Diese Gegendruckquelle wird von der Arbeitsseite des Kolbens H durch ein Rohr 11 und durch einen Hahn 12 beeinflußt, so daß die Luft von dem Räume über dem Kolben H nach der Gegendruckseite des Kolbens H durch das Rohr 11 nach Belieben geführt und das Ventil 12 geschlossen werden kann.
Diese eben beschriebene Anordnung macht keinen Gegenstand der Erfindung aus und kann durch irgendeine andere ersetzt werden. Neu ist dagegen die im nachfolgenden beschriebene Vorrichtung.
Der Druckbehälter M ist mit einem Rohr 13 versehen, das durch ein Ventil oder ein geeignetes Glied mit der Atmosphäre ver-
bunden werden kann. Dieses Glied wird durch die Länge des Hubes der Maschine beeinflußt, so daß der Gegendruck auf den Akkumulatorkolben vergrößert oder verkleinert werden kann, wenn der Hub länger oder kürzer wird. Es entsteht dann so ein Maschinenhub von normaler Länge.
Damit das Entweichen der Luft aus dem Behälter M durch das Rohr 13 geregelt werden kann, sind eine Anzahl Glieder vorgesehen. Am Maschinenrahmen ist ein Arm 14 angeordnet, der ein Lager für den Ventilhebel 15 besitzt. Auf letzterem ist ein Gewicht 16 zum Einstellen des Druckes auf das Ventil 17 verschiebbar angeordnet (Fig. 2, 3 und 4). Dieses beeinflußt den von der Kammer 20 nach der Kammer 19 führenden Kanal 18 (Fig. 4 und 6). Mit der Kammer 19 ist das Rohr 13 verbundeu, und die Kammer
20 steht durch die Öffnung 1 mit der Atmosphäre in Verbindnng. Der Druck, bei dem das Ventil 17 den Kanal 18 öffnet, um den Behälter M mit der Atmosphäre zu'-verbinden und das Entweichen der Luft zum Zwecke der Verringerung des Gegendruckes auf den Akkumulatorkolben H zu gestatten, kann durch Bewegen des Gewichtes 16 längs des Hebels 15 geregelt werden. Das Gewicht 16 ist durch die Schiene 21 mit einem Arm eines Winkelhebels 22 verbunden, dessen anderer Arm einen Schlitz hat und mit Hilfe eines Stiftes mit einer Stange 23 verbunden ist (Fig. 3 und 4). Diese trägt einen Bund 24, der mit einem am Kreuzkopf der Maschine angeordneten, einstellbaren Gliede, z. B. einer Mutter 25, zusammenwirkt. Eine Feder 26 auf der Stange 23 führt die Stange bei der Umkehr des Kreuzkopfes zurück, nachdem sie durch den Anschlag 25 verschoben worden war. Das Gewicht 16 ist an den Schienen 21 verstellbar, um die gewöhnli.che Wirkung der Ausgleichzylinder F zu verändern. Es sind zu diesem Zwecke eine Reihe Löcher vorgesehen, so daß mit Hilfe eines Bolzens die Lage des Gewichtes 16 verändert werden kann. Um die langsame Rückkehr der Stange 23, nachdem sie durch den Anschlag 25 verschoben worden war, zu sichern, trägt fragliche Stange einen
Kolben 27. Dieser bewegt sich in einem ölzylirider 28, dessen Enden auf der einen Seite durch den Kanal 29 und entsprechende Öffnungen und auf der anderen Seite durch den Kanal 30 und ebenfalls entsprechende
Öffnungen verbunden sind. Am oberen Ende des Zylinders befindet sich ein unter Federwirkung stehendes Absperrventil 2, während am unteren Ende ein geeignetes einstellbares Ventil 3 vorgesehen ist. Das Ventil 2 öffnet sich, wenn der Kolben 27 mit der Stange 23 nach aufwärts getrieben wird und läßt das öl schnell nach der anderen Seite des Kolbens durch den Kanal 29 zurückfließen. Wenn jedoch die Feder 26 den Kolben 27 und die Stange 23 zurückführt, so schließt sich das Ventil 2, und das öl wird durch den kleinen Kanal gezwängt, der durch das einstellbare Ventil 3 beherrscht wird, so daß eine langsame Bewegung ermöglicht wird.
Die Wirkungsweise der ganzen Anordnung ist folgende.
Das Gewicht 16 wird zunächst am Hebel 15 in die entsprechende Lage gebracht. Die Schienen 21 werden für den unter normalen Verhältnissen geforderten Druck und ebenso wird der Anschlag 25 am Kreuzkopf entsprechend eingestellt. Der letztere wird dann am Ende jedes Maschinenhubes von normaler Länge an dem Bund 24 der Stange 23 angeschlagen, wenn diese Stange durch die Feder 26 zurückgeführt ist. Die Stange 23 und das Gewicht 16 am Hebel 15 werden durch die Maschine bei dem normalen Hub in einer solchen Lage gehalten, daß das Ventil 17 geöffnet wird. Die Luft wird dann von dem Behälter M durch das Rohr 13 nur in dem Falle abgeblasen, wenn infolge des Leckens des Kolbens Druckluft von der Arbeitsseite nach der Gegendruckseite des Kolbens H gelangt ist und der Gegendruck über das Maß vergrößert, das für den gewünschten Hub der Maschine unter normalen Bedingungen erforderlich ist und für das das Gewicht 16 und der Anschlag 25 eingestellt worden sind.
Wenn sich darauf der Maschinenhub verlängert, so wird der Anschlag 25 den Bund 24 und die Stange 23 weiter als in einer gewöhnlichen Hublänge bewegen. Hierdurch werden der Winkelhebel 22 und die Schienen 21 das Gewicht 16 nach auswärts bewegen und dadurch den Druck auf das Ventil 17 vergrößern, so daß der Druck wachsen muß, bei dem das Ventil 17 geöffnet und die Luft aus dem Behälter M abgeblasen wird. Das Wachsen des Druckes in dem Behälter M105 bewirkt ein Anheben des Akkumulatorkolbens H, und der Druck in den Ausgleichzylindern wird verringert. Die Maschine wird so auf ihren gewöhnlichen Hub zurückgeführt. Die Stange 23 kehrt langsam in--110 folge der Feder 26 in ihre gewöhnliche Lage zurück, wodurch auch das Gewicht 16 in seine entsprechende Lage bei einer Geschwindigkeit gelangt, die durch das Anstellen des Ventils 3 bestimmt wird, um die Rückkehrbewegung des Kolbens 27 zu verzögern. Der Anschlag wird dann ein Verschieben des Gewichtes 16 nach außen bewirken, um den Druck, bei dem das Ventil 17 geöffnet wird, anwachsen zu lassen, so oft wie die Feder 26
die Stange 23 zurückführt, bis der gewöhnliche Hub wieder anfängt.
Wenn der Hub der Maschine sich verkürzt, so wird der Anschlag 25 nicht an Bund 24 stoßen, und die Stange 23 wird nicht durch die Feder 26 über ihre gewöhnliche Lage bewegt. Das Gewicht 16 wird längs des, Hebels 15 nach innen gebracht,- um den Druck auf das Ventil 17 zu verringern. Das Ventil wird sich dann infolge des verringerten Druckes auf den Hebel öffnen, und die Luft kann aus dem Behälter M abgeblasen werden, wodurch der Gegendruck des Kolbens H verringert und der Druck in den Akkumulatorzylindern vergrößert wird, so daß die Maschine ihren normalen langen Hub wiedererhält und der Anschlag 25 mit dem Bunde 24 wieder zusammenstößt. Die Stange 23 und das Gewicht 16 gehen in ihre gewünschte Lage zurück, und die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung wiederholt sich von neuem.
Der Erfindungsgegenstand läßt in den Einzelheiten eine Reihe beliebiger baulicher Abänderungen zu.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ausgleichvorrichtung für die Hublänge bei direkt wirkenden Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zurückführung des Hubes des Maschinenkolbens auf die normale Länge durch Regelung des Ausgleichdruckes durch ein belastet^ Ventil (17) bewirkt wird, dessen Belastungsdruck vermittels Zwischenglieder entsprechend der Hublänge des Maschinenkolbens verändert wird.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher dem auf dem Akkumulator lastenden Arbeitsdrucke zur Regelung des Ausgleichdruckes ein Fluidum entgegenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das belastete Ventil (17) durch diesen Gegendruck geöffnet wird und das entgegenwirkende Fluidum entweichen läßt.
  3. 3. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Ventil (17) ein gewichtsbelasteter Hebel (15) wirkt, auf welchem das Gewicht (16) durch eine vom Maschinenkolben aus bewegte Kolbenstange (23) unter Vermittelung der Zwischenglieder (22, 21) verschoben wird, um dadurch die Belastung des Ventils (17) zu verändern, wenn der Hub des Maschinenkolbens länger oder kürzer wird.
  4. 4. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Maschinenkolben aus durch einen Anschlag (25) bewegte und unter Federwirkung stehende Stange (23), welche unter Vermittelung von Zwischengliedern das Belastungsgewicht (16) für das Ventil verschiebt, in einem mit einer Flüssigkeit gefüllten und mit Aus- sowie Eintrittskanälen für dieselbe versehenen Zylinder angeordnet ist, um eine allmähliche Rückkehr des verschobenen Gewichtes in seine normale Lage zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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