AT19812B - Verfahren zur Rückführung der Hilfsmaschinensteuerung bei indirekt wirkenden Geschwindigkeitsreglern für Kraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zur Rückführung der Hilfsmaschinensteuerung bei indirekt wirkenden Geschwindigkeitsreglern für Kraftmaschinen.

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AT19812B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.     19812.   



   FIRMA J. M. VOITH   rN   HEIDENHEIM A. D. BRENZ. 



  Verfahren zur Rückführung der Hilfsmaschinensteuerung bei indirekt wirkenden
Geschwindigkeitsreglern für Kraftmaschinen. 
 EMI1.1 
 sobald die Muffe des   Fliehkraftreglers   in ihrer Bewegung einhält. Es soll zunächst an einem gewöhnlichen hydraulischen Regler (Fig. 1) dieser bekannte Vorgang erläutert werden, soweit dies zum Verständnis der Erfindung erforderlich erscheint. Tritt beispielsweise eine Entlastung ein, so hebt sich infolge der Geschwindigkeitszunahme die Muffe a des Fliehkraftreglers   b   und bewegt den Hebel c um seinen Drehpunkt j nach oben. Gleichzeitig wird auch durch die Stange d der Steuerkolben e der Hilfsmaschine gehoben. Hiebei wird 
 EMI1.2 
 Zylinderraum h der Hilfsmaschine und drückt dessen Kolben i nach unten.

   Gleichzeitig entweicht die in dem unteren Zylinderraum   k-befindliche Flüssigkeit   durch den ebenfalls vom Steuerkolben   freigegebenen Kanal   nach dem   Abflussrohr     na.   



   Durch Kolbenstange n, Schubstange o und Hebel   p   wird die Welle q im Sinne des Uhrzeigers gedroht und   der Zunuss des Kraftmittels   der zu regelnden Maschine vermindert. bis durch die verringerte Kraftzufuhr die Geschwindigkeitszunahme der Maschine   aufhört   und die Reglermuffe a in ihrer Aufwärtsbewegung einhält. Gleichzeitig bewegt aber auch die Rückführungsstange r, welche durch Drehzapfen u mit Hebel p verbunden ist, das auf der Geradführung   w   verschiebbar angeordnete Gleitstück s, den Gleitring t sowie den   Drehzapfen j des Ilebels   c nach unten, wodurch der Steuerkolben, da der Hebel c seinen augenblicklichen Drehpunkt bei a hat, ebenfalls nach abwärts, also nach seiner Mitteloder Nullage hin, zurückgeführt wird. 



   In dem Augenblicke, in welchem die Reglermuffe a mit ihrer   Aufwärtsbewegung   einhält, kann der Steuerkolben e noch nicht seine Mittellage erreicht haben, sondern die   Kanäle fund l   werden noch geöffnet sein. Der Hilfsmaschinenkolben wird noch weiter nach unten sich bewegen und es wird ein Überregeln eintreten, bis der Steuerkolben e seine Mittellage erreicht und die Kanäle fund l ganz geschlossen hat. 



   Die Geschwindigkeit, mit welcher der Steuerkolben die   Kanäle fund l   schliesst, hängt von der Geschwindigkeit des Drehpunktes bezw. der   Rückführungsstange r ab.   Je rascher der Steuerkolben   zurückgeführt   wird, desto geringer wird auch das Überregeln ausfallen. 
 EMI1.3 
 vom Regler je nach Bedarf verändert, um die Geschwindigkeit, mit welcher das Steuerungorgan in seine Nullstellung   zurückgeführt   wird, zu verändern. Ein diesem Verfahren ent-   sprechender Geschwindigkeitsregler ist als Ausführungsbeispiel in Fig. 2 schematisch dargeste ! ! t.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Angriffspunkt c der Hilfsrückführungsstange w ist so gewählt, dass er mit grösserer Geschwindigkeit bewegt wird, als der Angriffspunkt u der Rückführungsstange r 
 EMI2.1 
 in Richtung der Stange w. 



   Die Wirkungsweise dieser Doppelrückführung ist folgende : In der gezeichneten Stellung sind Gleitstück s und Stange   w   durch den Reibungsschluss der Federn   ac   gekuppelt und die Stange tu übernimmt die Rückführung allein. Tritt nun eine Entlastung ein, so wird, nachdem die Reglermuffe a zur Ruhe gekommen ist, der Steuerkolben e rascher in seine Mittellage zurückgeführt werden, da die Stange w eine grössere Geschwindigkeit hat als Stange r bei der bekannten   Ausführung   nach Fig. 1. Der Hub   v2   der Stange w ist erheblich grösser als der Hub jl j2 des Drehpunktes j, würde also dem Muffenhub al   Og   nicht entsprechen. Deshalb würde bei grösserer Entlastung der grosse Weg der Stange   w den Regler   in Unordnung bringen.

   Dies kann aber nicht eintreten, da das 
 EMI2.2 
 Bügels y anschlägt. Da sich Stange te rascher als Stange r und Bügel y bewegt, so wird das Gleitstück s solange in Berührung mit Auge 2 bleiben, als die Abwärtsbewegung der Hilfsmaschine anhält. Die Stange w gleitet dabei unter Überwindung der Reibung der Federn   x   durch die Bohrung des Gleitstückes s. In diesem Zeitabschnitt bewegt sich das Gleitstück s und Drehpunkt j des Hebels c mit der geringeren Geschwindigkeit der Stange r weiter nach unten. Der Steuerkolben steht also unter dem Einfluss der normalen   Rückführung,   wie bei der Anordnung nach Fig.   t,   während die rasche   Hilfsrückführung   ganz ausgeschaltet ist. 



   Infolge des vorbeschriebenen, durch die langsamere   Rückführung   mittels Stange r nun hervorgerufenen Überregelns kehren sowohl die Reglermuffe a als auch die Hilfsmaschine und die   Rückführungsteile   ihre Bewegungen um. Im Augenblick der Bewegungsumkehrung, also bei Beginn der Bewegung der Stangen w und r nach oben, wird das Gleitstück   s   infolge der grösseren Geschwindigkeit der Stange   w von   dieser mitgenommen und das Steuerventil e steht wiederum unter dem Einfluss der raschen Hilfsrückführung, während die normale   Rückführung   ausgeschaltet worden ist. Durch das Einschalten der Hilfsrückführung wird das weitere   Überregeln verringert   und der Regler kommt rasch zur Ruhe. 



   Es ist ganz nebensächlich, in welcher Weise die   Doppelrückführung   bewerkstelligt wird. Es kann hiezu irgendeine Vorrichtung gewählt werden, die auf mechanischem oder hydraulischem Wege das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Hub der Hilfsmaschine und dem Weg der Rückführung zu verändern gestattet. Es kommt nur darauf an, dass nicht der geometrische Zusammenhang zwischen Hilfsmaschine und   Rückführung   während des ganzen Reglerhubes ein unabänderlicher, stetiger ist, sondern, dass das Übersetzungsverhältnis zwischen Hilfsmaschinenbewegung und Bewegung der   Rückführung   vom Regler selbsttätig je nach Bedarf erheblich verändert werden kann. Ebenso kann dieses   Übersetzungs-   verhältnis mehrfach abgestuft werden.

   Dieses Verfahren lässt sich bei allen Arten indirekt wirkender Regler anwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Rückführung der Hilfsmaschinensteuerung bei indirekt wirkenden Geschwindigkeitsreglern für Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Arbeitshub der Hilfsmaschine und dem Weg des Rückführung- organes sich während des Regelungsvorganges selbsttätig derart ändert, dass die Rückführung- bewegung in ihrem ersten Teile rascher als gegen Ende erfolgt.
AT19812D 1904-03-23 1904-03-23 Verfahren zur Rückführung der Hilfsmaschinensteuerung bei indirekt wirkenden Geschwindigkeitsreglern für Kraftmaschinen. AT19812B (de)

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