DE250281C - - Google Patents

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DE250281C
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albumin
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phenol
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 250281 — KLASSE 39 b. GRUPPE
Firma S. DIESSER,
elastische Eigenschaften zu verleihen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. August 1910 ab.
Es ist bekannt, daß Ameisensäure Albumin schon in der Kälte zu lösen vermag. Der beim Verdunsten der Säure verbleibende Rückstand ist wasserunlöslich, hat aber die Eigenschaft, beim Trocknen spröde zu werden. Man hat versucht, diesem Körper durch die verschiedensten Zusätze die mangelnde Elastizität zu geben. Dabei hat sich ergeben, daß die aus der Einwirkung von Formaldehyd auf
ίο Phenole entstehenden Kondensationsprodukte hierzu ganz besonders geeignet sind. Läßt man eine Lösung von Albumin in Ameisensäure auf einer Glasplatte über dem Wasserbad verdunsten, indem man gleichzeitig die geeigneten Maßnahmen ergreift, um die Bildung der oben erwähnten Kondensationsprodukte hervorzurufen, so erhält man durchsichtige, wasserunlösliche, zugleich aber auch elastische Häutchen.
Diese Beobachtung läßt sich in einer Reihe von Industrien verwerten, so unter anderem in der Textilindustrie, der Papierfabrikation, der Fabrikation von Films usw.
Beispiele.
I. 2 g einer zehnprozentigen Lösung von Eieralbumin in Ameisensäure (1,22) versetzt man mit einem Tropfen Phenol und einem Tropfen einer kalt gesättigten Lösung von Oxalsäure in Ameisensäure (1,22). Man läßt die Ameisensäure verdunsten durch Verdampfen auf dem Wasserbad, legt das abgezogene Häutchen zunächst bei Zimmertemperatur 3 Minuten in Formalin, erhitzt hierauf während 5 Minuten im Wasserbad und spült schließlich in kaltem Wasser längere Zeit nach.
Die Mengenverhältnisse von Phenol, Oxalsäure, Formalin, auch die Versuchsanordnung als solche (z. B. läßt sich die Ameisensäure auch chemisch binden), können geändert werden.
II. 2 g einer nach Beispiel I hergestellten Albuminlösung werden versetzt mit einem Tropfen Anilin und zwei Tropfen Phenol. Im übrigen verfährt man weiter wie oben angegeben.
Die Darstellung der Kondensationsprodukte ist nicht an die angeführten Beispiele gebunden. Sowohl Phenol wie Formaldehyd wie das eigentliche Kondensationsmittel lassen sich ersetzen durch chemisch verwandte Agenzien, wie sie für diesen Vorgang in Betracht kommen können. Auch kann man ohne Kondensationsmittel arbeiten. Ebenso ist die Reihenfolge der Zusätze zur Albuminlösung veränderungsfähig.
Das vorliegende Verfahren ist von dem der britischen Patentschrift 4154/1909 wesentlich verschieden. In letzterem ist von Leim, nicht von Albumin die Rede. Es ist auch vollständig unmöglich, nach dem in der genannten britischen Patentschrift beschriebenen Ver-
fahren Albumin mit Phenolen und Aldehyden derart in Verbindung zu bringen, daß ohne Anwendung von Druck ein gleichmäßiges Gemisch entsteht. Demgegenüber besteht das Wesen vorliegender Erfindung ausschließlich darin, die Eigenschaften des aus Ameisensäure erhaltenen Albumins im Sinne größerer Elastizität durch Zusatz der erwähnten Kon-4erisationsprodukte zu beeinflussen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, um dem aus der Lösung von Albumin in Ameisensäure erhältlichen Produkt elastische Eigenschaften zu verleihen, darin bestehend, daß man diesem Produkt die aus der Wechselwirkung von Phenolen mit Aldehyden — gegebenenfalls bei Gegenwart von Kontaktsubstanzen — entstehenden Kondensationsprodukte einverleibt.
DENDAT250281D Expired DE250281C (de)

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DE250281C true DE250281C (de) 1900-01-01

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