DE250304C - - Google Patents

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DE250304C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/347Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups
    • C07C51/353Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250304 KLASSE 12 o. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Oxalaten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1908 ab.
Nach den bisherigen Oxalatverfahren wird Formiat mit neutralen Stoffen gemischt und diese Mischung dann erhitzt oder Formiat wird für sich unter Vakuum erhitzt. Es wurde nun gefunden, daß man auch ohne diese Maßnahmen in glatter Weise Oxalate herstellen kann, wenn man das Formiat unmittelbar nach seiner Erzeugung in Gegenwart von Kohlenoxyd auf eine oberhalb 360 ° liegende Temperatur erhitzt.
Gibt man kaustische oder kohlensaure Alkalien portionsweise oder kontinuierlich in kleinsten Mengen mittels Fülltrichter zu dem in einem Rührautoklaven stets im Überschuß vorhandenen, unter erhöhtem Druck stehenden Kohlenoxydgas bei Temperatur von ungefähr 200° C, so entsteht zunächst Formiat.
Damit das Kohlenoxydgas stets im Überschuß vorhanden ist, verbindet man den Autoklaven mit dem Gaskompressor oder einem unter hohem Druck stehenden Gasvorratsgefäße und entfernt den bis zu 70 Prozent im Generatorgas vorhandenen Stickstoff durch öffnen des Gasaustrittsventils am Autoklaven.
Durch Heizen oder Kühlen leitet man die Reaktion in der Weise, daß das abgehende Gas 130 bis 1450C. zeigt.
Bei dieser Arbeitsweise können 1000 kg Ätznatron in etwa 20 Stunden in 94 bis o,7prozentiges Formiat übergeführt werden bei fast theoretischer Ausbeute.
Die Formiatbildung verläuft um so schneller und günstiger, je größer die abgehende Gasmenge ist; das würde allerdings Verluste an Kohlenoxydgas, das im Generatorgas bis zu etwa 30 Prozent enthalten ist, bedeuten; denn das abziehende, an Kohlenoxyd arme Gas kann zur Formiatbildung nicht weiter verwendet werden.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird nun das abziehende Gas vollständig ausgenutzt, und zwar sowohl sein Kohlenoxydgehalt als auch sein hoher Druck und seine hohe Temperatur, wenn man es zur Überführung des Formiats in Oxalat an Stelle von frischem Generatorgas verwendet.
Ist nach dem angeführten Verfahren das Ätznatron in Formiat umgewandelt worden, erkennbar am Temperaturfall des abziehenden Gases, so erhitzt man das Formiat höher auf 360 bis 440 ° C. unter Beibehaltung des Kohlenoxyddruckes. Man verwendet dazu nicht frisches Generatorgas, sondern zweckmäßig das bei der Formiatbildung einem Formiatautoklaven entströmende Abzugsgas, welches 6 bis 8 Atmosphären Druck und 120 bis 145 ° C. Temperatur zeigt und noch mehrere Prozent Kohlenoxyd enthält.
Druck und Wärme des Gases werden nutzbar gemacht, ebenso das Kohlenoxyd, denn bei dem allmählichen Erhitzen des Formiats auf 360 bis 440 ° C. unter Druck wird das im Formiat stets noch in geringen Mengen (1 bis 7 Prozent) vorhandene Alkali nachträglich in Formiat und danach in Oxalat übergeführt.
Verluste an teurem Alkali gibt es nach diesem Verfahren also nicht, man erhält infolgedessen ein sehr reines, hochprozentiges Oxalat.
Da alles Ätznatron vor Eintritt der kriti-

Claims (1)

  1. sehen Temperatur in Formiat umgewandelt wird, kann keinerlei schädliche Zersetzung des Formiats durch Ätznatron auftreten; das Formiat geht quantitativ in Oxalat über.
    , Der bei der Oxalatbildung unter Druck allmählich entstehende Wasserstoff wird nach diesem Verfahren von den den Apparat unter. Drück durchströmenden Formiatabgasen fortgeführt; es wird dadurch jede Explosionsgefahr beseitigt.
    Pa th;n τ-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Oxalaten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkalihydroxyde oder -carbonate in trockenem oder feuchtem Zustande bei etwa 200 ° allmählich zu dem stets im Überschuß vorhandenen, unter erhöhtem Druck stehenden Kohlenoxyd gibt und nach erfolgter Formiatbildung unter Beibehaltung der Kohlenoxydzufuhr auf 360 bis 4400 erhitzt.
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